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Kenia

Check-in

Der ganze Reichtum Afrikas in einem Land, das ist Kenia: vom Indischen Ozean mit bunten Riffen und dem golden leuchtenden Strand, an den türkisfarbene Wellen schlagen, bis hin zur wogenden Weite der Savanne, durch die Löwen und Elefanten, Antilopen und Büffel ziehen. Im Hintergrund erhebt sich - schon auf dem Gebiet des Nachbarlands Tansania - der höchste Berg des Kontinents, der 5892 m hohe Kilimandscharo mit seiner Schneekuppe. Auch Kenias höchster Berg, der Mount Kenya (5199 m), ist schneebedeckt. Im tiefen afrikanischen Grabenbruch locken tiefblaue Seen und brodelnde Geysire, im Norden schließt sich die Wüste an, die nur vom Jadegrün des Turkanasees unterbrochen wird. So viel Vielfalt gibt es in Afrika kein zweites Mal.

Quer durch Kenia zieht sich der Äquator, der das Land in zwei ungleiche Hälften teilt: in den weithin fruchtbaren Süden, wo die großen Städte sind und der weitaus größte Teil der Bevölkerung lebt, und in den trockenen, weiten Norden, den Nomaden durchwandern und der das Ziel der Abenteuerlustigen ist, die auf Kamelsafari gehen oder im jadegrünen Turkanasee schwimmen wollen. Regenwälder und Teeplantagen, staubige Dornbuschsavannen und Afrikas rote Erde: Das alles ist Kenia. Selbst die Topografie strahlt Vielfalt aus. Nicht nur die höchsten Berge, auch die tiefsten Schluchten hat das Land zu bieten. Der Große Grabenbruch (englisch Rift Valley) fällt von der fruchtbaren Hochebene abrupt und steil um mehrere Hundert Meter nach unten ab.

Und überall sorgt die Natur für Wunder, die unvergesslich bleiben. Wenn die aufgehende Sonne die Savanne in ihren roten Schimmer taucht, ist die beste Zeit, auf Safari zu gehen. Giraffen und Geparden, Leoparden und Löwen, Nashörner und Flusspferde, dazu Zebras, Krokodile, Gnus und Hunderte Vogelarten erwachen mit dem neuen Tag. Kenias Nationalparks und Reservate sind in weiten Teilen noch so unberührt wie vor hundert Jahren, lassen sich mit dem Geländewagen aber dennoch bequem erkunden. Zwischen den Fahrten lässt man sich in den Lodges und Bush Camps verwöhnen und muss auf kaum eine Annehmlichkeit verzichten. Nur der Blick von der Terrasse erinnert daran, dass man sich mitten in der Wildnis befindet. Doch nicht nur Naturfreunde kommen in Kenia auf ihre Kosten. Kenias Strände gehören ebenso wie die Tauchgründe zu den besten der Welt. Wer nicht nur faul am feinen Sandstrand liegen möchte, kann segeln oder angeln, surfen oder schnorcheln und auch Golf spielen - mit Meerblick. Auch Trendsportarten wie Kitesurfing, Abseiling oder Mountainbiketouren im rauesten Gelände werden mittlerweile angeboten. Der Kilimandscharo bietet ebenso wie der Mount Kenya zahlreiche Möglichkeiten zum Trekken und Bergsteigen. Und wer sich nach Stadtleben sehnt, nach Kultur, nach Abwechslung im Speiseplan oder schlicht nach einer rauchigen Bar, der wird in den Metropolen Mombasa und Nairobi sicher fündig. Wie genau man den Urlaub in Kenia verbringt, hängt auch vom Geldbeutel ab. Für jeden ist etwas dabei: Luxuslodges, die nur mit dem Privatflieger erreichbar sind, werden von Madonna ebenso besucht wie von Prinz William, der seiner Kate hier seinen Heiratsantrag machte. Doch es gibt auch Linienflüge, sogar Billigflieger - und für die kurzen Distanzen Mietwagen, günstige Taxen oder schlicht einen Platz im Matatu, dem stets vollgestopften Massentransportmittel der Kenianer.

Die Kultur der Kenianer ist so vielfältig wie ihr Land, das immerhin anderthalbmal so groß ist wie Deutschland. Die über vierzig Millionen Menschen stammen aus mehr als vierzig Ethnien, jede mit ihrer eigenen Sprache und Geschichte. Doch Kenianer, das sind auch die weißen Nachkommen der ehemaligen Siedler und die Mitglieder der großen indischen Gemeinschaft, die in Kenia lebt. Entsprechend leben Christen, Muslime und Hindus friedlich nebeneinander.

Kenias Geschichte reicht bis ins 9. Jh. zurück, als an der Küste das blühende Handelsreich der Swahili entstand. Mit den Monsunwinden kamen Händler aus Indien und dem nahen und fernen Osten, die fremde Kostbarkeiten gegen Elfenbein und Sklaven tauschten. Viele Geheimnisse der einstigen Hochkultur sind verschollen, seit der Portugiese Vasco da Gama 1498 die europäische Fremdherrschaft begründete. Erst 1963, Kenia war britische Kronkolonie, wurde das Land wieder unabhängig. Im Kalten Krieg blieb Kenia westlich ausgerichtet. Doch unter Gründungspräsident Jomo Kenyatta und seinem Nachfolger Daniel arap Moi wurden Bürgerrechte eingeschränkt, Systemgegner vom Staat gefoltert und ermordet. Als 2002 der Oppositionelle Mwai Kibaki ins Statehouse einzog, wehte ein Wind der Erneuerung durchs Land. Der aber hielt nicht lange an: Bald flogen Korruptionsskandale auf, die zeigten, dass die neue Regierungsmannschaft kaum besser war als die alte. Nach den Wahlen 2007 erlebte das Land seine bislang schlimmsten Unruhen: Politiker heizten die Lage so sehr an, dass bürgerkriegsähnliche Zustände ausbrachen. Mehr als 1100 Menschen starben. Inzwischen regiert eine Große Koalition der ehemaligen Widersacher, die wieder einmal mit Affären von sich reden macht. Die mutmaßlichen Drahtzieher der Unruhen stehen vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Doch die Angst vor neuen Unruhen bei kommenden Wahlen ist groß.

Gefahr für Reisende bedeutet das jedoch kaum. Touristen bekamen von den Unruhen 2007 zumeist nur aus den Zeitungen etwas mit. Ein Problem ist da schon eher die hohe Kriminalitätsrate vor allem in den Städten, wo die Schere zwischen Arm und Reich besonders weit aufgegangen ist. Diebstähle und Überfälle können auch Urlauber treffen: Im Zweifel sollten Sie unbedingt kooperieren, Geld lässt sich ersetzen. Seit Kenia gegen Islamisten in Somalia Krieg führt, besteht zudem eine erhöhte Gefahr von Terroranschlägen, die das Land bereits mehrfach erschüttert haben. Das ist kein Grund zur Panik, dennoch sollten Sie vor einer Reise unbedingt die aktuellen Reisehinweise des Auswärtigen Amts einholen.

Obwohl politisch angeschlagen, ist Kenia ökonomisch immer noch führend in der Region. Kenianische Unternehmen wie Safaricom, Nakumatt oder die Kenya Commercial Bank verzeichnen an Nairobis Börse Rekordgewinne und expandieren in die Nachbarländer. In Kenia und besonders in Nairobi wird gebaut, was das Zeug hält. Aus einstigen Tagelöhnern sind dank des Handybooms vielerorts Kleinunternehmer geworden. Farmer erkundigen sich per SMS über die Marktpreise, um besser gegen Zwischenhändler zu bestehen. Andere erledigen alle Bankgeschäfte per Handy. Mit dem Aufschwung ist eine kenianische Mittelschicht entstanden, die sich zunehmend leisten kann, was früher allein Ausländern vorbehalten war. Immer mehr Kenianer gehen zum Beispiel auf Safari und lernen so erstmals ihr eigenes Land kennen.

Touristen werden schnell feststellen, dass die Bewohner selbst einer der größten Schätze Kenias sind. Mit großer Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit werden sie Ihnen zur Seite stehen. Vermutlich wird auch der eine oder andere versuchen, den vermeintlichen Reichtum des Reisenden anzuzapfen: Der Preis für die Flasche Wein, die Sie beim Abendessen öffnen, entspricht für viele Kenianer einem Monatslohn. Die unterschiedlichen Maßstäbe bedeuten aber nicht, dass Sie jedem helfen müssen. Entscheiden Sie selbst, und kommunizieren Sie Ihre Entscheidung höflich, aber deutlich, sodass es keine Missverständnisse gibt. Ansonsten gilt: Lassen Sie sich anstecken von der Offenheit und Herzlichkeit Ihrer Gastgeber, und genießen Sie Ihren Urlaub in einem faszinierenden Land!

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

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Praktische Hinweise

Anreise

Flugzeug

Nairobis Kenyatta International Airport liegt 20 km südlich der Innenstadt. Mehrmals täglich fliegen KLM und Kenya Airways ab Amsterdam, Swiss fliegt fünfmal wöchentlich von Zürich, British Airways täglich, Virgin Atlantic mehrmals wöchentlich ab London-Heathrow, SN Brussels mehrfach die Woche ab Brüssel. Mit Umwegen, dafür günstiger, kommt man mit Emirates (via Dubai), Ethiopian (via Addis Abeba), Qatar Airways (via Doha), Egypt Air (via Kairo) oder Turkish Airlines (via Istanbul) nach Nairobi. Direkt nach Mombasa fliegen je nach Saison Edelweiß, Condor und Air Berlin, sonst muss man in Nairobi einreisen, das Gepäck einsammeln und zum Inlandsterminal wechseln.

Auskunft

Botschaft der Republik Kenia

10969 Berlin | Markgrafenstr. 63 | Tel. 030 2592660 | www.embassy-of-kenya.de

Kenya Wildlife Service

Nairobi | Langata Road | Tel. 020 600800 | www.kws.go.ke

Kenya Tourism Board

Nairobi | Ragati Road | Upper Hill | Tel. 020 2711262 | www.magical-kenya.de

Auto

In Kenia herrscht Linksverkehr. Wer sich selbst ins chaotische Verkehrsgetümmel stürzen will, anstatt wie die meisten ein Auto mit Chauffeur zu mieten, braucht Mut und Vorsicht. Dass in Kenia links vor rechts gilt, wissen auch viele Kenianer nicht. Wichtigste Regel: nach Einbruch der Dunkelheit nur noch innerhalb der Städte fahren - Wildtiere (und viele Autos) haben keine Rücklichter. Straßen sind größtenteils in schlechtem Zustand, achten Sie auf Schlaglöcher. An Polizeisperren stets halten. Geschwindigkeitsbegrenzungen: in der Stadt 50, auf Schnellstraßen 100 km/h, im Nationalpark Schritt fahren.

Automobile Association of Kenya (AAK)

Nairobi | Embakasi | Tel. 020 825060 | www.aakenya.co.ke

Banken & Geld

Währungseinheit ist der Kenianische Shilling (KSh). Banknoten gibt es zu 50, 100, 200, 500 und 1000 Shilling; Münzen zu 1, 5, 10 und 20.

In den Städten können Euro, US-Dollar und Reiseschecks in Banken und Forex-Büros (geht schneller) eingelöst werden. Mit Kreditkarte und PIN kann Geld an den selbst auf dem Land verbreiteten Geldautomaten gezogen werden. Auch die Maestro (EC)-Karte wird an Pesa-Point-Automaten akzeptiert, das Limit liegt bei 20000 Shilling. Hotels und Restaurants können ebenso wie Safari-Packages mit Kreditkarte bezahlt werden, oft wird dafür ein Zuschlag von fünf Prozent verlangt. Hotels und Nationalparkeintritte werden oft in US-Dollar berechnet (in diesem Fall sind die Preise im Reiseführer in US-Dollar angegeben). Sie können aber (zu schlechtem Wechselkurs) auch in Shilling bezahlt werden. Alle anderen Kosten werden in Shilling beglichen. Im Reiseführer sind wegen der starken Kursschwankungen meist nur Richtwerte in Euro angegeben.

Bus

Die großen Städte sind alle mit Überlandbussen verbunden. Sehen Sie sich vor Kauf der Fahrkarte den Bus an, mit dem Sie fahren: Neben modernen Bussen gibt es noch viele alte Karossen, die nicht sicher scheinen. Fahren Sie nie über Nacht!

Camping

Campen bietet sich nur in den Nationalparks an, die alle mindestens einen Platz haben. Ein Verzeichnis der meisten Plätze gibt es auf der Website des KWS: www.kws.org. Wichtig: alles mitbringen, oft gibt es weder Wasser noch Toiletten.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Ludwig-Krapf-Haus | 113 Riverside Drive | Riverside | Nairobi | Tel. 020 4262100 | www.nairobi.diplo.de

Deutsches Honorarkonsulat

Saleem Ghalia | Ivory House | Dedan Kimathi Avenue (gegenüber Mombasa Law Courts) | Mombasa | Tel. 0412 228781, Notruf 0736 800166

Österreichische Botschaft

City House, 2nd floor | Standard Street | Nairobi | Tel. 020 319076 | nairobi-ob@bmeia.gv.at

Österreichisches Honorarkonsulat

Ralli House | Nyerere Av. | Mombasa | Tel. 0412313386 | tibor@tgaalarchitects.co.ke

Schweizer Botschaft

International House, 7th floor | Mama Ngina Street | Nairobi | Tel. 020 2228735 | www.eda.admin.ch/nairobi

Einreise

Besucher benötigen ein Visum, das problemlos bei der Einreise am Flughafen ausgestellt wird. Voraussetzung ist ein Reisepass, der noch sechs Monate Gültigkeit besitzt. Bei der Einreise füllen Sie das Visumsformular und die kleinere Einreisekarte aus. Ein Visum für maximal drei Monate kostet zzt. 40 Euro, Verlängerungen müssen im Nyayo House, Nairobi, beantragt werden. Wer innerhalb von Ostafrika reist (z. B. nach Tansania), muss bei Wiedereinreise nach Kenia kein neues Visum kaufen, weil er die Ostafrikanische Gemeinschaft nicht verlassen hat.

Gesundheit

Wer aus Europa anreist, muss keine Impfungen nachweisen. Wollen Sie jedoch innerhalb von Afrika reisen, etwa nach Tansania, ist eine Gelbfieber-Impfung Pflicht, der Impfpass wird an der Grenze kontrolliert. Empfohlen wird von Ärzten außer den Grundimpfungen (Tetanus, Polio, Diphtherie) eine Impfung gegen Hepatitis A (Gelbsucht). Eine Typhusimpfung braucht nur, wer auf eigene Faust im Hinterland unterwegs ist.

Malaria ist in Kenia weit verbreitet. Der Erreger wird von der Anophelesmücke übertragen, die vor allem in der Dämmerung (morgens und abends) aktiv ist. Hauptsymptome sind Fieber, das teils in Schüben auftritt, und alle Anzeichen einer schweren Grippe. Eine Impfung gegen Malaria gibt es nicht. Chemoprophylaxe (verschreibungspflichtig) bewirkt nur, dass die Krankheit beim Ausbruch weniger heftig verläuft. Weil die Inkubationszeit bis zu vier Wochen beträgt, muss man auch nach der Rückkehr von der Reise auf Malariasymptome achten. Selbst beim geringsten Verdacht sofort testen lassen! Am besten, man lässt sich gar nicht erst stechen: Mückensprays, lange Hemden und Hosen helfen dabei ebenso wie nachts ein Moskitonetz.

Kenia hat eine sehr hohe HIV-Rate, vor allem in den Touristengebieten. Sex ohne Kondom ist daher lebensgefährlich und unnötig: Kondome sind selbst in entlegenen Orten überall erhältlich.

In Kenias Krankenhäusern gilt: Erst wird bezahlt (meist bar), dann behandelt. Gehen Sie deshalb bei schlimmeren Erkrankungen möglichst zu zweit. Unbedingt empfehlenswert ist eine Mitgliedschaft bei den Flying Doctors, einem medizinischen Notdienst per Flugzeug: für 25 US $ bekommt man einen zweimonatigen Schutz fürs ganze Land (AMREF | Wilson Airport | Nairobi | Tel. 020 6993000 | www.amref.org). Die Organisation steckt ihre Überschüsse in das Training von Ärzten und in medizinische Projekte in ganz Afrika. Unbedingt vor der Reise abschließen sollte man eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption.

Krankenhäuser

- Pandya Memorial Hospital | Dedan Kimathi Avenue | Mombasa | Tel. 041 2313577, 2313894

- Aga Khan University Hospital | 3rd Parklands Ave. | Parklands | Nairobi | Tel. 020 3662020

- Gertrude's Garden (Kinderkrankenhaus) | Muthaiga Road | Nairobi | Tel. 020 3763474

- Diani Beach Hospital | Diani Beach | Tel. 040 3202207

Inlandsflüge

Kenias Inlandsflugnetz ist in den vergangenen Jahren rapide gewachsen. Außer Kenya Airways (www.kenya-airways.com) verbinden Air Kenya (www.airkenya.com), Fly540 (www.fly540.com) und Safarilink (www.safarilink.com) Mombasa, Nairobi, Kakamega, Kisumu, Kitale, Lamu, Lodwar, Ukunda (Südküste) und zahlreiche Nationalparks miteinander. Die Flüge sind günstig (meist unter 100 Euro) und am einfachsten über das Internet zu buchen. Achten Sie bei Flügen ab Nairobi darauf, ob Ihre Maschine vom Internationalen Flughafen (Jomo Kenyatta) oder vom kleineren, zentraleren Flughafen Wilson Airport abfliegt.

Medien

Kenias Pressefreiheit ist für Afrika vorbildlich. Selbst unter der autoritären Herrschaft Daniel arap Mois konnten die Kenianer stets kritische Kommentare in den Zeitungen lesen - zur Not wurden die Blätter auch mal unter dem Ladentisch verkauft. Heute gibt es eine breite Auswahl (in englischer Sprache) überall auf den Straßen zu erstehen: die "Daily Nation" ist die Zeitung mit der größten Verbreitung, gefolgt vom "East African Standard". "Business Daily" legt den Fokus auf Wirtschaft in der Region. Die Wochenzeitung "East African" gibt einen brillianten Überblick und eine Einordnung der Geschehnisse in ganz Ostafrika. "Destination" heißt Kenias reich bebildertes Reisemagazin.

Mietwagen

Internationale Autoverleiher haben in Mombasa und Nairobi Niederlassungen, sind aber sehr teuer. Kenianische Unternehmen sind deutlich günstiger. Prüfen Sie unbedingt vor Abfahrt den Wagen auf seinen Zustand und vergessen Sie dabei nicht den Ersatzreifen - die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie ihn brauchen werden!

- Platinum Car Hire: Nairobi | Wai-yaki Way | Tel. 020 4442485 | www.platinumsafaris.com

- Concorde Car Hire: Nairobi | Shell-Tankstelle | Ring Road | Westlands | Tel. 20 4448953 | www.concorde.co.ke

Post

Eine Postkarte per Luftpost kostet ebenso wie ein Luftpostbrief 75 Shilling Porto, Laufzeit: ein bis zwei Wochen. Für eilige Sendungen gibt es DHL.

Reiseunternehmen

Game trackers

Abenteuersafaris mit Zelten, Outdoor-Erlebnisse. Nairobi | Nginyo Towers | Koinange/Moktar Daddah St. | Tel. 020 2212831, 2222703 | www.gametrackersafaris.com

Let's Go Safari

ABC Place | Waiyaki Way | Westlands | Nairobi | Tel. 0204447151 | www.uniglobeletsgotravel.com

Phoenix Safaris

Deutsch geführtes Reisebüro mit vielen Angeboten. Village Market | Nairobi | Tel. 020 7122254 | www.phoenix-safaris.de

Private Safaris

Maßgeschneiderte Touren vor allem im hochpreisigen Segment. Mobil Plaza | Muthaiga | Nairobi | Tel. 020 3607000 | www.privatesafaris.co.ke

Reisezeit

An der Küste sinken die Wassertemperaturen nie unter 21 Grad. Jahresmittel in Mombasa: 27-31 Grad (Luft). Hochsaison und heißeste Jahreszeit an der Küste ist Dezember/Januar. Etwas kühler sind Juli/August. Reiseeinschränkungen kann es während der Regenzeit geben, Ende März-Mitte Mai und November/Dezember. Dann sind einige Regionen (Aberdares, der Norden, Amboseli, Massai Mara) zeitweise mit dem Wagen unpassierbar.

Sicherheit

Auf Lamu und Manda sind 2011 mehrmals Touristen entführt worden. Vor einer Reise dorthin ist es ratsam, sich auf der Website des Auswärtigen Amts über aktuelle Reisewarnungen zu informieren.

Strom

Wechselstrom mit 230-240 Volt Netzspannung. Da die Anschlüsse der britischen Norm entsprechen, sind für deutsche Geräte dreipolige Adapter (mit eckigen Steckern) erforderlich. Bei empfindlichen elektronischen Geräten (Laptops, iPods, Handys) sind Stromspannungsregler (engl. powersurge-regulators) empfehlenswert, die in jedem kenianischen Supermarkt erhältlich sind.

Taxi

Taxen sind oft die beste und fast immer die schnellste Möglichkeit, von A nach B zu kommen. Erklären Sie dem Fahrer vor der Abfahrt, wohin Sie wollen, und machen Sie einen verbindlichen Preis aus. Nicht immer kennen die Fahrer den Weg, seien Sie deshalb am besten vorbereitet - zur Not lassen Sie den Fahrer bei Ihrem Ziel anrufen und sich den Weg erklären. Nachts sollten Sie in Nairobi und Mombasa auch bei kurzen Strecken stets ein Taxi nehmen.

Telefon & Handy

Eine der sinnvollsten Anschaffungen bei einem Urlaub ist die SIM-Karte eines kenianischen Anbieters. Safaricom und Airtel sind im ganzen Land verbreitet, Orange und YU nur in den großen Städten. Die SIM kostet etwa 3 Euro und kann in jedes mitgebrachte Handy eingelegt werden. Aufgeladen wird das Handy von Prepaidkarten (scratch cards), die überall erhältlich sind. Alle Nummern in diesem Buch sind mit einem kenianischen Handy deutlich günstiger erreichbar als über Roaming mit einem deutschen Vertrag. Auch Gespräche und SMS nach Deutschland sind erstaunlich günstig. Die Telefonnummern in diesem Buch sind für den Gebrauch in Kenia aufgelistet: Von Europa aus wählen Sie 00254 vor und lassen die erste "0" weg. Vorwahl nach Deutschland: 0049, nach Österreich: 0043, in die Schweiz: 0041.

Unterkünfte

Auf Safari haben Sie meist die Wahl zwischen einer Lodge (einem Haus mit Zimmern, ähnlich einem Hotel) und einem Camp. Das Camp besteht aus Zelten, die begehbar und geräumig, luxuriös eingerichtet und mit Bad versehen sind - meist die ökologischste Variante in einem Nationalpark. Am Strand gibt es Resorts, Hotelanlagen, die auf einem riesigen Gelände Hunderte Urlauber beherbergen. Alternativ gibt's Cottages oder Bandas, kleine Häuser, die oft aus Stein gebaut und deren Dächer mit Makuti (Palmenblättern) gedeckt sind. Meist werden Übernachtungspreise per person sharing, also pro Person im Doppelzimmer, angegeben.

Zeit

Kenia ist der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um zwei Stunden voraus. Während der Sommerzeit in Europa reduziert sich der Abstand auf eine Stunde.

Zoll

Einfuhr: 0,7 l alkoholische Getränke und eine Stange Zigaretten. Ein Ausfuhrverbot (und Einfuhrverbot nach Deutschland) gilt für Elfenbein, Felle, Korallen, Muscheln und Tiertrophäen. Freimengen bei der Rückreise in die EU: 200 Zigaretten oder 50 Zigarren, 1 l Spirituosen über 22 %, 2 l Wein, 50 ml Parfüm oder 250 ml Eau de Toilette sowie Waren im Wert von 430 Euro. Für die Schweiz gelten andere Bestimmungen.

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage

Allgemein

An diesen Tagen bleiben Banken, Behörden und die meisten Geschäfte geschlossen:

1. Jan

Neujahr

März/April

Karfreitag und Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

1. Juni

Madaraka Day (Unabhängigkeitstag)

10. Okt.

ehemals Moi Day

20. Okt.

Kenyatta Day

12. Dez.

Jamhuri Day (Gründung der Republik)

25./26. Dez.

Weihnachten.

Juni/Juli, September

Die muslimischen Feste Idd al Fitr (Ende der Fastenzeit Ramadan) und Idd al Hadsch (Opferfest), die sich nach dem Mondkalender richten und zu wechselnden Daten stattfinden, sind ebenfalls Feiertage.

Religiöse Festtage

Januar

Dhow-Regatta: Am Neujahrstag versammelt sich ganz Lamu am Strand von Shela, wo gegen Mittag die traditionelle Dhow-Regatta startet. Die Teams üben wochenlang für das Rennen, das meist mit dem Versenken der Sieger-Dhow endet.

Maulidi al Nabi: Zum Geburtstag des Propheten versinkt Lamu für eine Woche in den ausgelassenen Feiern gläubiger Muslime. Es wird gesungen, getrommelt und getanzt; die Bevölkerung feiert mit Stocktänzen und Dhow-Regatten. Bewegliches Fest nach dem Mondkalender.

Februar

Kijani Festival: klassische Musik, Oper und Ballett am Fuß des Mount Kenya oder mitten im Nationalpark. Das Programm ändert sich jedes Jahr, Details unter www.kijanikenyatrust.org

Juni/Juli

Lewa-Marathon: Der Lauf über staubige Lehmstraßen im Schutzgebiet der Lewa Conservancy im Norden Kenias gilt als eine der größten Herausforderungen weltweit, der sich jedes Jahr ca. 700 Athleten aus aller Welt stellen. www.lewa.org

Rhino Charge: Bei der Rallye, die traditionell am ersten Juni-Wochenende stattfindet, geht es nicht nur darum, schnellster zu sein - Sonderpreise gibt es auch für das schrillste Auto oder das auffälligste Team. Es ist das Wochenende der KCs, der Kenyan Cowboys, wie die weißen Kenianer vom Land auch genannt werden. Der Gewinn aus der Querfeldein-Geländefahrt fließt dem Schutz der bedrohten Nashörner zu. www.rhinocharge.co.ke

Große Tierwanderung: Von August bis Oktober wimmelt die Massai Mara von Tieren: Dann wandern mehr als 2 Mio. Gnus, Zebras und Antilopen aus der Serengeti in den kleinen Park, um das frische Gras zu fressen - und werden ihrerseits zum Festmahl für Raubkatzen. Wenn alles abgeweidet ist, kehren die Tiere wieder um. In beide Richtungen müssen sie dabei den Mara-Fluss überqueren, wo Krokodile lauern - ein atemberaubendes Spektakel!

September

Concours d'Élégance: Ein buntes Fest rund um Oldtimer, die Bastler und Sammler hier einmal im Jahr stolz von der Öffentlichkeit bestaunen lassen. Nairobis Upper Class kommt im passenden Vintage-Outfit mit bunten Hüten und langen Röcken. www.concourskenya.com

November

Lamu Cultural Festival: Für ein Wochenende wird die Unesco-geschützte Altstadt von Lamu Town zur Open-Air-Bühne. Zum Programm gehören Tanzvorführungen, Lesungen und Kunstausstellungen. www.lamuheritage.org

East African Safari Classic Rally: Einst war sie eine der bedeutendsten Rallyes der Welt, heute ist sie ein riesiges Spektakel: In mindestens 30 Jahre alten Autos brettern die Piloten von Mombasa aus in zehn Tagen 5000 km durch die Wildnis Kenias und Tansanias. Entlang der Strecke gibt es mehrere Tribünen. www.eastafricansafarirally.com

Dezember

Jamhuri Day: Feiertag am 12. Dez. mit Umzügen und Ansprachen im Gedenken an den Tag der Unabhängigkeit 1963.

Bloss nicht

Im Nationalpark Aussteigen

In Nationalparks darf man nur an gekennzeichneten Stellen aus dem Auto aussteigen. Mit Grund: Es ist lebensgefährlich! Die vermeintlich niedlichen Affen nahe Ihrem Zelt können schnell aggressiv werden: Halten Sie Abstand, und füttern Sie sie niemals.

Kenianer bemitleiden

Viele Kenianer sind arm, aber sie sind auch stolz. Als Urlauber haben Sie die Chance, auch denen Respekt zu zeigen, die wenig haben - zum Beispiel durch ein Gespräch. Geben Sie gezielt etwas, wenn Sie helfen wollen, nicht aus schlechtem Gewissen.

Verbrennen

Die Äquatorsonne, im Hochland auch noch Höhensonne, ist gefährlich. Selbst bei Bewölkung färbt sich die Haut schnell rot. Tragen Sie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf.

Leitungswasser trinken

Auch in den besten Hotels sollten Sie zu Mineralwasser greifen, um Durchfälle und schlimmere Erkrankungen zu vermeiden. Versiegelte Flaschen gibt es überall und sind die bessere Alternative, auch zum Zähneputzen.

Schmiergeld zahlen

Ein heikles Thema ist die in Kenia vorkommende Korruption. Sollte tatsächlich jemand ein Bestechungsgeld von Ihnen verlangen, stellen Sie sich dumm und lassen Sie denjenigen wieder und wieder erklären, was genau er meint. Regen Sie sich auf, kann das - vor allem bei Polizei oder offiziellen Stellen - Schwierigkeiten nach sich ziehen.

im Dunkeln durch die Stadt laufen

Wenn die Sonne untergegangen ist, nehmen Sie für jeden noch so kurzen Weg ein Taxi. Straßenbeleuchtung ist nahezu unbekannt, und im Schatten lauert manch zwielichtige Gestalt.

Knausern

Wenn Sie mit eigenem Führer auf eine längere Safari gehen, auf den Mount Kenya steigen oder einen Fahrer mieten, zeigen Sie sich - außer Sie sind unzufrieden - großzügig. Ihre Trinkgelder sind meist das Haupteinkommen der Betroffenen.

Zu freizügig sein

Jeder öffentliche Austausch von Zärtlichkeiten, z. B. ein Kuss oder Händchenhalten, ist in Kenia absolut unüblich. Homosexualität ist sogar verboten, FKK, auch oben ohne, ebenso.

Sitzen bleiben

Wenn die Nationalhymne erklingt (vor jeder öffentlichen Aufführung, sei es im Konzert, im Kino o.ä.), muss man aufstehen und innehalten, bis die Musik stoppt.

Bücher & Filme

Afrikanisches Schach

Spannende Lebensgeschichte des deutschen Aussteigers Hans von Loesch an Kenias Küste

Der Hüter der zerfallenden Bücher

Schicksale von Menschen aus Afrika, erzählt vom Autor des vorliegenden Reiseführers

Jetzt sind wir dran

Michela Wrongs exzellenter Bericht über John Githongo, Kenias Einzelkämpfer gegen die Korruption

Afrika - dunkel lockende Welt

Der Klassiker von Tania (Karen) Blixen, der die Vorlage für den wunderschönen Film "Jenseits von Afrika" lieferte, in seiner schönsten Übersetzung

Kwani

Herausragende Sammelbände mit Texten junger kenianischer Autoren (auf Englisch)

Nirgendwo in Afrika

Ein Film von Caroline Link (2001): oscargekrönte Geschichte einer Familie, die vor den Nazis aus Deutschland in das Kenia der späten 1930er-Jahre flieht

Der ewige Gärtner

Fernando Meirelles' spannende Verfilmung (2005)des John-Le-Carré-Thrillers über illegale Menschenversuche der Pharmaindustrie

Soul Boy

Packendes Märchen von Tom Tykwer ("Lola rennt") um einen Jungen, der in Nairobis größtem Slum Kibera lebt (2010)

21-29 °C
8 h/Tag
27 °C

Fakten

Einwohner 47.564.296
Fläche 581.309 km²
Sprache Swahili
Währung Kenia-Schilling
Strom 240 V, 50 Hz
Regierungssystem Präsidiale Republik
Hauptstadt Nairobi
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 14:25 Uhr
Zeitverschiebung 1 h (zu MESZ)

Anreise

8h 30min
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