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Kleine Antillen

Check-in

„Down the way where the nights are gay / and the sun shines daily on the mountain-top ...“ – zwei Zeilen, die die Karibik treffend beschreiben. Der große Harry Belafonte verstand es, die Sehnsucht nach Palmen, Sonne, Karneval und entspanntem Leben mit seinen Songs zu wecken.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Der Nationalpark nimmt einen großen Teil von Basse-Terre ein. Innerhalb seiner Grenzen finden Sie ausgedehnte Regenwälder, den Vulkan La Soufrière, mehrere Wasserfälle und ein Netz von Wanderwegen…
Das Unheil brach am 8. Mai 1902 über die Stadt herein. Die Bewohner von St-Pierre hatten das warnende Grummeln des Mont Pelée in den vergangenen Tagen einfach ignoriert, ebenso die Flucht aller…
Grenadas Hauptstadt – so wird behauptet – sei die schönste Stadt aller Karibischen Inseln. Und das stimmt tatsächlich! Um eine Landzunge und die natürliche, Carenage genannte Hafenbucht herum…
Die Wahrzeichen der Insel liegen an der Südwestküste, südlich von Soufrière. Hier erheben sich direkt am Meer der Gros Piton und der Petit Piton: spitze Berge kegelvulkanischen Ursprungs, die eine…
Der spätere Sieger der Seeschlacht vonTrafalgar diente hier als junger Offizier, und später war er Kommandant des Flottenstützpunkts, der jetzt seinen Namen trägt. Die gesamte Anlage ist heute ein…
Die ab 1690 erbaute Festung Brimstone Hill liegt an der Westküste im mittleren, ehemals britischen Teil der Insel auf einem 250 m hohen Hügel. In den Barackenräumen werden heute Ausstellungen zur…
Eine Reihe von großen Felsbrocken bilden kleine Bassins, Höhlen und offene oder überdeckte Kanäle – interessante Stellen, ideal zum Schwimmen und Schnorcheln.
Das 1903 von den Engländern für die letzten 3500 Nachkommen der Kariben eingerichtete Reservat heißt inzwischen so wie sie sich selbst nennen: Kalinago Territory. Sie leben in verstreuten…

Reisezeit

Januar
sehr gut
28°C
Februar
sehr gut
29°C
März
sehr gut
29°C
April
sehr gut
30°C
Mai
sehr gut
31°C
Juni
sehr gut
30°C
Juli
sehr gut
30°C
August
sehr gut
31°C
September
sehr gut
31°C
Oktober
sehr gut
31°C
November
sehr gut
30°C
Dezember
sehr gut
29°C

Die beste Reisezeit für Kleine Antillen sind die Monate Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 30° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Januar, Februar, März, April, Mai und August mit durchschnittlich 8 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 28° Celsius bei 21 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 30° Celsius und die Nachttemperatur bei 22° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 22 Tagen. Der regenreichste Monat ist der Juli.

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Entdecke die Kleinen Antillen

Einladendes Klima

Fast immer scheint die Sonne, weht eine angenehme Brise aus Nordost, und wenn’s regnet, handelt es sich meist um kurze oder nächtliche Schauer. Einladend sind auch die durchschnittlich um 27 Grad liegenden Wassertemperaturen. Schnorchelnd oder tauchend kannst du Korallenriffe erkunden, die meisten Hotels verleihen Surfbretter, Kajaks und Wasserskier, Charterfirmen vermieten Segelboote mit oder ohne Skipper. Ein wahres (Wander-)Paradies sind die Regenwälder, wie sie sich z. B. auf Dominica, St. Lucia und Saba auf erloschenen Vulkanen gebildet haben. Und wenn der perfekte Urlaub für dich einfach nur Sonnenbaden am Strand bedeutet, oder wenn du Nightlife erwartest – das alles bekommst du auf Barbados, Antigua oder Sint Maarten. Wie die Mitglieder einer großen Familie besitzen alle Insel ihren ganz eigenen Charakter und ihre besonderen Attraktionen. Das spürst du schon, wenn du während einer Karibik-Kreuzfahrt von Hafen zu Hafen schipperst und Ausflüge machst, sei es einen Stadt- und Shoppingbummel, einen Nachmittag am Strand oder eine Fahrt in den Regenwald. Vielleicht findest du auf diese Weise die Insel, die für dich die schönste ist. Willst du aber das Leben auf den Inseln kennenlernen, mit einheimischen Führern über Stock und Stein wandern, Fischern beim Fischfang am Strand und Bootsbauern bei der Arbeit zusehen oder bei einer Familie wohnen, dann brauchst du natürlich mehr Zeit. Dafür wirst du dann aber auch mit unvergesslichen Erlebnissen belohnt.

Spannende Kontraste

Jede Insel ist anders. Die eine gebirgig, die andere flach, die eine kapriziös und elegant, die andere wie aus der Zeit gefallen, wie Carriacou, oder wie ein Blick in die Zukunft, wie der Schmelztiegel Trinidad. Die Virgin Islands, Anguilla, St. Barths und die Grenadinen profilierten sich als Adressen für Yachties und Urlauber, bei denen Geld keine Rolle spielt. Saba, Sint Eustatius, Guadeloupe, Dominica, St. Lucia und Grenada als grüne Paradiese mit traumhaften Wandermöglichkeiten – und z. T. auch als tolle Tauchdestinationen. Barbados, das unentwegt englisch war, bis die Queen es in die Unabhängigkeit entließ, lockt mit britischer Gelassenheit und alten Traditionen. Tobago machte sich einen Namen als Kolibriparadies und Trinidad als Wiege des Calypso. Traumstrände findest du fast überall. Und wo nicht, da gibt‘s anderes wie z. B. im Ökoparadies Dominica.

Ruinen & alte Plantagenhäuser

Allgegenwärtig sind selbst auf den kleineren Inseln die Reste der früher so dominanten Plantagenwirtschaft, entweder als Ruinen oder so märchenhaft herausgeputzt als Luxushotel, als wollte man den dekadenten Lebensstil der früheren Kolonialherren kopieren. Den ermöglichte früher die Arbeit von Sklaven, heute zahlen die wohlhabendsten unter den Touristen dafür. Abgeschafft wurde die Sklaverei in der Karibik übrigens erst vor gut 150 Jahren: von Großbritannien (1833) zuerst und den Niederlande (1863) zuletzt. Erst danach wuchsen ihre Bewohner, die Nachfahren der Sklaven und ansässigen Kreolen, die als Ersatz für die befreiten Sklaven ins Land geholten Inder und Chinesen sowie Einwanderer aus der ganzen Welt zu den heute so selbstbewussten kleinen Gesellschaften zusammen, in denen kulturelle Barrieren kaum noch eine Rolle spielen.

Selbstbewusst & stolz

Hilfreich bei der Selbstfindung der Inseln waren einheimische Schriftsteller und ihre Werke, die die Umbruchzeit des vorigen Jahrhunderts und die Wunden der Verschleppung und Entwurzelung auf persönliche Weise behandelten. Die berühmtesten sind Aimé Césaire (1913–2008) aus Martinique und Maryse Condé (*1937) aus Guadeloupe; im englisch-sprachigen Kulturkreis erhielten gleich zwei Erzähler den Literaturnobelpreis: Derek Walcott (1930–2017) aus St. Lucia und Sir Viduadhar Surujprasad Naipaul (1932–2018) aus Trinidad. Heute sind die Kleinen Antillen so modern wie der Rest der Welt. Nicht zuletzt durch das Internet, das eine weltoffene, selbstbewusste Jugend hervorgebracht hat. Auch politisch hat sich die Region stabilisiert. Die meisten einst britischen Inseln sind heute stolz darauf, unabhängig und zugleich Teil des British Commonwealth zu sein. Die Französischen Antillen wurden überseeische Provinzen Frankreichs, sind also Teil der EU, die Niederländischen dagegen autonome Teile ihres Mutterlandes. Ähnlich verhält es sich mit den US Virgin Islands (USA), während die British Virgin Islands und Anguilla britische Kronkolonie sind. Und fast alle gehören der Organisation Ostkaribischer Staaten (OECS) an. Unterschiede aber blieben. Die französischen Inseln haben als Teil der Grande Nation (und mit deren finanzieller Hilfe) einen relativ hohen Lebensstandard. Auch den US Virgin Islands geht es mit dem Dollar als Landeswährung eher gut, während Inseln wie z. B. St. Vincent mit weniger Tourismus und hohen Arbeitslosenquoten zu kämpfen haben. Wichtigste Einnahmequelle ist heute der Tourismus. Die Inseln tun deshalb für ihre internationalen Gäste, was nur möglich ist.

Praktische Hinweise

Anreise

Flugzeug

Die Fluggesellschaften Air France, British Airways und KLM fliegen direkt oder mit einem Zwischenstopp auf die Kleinen Antillen. Air France fliegt Guadeloupe, Martinique und St-Martin an, British Airways Antigua, Barbados, Grenada und St. Lucia und KLM Sint Maarten. US-Gesellschaften bieten Linienflüge von verschiedenen deutschen Städten aus mit Zwischenstopp in den USA nach Antigua, Barbados, St. Lucia und St. Thomas an. Wenn Sie die nördlichen Kleinen Antillen bereisen wollen, können Sie auch mit American Airlines, British Airways oder Air France nach Puerto Rico und von da aus mit American Eagle oder Liat weiterfliegen.

Einen Flug von Deutschland nach Guadeloupe mit Air France bekommen Sie in der Nebensaison ab 800 Euro; in der Hochsaison über Weihnachten/Neujahr kostet er häufig über 1000 Euro. Ein Flug mit British Airways nach Antigua ist in der Nebensaison ab 700 Euro zu haben, Weihnachten/Neujahr ab 1200 Euro. Erkundigen Sie sich auch nach Charterflügen (Condor, LTU). Weiterflüge auf eine der kleineren Inseln sind mit Liat möglich (Flüge lassen sich schon in Europa buchen). Lassen Sie Ihren Rückflug 72 Stunden vorher bestätigen! Flugzeit (je nach Dauer des Zwischenstopps): 9-14 Stunden.

Schiff

Wer sehr viel Zeit hat, kann auch als Passagier eines Frachters in die Karibik reisen. Eine 42-tägige Rundreise auf einem Vollcontainerschiff kostet z.B. gut 4000 Euro. Man kann auch nur eine einfache Passage buchen und dann auf einer der Inseln von Bord gehen (Einzelstrecke ca. 1995 Euro). Frachtschiff-Reisen-Zentrum | Hamburg-Süd Reiseagentur | Domstr. 21 | 20095 Hamburg | Tel. 040 37052593 | www.hamburgsued-frachtschiffreisen.de

Auskunft

Leider ändern sich die Adressen der Touristenbüros in Deutschland häufig.

Anguilla Tourist Board

Vertreten durch Exclusive&Different | Orleansstr. 34 | 81667 München | Tel. 089 54345763 | www.anguilla-vacation.com

Antigua and Barbuda Department of Tourism

Thomasstr. 11 | 61348 Bad Homburg | Tel. 06172 21504 | wwwkaribik.de/antigua-barbuda

Barbados Tourism Authority

Sonnenstr. 9 | 80331 München | Tel. 089 23662139 | www.barbados.org

British Virgin Islands Tourist Office

Schwarzbachstr. 32 | 40822 Mettmann | Tel. 02104 286671 | www.bvitourism.com

Dutch Caribbean Travel Center

Karlstr. 34 | 64288 Darmstadt | Tel. 06151 4287113 | www.dutch-caribbean.de

Französische Antillen

Bethmannstr. 58 | 60311 Frankfurt/M. | Tel. 069283315 | www.lesilesdeguadeloupe.com

Grenada Board of Tourism

Schenkendorfstr. 1 | 65187 Wiesbaden | Tel. 06112676720 | www.grenadagrenadines.com

St. Lucia Tourist Board

c/o A.R.T. Marketing | Eckenheimer Landstr. 483 | 60435 Frankfurt/M. | Tel. 069 89009081 | www.stlucia.org

Als gemeinnütziger Verein organisierte Interessenvertretung für alle Karibischen Inseln in Deutschland:

Arbeitsgemeinschaft Karibik e. V.

Friedberger Anlage 21 | 60316 Frank-furt/M. | Tel. 06940593777 | www.karibik.de

Bus

Busse sind ein viel genutztes Transportmittel. Haltestellen sind vor allem auf dem Land selten gekennzeichnet. Sie müssen danach fragen. Sagen Sie dem Busfahrer, wo Sie aussteigen wollen, und halten Sie Kleingeld bereit. Die Fahrer können meist nicht wechseln. Sie zahlen am Ziel.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

7-9 Marli Street | P. O. Box 828 | Port-of-Spain | Trinidad | Tel. 0018686281630 | www.port-of-spain.diplo.de

Einreise

Europäer benötigen einen Reisepass und den Flugschein, der belegt, dass Sie das Land innerhalb von drei Monaten wieder verlassen. Normalerweise bekommen Touristen einen Aufenthaltsstempel für einen Monat. Wer länger bleiben will, muss sich nach Ablauf des Monats einen neuen Stempel (ca. US $ 10) im Immigration Office abholen. Am Flughafen oder im Flieger bekommt man eine Immigration Card, die man ausgefüllt wieder abgeben muss. Beim Abflug wird meist eine Departure Tax (ca. US $ 10) verlangt.

Fotografieren

Bevor Sie einen Einheimischen oder sein Haus fotografieren, sollten Sie ihn fragen, ob es ihn stört. Zwar reagieren die Bewohner der meisten Inseln im Allgemeinen auf dieses Ansinnen nicht so aggressiv wie z. B. auf Jamaika, trotzdem wird es als unhöflich empfunden, fremde Menschen ungefragt abzulichten.

Geld & Währung

Auf den meisten Inseln der Kleinen Antillen wird mit dem East Caribbean Dollar ("Ostkaribischer Dollar", Abkürzung EC $) bezahlt, obwohl der US-Dollar (US $) auch gerne genommen wird. Ausnahme sind die Virgin Islands (US $), die französischen Inseln (Euro), die niederländischen Inseln (Antillengulden, NAf) und Barbados (Barbadosdollar, BDS $). Ein bequemes und sicheres Zahlungsmittel sind Reiseschecks, die in allen Banken und in vielen Hotels eingelöst werden. Auch Kreditkarten der großen internationalen Organisationen werden inzwischen akzeptiert. Bei einigen Banken gibt es Geldautomaten, die man mit europäischen Karten nutzen kann.

Gesundheit

Sie brauchen keine Impfungen. Empfehlenswert ist indes eine kombinierte Hepatitis- und eine Tetanusimpfung. Die medizinische Versorgung variiert von Insel zu Insel. Grundsätzlich wird man überall gut versorgt, in schlimmeren Fällen von einer kleinen Insel aus mit dem Hubschrauber auf die nächstgrößere mit Krankenhaus befördert. Schließen Sie auf jeden Fall eine Reisekrankenversicherung ab und nehmen Sie eine gut sortierte Reiseapotheke sowie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor mit!

Inselhüpfen

Viele kleine Fluglinien verkehren zwischen den Inseln. Die beiden größten sind Caribbean Airlines (Tel. 2684805705 | www.caribbean-airlines.com) und Liat (Tel. 268 4805601 | www.liatairline.com). Von beiden Airlines gibt es für Inselhüpfer Air-Passes, die innerhalb einer befristeten Zeit zu einer bestimmten Anzahl verbilligter Flüge berechtigen. Die Airpässe sollten schon im europäischen Abflugland gebucht werden.

Internet

Das Internet ist in der Karibik bei allen verbreitet, die internationale Geschäfte treiben, d. h. Hotels, Charterfirmen, Wassersport- und Tauchunternehmen, Touristenbüros usw. haben meist eigene Websites. Viele größere Hotels haben business rooms, in denen sie Gästen PCs mit Internetanschluss gegen Gebühr zur Verfügung stellen. Von manchen Hauptpostämtern kann man E-Mails versenden. WLAN-Hotspots gibt es auf den Kleinen Antillen kaum. Einige der großen, internationalen Hotelketten haben WLAN-Einrichtungen, und in Barbados kann man sich am Grantley Adams International Airport kabellos einloggen.

Die interessantesten Websites: www.caribsurf.com | www.carilat.de | www.turq.com | www.karibik.de | www.doitcaribbean.com | www.expedia.de/hotelkaribik | www.accuweather.com | www.caribbeannewspapers.com | www.reise-forum.weltreiseforum.de | www.scubanova.de

Masse

Neben den englischen Maßeinheiten wie miles und pounds werden immer öfter Kilometer und Kilo gebraucht. 1 Meile = 1,609 km.

Mietwagen

Sie haben überall eine gute Auswahl an Fahrzeugen. Oft werden kleine japanische Geländewagen vermietet, die Sie buchen sollten, wenn Sie abseits der Hauptstraßen fahren möchten. Tagesmieten fangen bei ca. US $ 50 an. Bei wochenweiser Anmietung lassen die Preise deutlich nach. Wer nicht mit Kreditkarte bezahlt, muss in der Regel eine Kaution hinterlegen. Außerdem braucht man fast immer einen Inselführerschein, der aber sofort ausgestellt wird.

Post

Luftpost wird meist innerhalb einer Woche befördert, alles andere kann mehrere Wochen dauern. Die Postämter sind vormittags, Hauptpostämter auch nachmittags geöffnet.

Reisezeit

Die Karibik kann das ganze Jahr über bereist werden. Der Sommer gilt als Regenzeit, die Temperaturen liegen bei 30 Grad. Im Spätsommer und im Herbst toben Hurrikane. Der Winter ist klimatisch am schönsten (obwohl es nachts manchmal kühl werden kann), dafür sind die Hotelpreise dann fast doppelt so hoch wie im Sommer.

Sicherheit

Bis auf die US-Virgin Islands gehören die Kleinen Antillen zu den sichersten Urlaubszielen überhaupt. Die meisten Einheimischen schließen weder ihre Haustür noch ihr Auto ab. Trotzdem ist es natürlich ratsam, keine Wertsachen offen im Hotel oder am Strand herumliegen zu lassen.

Sprache

Vermeiden Sie das US-amerikanische "Hi!", wenn Sie Einheimische begrüßen. Auf den Inseln ist es üblich (und höflich), "Good Morning", "Good Day", "Good Afternoon", "Good Evening" und (nach 19 Uhr) "Good Night" zu sagen.

Strassenverkehr

Bis auf die holländischen und französischen Inseln gilt auf den Straßen Linksverkehr. Auf den Virgin Islands haben die Autos dennoch das Steuerrad auf der linken Seite. An schlecht überschaubaren Kurven wird meist gehupt, damit ein entgegenkommendes Fahrzeug gewarnt ist. Es empfiehlt sich unbedingt, vorsichtig und langsam zu fahren. Heftige Regenfälle und Stürme reißen immer wieder Schlaglöcher auf oder wehen Hindernisse auf die Straße, und überall können Ihnen Tiere über den Weg laufen.

Strom

Die Netzspannung variiert auf den einzelnen Inseln und sogar von Hotel zu Hotel zwischen 110 und 220 Volt. Auch die Stecker sind auf den einzelnen Inseln unterschiedlich. Es empfiehlt sich, einen internationalen Adapter mitzunehmen.

Taxi

Es gibt auf allen Inseln genug Taxis. Den Fahrpreis sollten Sie passend bereithalten. Eine billige Alternative ist das Sammeltaxi. Es heißt im französischen Sprachraum Public oder Tap Tap, auf den englischsprachigen Inseln Jitney, Cab oder Bus. Bezahlen müssen Sie individuell.

Telefon & Handy

Das Telefonieren erfolgt über Satellit, somit ist die Verständigung ausgezeichnet. Eine Minute nach Mitteleuropa kostet ca. US$3. Jede Insel verkauft ihre eigenen Telefonkarten, die an öffentlichen Fernsprechern (meist beim Postoffice) benutzt werden können. Die Vorwahlen für Deutschland, Österreich und die Schweiz lauten: 01149 (D), 01143 (A), 01141 (CH). Die Vorwahl für die Antillen ist 001. Die Vorwahlen für die einzelnen Inseln sind im Band angegeben. Nur wenige deutsche Handy-Anbieter haben Roaming-Verträge mit den Kleinen Antillen.

Trinkgeld

Oft ist auf Gastronomierechnungen ein Bedienungszuschlag (service charge) bereits ausgewiesen. Andernfalls sind 10 bis 15 Prozent üblich. Auch bei den oft selbst ernannten Sightseeing-Führern sollte man nicht kleinlich sein. Bei den All-Inclusive-Resorts empfiehlt es sich, zum Schluss ein kleines Trinkgeld fürs Personal zu hinterlassen.

Zeit

Auf den Kleinen Antillen gilt die Eastern Standard Time (Mitteleuropäische Zeit minus 5 Std. bzw. minus 6 Std. zur Sommerzeit).

Zoll

Die Vorschriften unterscheiden sich je nach Territorium. Meist dürfen 200 Zigaretten, 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 1 l Alkohol und Geschenke im Wert von US$ 100 mitgebracht werden. Verboten ist die Einfuhr von Fleisch, Obst, Rauschgift und Waffen. In die EU eingeführt werden dürfen Waren für den persönlichen Bedarf im Wert von bis zu 430 Euro, 2 l Wein oder 2 l andere Alkoholika bis 22 Prozent, 50 g Parfüm, 0,25 l Eau de Toilette, 500 g Kaffee sowie 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos, oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak.

Events, Feste & mehr

Feste & Veranstaltungen

Januar

Grenada Sailing Festival: Regatta mit Kunsthandwerksmarkt und Straßenfest

Barbados Jazz Festival: internationale Musiker und einheimische Talente, www.barbadosjazzfestival.com

Februar

Holetown Festival Barbados: Gedenktag für die ersten europäischen Siedler 1627

Carnival auf den Französischen Inseln

März

Carnival auf Dominica und Virgin Gorda

April

Oistins Fish Festival Barbados: großes Straßenfest im Fischerdorf Oistin mit Bootsrennen, Angelwettbewerben, Tanz

Sailing Week Antigua: mehr als 300 Boote aller Klassen treten zum Rennen an. Info: www.sailingweek.com

Carnival auf Sint Maarten, St. Thomas und St. Croix

Spring Regatta: Bootsrennen zwischen den British Virgin Islands. Info: www.bvispringregatta.org/BVI

Easter Regatta auf Grenada, Motorbootrennen, Dinghirennen, Musik

Mai

Jazzfestival auf St. Lucia, Open-Air-Veranstaltung mit riesigem Andrang; internationale Jazzlegenden sowie Soca, Zouk, Reggae und Salsa. www.stluciajazz.com

Carnival auf Barbuda

Foxy's Wooden Boat Regatta auf Jost van Dyke, Holzbootrennen in Great Harbour. Info: www.foxysbar.com/home.html

Juni

Carnival auf St. Vincent ("Vincey Mas"), ein lebenslustiges Straßenspektakel (Ende Juni, Anfang Juli)

St. Kitts Music Festival: Rock, Blues, Reggae, Calypso, Gospel, Rap. Info: www.stkittsmusicfestival.net

Juli

Crop Over Festival auf Barbados, Paraden und Calypsowettbewerb zum Fest der Zuckerrohrernte. www.barbados.org/cropover.htm

Carnival auf St. Vincent, Antigua, Saba, Sint Eustatius, St. John, St. Lucia

August

Carnival auf Grenada, Tortola, Anguilla

St. Lucia Racing Festival: Regatta, Party, Straßenfeste

September

National Dance Festival St. Vincent: klassischer Tanz, Volkstanz, Ballett, Steptanz

Oktober

World Music Creol Festival auf Dominica, drei Tage kreolische Musik, Tanz, kulturelle Veranstaltungen. Info: www.wcmfdominica.com

November

National Independence Festival of Creative Arts auf Barbados, Theater, Konzerte, Ausstellungen

Dezember

Carnival auf St. Kitts/Nevis

Saba Days: Mini-Karneval mit Eselrennen, Steelbands und Tanz

Bloss nicht

Unter dem Machineel Tree stehen

Es gibt ihn fast an jedem Strand: den Machineel Tree, einen Laubbaum mit herzförmigen Blättern. Seine Blätter und Früchte sind giftig, und jeder, der unter diesem Baum bei Regen Schutz sucht, beklagt sich wenig später über unangenehmen Hautausschlag. Die Regentropfen, die vom Baum fallen, enthalten ein giftiges ätherisches Öl und verursachen empfindliche Hautreizungen. Klar, dass man die Früchte auch nicht essen darf.

In Shorts zum Dinner

Allzu freizügige Kleidung ist - außerhalb der Strände - völlig unangemessen. Nacktbaden ist auf den englischsprachigen Inseln absolut verpönt, nur auf den Französischen Antillen wird über Oben-ohne am Strand nonchalant hinweggesehen; dort gibt es sogar einzelne FKK-Strände. Vermeiden Sie es, in Strandkleidung oder Shorts zum Dinner zu erscheinen. In den Luxusrestaurants ist es für den Herrn sogar üblich, Jackett und Krawatte zu tragen.

Auf Eile drängen

Auf den Antillen haben die Menschen mehr Zeit. Erwarten Sie nicht europäische Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit von Ihren Gastgebern - das ist ihnen fremd, hier laufen die Uhren anders. Protest, wütender oder unhöflicher zumal, richtet nichts aus, sondern ruft bei den Einheimischen nur Verwunderung oder Ärger hervor.

Die Sonne unterschätzen

Selbst wenn Sie schon leicht vorgebräunt sind oder wenn Sie am Mittelmeer noch nie Probleme mit der Sonne hatten: Hier ist die Sonneneinwirkung so stark, dass Sie leicht als "Lobster" enden können.

Tiere oder Pflanzen mitnehmen

Nehmen Sie keine Tiere oder Pflanzen mit, und kaufen Sie keine Souvenirs, die aus geschützten Tieren oder Pflanzen hergestellt wurden, z. B. Schmuck aus Korallen oder Schildpatt. Viele der Reptilien und Vögel, die auf den Kleinen Antillen heimisch sind, stehen unter Naturschutz. Der Zoll auf den Inseln und in Ihrem Heimatland sieht über Vergehen bestimmt nicht hinweg.

Zu schnell fahren

Viele Straßen sind auf den Kleinen Antillen ausgesprochen schlecht. Schlaglöcher werden, wenn überhaupt, oft nur notdürftig überteert und sind nach ein paar Monaten wieder genauso tief wie vorher. Vor allem nachts sollte man deshalb seinen Fahrstil den Gegebenheiten anpassen, zumal die Fahrbahn auch gerne von Schafen und Rindern als Ruhestätte gewählt wird. Im Übrigen gibt es nur wenig brauchbare Straßenschilder, nach denen man sich richten könnte. Es lohnt also, eine möglichst detaillierte Karte der entsprechenden Insel mitzunehmen.

Bücher & Filme

Emily und Cambridge

Caryl Phillips lässt in ihrem Roman (1991) die Tochter eines englischen Plantagenbesitzers mit einem schwarzen Sklaven zusammentreffen und beschreibt so die Konflikte zweier unterschiedlicher Gesellschaftsschichten und Kulturen zur britischen Kolonialzeit

Sargassomeer

Jean Rhys schildert in düsteren, dekadenten Bildern die Geschichte der Halbkreolin Antoinette im kolonialen Westindien (1966)

Nur eine kleine Insel

Jamaica Kincaids Roman (1988) spielt auf Antigua und wirft einen literarisch-kritischen Blick auf Geschichte und Gegenwart der Kleinen Antillen

Erzählungen von den Inseln

Sozialkritische Gedichte (1993) des auf St. Lucia geborenen Nobelpreisträgers Derek Walcott

Nie endet der Karneval

In Herman Wouks Roman (1966) träumt ein erfolgreicher Geschäftsmann vom Paradies, kämpft aber schließlich gegen karibische Naturereignisse und kulturelle Schranken

Island in the Sun

Atmosphärischer Spielfilm (1957) mit James Mason und Harry Belafonte in den Hauptrollen

Fluch der Karibik, Teil 3

Der Hollywood-Blockbuster wurde hauptsächlich auf Dominica gedreht (2007)

22-30 °C
7 h/Tag
28 °C

Fakten

Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 07:29 Uhr

Anreise

9h 55min
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