Kiyomizudera

Ganz früh am Morgen tickt das alte Kyoto noch wie vor über 1000 Jahren. Bevor Schulklassen lärmend über den im Jahre 798 gegründeten Kiyomizu-Tempel herfallen, knarren in dem berühmten Gebetshaus der alten Kaiserstadt die alten Holzdielen der Terrasse, duftet es nach Weihrauch, verharren Mönche in stillem Gebet. Die Harmonie zwischen Mensch, Architektur und Natur stimmt besonders, wenn sich Ende November die Ahornbäume tiefrot färben und den Rahmen für die schönste Aussicht auf Kyoto bilden. Der Name „Tempelkloster des klaren Wassers“ bezieht sich auf den Quell unterhalb der Haupthalle. Wer Heilung sucht, fängt mit langen Kellen das Wasser auf und gießt es sich über die Hände. Die von Hunderten von Säulen getragene Holzterrasse ist eines der Wahrzeichen Japans. Von diesem Felsvorsprung zu springen ist im Japanischen die Metapher für „etwas Schwieriges wagen“. Wer früh kommt, kann fast ungestört durch die sogenannten Teekannenwege pilgern - Gassen, die zum Tempel führen und in denen (neben dem obligatorischen Kitsch) die besten Töpferwaren Kyotos angeboten werden. In den abzweigenden Kopfsteingassen Sannenzaka („Dreijahresweg“) und der anschließenden Ninenzaka („Zweijahresweg“) kann man bei einer Tasse grünen Tees wunderbar vom alten Japan träumen.
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+81 75-551-1234
http://kiyomizudera.or.jp
Kiyomizu, 1 Chome 294, 605-0862 Kyoto Japan

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