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Stadttour Kiel: Das Beste an einem Tag

Kaum ein Café verkörpert die Kieler Weltoffenheit so gut wie das Café Resonanz, in dem unsere Stadttour mit einem guten Frühstück startet. 2010 hat das junge Ehepaar Ibrahim aus Syrien und Maaiken aus Belgien seinen charmanten Laden in einem kleinen Eckhaus am Lessingplatz eröffnet. Seitdem hat sich Resonanz zum absoluten In-Treff gemausert. Jeden Morgen um 9 Uhr öffnen sich die Türen dieser niedlichen Location, in der die Lampenschirme alte Teekessel sind und der Weg auf die Toilette durch eine Schrankwand führt. Bei der Kaffee- und Teezubereitung wird schnell klar, dass Ibrahim und Maaiken etwas von ihrem Fach verstehen – und das Frühstück ist sensationell: Man hat die Wahl zwischen syrischem, amerikanischem, griechischem und belgischem Frühstück. Dazu gehören zum Beispiel selbstgebackenes Fladenbrot, Obstsalat mit knackigen Granatapfelkernen, Pfannkuchen und Oliven.

Frisch gestärkt geht es auf einen Streifzug durch die nahe gelegene Holtenauer Straße. Neben der Fußgängerzone Holstenstraße, wo alle großen Ketten vertreten sind, ist diese Flaniermeile die perfekte Alternative für alle, die gerne individueller und in inhabergeführten Geschäften shoppen wollen. Vom Dreiecksplatz geht es die Holtenauer Straße auf der linken Straßenseite durch die Arkaden hinauf, um bei Küstenmädchen skandinavische Frauenmode oder bei Marxen guten Wein zu kaufen. An der Kreuzung Beseler Allee geht es auf der anderen Straßenseite wieder zurück – hier befinden sich die ultrasüße und ein bisschen kitschige Konditorei Schokodeern, der angesagte Sneakershop Sneaxs, Schmuckgeschäfte wie Pyro und der Sportshop Volution Sports. Wer Lust auf eine Pause hat, kann sich auf der Open-Air-Terrasse des N.i.L. einen kühlen Drink bestellen.

Zurück am Dreiecksplatz geht es über die Bergstraße, Kiels nächtliche Partymeile, hinunter Richtung Innenstadt, bis sich auf der rechten Seite der imposante Rathausturm auftut. Das goldene Ei auf der Turmspitze thront 106 Meter über der Stadt. Mittwochs und samstags kann der Turm bestiegen werden und bietet eine fantastische Aussicht über die gesamte Stadt und die Förde. An den anderen Tagen sieht er auch von unten nett aus.

Kurz hinter dem Rathausplatz liegt die Holstenbrücke, einer der Verkehrsknotenpunkte der City. Hier kreuzt die Holstenstraße und liefert das Shoppingpendant zur Holtenauer Straße, nämlich eine Fußgängerzone mit den üblichen Großkonzernen und Shoppingmarken. Das Nordende der Holstenstraße markiert der Alte Markt mit der Nikolaikirche, dem ältesten erhaltenen Gebäude Kiels.

Wer an dieser Stelle mehr über die bewegte Stadtgeschichte erfahren will, schlendert die Dänische Straße, Kiels kleine altstädtische Vorzeigestraße, entlang und wirft dort einen Blick ins Stadtmuseum Warleberger Hof.

Vorbei amKieler Schlosssieht man am Fördeufer schon das ikonische Spitztonnendach der alten Fischauktionshalle von 1910 stehen. Darin befindet sich nicht nur das Schifffahrtsmuseum, das von der langen Seefahrertradition in und um Kiel erzählt, sondern auch das hübsche Museumscafé Der alte Mann – ein idealer Stopp für die Mittagspause. Hier gibt es tolle Mittagsangebote wie gebratenen Lachs mit Cremespinat, vegetarische Gnocchipfanne oder Krabbensuppe mit Holzofenbrot. Immer anders und immer lecker!

Nach dem Besuch des Schifffahrtsmuseums (und der dazugehörigen Museumsbrücke mit den drei Oldtimerschiffen!) startet der zweite Teil des Ausflugs, der sich rund um das Thema Wasser dreht. Hier an der Seegartenbrücke halten im Sommer regelmäßig die kultigen Fördedampfer, die nicht nur für Berufspendler zwischen West- und Ostufer hin- und herfahren, sondern auch für Urlauber die einmalige Gelegenheit bieten, Kiel vom Wasser aus kennenzulernen.

Die Fahrt führt entlang der Kiellinie, an der sich das Seehund-Aquarium des Ozeanzentrums GEOMAR und der beliebte (zur Bar umgebaute) Seecontainer der Fischbar befinden.

Weiter Richtung Außenförde passiert der Dampfer die Mündung des Nord-Ostsee-Kanals, den weitläufigen Falckensteiner Strand (mit Ausstiegsmöglichkeit!) und beendet seine Fahrt schließlich im idyllischen Ostseebad Laboe, wo die Förde längst Ostsee heißt. Hier kann man an der Promenade entlang schlendern, sich einen Strandkorb mieten und baden gehen, eine der zahlreichen Fischbuden ausprobieren und natürlich das riesige Laboer Ehrenmal besteigen. Der Blick über die Kieler Förde und die offene Ostsee ist gigantisch.

Abends geht es mit dem letzten Dampfer wieder zurück nach Kiel. Die Fahrt bis in die Innenstadt dauert eine Stunde. Wer möchte, kann an der Kielline (Haltestelle Reventloubrücke) aussteigen und zum Abendessen mit Blick auf die Förde im Fisch-Schnellrestaurant „Gosch“ oder im gemütlichen „Louf“ einkehren.

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