Kassel Sehenswürdigkeiten

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Das klassizistische Schloss von 1803 beherbergt heute eine wunderbare Sammlung alter Meister und hat u.a. 17 Rembrandt-Gemälde aufzuweisen. Im Weißensteinflügel kann man Interieurs von damals…
Weithin ist der 54 m hohe Turm der Christuskirche von Bad Wilhelmshöhe zu erblicken. Das Gotteshaus glänzt mit reicher Ausstattung, darunter eine kunstvolle Christusfigur des bekannten dänischen…
Das Bundessozialgericht im Kasseler Stadtteil Wilhelmshöhe - heute das oberste Gericht der deutschen Sozialgerichtsbarkeit - wurde ursprünglich von 1936 bis 1938 als Wehrkreisdienstgebäude…
Der Zoo am Rammelsberg ist ein familienfreundliches Ausflugsziel in Kassel-Wilhelmshöhe mit artgerechten, offen gestalteten Gehegen. Besucher können auf ca. 2 ha 56 Tierarten, z.B. Alpakas, Störche…
Der Park im Stadtteil Wilhelmshöhe ist eine beliebte Naherholungsanlage mit idyllischen Rundwegen, prächtig blühenden Blumenrabatten sowie stattlichen Pappeln und Linden. Das Gartendenkmal gehört…

Sehenswürdigkeiten

Bergpark Wilhelmshöhe

Der Bergpark Wilhelmshöhe ist mit 240 ha Europas größter Bergpark. Mit dem Titel "Weltkulturerbe" ist der Park Ende Juni 2013 als weltweit einzigartig ausgezeichnet worden. Ein Höhepunkt des Parks sind die Wasserspiele aus der Zeit des Absolutismus. Über mehrere Stationen kann man zu Fuß dem Weg des Wassers vom Oktogon am Herkules bis zum Fontänenteich folgen. Herausragend ist die große Kaskade, an deren Spitze der Herkules, Kassels Wahrzeichen, steht. Der Bergpark geht ab dem Neptunbecken in einen Landschaftsgarten über. Ein wenig an ein "Disneyland des 18. Jahrhunderts" gemahnt die Löwenburg, eine im Maßstab 1:2 nachgebaute Burgruine im gotischen Stil für die Romantiker, das ebenso als Ruine gebaute Aquädukt für die Antikefans und eine Reihe kleinerer Tempel für den Hellenisten.

Mittendrin und zentral in einer Sichtachse, die vom Herkules über die Wilhelmshöher Allee bis fast zum Kasseler Rathaus führt, steht das Schloss Wilhelmshöhe, einst Residenz der Landgrafen und später Kurfürsten von Hessen-Kassel.

Interessant ist es natürlich, die Wasserspiele in Aktion zu sehen, die immer mittwochs, sonntags und feiertags vom 1. Mai bis 3. Oktober um 14.30 Uhr am Herkules beginnen. Viele Infos für unterwegs hält das kostenlose Bergpark-App der Parkverwaltung bereit. Außerhalb der Zeiten der Wasserspiele sind die Wasserläufe trocken.

In der Stadtmitte
Friedrichsplatz

Der Friedrichsplatz liegt an der Königsstraße und ist mit etwa 340 x 112 m einer der größten innerstädtischen Plätze Deutschlands. Der im 18. Jahrhundert angelegte Platz wurde nach Landgraf Friedrich II. aus dem Hause Hessen-Kassel benannt. Ein sehenswertes, historisches Modell des damals prachtvollen Friedrichsplatzes ist im Stadtmuseum zu finden. Mit dem Zweiten Weltkrieg verlor auch der Friedrichsplatz seine historische Bebauung.

  • Am Platz liegt die Kunsthalle Fridericianum (siehe Abschnitt Museen). Direkt an der Treppe zum Fridericianum sind übrigens unscheinbare in Stein gemeißelte Namen zu finden. Diese Namen sind Teil eines Mahnmals für an Aids gestorbene Menschen.
  • Denkmal Landgraf Friedrich II. - Das Denkmal steht gegenüber dem Fridericianum. Die Statue wurde 1783 vom Bildhauer Johann August Nahl dem Älteren begonnen und dann durch seinen Sohn vollendet. Ursprünglich stand das Denkmal in der Mitte des Platzes. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es an seinen heutigen Standort an der Südseite der Freifläche verschoben.
  • Am Ostteil des Platzes liegen das Staatstheater sowie die Documentahalle. Ferner findet man hier das Kunstwerk "Rahmenbau" (im Volksmund auch Auefenster genannt). Das begehbare Kunstwerk wurde zur documenta 6 1977 errichtet. Wenn man den eisernen Steg erklimmt, verlässt man den "großen Blick durch den ersten Rahmen" und schaut durch einen zweiten, kleineren stählernen "Bilderrahmen" auf den Mittelbau der Orangerie. Im Mittelbau der Orangerie befindet sich übrigens das Planetarium des Astronomisch-Physikalischen Kabinetts. Bis 1907 stand in diesem Bereich das 1782 errichtete Friedrichs- oder Auetor. Danach musste es Platz für das königliche Theater machen.
  • Einen schönen Blick auf den Friedrichsplatz hat man übrigens vom oberen Parkdeck der Galeria Kaufhof (siehe Abschnitt "Aussichtspunkte").

Die Treppenstraße ist die erste Fußgängerzone Deutschlands. Sie wurde bereits am 9. November 1953 eröffnet. Das nüchterne Flair der 1950er Jahre herrscht auch noch heute in der Treppenstraße. Der Straßenzug steht als Nachkriegsbauwerk daher auch unter Denkmalschutz. Auf den grünen Podesten kann man gut bei einem Kaffee das hektische Treiben der Großstadt beobachten. Die "Straße" ist 275 m lang und besitzt bei 104 Stufen 15,5 m Höhenunterschied. Wer sich über die etwas unpassenden Stufen wundert: Die Treppen entsprechen nicht den heute gültigen Baunormen für öffentliche Treppenbauwerke. Heute wird das Bauwerk aber nicht nur positiv gesehen: So ist die fußläufige Direktverbindung von Hauptbahnhof zum Friedrichsplatz für Rollstuhlfahrer aufgrund der steilen Podeste nicht nutzbar. Des Weiteren wirkt die Treppenstraße trotz ihrer Funktion als wichtige Fußgängerverbindung in der Stadtmitte oft relativ wenig belebt. Lage: Der Treppenzug führt vom Scheidemannplatz südöstlich des Hauptbahnhofs bis zum Friedrichsplatz an der Königsstraße.

Sehenswert ist das schlossartige Rathaus am Beginn der oberen Königsstraße. Der Bau wurde zwischen 1905 und 1909 im neubarocken Stil nach den Entwürfen von Architekt Karl Roth errichtet (Baukosten 3,2 Mio Reichsmark).

Die zentrale Einkaufsstraße ist Fußgängerzone, beginnt am Rathaus (Königsplatz), verläuft entlang Straßenbahnenschienen und bietet vielfältige Einkaufsmöglichkeiten.

Alle 15 Minuten ist der Königsplatz zentraler Treffpunkt von Straßenbahnen in alle relevanten Richtungen. Am kreisförmigen Platz liegen Cafés, Kneipen und das moderne Einkaufszentrum "City Point". Der Platz ist von Platanen gesäumt und im Sommerhalbjahr sind die Wasserspiele in Betrieb (auch "Elefantenrüssel" genannt). Während der Adventszeit findet auf dem Platz jährlich der Kasseler Märchenweihnachtsmarkt statt.

Der Königsplatz wurde 1767 vom Kasseler Oberhofbaumeister und Architekt Simon Louis du Ry angelegt. Simon Louis du Ry gilt als einer der bedeutendsten Baumeister des Klassizismus. Der Platz ist nach Landgraf Friedrich I. (1676–1751) benannt. Landgraf Friedrich I. war zwischen 1720 bis 1751 König von Schweden.

Der Druselturm nordöstlich des Königsplatzes ist eines der letzten größeren Überreste des mittelalterlichen Kassel. Er diente u. a. als Gefängnis. Das Gebäude wurde 1415 errichtet und war Teil der Stadtbefestigung. Das Bauwerk ist zu regulären Öffnungszeiten nicht zugänglich. Das Bauwerk hat seinen Namen übrigens vom Druselkanal. Dieser kleine Kanal zweigte früher zu Zeiten der Kasseler Stadtbefestigung etwa auf der Höhe des heutigen Fernbahnhof vom Bachlauf der Drusel ab. Am höchsten Punkt der Kasseler Stadtbefestigung speiste man das Wasser in die Verteidigungsgräben vor den Mauern ein. Dort stand damals der heutige Druselturm. Fuldawasser hätte man sehr aufwendig in die teilweise recht hoch über dem Flussniveau liegenden Gräben pumpen müssen. So war die Nutzung von Wasser aus dem Habichtswald unter Nutzung des natürlichen Druselgefälles eine clevere Lösung des Problems. Ferner wurde das Wasser aus dem Speicherteich am Druselturm auch zum Spülen der Gassen genutzt.

Bedeutende Kirchen der Stadt

Durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden in Kassel viele Kirchen vernichtet. Unter anderem daher spielen die Kirchen heute in der Rangfolge der Kasseler Sehenswürdigkeiten im Vergleich zu anderen Städten eine untergeordnete Rolle. Es gibt aber für Interessierte dennoch einige sehenswerte Bauten:

  • Martinskirche unweit des Königsplatzes - erbaut ab 1330. Der Bau ist heute mit Platz für 1.400 Gläubige die größte Kirche der Stadt. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde das Gotteshaus mit modernen Elementen wieder aufgebaut. In der Gruft der Kirche wurden zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert die Landgrafen zu Kassel beigesetzt. Täglich von 9-17 Uhr zu besichtigen.
  • Lutherkirche - heute eine Kirchenruine am Lutherplatz: Ab 1897 im neugotischen Stil erbaut. Der Bau wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der erhaltene Turm ist mit 76 m aber immer noch das höchste Gebäude der Stadt. Zu besonderen Veranstaltungen konnte der Kirchturm in der Vergangenheit über 156 Stufen bestiegen werden. Mit Stand Februar 2019 ist der Zugang unklar (die Internetseite des Fördervereins zum Turm existiert nicht mehr). Einen Besuch am Lutherkirchturm kann man sich mit Stand Februar 2019 also eigentlich sparen.
  • Brüderkirche - eher unscheinbarer Bau am Steinweg, aber älteste Kirche der Stadt. Der Bau wurde zusammen mit dem Kloster bereits 1376 fertig gestellt. Das Gotteshaus wird heute u.a. für Musikveranstaltungen genutzt.
Karlsaue

Die Karlsaue ist eine barocke Parkanlage im Herzen der Stadt. Zusammen mit der Fuldaaue stellt sie die "grüne Lunge" von Kassel dar. Sehenswert sind u. a. die Orangerie mit Marmorbad, der Aueteich und die Blumeninsel Siebenbergen.

Museen

Kassel besitzt für seine Stadtgröße eine recht große und vielfältige Museumslandschaft.

Bei der Kasseler Museumsnacht sind viele Museen bis 1 Uhr geöffnet sind (nächster Termin 5. September 2020[veraltet]). Zur Museumsnacht gibt es ein Sonderticket, das zum Eintritt in alle teilnehmenden Häuser und zur Nutzung von Bus und Bahn berechtigt. Weitere Informationen mit Programmhinweisen sind unter www.museumsnacht.de zu finden.

Gut zu wissen: Beim Besuch eines weiteren Museums der Museumslandschaft Hessen Kassel am selben Tag bekommt man 25% Rabatt auf den Eintrittspreis für das 2. Museum.

  • Schloss Wilhelmshöhe mit Gemäldegalerie "Alte Meister" und Antiken-Sammlung. auf Schloss Wilhelmshöhe
  • Gewächshaus am Schloss Wilhelmshöhe. An tristen, kalten Wintertagen kann man hier ins Warme flüchten. Geöffnet ist nur im Winterhalbjahr. Infos siehe im Artikel zum Bergpark Wilhelmshöhe.
  • Fridericianum. Das Museum Fridericianum, heute Kunsthalle Fridericianum, wurde bereits im Jahre 1779 eröffnet und gilt als der erste öffentliche Museumsbau auf dem europäischen Kontinent. Es finden wechselnde Kunstausstellungen statt. Im Fridericianum präsentiert auch der KasselerKunstVerein seine Ausstellungen. Diese können im Rahmen der regulären Öffnungszeiten mit besucht werden (kein Zusatzeintritt). Das Fridericianum ist auch Ausstellungsort der Documenta. Geöffnet: Mi - So 11-18 Uhr; Mo, Di sowie am 24., 25., sowie am 31.12 ist geschlossen. Preis: 5 €; Ermäßigt: 3 € (gegen Nachweis für Schüler, Studenten, Arbeitslose, Schwerbehinderte, Wehr- und Zivildienstleistende); Mittwochs ist der Eintritt kostenlos.
  • Stadtmuseum Kassel, Ständeplatz 16, 34117 Kassel. Tel.: +49 (0)561 787 14 00, E-Mail: stadtmuseum@kassel.de. Das im Juni 2016 nach Sanierung und Erweiterung wieder eröffnete Museum zeigt auf drei Stockwerken eine nach Zeitepochen geordnete Sammlung zur Geschichte Kassels vom Mittelalter bis zur Neuzeit mit insbesondere hochinteressanten Einsichten in die Zeit vor der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg. Die anschauliche Sammlung umfasst einige interessante Modelle der Stadt. In einem kleinen Kinosaal werden zudem zu jeder vollen Stunde Filme zu unterschiedlichen Themen über Kassel gezeigt. Im neuen Anbau werden Sonderausstellungen gezeigt, ganz oben gibt es einen Aussichtsraum. Geöffnet: Di, Do bis So 10-17 Uhr, Mi 10-20 Uhr. Preis: Erwachsene: 4 €, ermäßigt: 3 € (unter 18 Jahren frei).
  • Museum für Sepulkralkultur, Weinbergstraße 25-27, 34117 Kassel. Das bisher einzige deutsche Museum für Grabsteine, Särge und Bestattungskultur liegt auf dem Weinberg. Sepulcrum steht im lateinischen für "Grab" (sepelio = Ruhestätte). Geöffnet: Di - So: 10-17 Uhr, Mi ist bis 20 Uhr geöffnet, Mo ist geschlossen. Preis: Erwachsene: 6 €, ermäßigter Eintritt: 4 €/2,50 €, Familienkarte: 10 € (zwei Erwachsene mit Kindern bis 16 Jahre).letzte Änderung: Dez. 2012 (Angaben möglicherweise veraltet)
  • Das 1916 wiedereröffnete Hessische Landesmuseum, Brüder-Grimm-Platz 5, 34117 Kassel. bietet auf 4000 m² einen Rundgang durch 300.000 Jahre hessische Landesgeschichte von den Anfängen menschlicher Besiedelung bis in die Gegenwart. Nach der Sanierung kann jetzt auch der Turm bestiegen werden der einen schönen Ausblick auf die Stadt bietet. Geöffnet: Di - So und Feiertags: 10-17 Uhr; Do bis 20 Uhr. Ausnahmen: 24., 25. und 31. Dezember geschlossen; 26.-30. Dezember 10-17 Uhr; 1. Januar 12-17 Uhr. Preis: Erwachsene: 6 €, ermäßigter Eintritt 4 €, bis 18 Jahre frei.
  • Das 1923 gegründete Deutsche Tapetenmuseum. das heute über 23.000 Objekte umfasst, war zuletzt im Hessischen Landesmuseum untergebracht. Seit der Sanierung ist es heimatlos, ein Neubau ist beschlossen, die Fertigstellung am Standort des ehemaligen Verwaltungsgerichtshofes ist für Ende 2025 geplant. Kleine Teile der Museumsbestände werden in unregelmäßig stattfindenden Sonderschauen an unterschiedlichen Orten präsentiert. Ein Onlinekatalog findet sich auf der Museumsseite.
  • Sammlung angewandte Kunst, Wilhelmshöher Allee in der Torwache am Hessischen Landesmuseum. Zu sehen sind hier Ausstellungsstücke aus den Kunstepochen Historismus, Jugendstil, Bauhaus, Art Déco, Designobjekte aus den 1950er Jahren sowie aus der Postmoderne. Geöffnet: Di - So 10-17 Uhr. Preis: 2,- €, Studenten 1,- €; Kinder bis 18 J. frei.
  • Neue Galerie, Schöne Aussicht 1. Das generalsanierte Museum ist im November 2011 wiedereröffnet worden. Der Museumsbau wurde zwischen 1871 und 1877 errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude stark beschädigt. Die Sammlung der Moderne hat ihren Schwerpunkt in der Kunst des 19.-21. Jahrhunderts, dazu gehören auch eine Reihe von documenta-Erwerbungen. Herzstück ist ein von Joseph Beuys 1976 persönlich eingerichteter Raum mit einer Installation und etlichen weiteren Exponaten. Führungen: im Nov. u. Dez.: Sa. und So. 11.30 Uhr und 15.30 Uhr. Geöffnet: Di - So und Feiertags: 10 - 17 Uhr, Do bis 20 Uhr. Preis: 4,- €, Studenten: 2,- €, Kinder bis 18 J. frei.
  • Grimmwelt Kassel, Weinbergstraße 21. Tel.: (0)561 5986190. Seit dem 5. September 2015 ist das neue, multimediale Erlebnismuseum "Grimmwelt" auf dem Weinberg geöffnet. Der Neubau beherbergt eine umfangreiche Ausstellung über die Werke und das Schaffen der Gebrüder Grimm. Anhand von Buchstaben des Alphabets wird der Besucher in 25 Stationen durch die Schau geführt. Die Ausstellung besitzt viele Multimediaexponate, aber auch klassische Sammlungselemente bis hin zu Bereichen, die einer Kunstausstellung ähneln. Das Museum soll alle Zielgruppen ansprechen - von Familien bis hin zu fachwissenschaftlich interessierten Grimmfreunden. Neben der Dauerausstellung gibt es einen Sonderschaubereich. Gastronomie findet sich direkt im Gebäude. Auf dem Neubau gibt es eine frei zugängliche Aussichtsterrasse mit Blick über das südliche Kasseler Becken. Kritiken: Ausstellungsrundgang auf HNA.DE; Frankfurter Rundschau: "Erlebnisreicher Krimskrams-Kosmos. Geöffnet: Di - So von 10 - 18 Uhr, Freitag ist bis 20 Uhr geöffnet. Montag ist geschlossen. Preis: Erwachsene 8 €, Ermäßigt 6 €, Familienkarte 20 €; als Kombiticket mit Sonderausstellung 10 € / 7 € /25 €.letzte Änderung: Aug. 2015 (Angaben möglicherweise veraltet)
  • Naturkundemuseum im Ottoneum, Steinweg 2. Tel.: (0)561 7874066. Das Haus zeigt eine Ausstellung zur Erdgeschichte und Natur in Nordhessen, daneben gibt es laufend Sonderausstellungen. In der Dauerausstellung sind viele präparierte einheimische Tierarten zu sehen. In schönen Dioramen (Lebensraummodellen) werden diese Tiere hinter Glas präsentiert. "Star" ist sicherlich das nachgebildete Mammut in Originalgröße nebst Jungtier, das in der Eiszeitausstellung zu finden ist. Einige interaktive Elemente sind im Museum ebenfalls zu finden (u. a. Filme und Vogelstimmen, die auf Knopfdruck ertönen). Eine Rarität im Museum ist ferner die berühmte Holzbibliothek von Carl Schildbach, die im Rahmen eines documenta13-Projektes einen neuen Rahmen erhalten hat, sowie das Herbarium Ratzenberger aus dem 16. Jahrhundert, welches als ältestes systematisches Herbarium Europas gilt. Zu sehen ist auch der sogenannte Goethe-Elefant, ein vollständiges Elefantenskelett, welches schon J.W. Goethe zu Studienzwecken diente. Das Gebäude selbst wurde 1603-1606 unter Landgraf Moritz als erstes feststehendes Theatergebäude Deutschlands errichtet. Nach seinem Lieblingssohn "Otto" gab Moritz dem Gebäude den Namen "Ottoneum". Ab 1690 diente das Haus als Herberge für die landgräfliche Kunst- und Naturaliensammlung. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, bei der große Teile der Sammlungen verloren gingen, baute die Stadt Kassel das Gebäude wieder auf und nutzte es fortan als Naturkundemuseum. 1994-97 erfolgte die letzte Umgestaltung/Renovierung. Geöffnet: Di − Sa u. Feiertage 10-17 Uhr, So bis 18 Uhr, Mi bis 20 Uhr, am 24.12. und 31.12. und immer Montags ist geschlossen. Preis: 2,00 €, bei Sonderausstellungen zum Teil höherer Eintritt von meist 4,50 €, Kinder 6-16 J. u. andere Ermäßigungen: 1,- € (Sonderausstellung 2,- €), Kinder bis 6 Jahre frei.letzte Änderung: Dez. 2018
  • Orangerie mit Astronomisch-Physikalischen Kabinett. Das Museum hat seinen Sitz in der Orangerie im Staatspark Karlsaue. Gezeigt werden in fünf Ausstellungsbereichen historische Uhren, Fernrohre und alte Stücke zu Geodäsie, Physik beziehungsweise zu Mathematik und Informationstechnik. Ferner gibt es ein 50 Personen fassendes Planetarium. Geöffnet: Museum Di - So: 10-17 Uhr, Do bis 20 Uhr, Mo und am 24, 25 und 31.12 ist geschlossen. Preis: Museum: Erwachsene: 3,- €, ermäßigt: 2,- €, Kinder bis 18 Jahre sind frei. Planetarium: Erwachsene: 4,- €, ermäßigt: 3,- €, Kinder bis 18 Jahre: 2,- €.letzte Änderung: Jan. 2014 (Angaben möglicherweise veraltet)
  • Technik-Museum Kassel, Wolfhager Straße 109. Das im August 2010 eröffnete Museum hat seinen Sitz in Hallen des ehemaligen Henschelwerks Rothenditmold im gleichnamigen Stadtteil. Das Museum stellt auf 2500 Quadratmetern die regionale Technikgeschichte der letzten 300 Jahre dar. Zu sehen sind u. a. historische Schienenfahrzeuge (Lokomotiven) aus der Produktion von Henschel, ein kompletter Löschzug aus Henschel Feuerwehrfahrzeugen, aber auch der Transrapid. Weitere Sammlungsgebiete des Museums sind die Mobilitäts-, Luftfahrt,- und Energietechnik. Auch die Elektro-, Mess-, und Regeltechnik sowie die Informatik werden im Museum behandelt. Ferner werden Exponate zur Konstruktions- und Maschinenbautechnik gesammelt. Seit November 2014 ist die Ausstellung um eine weitere Halle erweitert, in der zahlreiche historische Straßenbahnen der Kasseler Verkehrbetriebe ausgestellt sind, die bislang in Depots vor sich hin gerostet haben. Dieser Bereich kann nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Geöffnet: Mi-Fr 14-17 Uhr; Sa, So 11-17 Uhr; letzter Einlass 16:15; Mo und Di ist geschlossen. Zur Sicherheit hier schauen. Preis: Erwachsene 6€, Ermäßigt 2 €.letzte Änderung: Sep. 2020
  • Spohr Museum, Franz-Ulrich-Straße 6 (Kulturbahnhof Südflügel). Tel.: +49 (0)561 766 25 28, E-Mail: info@spohr-museum.de. Das Museum zeigt eine Ausstellung über den herausragenden Musiker und Komponisten Louis Spohr. Louis Spohr (1784-1859) wirkte ab 1822 als Hofkapellmeister in Kassel. Die moderne Ausstellung hält auch einige interaktive Elemente bereit. So gibt es eine Dirigierstation, eine Magische Violine und eine Station zur synästhetischen Wahrnehmung. Öffnungszeiten: Sa - Mo von 10 bis 16 Uhr. Di bis Fr ist nach Vereinbarung geöffnet.letzte Änderung: Jan. 2014 (Angaben möglicherweise veraltet)
  • Murhardsche Bibliothek, Brüder-Grimm-Platz 4A. Im historischen Gebäude der Murhardschen Bibliothek, die zur Universitätsbibliothek Kassel gehört, befindet sich die berühmte Handschriftensammlung. Eine kleine Auswahl bedeutender Schriften - darunter das w:Hildebrandlied und eine frühe Gutenberg-Bibel - können im Ausstellungstresor besichtigt werden. Aufgrund von Umbauarbeiten ist die Handschriftensammlung voraussichtlich bis 2020[veraltet] geschlossen. Geöffnet: Öffnungszeiten Tresor: Mo., Mi., Fr. 14-17 Uhr.
  • Kasseler Bademuseum, Sternbergstraße (an der Fulda). Das Kasseler Bademuseum ist im ehemaligen Kurbad Jungborn direkt an der Fulda beheimatet. Die Reste der letzten Kasseler Flussbadeanstalt wurden zwischen 2005 und 2011 saniert. Die Flussbadeanstalten an der Fulda entstanden mit Beginn des 19. Jahrhunderts. Anfang des 20. Jahrhunderts erreichten sie ihren Höhepunkt. Das Bademuseum zeigt eine Ausstellung zu Fluss- und privaten Reinigungsbädern. Zu sehen ist u. a. ein Nachbau eines privaten Badezimmers aus den 1830er Jahren. Des Weiteren gibt es eine Sammlung von Gegenständen zum Thema "Bad". Ferner hat im Gebäude ein Café mit Flussterrasse seinen Sitz. Geöffnet: im Sommerhalbjahr von Mi bis So von 14 - 17 Uhr. Preis: Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten.
  • Energietechnikmuseum "Wasserkraftwerk Neue Mühle", Neue Mühle 8, 34134 Kassel-Niederzwehren. Tel.: (0)561 782-2149. Das Museum hat seinen Sitz am südlichen Stadtrand von Kassel in einem historischen Wasserkraftwerk. Die Anlage, die angeschaut werden kann, ist noch heute in Betrieb. Des Weiteren informiert die Ausstellung über die Strom-, Gas- und Wasserversorgung von Kassel. Das Museum ist zu den Öffnungszeiten ein schönes Ziel für eine kleine Radtour ab der Stadtmitte. Übrigens: Wer im Museum ist, einfach mal die Betreuer ansprechen, sie geben gerne Auskunft, setzen die alten Wasserpumpen im Pumpenhaus in Gang und führen auch in die Bereiche, die noch in Betrieb sind. Geöffnet: Mi 10-16 Uhr sowie jeden ersten Sonntag im Monat von 10-16 Uhr, Gruppenführungen auf Anfrage auch zu anderen Zeiten. Preis: Eintritt frei.
  • Henschel-Museum + Sammlung, Wolfhager Straße 109. Tel.: (0)561 8017250. Das Museum und die Sammlung beschäftigt sich mit der wechselvollen Geschichte der Henschelwerke, insbesondere der Eisenbahn Industriegeschichte vom Drache bis zum Transrapid. Die Sammlungen umfassen Modelle und vor allem auch die Konstruktionszeichnungen der bei Henschel gebauten Lokomotiven, ferner alte Fotos und historische Bücher. Geöffnet: Am ersten Sa+So des Monats von 14 - 17 Uhr oder nach Vereinbarung. Preis: Eintritt frei.
  • Museum Fuldaschifffahrt, Am Hafen 15. Der „Museumsverein Fuldaschifffahrt e.V" hat das kleine Museum im Herbst 2013 in Räumlichkeiten am alten Kasseler Hafen eröffnet. Zu sehen gibt es ein Modell des alten Kasseler Hafens, als er noch mit Güterumschlag "richtig" in Betrieb war. Ferner ist ein alter Lattenkahn zu sehen. Geschichtliche Informationstafeln und eine Multimediastation mit einer "Fuldaschifffahrt" runden die kleine Ausstellung ab. Geöffnet: jeden ersten Sa. im Monat von 13 bis 17 Uhr und jeden 3. Sonntag von 13 bis 17 Uhr. Von Dezember bis März nur nach Vereinbarung.
  • Straßenbahnmuseum Kassel (im KVG Depot Leipziger Straße). Das Museum der Interessengemeinschaft Nahverkehrsbetrieb Kassel e.V. hat seinen Sitz im KVG-Depot Leipziger Straße/Sandershäuser Strasse in Bettenhausen. Zu sehen gibt es eine Straßenbahnmodellanlage sowie u. a. eine kleine Sammlung von Uniformen, Fahrscheinen und "Fotoalben von damals". Die historische Fahrzeugsammlung des Vereins kann seit Herbst 2014 im Technikmuseum Kassel in Rothenditmold angeschaut werden. Geöffnet: jeden ersten Sa. im Monat von 10:30 bis 16:30 Uhr.
Sonstiges
  • Museumsbahn Hessencourrier, Museumsbahnhof Kassel-Wilhelmshöhe Süd. Die von einem Verein betriebene Bahn verkehrt an einigen Wochenenden im Sommerhalbjahr von Museumsbahnhof Kassel-Wilhelmshöhe Süd bis nach Naumburg. Auf der 33,4 km langen Museumsstrecke werden Dampfzüge eingesetzt. Der Fahrplan mit Fahrpreisen ist auf der Webseite zu finden.
  • Bananen-Aufkleber-Museum Kassel (BAM). Onlinemuseum auf der Webseite.

Alle staatlichen Museen der "Museumslandschaft Hessen Kassel" werden übrigens auf der offiziellen Seite unter museum-kassel.de vorgestellt.

Weitere Bauwerke
  • Stadthalle. Die Initiative für den Bau ging auf den Industriellen Sigmund Aschrott zurück. Er stellte der Stadt Kassel den Baugrund kostenlos zur Verfügung. Nach 3 Jahren Bauzeit konnte die Stadthalle am 1. April 1914 eingeweiht werden. Im II. Weltkrieg wurde das Gebäude nur gering beschädigt. Wer sich speziell für Architektur interessiert, kann hier mit der Tram 4 mal kurz vorbeischauen. Das neoklassizistische Gebäude besitzt einen imposanten, nach Süden orientierten Säulengang. Heute wird die Stadthalle als Konferenzzentrum genutzt. Besichtigt werden kann das Gebäude daher nicht. Der Zugang ist nur im Rahmen von Veranstaltungen und Tagungen möglich. Ein virtueller Rundgang durch das Gebäude ist aber auf kongress-palais.de/de/raeume zu finden.
  • Gebäude des Bundessozialgerichts. Ein Ziel für Architekturfreunde. Der Bau im Stil der NS-Architektur stammt aus den 1930er Jahren. Das bis 2012 modern sanierte Gebäude wurde im Innenhof mit einem modernen, architektonisch sehenswerten Konferenzanbau versehen. Das Gebäude ist im Foyer öffentlich zugänglich. Von hier kann man auch in den Innenhof zum Elisabeth-Selbert-Saal schauen. Sonst bietet das Gericht für Gruppen auf Voranmeldung auch Führungen an. Infos siehe Gerichtsseite
  • Zugang Stollenanlage am Weinberg (Führung nur nach Voranmeldung). Tel.: (0)561 7884-103. Der Feuerwehrverein führt nach Voranmeldung jeweils Montags um 18 Uhr eine Führung durch die unterirdische Anlage im Weinberg durch, nähere Infos dazu hier oder Kontakt bei der Feuerwehr Kassel. Preis: 5 €.
  • Unter Wandern ist ein Zusammenschluss mehrerer Initiativen und der Volkshochschule und veranstaltet in unregelmäßigen Abständen mehrstündige Erlebnistouren ins unterirdische Kassel. Es besteht die Möglichkeit, unbekannte unterirdische Bauwerke kennen- und erfahren zu lernen. Die Touren variieren, Bestandteil können alte Bunker, Felsenkeller, Weinkeller oder auch eine unterirdische stillgelegte Straßenbahnhaltestelle sein. Das Ganze wird mit Schauspielern und Zeitzeugenberichten begleitet. Eine Teilnahme kann sehr empfohlen werden, es ist jedoch recht schwer, an Karten zu kommen. Die Touren sind für Gehbehinderte nicht geeignet, Kinder unter 10 Jahren sollten nicht teilnehmen.
Kunstwerke und Denkmäler

Besonders in der Stadtmitte findet man verschiedenste Denkmäler und Skulpturen, die größtenteils frei zugänglich im öffentlichen Raum stehen. Viele davon sind Documenta-Kunstwerke, die die Stadt angekauft hat, damit sie dauerhaft in Kassel verbleiben konnten. Zum Teil wurden die Ankäufe auch mit Spendengeldern aus der Bevölkerung ermöglicht.

  • Spitzhacke. Das Kunstwerk liegt an der Fulda. Die 12 m hohe Skulptur liegt östlich der Orangerie. Der amerikanische Künstler Claes Oldenburg stellte das Kunstwerk 1982 anlässlich der documenta 7 auf. Er verankerte mit der Skulptur die Wilhelmshöher Allee an der Fulda und schuf damit ein neues, virtuelles Ende der Stadtachse am Flussufer. Die Straße würde in ihrer Verlängerung nämlich hier auf die Fulda treffen.
  • Penone-Baum. Der Bronzebaum mit dem 3 Tonnen schweren Granitfindling war das erste Kunstwerk zur dOCUMENTA (13) und wurde bereits 2010 aufgestellt. Der Baum konnte mit Hilfe von Spendengeldern angekauft werden und verbleibt damit in Kassel. Standort ist die Wiese rechts der Gustav-Mahler-Treppe nahe der Orangerie. Hintergrund zum Werk siehe Artikel im HNA-Regiowiki.
  • Himmelsstürmer. Die Skulptur (offizieller Name "man walking to the sky") steht auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs. Das Werk wurde von Jonathan Borowsky anlässlich der documenta 9 im Jahr 1992 erschaffen. Es stand zur documenta 9 auf dem Friedrichsplatz und wurde erst nachträglich nach dem Ankauf durch die Stadt Kassel (der teilweise über Spendengelder finanziert wurde) am Hauptbahnhof aufgestellt.
  • Vertikaler Erdkilometer. Das Kunstwerk findet sich auf dem Friedrichsplatz. Walter De Maria bohrte rund ein halbes Jahr auf dem Platz ein 1.000 m tiefes Loch. Anlass war die documenta 6 im Jahr 1977. Das Loch füllte er mit 5 cm dicken, insgesamt 1.000 m langen, massiven Messingstäben aus. Die Stirnseite des obersten Stabs kann auf dem Friedrichsplatz besichtigt werden (in der Platzmitte vor dem Fridericianum). Walter De Maria wollte mit seinem Projekt eine Verbindung zum Fridericianum als "Haus der Aufklärung" herstellen, das u. a. auch "historische Instrumente zur Vermessung der Welt barg". Wie sich der vertikale Erdkilometer mit der später errichteten Tiefgarage unter dem Platz konstruktiv verhält, ist nicht bekannt.
  • Die Fremden. Das Werk von Thomas Schütte entstand 1992 zur documenta IX. LAge: Zu finden auf Gebäude an der Nordseite des m Friedrichsplatzes.
  • Rahmenbau. Das begehbare Kunstwerk (im Volksmund auch Auefenster genannt) ist am Staatstheater an der Documentahalle zu finden. Weiteres siehe Absatz Friedrichsplatz.
  • Linearuhr. Die Uhr ist wie eine sechsstellige Digitaluhr zu lesen (von oben nach unten). Das Ablesen funktioniert allerdings nur, wenn keine Lampen defekt sind. Lge: an der Ecke Ständeplatz /Wilhelmsstraße.
  • Kunstwerk „7000 Eichen“ - Das weltweit einmalige Kunstwerk wurde von Joseph Beuys zur documenta 7 initiiert. Die Eichen stehen über das gesamte Stadtgebiet verteilt und sind mit je einer Basaltsäule gekennzeichnet. 2005 wurde das Kunstwerk unter Denkmalschutz gestellt. Im Kulturstadtplan (erhältlich in der Touristinfo) sind die Standorte der Bäume verzeichnet (Seite zum Kunstwerk).
  • Laserscape Kassel - Die Laserkunst basiert auf einem Konzept des Künstlers Horst H. Baumann und wurde 1977 anlässlich der documenta 6 errichtet. Ein grüner Laser geht jeden Samstag mit Einbruch der Dunkelheit je nach Jahreszeit zwischen 17 und 22 Uhr in Betrieb. Der Laser, der bis 1 Uhr in Betrieb ist, kann bei klarem Wetter gut vom Herkules aus angeschaut werden. Montiert ist der grüne Laser ist mit zwei weiteren Lasern auf dem Zwehrener Turm am Fridericianum. Er strahlt mit einer Umlenkung am Landesmuseum den Herkules an. Er ist bei klarem Wetter weithin über der Stadt sichtbar. Ein weiterer Laser strahlt zum Mittelturm der Orangerie und wird hier optisch in 3 Teilstrahle aufgeteilt, die jeweils 10 m über Grund den Parkachsen folgen: Ein Strahl leuchtet in die Zentralachse des Parks und jeweils ein Laserteil folgt den beiden Wassergräben. Weitere Infos (u. a. zur Technik) siehe auch entsprechender w:Laserscape Kassel. www.laserscape.de - Seite des Künstlers Horst H. Baumann.
  • Traumschiff Tante Olga. Die Polyesterskulptur, die an ein gefaltetes Papierboot erinnert, steht heute an der Heinrich Schütz Schule im Stadtteil Vorderer Westen. Das Kunstwerk von Anatol Herzfeld entstand 1977 zur documenta 6.
  • Ich. Wer möchte kann am Brüder-Grimm-Platz ein Podest mit der Aufschrift "Ich" erklimmen und sich von Mitreisenden ablichten lassen. Das Podest mit Treppe ist ein Werk des Künstlers Hans Traxler. Hinter dem Werk steht der Satz: "Jeder Mensch ist einzigartig." Das Werk wurde im 2007 als Außenkunstwerk zu einer Caricatura-Ausstellung aufgestellt. Lage: Das Mäuerchen steht auf der südlichen Seite des Brüder-Grimm-Platzes an der Wilhelmshöher Allee / Ecke Murhardsche Bibliothek.
Dorf in der Stadt: alte Ortskerne

Kassel besitzt verschiedene alte Ortskerne, die schon lange Teil der Großstadt geworden sind. Diese "ländliche Seite" von Kassel ist eher unbekannt. Die Dorfkerne sind zum Teil ganz gemütlich, können aber mit einer richtigen Fachwerkaltstadt natürlich bei weitem nicht mithalten. Wer richtiges Fachwerkflair genießen möchte, spart sich daher den Besuch am besten und unternimmt besser einen Tagesausflug in eine der schmucken Fachwerkstädte, die rund um Kassel zahlreich zu finden sind. Gut per Bahn erreichbar sind z. B. Hann. Münden oder auch Melsungen. Eine kleine Liste besonders attraktiver Fachwerkstädte rund um Kassel ist im Abschnitt "Ausflüge" zu finden. Die schönsten Ortskerne in Kassel:

  • Niederzwehren: Der mit attraktivste Ortskern ist das Märchenviertel im Stadtteil Niederzwehren. Er besitzt ein noch fast geschlossenes Ortsbild aus Fachwerkbauten. In diesem schmucken Fachwerkviertel liegt das ehemalige Wohnhaus von Dorothea Viehmann, einer bekannten Märchenzuträgerin der Brüder Grimm. Der kleine Fachwerkbau ist jedoch in Privatbesitz und nicht zugänglich. Das kleine verwinkelte Märchenviertel am Grunnelbach ist sicher ganz nett, kann aber mit den Fachwerkstädten in der Umgebung von Kassel nicht konkurrieren. Wer jedoch wenig Zeit hat und mal ein paar Fachwerkhäuser sehen möchte, ist im Märchenviertel richtig. Ein Besuch des Märchenviertels lässt sich als Tramtour auch gut mit einem Besuch des Botanischen Gartens am Park Schönfeld verbinden.
- Anfahrt & Lage: per Tram ab Stadtmitte: Linie 5 Richtung Baunatal bzw. Linie 6 Richtung Schulzentrum Brückenhof bis zu Haltestelle "Dennhäuser Straße".
  • Wahlershausen: Wahlershausen ist die "historische Keimzelle" des heutigen Stadtteils Wilhelmshöhe. Nur wenige Meter vom Fernbahnhof entfernt, verlässt man das großstädtische Subzentrum und taucht entlang der Langen Straße in die dörfliche Kulisse zu Füßen des Rammelsberges ein.
- Anfahrt per Tram ab Stadtmitte: Linie 1,3 und 4 bis zum Bahnhof Wilhelmshöhe bzw. Tram 1 bis Kunoldstraße
  • Kirchditmold: Der alte Dorfkern liegt auf einem kleinen Muschelkalkrücken etwa 1,5 km nördlich des Fernbahnhofs. Hier findet sich in der Brunnenstraße der wahrscheinlich stattlichste noch erhaltene Fachwerkbau von Kassel - das alte Pfarrhaus (privates Wohngebäude; kein Zugang). Von der Mergellstraße aus hat man von unten aber einen guten Blick auf das Gebäude. Aber auch hier gilt: Solche Häuser hat Hann. Münden natürlich gleich "Dutzendweise" zu bieten. Wer Abends z. B. aber mal ein gemütliches Spazierziel abseits der ausgetretenen Touristenpfade sucht, kann Alt-Kirchditmold durchaus mal erkunden. Es bietet sich an, den Spaziergang am besten als Runde über den Rammelsberg und Wahlershausen zu absolvieren. Dann erhält man das dörfliche Kassel gleich im "Doppelpack".
- Anfahrt per Tram ab Stadtmitte: Linie 8 Richtung Hessenschanze bis Haltestelle Teichstraße.
weitere Parks und Gärten
Park Schönfeld

Der Park Schönfeld liegt zwischen den Stadtteilen Wehlheiden und Niederzwehren im Süden von Kassel. Ein Bachlauf in einem kleinen Tal, der zu mehreren Teichen angestaut ist, bestimmt das Landschaftsbild des langgestreckten Parks. Die Anlage besitzt teilweise einen alten Baumbestand, der besonders im Sommer zu schattigen Spaziergängen einlädt. Namensgeber für den Park ist das Schlösschen Schönfeld, das oben am Hang neben dem Botanischen Garten liegt. "Hörenswert" ist der Klangpfad (www.klangpfad-kassel.de). Am Park liegt ferner der Botanische Garten (siehe unten).

Anfahrt Öffentlicher Verkehr ab Stadtmitte: Tramlinie 5 Richtung Baunatal bis zur Haltestelle Park Schönfeld.
Botanischer Garten

Wer in Kassel schon alles "große" gesehen hat, der kann einen Blick in den Botanischen Garten werfen. Der ab 2005 wieder schön hergerichtete Garten liegt oberhalb des Park Schönfeld etwa 2,5 km südwestlich der Stadtmitte. Bereits am Eingang wird man von einer Kaiserlindenallee empfangen, die 2003 angepflanzt wurde. Der Botanische Garten besitzt einen Rosengarten, Heilkräutergarten, Staudengarten und zwei kleinere Teiche. Im hinteren Teil des Gartens befindet sich ein kleiner Spielplatz. Auch ein kleines Kakteenschauhaus kann besichtigt werden. Das Schauhaus ist geöffnet Mo-Do 7:30-15 Uhr, Fr 7:30-12 Uhr und So von 14-17 Uhr. Im Eingangsbereich gibt es einen kleinen Kakteenverkauf. Pausenplätze: Für eine Pause bietet sich besonders die Veranda am Kräutergarten an. Aber auch auf den Bänken im Staudengarten pausiert es sich schön. Das gilt besonders, wenn hier die Pflanzen ihre Blüten entfalten. Bei Regen und Kälte kann man auch gut auf der Sitzgruppe im Kakteenhaus pausieren. Seit Sommer 2010 ist auch die kleine Farnschlucht wieder zu besichtigen.

Öffnungszeiten: 1. April bis 30. September: 8 - 19 Uhr; 1. Oktober bis 15. November: 8 - 18 Uhr; 16. November bis 31. Januar: 8 - 15.30 Uhr; 1. Februar bis 31. März: 8 - 18 Uhr; weitere Infos siehe Seite des Freundeskreises Botanischer Garten Kassel e. V.

Eintritt: Der Garten und auch das Kakteenschauhaus sind kostenlos zugänglich.

Lage und Anfahrt:

  • Öffentlicher Verkehr: Von der Stadtmitte die Straßenbahnlinie 5 bis zur Haltestelle "Park Schönfeld" nehmen. Von hier läuft man durch den unteren Park Schönfeld vorbei am Teich und dem Schlösschen Schönfeld, etwa 700 m bis zum Haupteingang des Gartens bei 51° 17′ 55″ N 9° 28′ 21″ O. Nach dem Besuch der Gartenanlage bietet es sich an, vorbei am Schlösschen Schönfeld durch den unteren Park Schönfeld zur Straßenbahn zurück zu laufen. Auf dieser Strecke kann man je nach Wegwahl noch den Klanglehrpfad gleich mit (siehe Abschnitt Park Schönfeld) besuchen.
  • Auf der Straße: Wer mit dem PKW anreist, erreicht den Botanischen Garten über die Ludwig-Mond-Straße und die Bosestraße. Im Bereich des Parkeingangs findet man einen kostenfreien Parkplatz.
Zoo am Rammelsberg
  • Zoo am Rammelsberg. Im Stadtteil Wilhelmshöhe findet man am Rammelsberg einen kleinen, privaten Kleintierzoo, der sich vor allem an Familien mit Kindern wendet. Neben vielen Vogelarten gibt es auch Ziegen, Esel, Alpakas und Affen zu sehen. Die Ziegen fressen übrigens gerne trockene Spaghetti. Im Eingangsbereich gibt es ein kleines Café mit Eis und Getränken. Lage & Anfahrt: Die Anlage ist vom Fernbahnhof Wilhelmshöhe in 10 - 15 Minuten zu Fuß zu erreichen. Dazu geht man die Wilhelmshöher Allee etwa 500 m Richtung Bergpark. An der Kunoldstraße dann rechts abbiegen. Von hier ist der Zoo ausgeschildert. Nächste Straßenbahnhaltestelle ist die Station "Kunoldstraße" der Linie 1 an der Wilhelmshöher Allee. Adresse im Navi für KFZ-Anfahrt: Zoo am Rammelsberg, Roterkopfweg, 34130 Kassel. Geöffnet: april-Oktober Di-Fr 14-18 Uhr, Sa,So und Feiertage 10-18 Uhr, Weitere öffnugszeiten siehe Zooseite. Preis: Der Eintritt ist frei - Spenden sind erwünscht (am Eingang wartet die Spendengans aus Porzellan auf einen Obolus).
Grünanlagen im Vorderen Westen

Wer Spaziergeh- und Entspannungsmöglichkeiten nahe dem Fernbahnhof Wilhelmshöhe sucht, ist bei den Parkanlagen im Stadtteil "Vorderer Westen" richtig. Die Grünanlagen sind zwar nicht besonders groß oder spektakulär, liegen dafür aber nur wenige Gehminuten vom Fernbahnhof und dem Kongresszentrum in der Stadthalle entfernt:

  • Aschrottpark. Parkanlage mit altem Baubestand auf einem Hügel. In der Anlage findet sich der kleine Herkulesblick, dessen Aussicht leider teilweise verbaut ist. Geöffnet: frei zugänglich.
  • Stadthallengarten. Kleinere, aber schön gepflegte Grünanlage, die hinter der Stadthalle zu finden ist. Im Frühjahr findet man hier farbenfrohe Blumenbeete. Zahlreiche Bänke laden zum Entspannen ein. Leider trübt die Hochhauskulisse etwas den Erholungsgenuss. Aber immerhin sind die Bauten optisch etwas durch Bäume vom Park getrennt. Wer als Tagungsgast im Kongresszentrum zu tun hat, kann hier zumindest für ein paar Minuten der Hektik des Alltags entfliehen. Geöffnet: frei zugänglich.
  • Goetheanlage. Die viel besuchte Goetheanlage, die 1933 eröffnet wurde, ist bei den Einwohnern des Quartiers sehr beliebt. Für Familien ist der attraktive Spielplatz im östlichen Teil der Goetheanlage einen Besuch wert. Sonst wird die große Grünfläche der Anlage gerne zum Sonnen, Picknicken und Grillen genutzt. Preis: frei zugänglich.
Naturschutzgebiet Dönche
  • Naturschutzgebiet Dönche. Das Naturschutzgebiet, das gleichzeitig ein beliebtes Naherholungsgebiet ist, liegt ca. 5 km südwestlich der Stadtmitte zwischen den Stadtteilen Brasselsberg, Süsterfeld-Helleböhn, Niederzwehren, Oberzwehren und Nordshausen. Einige schöne Wanderwege durchziehen die Grünlandgesellschaft. Bänke laden zum Verweilen ein. Zwei kleinere reizvolle Bachläufe erschließen das Gebiet, das früher teilweise als Truppenübungsplatz genutzt wurde. Anfahrt öffentlicher Verkehr: Buslinie 24 ab Fernbahnhof Wilhelmshöhe bis Haltestelle "Holzgarten" oder "Westfriedhof"
Aussichtspunkte

Kassel ist eine Stadt am bzw. im Mittelgebirge. Der grüne Habichtswald reicht mit seinen östlichen Ausläufern weit in das urbane Stadtgebiet hinein. Die Stadtachse der Wilhelmshöher Allee stellt hier natürlich eine besondere Verbindung zwischen Stadt und Gebirge dar. "Star" unter den zahlreichen Kasseler Aussichten ist denn auch der bekannte Stadtachsenblick vom Herkules. Wer etwas mehr Zeit mit bringt und Kassel als "Stadt am Gebirge" näher kennenlernen möchte, hat unter den Aussichtspunkten freie Auswahl.

  • Herkules - Schon von der frei zugänglichen Basis des Herkules oberhalb der Kaskaden hat man einen traumhaften Blick über Kassel. Im Sommerhalbjahr kann gegen Eintritt zusätzlich das Oktogon mit Pyramide erklommen werden. Weiteres siehe Artikel "Bergpark Wilhelmshöhe".
  • Blick über Friedrichsplatz und die Stadtmitte: Aussichtspunkt "Parkdeck Galeria Kaufhof" - Kurios, aber durchaus einen Besuch wert, ist das obere Parkdeck auf der Galeria Kaufhof in der Königsstraße mit Blick fast über die gesamte Stadtmitte. Zu sehen sind von der Nordostecke des oberen Parkdecks der Friedrichsplatz mit Fridericianum, Zwehrener Turm, Ottoneum (Sitz des Naturkundemuseums) und dem Staatstheater. Des Weiteren kann man auf die Obere Königsstraße mit Rathaus, zum Landesmuseum sowie zum Druselturm schauen. Im Bereich des Horizonts schweift der Blick bis zum Kaufunger Wald und zur Söhre. Wer mit dem Auto anreist, fährt über eine Spirale von der Neuen Fahrt aus auf das Parkdeck (Lage der Zufahrt bei 51° 18′ 49″ N 9° 29′ 34″ O). Die Parkgebühren betrugen 2011 je angefangene Stunde allerdings 1,50 Euro (bezahlt wird am Automat nach Einwurf des Chips von der Einfahrt). Wer im Kaufhof "shoppen" geht, kann die Parkgebühr laut Aushang mit dem Einkaufsbetrag verrechnen lassen (genaue Regelung nicht mehr bekannt). Als Reisender ohne Auto kann man das Parkdeck über zwei großzügige, kostenfreie Aufzüge erreichen, die an der zur Königsstraße hin orientierten Seite des Gebäudes liegen. Bei Gewittergefahr sollte man auf einen Besuch des oberen, frei liegenden Parkdecks allerdings verzichten.
  • Aussicht vom Grimmmuseum auf dem Weinberg - Wenige Meter südöstlich des Museums für Sepulkralkultur hat man vom Weinberg eine ganz nette, aber nicht spektakuläre Aussicht. Der Aussichtspunkt liegt oberhalb der imposanten Stützmauer zur Frankfurter Straße (bei 51° 18′ 31″ N 9° 29′ 24″ O). Einen etwas umfassenderen Blick hat man von der meist frei zugänglichen aussichtsterrasse auf dem Grimmmuseum. Der Blick reicht Richtung Osten zur Karlsaue und im Süden zum Stadtteil Südstadt. Über den Bäumen der Karlsaue ist das Kraftwerk Kassel zu erkennen. Die aus zwei Blöcken bestehende Anlage erzeugt mit Hilfe von Braun- bzw. Steinkohle Strom und Fernwärme für die Stadt. Am Horizont sind die Berge des Kaufunger Waldes, der Söhre und des Habichtswaldes zu sehen.
  • Turm des Landesmuseums - Der 28 m hohe Turm des 1913 errichteten Museums ist im Rahmen eines MUseumsbesuchs Von oben ergibt sich ein schöner Blick über weite Teile der Stadtmitte mit Wilhelmshöher Allee. Auch der Blick zum Herkules mit Habichtswald ist vorhanden.
  • Bismarckturm auf dem Brasselsberg oberhalb des gleichnamigen Stadtteils - Vom Turm hat man einen schönen Blick auf das Kasseler Becken. Nach einer aufwendigen Sanierung der Treppenanlage durch das Land Hessen ist der Turm seit Oktober 2010 wieder frei zugänglich. Weiteres siehe Artikel "Habichtswald".
  • Hohes Gras (615 m) im Habichtswald - Der Berg ist mit 615 m Höhe zugleich höchste Erhebung der Stadt Kassel und auch des Habichtswaldes. Im Gipfelbereich findet man einen Aussichtsturm mit Ausflugsgastronomie, einen Kletterwald, sowie für den Wintersport einen Skilift und eine Rodelbahn vor. Weiteres siehe Artikel "Hohes Gras".
  • Lutherkirchturm - Das mit 76 m Höhe höchste Bauwerk der Stadt konnte in der Vergangenheit zu ausgewählten Terminen (etwa zur Museumsnacht) bestiegen werden. Weiteres siehe Abschnitt "Kirchen".