Panagía Theotóku tis Paleokastrítsas

Hoch über dem Meer thront das weiße Kloster der "Allheiligen Gottesgebärerin von Paleokastrítsa" auf einem steil zum Wasser hin abfallenden Kap am Ausgang der Bucht. Mit seinem grandiosen Ausblick, schattigen Arkaden, einem blumenreichen Innenhof und seiner schönen Kirche gehört es zu den großen und meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Korfus. Gegründet wurde das Kloster schon im 12. Jh., die heutigen Gebäude stammen jedoch aus dem 18. Jh. Auf der bemalten Decke der einschiffigen Kirche ist der Gottvater, Sohn und - in Gestalt einer weißen Taube - der Heilige Geist zu sehen. Die wertvollste Ikone der Kirche ist ganz vorn an der linken Seitenwand zu finden. Das nur 43 x 33 cm messende Werk von 1653 zeigt drei Kirchenväter, die an ihren mit Kreuzen besetzten Stolen zu erkennen sind. Darunter ist eine dramatische Szene dargestellt, die sich am Festtag dieser drei Heiligen am 30. Januar 1653 tatsächlich in der Stadt Korfu ereignete. Ein Feuerwerkskörper, der ihnen zu Ehren gezündet werden sollte, explodierte. Eine Amme mit einem Kind auf den Armen stand ganz in der Nähe. Wie durch ein Wunder blieb das Kind unverletzt, während die Amme getötet wurde. Sie ist im rechten Teil des Bildstreifens deutlich zu sehen: Blut strömt aus ihrer Seite, sie sinkt zu Boden und hält dabei das Kind noch immer im Arm. Die Eltern des Kindes stifteten danach diese Ikone als Dank an die Heiligen für dieses (halbherzige) Wunder, von dem der Text rechts vom Bildstreifen ausführlich berichtet. Zwei weitere Ikonen hängen ganz hinten an der linken und rechten Seitenwand. Sie wurden 1713 gemalt und illustrieren in jeweils vier Bildfeldern die biblische Schöpfungsgeschichte.

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