Kalabrien Essen & Trinken

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Mit einer Einkehr in diesem Lokal erlebt man die Sila auch kulinarisch - z.B. mit Forelle auf Steinpilzmousse und vielen anderen Pilzköstlichkeiten. Auch die "dolci" aus wilden Waldfrüchten sind ein…
Eine kulinarische Offenbarung in stimmungsvollem, rustikalem Ambiente: einfache, aber köstliche Gerichte wie "tumacme qiqrat" (Pasta mit Kichererbsen), Pilze, Zicklein und selbst gemachte Salami.
In Pizzo sind die Seeigel (ricci di mare) aus "gelato". Der Besitzer macht mit seinen eiskalten Kreationen nicht nur Kinder glücklich.
Schon seit Jahrzehnten überzeugt die Küche mit gleichbleibend hohem Niveau und einem ebenso respektvollen wie kreativen Umgang mit den besten lokalen Produkten.
Bei Dante ist die Pistazienvariante ein Muss. Erst danach darfst du nach Hause kugeln!
Die urige Trattoria befindet sich in einer aufgelassenen Mine. Der Eigentümer organisiert Jeepexkursionen zur Cascata di Maesano, einem der höchsten Wasserfälle Kalabriens.
Hier wird nur frischer Fisch serviert, der mit großem Einfallsreichtum zubereitet wird. Für seine Gäste organisiert der Inhaber Bootsausflüge mit Fischern. Außerdem vermietet er Gästezimmer im…
In dem Blockhaus in der Nähe von Santa Maria del Bosco werden regionale Pilz- und Nudelgerichte aufgetischt, dazu gibt es Fasswein aus Bivongi.
Das Lieblingsrestaurant der Einheimischen serviert hausgemachte Pasta.
Der Fisch im ganzjährig geöffneten Restaurant kommt direkt vom Kutter, die Zubereitung ist makellos. In der Saison sollte man vorbestellen.
Jasminblüten, Maulbeeren, Zitronen oder Bergamotten verwandeln sich unter den geschickten Händen des Besitzers in köstliche "granite" (Sorbets).
Stelzenrestaurant über dem Fischerstrand in Cannitello: frischer Fisch, tolle Weine und der beste Sonnenuntergang.
Romantisches Lokal in Chianalea, frischer lokaler Fang, vorzüglich zubereitet. Der Padrone organisiert sogar Ausfahrten mit einer "passarella", einem der typischen Schwertfischfangboote.
So wie in diesem Ristorante beim Capo Vaticano schmeckt Kalabrien heute: jung, kreativ, doch dabei fest verwurzelt in der lokalen kulinarischen Tradition.
Eine prima Adresse in Coccorino Mare ist diese familiengeführte Trattoria.
Den größten Kunstgenuss, den Castrovillari zu bieten hat, ist das La Locanda di Alia, dessen Gäste wegen des Spitzenkochs oftmals von weit her anreisen: Gaetano Alia gehört zu den besten Köchen…
In diesem agriturismo hat selbst die Limonade Bioqualität: ausgepresster Saft, etwas Zucker und Sprudelwasser – fertig! Käse, Eier, Fleisch, Wein, Salat, Obst ... Alles stammt aus eigener…
Leckerer Fisch in einem romantischen Lokal in der oberen Altstadt: gute Kombi, oder?

Essen & Trinken

Peperoncini und Zwiebelmarmelade, Thunfischeier und Zitroneneis: Kalabriens Küche steckt voll starker Aromen. Für die Italiener heißt alla calabrese schlichtweg scharf. Der peperoncino ist ein Hauptdarsteller in der kalabrischen Küche. Zum Trocknen aufgehängt, schmücken feuerrote Bündel die Fassaden. Olivenöl wird mit dem Chili aromatisiert, er würzt Salami und Pasta und verleiht der Wurst ’nduja ihr explosives Aroma.

Bunter Mix

Kalabrien ist ein Gebirgsland mitten im Meer. Das prägt die Vielfalt der Gerichte. Den Grundton geben die naturbelassenen Produkte einer jahrtausendealten Hirten-, Bauern- und Fischerkultur an. Albanische, byzantinische, spanische, ja orientalische Rezepte treffen sich zu einem spannenden, mediterranen Mix. In der waldreichsten Region Süditaliens bereichern auch funghi (Pilze) und cinghiali (Wildschweine) den Speisezettel. Pasta gehört fast jeden Tag auf den Teller, in verschiedenen Kombinationen, klassisch mit sugo, der Tomatensauce, oder mit Gemüse oder Hülsenfrüchten. Als secondo dann Fleisch oder Fisch – wichtig bleibt die Qualität und woher die Zutaten kommen, am liebsten a km zero, also aus der unmittelbaren Umgebung.

Essen wie bei Mamma

Bodenständige Trattorien im Landesinneren haben meist keine Karte – stattdessen vertrauen alle den Empfehlungen der mamma. Den Auftakt bilden lokale Käsesorten und luftgetrocknete Salami, dazu selbst sott’olio (in Olivenöl) eingelegte Gemüse und Pilze sowie marinierte Oliven und Holzofenbrot. Seit der Antike liebt man Hülsenfrüchte wie Saubohnen oder Kichererbsen, die nicht nur zu Suppen und Pürees verarbeitet, sondern auch zu hausgemachten Nudeln gegessen werden. Pastasaucen werden gern aus Lammfleisch mit Tomaten geköchelt. Eigentlich macht so ein primo piatto, ein erster (Nudel-)Gang, ja schon satt, wären da nicht die verführerischen secondi, die Hauptgerichte, die fast immer ohne contorni (Beilagen) serviert werden, wenn du sie nicht separat dazubestellst. Besonders gut schmecken Lamm und Zicklein, Sie werden als Festtagsbraten im Backofen gegart oder stundenlang im Tontopf geschmort. Kein Wunder, dass nach solch üppigen Schlemmereien meist nur frisches Obst gereicht wird.

Vielfalt aus dem Meer

Szenenwechsel ans Meer: Das feine Terrassenristorante stimmt seine Gäste mit einem verschwenderischen antipasto di mare ein: Salat von Tintenfischen mit Stangensellerie, geräucherter Thunfischbauch, frittierte Garnelen, bruschetta (Röstbrot), die mit dem „Kaviar des Südens“ bestrichen ist, einer Paste aus Babysardellen. Anschließend, wie könnte es anders sein, la pasta: Was hältst du beispielsweise von Spaghetti mit Schwertfisch und Minze oder mit Thunfischrogen und mollica (Bröseln)? Zum Hauptgang präsentiert der Padrone frische Fische zur Auswahl – der Tagesfang bestimmt das Angebot. Warum nicht selbst mit Hand anlegen und die Fischer beim Fang begleiten? Pescaturismo heißt dieses zeitgemäße Urlaubsvergnügen. Ein seltener Genuss sind Langusten oder Thunfisch, der scharf gegrillt und mit Olivenöl, Zitronensaft und Kräutern abgeschmeckt wird. Für eine schlichte frittura di paranza werden verschiedene Kleinfische in Öl ausgebacken.

Ein guter Schluck ...

Fast überall werden anständige, kräftige Bauernweine ausgeschenkt. Oft spielt der traditionell gekelterte Weiße ins Bernsteinfarbene. Leichtere Weißweine liefert das nahe Sizilien. Jahrzehntelang waren die körperreichen Roten von Cirò, dem größten der kalabrischen DOC-Anbaugebiete, als einzige über die Region hinaus präsent. Kellereien wie Librandi und die Fattoria San Francesco liefern auch bouquetreiche Rosés. Aufmerksamkeit verdienen außerdem die Cantine Lento und Statti aus Lamezia Terme und Odoardi aus Nocera Terinese. Als uralter und neuer Trend ist der biologische Weinbau auf dem Vormarsch. Ein Vorreiter ist Roberto Ceraudo mit seinem Gut Dattilo (dattilo.it) bei Marina di Strongoli, dessen Weine in der ersten Liga der Vini d’Italia mitspielen. Bioweine keltern auch die Brüder Greco aus Cariati in der Provinz Cosenza (igreco.eu). Als Ölproduzenten eilt ihnen schon lange ein ausgezeichneter Ruf voraus. Die generelle Tendenz heißt Klasse statt Masse. Während Rebflächen ausgeweitet werden, gingen zuletzt die Hektarerträge deutlich nach unten, ein untrügliches Zeichen für angestrebte Qualität.

Wasser gut, alles gut

Einfache Trattorien im Landesinneren stellen ungefragt einen Krug frisches Quellwasser auf den Tisch. Das Mineralwasser Mangiatorella kommt aus dem Naturpark der Serre bei Serra San Bruno. Gutes Wasser ist entscheidend für einen guten caffè, den Espresso, den die Einheimischen auch nach einem Essen im Restaurant am liebsten im Stehen an der Bar trinken. A proposito Kaffee: Unbedingt probieren solltest du auch eine Brasilena. Das koffeinhaltige Erfrischungsgetränk gibt es vor allem in den Bars der Provinz Catanzaro.

Süß, süßer, Gelato

Ups, gelato wurde noch gar nicht erwähnt – und das in Italien! Eine Eisspezialität, die man im Sommer auch zum Frühstück löffelt, ist granita. Dieses erfrischende Sorbet aus zerstoßenen Eiskristallen gibt es in so ausgefallenen Geschmacksrichtungen wie Maulbeere, Bergamotte oder Mandeln. Letztere bilden auch die Grundlage vieler traditioneller Gebäcksorten.

Il conto, per favore!

Ein abschließendes Wort zu Preisen und Tischsitten: Frischer Fisch ist teurer als Fleisch und steht kaum unter 50 Euro pro Kilo auf der Karte, während du in einer Familientrattoria im Landesinneren bereits für unter 15 Euro aufs Beste satt wirst. Denk daran, dass auf der Rechnung auch das coperto (meist um 2 Euro) auftaucht: eine Pauschale für Gedeck und Brot. Nach dem Bezahlen erhältst du das Wechselgeld auf einem Teller zurück. Lass, wenn du zufrieden warst, fünf bis zehn Prozent als mancia (Trinkgeld) für den cameriere (Kellner) liegen! Das pranzo (Mittagessen) wird kaum vor 13, die cena (Abendessen) nie vor 20 Uhr serviert. Da das späte Abendessen meist sehr üppig ausfällt, sind Kalabresen beim Frühstück mit einer Tasse caffè oder Cappuccino und allenfalls einem cornetto, einem Croissant, zufrieden.

Spezialitäten

Antipasti

Antipasto calabrese

Platte mit u. a. caciocavallo (luftgereifter Kuhmilchkäse), ’nduja (Streichwurst mit peperoncino), soppressata (gepresster Salami), fior di latte (Kuhmilchmozzarella), polpette di melanzane (Auberginenbällchen), cipolle di Tropea (in Öl eingelegten roten Zwiebeln), zucchine grigliate (gegrillten, marinierten Zucchini)

Pecorino alla griglia

Gegrillter Schafskäse

Alici marinate

Marinierte Sardellen

Bottarga di tonno

Getrockneter, gesalzener Thunfischrogen

Primi Piatti

Fileja alla tropeana

Kalabrische Nudelsorte mit Tomatensauce, ’nduja und Mozzarella

Pasta casareccia ai funghi porcini e salsiccia

Hausgemachte Nudeln mit Steinpilzen und Bratwurstbrät

Linguine alle vongole

Breite Spaghetti mit Venusmuscheln

Scialatelli con cipolle rosse

Kurze, dicke Nudeln mit roten Tropea- Zwiebeln

Secondi Piatti

Agnello alla brace

Gegrilltes Lamm

Capretto al forno

Zicklein aus dem Ofen

Morseddu

Geschmorte Innereien im Ringbrot

Pesce spada ai ferri

Gegrillter Schwertfisch

Baccalà

Gesalzener und luftgetrockneter Klippfisch (Kabeljau)

Dolci

Sorbetto al limone

Zitronensorbet

Tartufo di pizzo

Eisspezialität aus Pizzo in der Art einer Trüffelpraline

Fichi al forno

Im Ofen gedörrte Feigen