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Jerusalem

Check-in

Für die Israelis ist Jerusalem der „Ort des Friedens“, für die Araber „die Heilige“

Sehenswürdigkeiten

Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Jerusalems gehören der Felsendom mit seiner vergoldeten Kuppel auf dem Tempelberg; er untersteht der muslimischen Awqaf-Verwaltung, aber Israel kontrolliert…
Neben dem Felsendom, im südlichen Teil des Tempelbergs, steht die Al-Aqsa-Moschee. Sie wurde von Kalif Abdul Walid, dem Sohn des Erbauers des Felsendoms, 714 errichtet und markiert den Endpunkt der…
Die Klagemauer (oder Westliche Mauer, wie die wörtliche Übersetzung des hebräischen Namen lautet), die heiligste Stätte der Juden, symbolisiert seit der Zerstörung Jerusalems durch die Römer…
An den Ort, an dem sich nach christlichem Glauben das Schicksal Jesu erfüllt hat – sein Opfertod am Kreuz, seine Grablegung und schließlich die Auferstehung –, strömen seit 1700 Jahren Christen…
Östlich gegenüber der Altstadt, getrennt durch das Kidrontal, befindet sich eine Anhöhe, an deren Hängen im Garten Gethsemane die knorrigen Olivenbäume stehen, die dem "Berg" den Namen gaben. Der…
Nationale israelische Gedenkstätte, die an die Ermordung von 6 Mio. europäischen Juden durch die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs erinnert. Ein Museum dokumentiert die Verfolgung…
Unterirdische Gänge entlang der Tempelbergmauer (Western Wall Tunnel) zwischen Klagemauer und Via Dolorosa. Archäologisch hochinteressante Ausgrabungen aus der Zeit des Zweiten Tempels. Und sehr nü…
In der Nähe des Zionstors, südwestlich außerhalb der Stadtmauern, liegt auf einer Anhöhe das Grab Davids. In den gegenüberliegenden Räumlichkeiten feierte Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl…
Bunt-blau sind sie und gleich zu zwölft: Für die Synagoge des Hadassah Medical Center weit draußen im Stadtteil En Kerem hat Marc Chagall zwölf Fenster gestaltet, die den ebenso vielen Stämmen…
Wenn Sie Ihre Reise durch Jerusalem am Jaffator beginnen oder beenden, ist die Davidszitadelle (auch genannt „Palast des Herodes“) definitv einen Stopp wert. Das Erklimmen des Turms hilft vor…

Hotels & Übernachtung

Es ist das schönste Hotel Israels: Im ehemaligen Stadtpalais eines Paschas mit einem einladenden Innenhof, einem schönen Garten, mit großen Zimmern und bestem Service. Orientalischer Luxus, gepaart…
Das Prima Kings Hotel begrüßt Sie im exklusiven Stadtteil Rahavia in Jerusalem nur 1 km von der Altstadt entfernt und bietet Ihnen einen Wellnessbereich, ein Fitnesscenter sowie eine Executive…
Located in one of Jerusalem’s nicest neighbourhoods, A Little House in Rechavia is a well-positioned hotel within easy walking distance of the city centre and the old city. Free Wi-Fi is provided.…
The Little House is a hotel in Jerusalem's central Bakah district. Featuring a charming garden with a seating area, it is set just a 10-minute walk from the Sherover Promenade that offers panoramic…
Das Prima Royale Hotel erwartet Sie in der ruhigen Straße eines Wohngebietes im Jerusalemer Viertel Talbieh. Dank dessen vorteilhafter Lage können Sie von hier die Altstadt, die historischen Sehensw…
Dank seiner zentralen Lage direkt neben der Straße BenYehuda befindet sich das Lev Yerushalayim Hotel nur 20 Gehminuten von der Altstadt von Jerusalem entfernt. Hier erwarten Sie geräumige,…
Das The David Citadel Hotel überblickt die Altstadt von Jerusalem. Die Unterkunft bietet einen großen Pool, einen kostenlosen Fitnessraum und eine Reihe von gastronomischen Einrichtungen, die alle…
Das Mamilla Hotel bietet Ihnen eine Dachterrasse mit einem Panoramablick auf die Altstadt von Jerusalem. Dieses stilvolle Hotel wurde von dem Architekten Piero Lissoni entworfen und liegt nur 10…
Das La Perle Hotel liegt nur ein paar Schritte von den beliebten Straßen Jaffa und Ben Yehuda entfernt und bietet Ihnen moderne Zimmer mit einem Safe, Verdunklungsvorhängen, einem Telefon, einem LCD…
Das Inbal Hotel im Zentrum von Jerusalem liegt nur wenige Gehminuten vom modernen Jerusalem und der Altstadt entfernt. Das Hotel bietet kostenfreies WLAN in allen Bereichen. Das Inbal Jerusalem Hotel…

Restaurants

Das beste unter den arabischen Lokalen der Altstadt, sehr gute Küche (der beste Hummus der Stadt), freundlicher Service, schnelle Menüfolge.
In einem schönen Haus aus Jerusalemer Kalkstein bieten die Schwestern Anat und Orit Bibi im Stadtteil Nachalat Shiva eine hervorragende Küche mit italienischem Akzent, vom Frühstück bis zum…
Ein bisschen Paris-Flair in Jerusalem. Im alteingesessenen Kadosh gibt es frische Backwaren, Café und viele rauchende Studenten, Expats und Intellektuelle.
Edelrestaurant im King-David-Hotel mit Blick auf die Altstadt. Leichte Mahlzeiten aus den Küchen der im Land lebenden Volksgruppen.

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Auftakt

Die Hauptstadt Israels liegt 800 m hoch in den judäischen Bergen, 70 km östlich von Tel Aviv. Unmittelbar vor der Altstadtmauer verlief bis 1967 die Grenze zum Königreich Jordanien; in den von Israel einseitig erweiterten Stadtgrenzen hat Jerusalem heute etwa 1,2 Mio. Ew.

Im Mittelalter brauchten Pilger über eine Woche, um von der Küste „hinauf nach Jerusalem“ zu gelangen. 1898 benötigte der deutsche Kaiser noch zwei Tage für die Strecke, als er nach Fertigstellung der protestantischen Erlöserkirche ins damals türkische Jerusalem reiste. Heute dauert die Fahrt auf der Schnellstraße Nr. 1 nur noch 40 Minuten. Jerusalem ist deshalb idealer Ausgangspunkt für Unternehmungen im ganzen Land.

Nirgendwo begegnen sich die drei monotheistischen Weltreligionen so nah wie in Jerusalem. Für die Juden baute König Salomon hier den Großen Tempel, für die Christen ist die Stadt aufs Engste mit dem Wirken, Sterben und Auferstehen Jesu verbunden, für Muslime gehören Felsendom und Al-Aqsa-Moschee zu ihren heiligen Stätten. Diese Orte religiöser Verehrung, an denen sich jedes Jahr Hunderttausende von Pilgern aus aller Welt einfinden, liegen dicht beieinander in der Altstadt.

In der ummauerten Altstadt bewegt man sich - heute genauso wie zu Zeiten der biblischen Apostel - zu Fuß. Durch eines der sieben mächtigen Stadttore (das achte, das Goldene Tor, ist seit Jahrhunderten zugemauert) gelangt man in ein Gassengewirr, in dem man sich beim ersten Mal nur schwer zurechtfindet. Dank kleiner Straßenschilder erreicht man aber auch ohne Stadtplan die Sehenswürdigkeiten. Lassen Sie sich Zeit in der Altstadt, streifen Sie durch die Bazare, nehmen Sie einen Kaffee mit Kardamom oder einen schwarzen Tee mit Pfefferminze in einem arabischen oder armenischen Café, ruhen Sie sich so für kurze Zeit aus, bevor Sie zur nächsten Sehenswürdigkeit eilen oder sich wieder ins Abenteuer des Feilschens und Kaufens stürzen.

Yerushalayim, der hebräische Name der Stadt, bedeutet „Ort des Friedens“. Im Arabischen heißt sie El Kuds, „die Heilige“. Doch nicht Frieden, sondern Krieg ist kennzeichnend für Jerusalem; 36-mal wurde die Stadt von Kriegen heimgesucht, mehr als ein Dutzend Mal zerstört, und bis heute erheben Israelis und Palästinenser gleichermaßen Anspruch auf jenen Teil Jerusalems, der vor 1967 noch nicht zu Israel gehörte. Aber nach jeder Zerstörung wurde Jerusalem - und von 1967 bis heute schöner denn je - wieder aufgebaut.

Nach dem Ende des Sechs-Tage-Krieges besetzte Israel 1967 den Ostteil Jerusalems einschließlich der Altstadt und machte ganz Jerusalem zur Hauptstadt seines Staates. Die Vereinten Nationen erkannten diesen Schritt nie an. Deshalb befinden sich die Botschaften nahezu aller Staaten der Welt in Tel Aviv. Am 30. Juli 1980 bekräftigte die Knesset die Annexion: „Das vereinte Jerusalem ist in seiner Gesamtheit Hauptstadt Israels.“ Jerusalem, die geteilte und endlich wiedervereinte Stadt? Solche Begriffe vermitteln einen falschen Eindruck, weil man sofort an ehemals geteilte Städte wie Berlin denkt. Eine solche Teilung bestand aber in Jerusalem nie. Die Trennungslinie verlief nach dem Waffenstillstand von 1949 nicht durch eine gewachsene Stadt mit homogener Bevölkerung, sondern zwischen der im Westen gelegenen, von Israel ausgebauten Neustadt mit fast ausschließlich jüdischen Bewohnern und dem im Osten liegenden Teil einschließlich der Altstadt, dem historischen Jerusalem, das mit Ausnahme des kleinen Jüdischen Viertels in der Altstadt zu dieser Zeit fast ausschließlich von Arabern bewohnt war.

Der Knesset-Beschluss von 1980 verschärfte die Fronten; 1987 bezog zudem Ariel Sharon (später Ministerpräsident) demonstrativ ein Haus im Arabischen Viertel in der Nähe des Damaskustors. Auf derartige Provokationen antworten die Palästinenser - weil hilflos - erfahrungsgemäß mit Gewalt, was dann wiederum die Gewalt des israelischen Staates nach sich zieht.

Von 1965 bis 1993 hatte der aus Österreich emigrierte Teddy Kollek das Amt des Bürgermeisters von Jerusalem inne. Er plädierte stets dafür, dass Frieden, dass das friedliche Miteinander nicht bloß das Ziel, sondern auch das Mittel sein müsse, ihn zu erreichen. Deshalb wandte er sich gegen die missionarischen Eiferer, die ihre Lebensweise über ihren Stadtteil Mea Shearim hinaus auf ganz Jerusalem ausdehnen wollen (z.B. durch gewaltsames Erzwingen eines Autofahrverbots am Shabbat), und gegen Provokationen der fanatischen Gush-Emunim-Siedler, die zwischen Felsendom und Al-Aqsa-Moschee jüdische Gebetsfeiern zelebrieren.

Seine Nachfolger vom konservativen Likud, Ehud Olmert (1994-2003, danach bis 2009 Ministerpräsident), und Uri Lupolianski (2003-08) hielten von friedlicher Koexistenz wenig und förderten durch jüdische Neubebauung im arabischen Ostteil die Idee von der „ungeteilten Hauptstadt“ Israels. Selbstmordattentate und der Bau einer Mauer auf palästinensischem Territorium begleiten seitdem die „Israelisierung“ Ost-Jerusalems. Seit 2009 ist der säkulare, rechtsnationale Nir Birkat Bürgermeister von Jerusalem. Die Palästinenser boykottieren seit 1967 die Parlamentswahlen der „Besatzungsmacht Israel“.

Seit 1967 hat Israel die Stadtgrenzen einseitig erweitert und das Stadtgebiet von Jerusalem in Richtung Osten ausgedehnt. Ein Ring jüdischer Wohnsiedlungen umgibt die Stadt, und im besetzten Ost-Jerusalem leben heute schon so viele jüdische Israelis wie Palästinenser. Im Osten Jerusalems, jenseits des Ölbergs, baut Israel seit 2004 auf besetztem Gebiet eine bis zu 8 m hohe Betonmauer mit Wachtürmen mitten durch palästinensische Dörfer und trennt damit das palästinensische Ost-Jerusalem vollständig von der Westbank ab. Die Vereinten Nationen protestierten heftig, aber machtlos gegen diesen Mauerbau, den die Israelis „Anti Terror Fence“ (Antiterrorzaun) nennen.

Jerusalem - drei Religionen, zwei Völker, eine Stadt! Für die Palästinenser und für die ganze arabische Welt ist Jerusalem Teil des Verhandlungspakets bei den Friedensverhandlungen. Weil aber alle auch um die hohe symbolische Bedeutung Jerusalems für die Juden wissen, müssen Kompromisslösungen gefunden werden. Jerusalem muss eine Stadt bleiben, aber weil zwei Völker in ihr leben, kann sie doch Hauptstadt zweier Staaten - Israels und Palästinas - werden. Koexistenz und Frieden könnten durch jeweils eigene Kommunalverwaltungen unter dem Dach eines Gesamtkommunalrats konkret gelebt werden. Der israelische Schriftsteller, Friedensaktivist und ehemalige Knesset-Abgeordnete Uri Avnery wirbt ebenso wie der palästinensische Journalist Hanna Siniora seit Langem für diese Lösung.

„Wünschet Jerusalem Glück!“, heißt es im 122. Psalm. „Es möge Frieden sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen! Um meiner Freunde und Brüder willen will ich dir Frieden wünschen.“ Dazu bedarf es heute aber mehr als der Wünsche des Psalmisten.

Fakten

Einwohner 780.200
Fläche 70 km²
Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 09:38 Uhr

Anreise

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