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Kilimandscharo National Park

Kilimandscharo National Park

Check-in

Aus der Nähe wirkt der größte freistehende Berg der Welt noch imposanter als aus der Ferne. Kein Wunder, dass jedes Jahr Tausende von Bergsteigern versuchen, auf den 5895 m hohen Gipfel zu gelangen.

Sehenswürdigkeiten

Aus der Nähe wirkt der größte freistehende Berg der Welt noch imposanter als aus der Ferne. Kein Wunder, dass jedes Jahr Tausende den Versuch unternehmen, bis zum 5895 m hohen Gipfel vorzudringen.
Afrikas mit 5895 m höchster Berg ist der majestätische Blickfang im Amboseli- Nationalpark. Von nahezu überall beherrscht er den Horizont. Geologisch gesehen ist der Kilimandscharo ein junger Berg…

Hotels & Übernachtung

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Das Mama Agnes Home in Moshi in der Nähe von Namro bietet Unterkünfte mit kostenfreien Privatparkplätzen. Das eigene Bad ist mit einer Dusche, Hausschuhen und kostenfreien Pflegeprodukten…

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Auftakt

Der Schlüssel zum Erfolg heißt Zeit. Wer sich schrittweise an die enorme Höhe anpasst, hat selbst mit wenig Erfahrung gute Chancen. Wem das zu viel ist, der kann auf mehrere Wanderwege entlang der Hänge ausweichen. Touren auf eigene Faust sind nicht möglich: Tansanias Regierung schreibt die Buchung über ein Safariunternehmen ebenso vor wie die Beschäftigung einheimischer Führer und Träger. Geologisch gesehen ist der Kilimandscharo ein junges Bergmassiv, das durch vulkanische Aktivität vor gut 1 Mio. Jahren geformt wurde. Heute schlummert der Vulkan. Obwohl es keine Ausbrüche gibt, weht starker Schwefelgeruch über dem 2,3 km breiten und 200 m tiefen Krater an der Spitze. Vier Fünftel der 1918 gemessenen Schneedecke sind infolge des Klimawandels bereits geschmolzen.

Von den sechs gängigsten Routen ist die Marangu-Route (auch Coca-Cola-Route genannt) die kürzeste. Sie ist aber auch diejenige, auf der viele Gipfelstürmer scheitern, weil die Zeit der Akklimatisierung knapp bemessen ist (auf dem Whisky-Route genannten Machame-Aufstieg hat man zum Beispiel einen vollen Tag mehr, sich an die Höhenluft zu gewöhnen). Wer auf diesem Weg auf den Kilimandscharo steigt, durchquert innerhalb von fünf Tagen alle Ökosysteme des Gebirgsmassivs: Die Felder des Hochlands gehen über in dichten Bergwald, wo an der Mandara-Hütte (2800 m) der erste Aufstiegstag endet. Tag 2 führt durch Heide- und Moorland bis zur Horombo-Hütte (3700 m): Unterwegs ist erstmals der Gipfel zu sehen. Der dritte Tag führt durch urzeitlich wirkende Wälder bis jenseits der Baumgrenze zur Kibo-Hütte (4750 m).

Am vierten Tag beginnt gegen Mitternacht der Gipfelsturm: Die gut 1200 m bis zum Kraterrand am Gillman’s Point (5680 m) oder zur Freiheitsspitze (Uhuru Peak) auf 5895 m sind die strapaziösesten, sie führen durch Eis- und Schneefelder. Wenn alles glattgeht, erreichst du den Gipfel rechtzeitig zum Sonnenaufgang: ein atemberaubender Anblick. Der letzte Tag gilt dann dem Abstieg von der Horombo- Hütte bis zum Ausgangspunkt. Wer sichergehen will, den Gipfel zu erreichen, plant am besten einen weiteren Tag zur Akklimatisierung auf der Horombo-Hütte ein. Der harschen Umgebung mit zum Gipfel hin stetig sinkenden Temperaturen hat sich eine vom Umland isolierte Tierwelt angepasst. Elefanten steigen bis auf das Shira-Plateau auf fast 4000 m. Nicht weit vom Gipfel wurde einst sogar ein erfrorener Leopard gefunden. Die meisten Wildtiere leben aber im Waldgürtel, was Wanderungen im Nationalpark auch ohne Gipfelsturm lohnend macht.

Rechne mit mindestens 1500 Dollar für fünf Tage auf der Marangu-Route, zzgl. Trinkgeld für das Begleitteam (mind. 10 Prozent des Tourpreises). Die Kosten für andere Routen sind höher und hängen maßgeblich davon ab, wie lange die Tour dauert. Denk daran: Du vertraust deinem Bergführer dein Leben an – von Schnäppchentouren solltest du besser absehen. Das Wetter am Kilimandscharo ist unvorhersehbar. Innerhalb von weniger als einer Stunde kann es komplett umschlagen. Du solltest eine gute Kondition für den Aufstieg haben und möglichst alles aus Europa mitbringen: Wanderstiefel, Stirn- und Taschenlampe, Schlafsack, Windstopper, lange Unterwäsche und Handschuhe. Zwing dich nicht zum Gipfel. Selbst die vermeintlich leichteste Tour auf den Kilimandscharo ist wegen der enormen Höhe eine große Herausforderung und jeder Körper reagiert anders. „Pole pole“, mahnen die Bergführer unterwegs, was „langsam“ heißt. Doch selbst mit Langsamkeit schafft es nicht jeder bis ganz hinauf. Die Gipfelquoten reichen von um die 50 Prozent (Marangu-Route, 5 Tage) bis zu 95 Prozent (Lemosho-Route, 8 Tage). Du traust dir den Aufstieg nicht zu? Das bedeutet noch lange nicht, dass du auf den Kili verzichten oder im Hotel auf den Rest deiner Gruppe warten musst: Bei einer Bergrundtour umrundet man in einer Woche den höchsten Berg Afrikas auf 4000 m – und lernt das saftig grüne Moorland und die ursprünglichen Wälder auf kaum begangenen Pfaden kennen. Je nach Route können sich Kurzentschlossene am vorletzten Tag noch für den Gipfel entscheiden, der Rest der Gruppe steigt derweil schon einmal ab. Die meisten Safariveranstalter in Moshi haben eine solche Tour im Programm.

Eine Kilimandscharo-Tour beginnt normalerweise in Marangu, einem Ort am Fuß des Berges (gut 40 km nordöstlich von Moshi und 5 km vom Parkeingang entfernt). Eintritt 82 US$ pro Tag, Übernachtung in den Hütten je 70 US$

Fakten

Fläche 75.575 ha
Strom 230 V, 50 Hz
Ortszeit 13:16 Uhr

Anreise

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In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

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