Umm Al-Jimal

Umm Al-Jimal, die "Mutter der Kamele", ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Jordaniens. Unweit des Kreuzungspunktes mehrerer alter Handelsstraßen siedelten sich hier bereits im 1. Jh. n.Chr. Nabatäer an. Später bauten die Römer den Ort zu einer militärisch bedeutenden Grenzstadt aus. Archäologisch ist Umm al-Jimal unter anderem deshalb so wichtig, weil sich hier einige der ältesten christlichen Kirchen befinden. Faszinierend ist der Ort auch, weil hier das Alltagsleben im Mittelpunkt steht. Seit den 1970er-Jahren wurden die Überreste der Stadt unter Leitung des Archäologen Bert de Vries weitgehend ausgegraben und dokumentiert. Die Wissenschaftler versuchen hier Fragen zu beantworten wie: Wie lebten die Menschen in römischer, byzantinischer und frühislamischer Zeit? Wie organisierten sie die Versorgung mit Lebensmitteln? Wie schafften sie es, komplexe Wasserleitungssysteme anzulegen, ja sogar kleine Wolkenkratzer zu bauen? Woran lag es, dass an diesem scheinbar unwirtlichen Ort zeitweise bis zu 5000 Menschen lebten? Und warum war Umm al-Jimal ab ca. 750 n. Chr. für fast 1000 Jahre verlassen? Wegen der Sonne sollte man am besten vor 11 Uhr bzw. nach 15 Uhr kommen.

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