To-Ji

Die Tempelanlage (794) war zum Schutz der Stadt bestimmt. Diese dehnte sich allerdings so rasant aus, dass das Objekt militärisch nutzlos wurde. So schenkte es der Kaiser dem Mönch Kukai, der dort die buddhistische Shingon-Schule gründete. Die meisten erhaltenen Bauwerke stammen aus dem 17. Jh. Künstlerisch bedeutend sind die 21 esoterischen Bildnisse in der Lesehalle Kondo sowie in der Haupthalle der Heilende Buddha Yakushi mit seinen zwei Begleitern. Der fünfstöckigen Pagode, die im Laufe von Jahrhunderten fünfmal wieder aufgebaut wurde, sieht man ihre exzellente Bedeutung nicht ohne Weiteres an. Der derzeitige Bau aus dem Jahr 1643 war mit einer Höhe von 57 m nicht nur die größte Pagode Japans, sondern lange Zeit auch das maximale Höhenmaß Kyotos.