Architektonische Highlights Lacco Ameno

Villa Arbusto

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Adresse
Corso Angelo Rizzoli 194
Lacco Ameno, Italien
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Nach: Villa Arbusto, Lacco Ameno

Informationen zu Villa Arbusto
Dieses kleine ischitanische Paradies inmitten der mediterranen Landschaft war einst der Sommerwohnsitz des Mailänder Verlegers Angelo Rizzoli (1889–1970), der aus Lacco Ameno in den 1950ern einen Promi-Treffpunkt machte. Heute beherbergt die mit ihrer halbkreisförmigen Pergola großzügig Archäologische Museum von Pithecusa und lädt alle an der Inselgeschichte Interessierten auf einen Blick in die Vergangenheit ein: Am Monte Vico befand sich einst Pithecusa, die erste griechische Siedlung in Italien (um 770 v. Chr.). In der Antike gab sie der ganzen Insel ihren Namen. Pithos bezeichnet ein Tongefäß. Der Name kommt nicht von ungefähr: Das reiche Vorkommen an Ton beflügelte die Griechen vor Ort zu besonders schöner Keramik. Im Museum sind die zahlreichen archäologischen Schätze zu sehen, die großenteils der deutsch-italienische Archäologe Giorgio Buchner in den 1950er-Jahren in der Bucht von San Montano ausgegraben hat. Die Funde gehen aus der Vorgeschichte über die griechische Antike bis hin bis zur Römerzeit. Herzstück der Sammlung ist der Nestorbecher aus dem frühen 8. Jh. v. Chr. Dabei handelt es sich um einen einfachen Becher aus Terrakotta, mit dem wohl Wein gebechert wurde. Die Inschrift (um 730 v. Chr.) hat es jedoch in sich: Sie wurde nach dem Brennen eingeritzt und stellt das älteste weltweit bekannte Schriftstück in griechischer Sprache dar. Es ist eine Widmung in drei beschwingten Versen an die Liebesgöttin Aphrodite. Unbedingt sehenswert sind auch die Terrakotta-Maultierkarren und auf der Terrasse die uralte Natursauna (stufa) sowie die Hauskapelle mit Freskenspuren. Nach der Museumszeitreise in die Antike hast du von der Pergola aus einen herrlichen Blick auf den Golf, den einst auch die Gäste aus Hollywood genossen. Lust auf Klatsch und Tratsch macht in einem Villentrakt eine Fotoausstellung, die die Glamourjahre Ischias mit einigen von Rizzolis bedeutendsten Gästen zeigt – wie Richard Burton, Sophia Loren, Herbert von Karajan und viele andere.

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