Kiewer Höhlenkloster

Die Mönche Antonius und Feodosij gründeten die Kiewer Petscherska Lawra 1051. Sie richteten Gebetszellen in Höhlen (petschery) am Dnjepr ein. 900 Jahre lang wurde die Anlage erweitert und umfasst inzwischen 28 ha. Das Kloster gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Den Titel Lawra tragen die sechs einflussreichsten Klöster der Orthodoxie. Der Haupteingang zur Oberen Lawra führt unter der barocken Dreifaltigkeits- Torkirche hindurch. Sie bezaubert mit anrührend-naiven Fresken (Aufgang hinter Torbogen links). Den Weg zur Hauptkathedrale flankieren die einstöckigen Wohnzellen der Mönche. Heute sind dort Museen für Ikonenmalerei und liturgische Gegenstände untergebracht. Auch eine Sammlung von seltenem Skythengold ist zu sehen. Der Hamburger Johann Gottfried Schädel baute den 96 m hohen Glockenturm 1731–44 im ukrainischen Barockstil (239 Stufen). Die Mariä-Entschlafens- Kathedrale wurde 2000 wiedererrichtet. Sie war während der deutschen Besatzung 1941 gesprengt worden. In der früheren Residenz des Metropoliten zeigt ein Museum Volkskunst. Daneben liegt das Refektorium mit herrlichen Jugendstilfresken und der pseudobyzantinischen Kirche (1893–95). Über die abwärts führende Gasse verlässt man die Obere Lawra. Beim schwarzen Kreuz geht es hinab zur Unteren Lawra. In den zwei Grabhöhlenkomplexen, den Nahen und Fernen Höhlen, sind 122 orthodoxe Heilige bestattet. Ihre Leiber blieben auf wundersame Weise konserviert. Gläubige strömen in die engen, stickigen Gewölbe, beten und küssen die Reliquien, die in Glassärgen ruhen. Der Eintritt ist frei. Sie sollten eine Kerze kaufen und Frauen ein Kopftuch tragen. Eine hölzerne Galerie führt zu den Fernen Höhlen.
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+380 44 255 1105
http://lavra.ua
Lavrska St 15, 01015 Kyiv Ukraine

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