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Essen & Trinken

Kneipe auf Japanisch

In gemütlichen izakaya-Kneipen relaxt Japan nach der Arbeit, oft in abgetrennten Séparées auf Tatami-Reisstrohmatten. Es geht lebhaft zu, ein lautes irasshaimase (Willkommen) schallt dir entgegen. Beim Verlassen hörst du ein herzhaftes arigato gozaimashita (Vielen Dank). Die Speisekarte ist umfang- und abwechslungsreich. Oft wird dir eine zu bezahlende Kleinigkeit vorweg serviert (300–600 Yen). Nichtraucherbereiche sind dort eher selten. 

Jahreszeitenküche

In Japan brauchst du keinen Kalender. Geh einfach in den Supermarkt oder ins Restaurant: Sansai, frisches Wildgemüse, gibt es z. B. im Frühling, Kürbis und Esskastanien im Herbst. Vor allem die gehobene kaiseki-Küche konzentriert sich auf frische, zur Jahreszeit passende Zutaten. Anstatt mit starken Gewürzen und Saucen den Geschmack zu verändern, wird der Eigengeschmack betont. 

Regionale Unterschiede

Japaner lieben regionale Spezialitäten. Während z.B. in der Region um Tokio Nudelgerichte in einer da-shi-Brühe aus Bonito-Thunfischflocken und dunkler Sojasauce serviert werden, stellt man in Zentraljapan dashi aus Seetang und Bonito mit einer helleren Sojasauce her. Auf den Okinawa-Inseln gibt es Zutaten wie goya-Bittergurke und umibudo (Grünalgen), die sich stark vom Rest Japans unterscheiden. 

Wasser und Tee für lau

Wenn du ein Lokal betrittst, warte, bis man dir einen Tisch zuweist. Sobald du sitzt, serviert man dir eisgekühltes Leitungswasser oder japanischen Tee (Grüntee oder Gerstentee) – kostenlos! Dazu bekommst du ein oshibori, ein kleines, feuchtes Tuch, im Winter heiß, im Sommer kalt. Es ist nur für die Hände gedacht! Auch Tee am Schluss der Mahlzeit kostet nichts. 

Keine Extrawürste

Japaner haben eine sehr konkrete Vorstellung davon, wie Gerichte zubereitet werden und schmecken müssen. Es kann bei speziellen Ernährungsanforderungen – ob wegen Allergien, Intoleranzen oder aus Überzeugung – schwierig sein, Varianten von Gerichten zu bekommen. Wer glutenfrei, laktosefrei, vegetarisch oder vegan isst, sollte anrufen oder passende Lokale recherchieren. Vegetarier sind (meist) bei shojin-ryori gut aufgehoben. Das sind vegetarische Gerichte buddhistischer Mönche. 

Anständig zu Tisch

Statt „Guten Appetit“ sagst du itadakimasu („ich nehme demütig entgegen“) und faltest dazu die Hände kurz vor der Brust. Stäbchen (o-hashi) sind für die meisten Gerichte das typische Esswerkzeug. Bitte nicht damit herumfuchteln oder Essen aufspießen und auf keinen Fall Stäbchen in den Reis stecken oder Essen von Stäbchen zu Stäbchen reichen. Das erinnert Japaner an Beerdigungsriten. Wenn du dir Speisen von einem gemeinsamen Teller nimmst, dreh deine Stäbchen um. Wird dir Reis in einer separaten Schale serviert, nimm sie zum Essen in die Hand. Wer sie restlos leert, bezeugt seinen Respekt gegenüber diesem den Japanern geradezu heiligen Lebensmittel. Genieß den besonderen Geschmack von japanischem Reis, anstatt ihn mit Sojasauce zu „ertränken“. Nudelsuppen schlürft man laut – so schmecken sie angeblich besser. Nach dem Mahl sagst du go-chiso-sama deshita („es war ein Festmahl”) – und zwar sowohl, wenn du eingeladen wirst, als auch beim Verlassen des Lokals. 

Süffiger Reise & Whisky

Japaner lieben Reis in allen Varianten, auch zu Alkohol fermentiert als Reiswein, genannt sake – was allgemein Alkohol bedeutet – oder nihonshu. Dieser wird aus Reis, Wasser, Koji-Schimmelpilz und Hefe gebraut und meist gekühlt, nur im Winter auch warm getrunken. Je höher die Qualität, desto stärker poliert ist der Reis, bei ginjo mindestens 40 Prozent, bei daiginjo 50 Prozent. Reiswein hat 13 bis 18 Prozent Alkoholgehalt. Stärker ist shochu aus Süßkartoffeln, Gerste, Reis, Buchweizen oder Rohrzucker mit 25 bis 37 Prozent Alkoholgehalt. Man trinkt ihn häufig mit (heißem) Wasser verdünnt. Beliebt ist auch umeshu, ein süß-fruchtiger Likör aus der Ume-Aprikose, der oft auf Eis oder mit Sodawasser verdünnt getrunken wird. Man schenkt sich übrigens nicht selbst ein, sondern den anderen. Wem eingeschenkt wird, der hält das Glas mit beiden Händen dem Einschenkenden entgegen. 

Erst seit etwa 100 Jahren wird Whisky in Japan kommerziell hergestellt – nach schottischer Art, aber mit japanischem Touch: Whisky wird in Fässern aus einheimischem Holz gelagert oder in solchen, die vorher umeshu-Likör enthielten. Spätestens seit Bill Murray im Film „Lost in Translation” einen Werbespot für Suntory drehte, ist japanischer Whisky international bekannt und preisgekrönt. Whisky wird in Japan meist verdünnt getrunken, mit Wasser oder Sodawasser. 

Essen aus der Box

Bento heißen die handlichen Lunchboxen, meist mit Fisch, Fleisch, eingelegtem und gekochtem Gemüse und Reis gefüllt. Die leckersten findest du in den Untergeschossen der Kaufhäuser (depachika), günstiger sind sie in Supermärkten und Convenience Stores. Für Shinkansen-Reisen sind ekiben-Bentos praktisch, die du an Bahnhöfen bekommst (aber bitte nicht in der U-Bahn essen!). Handlich sind onigiri-Reisdreiecke, gefüllt z.B. mit sauren Pflaumen oder Lachs. 

Ungewohnte Nachspeisen

Bohnen in Süßigkeiten? Klingt seltsam, schmeckt aber gut. Gesüßte, mehlige Azuki-Bohnen sind die Basis vieler japanischer Süßspeisen wie shiruko, eine Art Bohnensuppe, serviert mit mochi (Reiskuchen) und kuri (Esskastanien). Wagashi, japanisches Konfekt, besteht auch oft aus Bohnenmus sowie Zucker und Reismehl. Im Sommer sind geleeartige Gerichte beliebt.

Shoppen & Stöbern

Schön scharf

In der Tokioter „Küchenstadt“ Kappabashi, am Fischmarkt oder in den Edelkaufhäusern findest du eine gute Auswahl an japanischen Topmessern. Ein ordentliches Messer gibt‘s ab 80  Euro aufwärts. Je nach Verwendungszweck unterscheidet sich die Form. Viele haben marmorierte Muster auf der Klinge und den Namen des Meisters in Schriftzeichen eingraviert. Wichtig: Pfleg dein Japanmesser gut, und trockne es immer sofort ab. 

Tupfen statt pudern

Im schwülen japanischen Sommer Puder aufzutragen verstopft die Poren, aber das Gesicht glänzt trotzdem. Besser greifst du zu aburatorigami, Abtupftücher, die auch Geishas traditionell benutzen. Sie sind aus feinem Papier und passen in die kleinste Handtasche. Alle großen Kosmetikmarken wie Shiseido bieten sie an, der bekannteste Hersteller ist Yojiya (yojiya.co.jp). 

Geschickt gewickelt

Ein Kimono steht hoch auf der Wunschliste vieler Japan-Besucherinnen. Einfacher zum Anziehen ist die Sommerversion, der yukata. Beide findest du in Tokios Edelkaufhäusern, bezahlbarere Modelle bei der Kimonokette Tansuya oder beim Familienbetrieb Sakaeya (kimono-sakaeya.com/Tokyo) in Harajuku (Tokio). Dort kannst du Kimonos auch mieten, bekommst Hilfe beim Ankleiden und trägst ihn bei einer kleinen Teezeremonie. Schnäppchen in Sachen Kimono und yukata kannst du auf Flohmärkten oder in Second-Hand-Läden machen. 

Zen aus dem Regal

Weniger ist mehr, haben sich die japanischen Hersteller Muji und Uniqlo auf die Fahnen geschrieben und bieten modernen Zen-Minimalismus zum Mitnehmen an. Während sich Uniqlo auf Modebasics von Unterwäsche bis Daunenjacken konzentriert, gibt’s bei Muji alles fürs Zuhause dazu – in zeitlosen, gedeckten Farben. 

Glänzende Gefäße

Die Herstellung von Lackwaren ist ein jahrtausendealtes Handwerk. In einem aufwendigen Verfahren und unzähligen Arbeitsschritten wird der Lack aus Lackbaum gewonnen und auf einen Träger aufgebracht, meist Holz, aber auch Glas, Leder oder Papier. Das Ergebnis ist bakterienabweisend, leicht, beständig – und wunderschön! Viele Lackwaren werden dann noch mit Gold- und Silberpulver verziert. Die bekanntesten Herstellungsorte sind Wajima und Yamanaka sowie Aizu-Wakamatsu. 

Gefaltet und geknotet

Eins der vielseitigsten Souvenirs ist das tenugui, ein handlich gefaltetes Tuch. Eigentlich ist es ein Handtuch, aber es eignet sich im Sommer z.B. zum Schweißabtupfen oder als Halstuch. Mit traditionellen Mustern und Motiven bedruckt, sieht es gerahmt hübsch als Wanddeko aus. Die größere Version, das furoshiki, fungiert geschickt geknotet als Tragetasche, z.B. für die Bento-Lunchbox, oder als umweltfreundliche Geschenkverpackung.

Sport

Surfen

Klar, Japan ist nicht so bekannt fürs Surfen wie etwa Australien – dafür gehen die Haiangriffe in Japan gegen Null. Wegen stark befestigter Küsten sind die Wellen vielerorts zwar gezähmt, es gibt aber genug ordentliche Beach Breaks und Rivermouth Breaks. Japans Surfszene ist bei Wassertemperaturen zwischen 17 und 23 Grad rund ums Jahr im Wasser aktiv. Die beste Chance auf hohe Wellen hast du zur Taifun-Saison von August bis Oktober. In der Nähe von Tokio findest du eigentlich immer viele Surfer an den Stränden von Shonan in der Präfektur Kanagawa und zwischen Ohara und Onjuku in der Präfektur Chiba. Der Strand Shirahama auf der Izu-Halbinsel hat einen guten Beach Break zum Surfen und ist schön zum Chillen danach. Fortgeschrittene nehmen die Fähre von Tokio zur Insel Nijima. Gute Reef Breaks gibt‘s an der Küste von Miyazaki in Kyushu und vor der Insel Amami-Oshima in der Präfektur Kagoshima. 

Kajakfahren & SUP

Von Nord- bis Südjapan findest du unzählige Kajak-Angebote auf Flüssen, Seen und an Küsten. Am schönsten sind Ausflüge durch die Mangrovenwälder von Amami-Oshima (Kagoshima) und Iriomote (Okinawa). Auf der artenreichen, subtropischen Insel Iriomote paddelst du an Wasserfällen und Dschungelpfaden vorbei. Aber auch Küstengebiete wie die türkisfarbenen Gewässer rund um die Kerama-Inseln (Okinawa) oder der Südwesten der Izu-Halbinsel unweit von Tokio sind super zum Paddeln geeignet, auch für Anfänger. Ein besonderes Erlebnis sind Paddeltouren durch das berühmte rote torii-Tor vor Miyajima (Hiroshima), sogar Tokio kannst du auf Flüssen und Kanälen erobern (tokyokayaking.jp). Häufig verleihen dieselben Anbieter Ausrüstung zum Stand Up Paddling (SUP). 

Radfahren

Außerhalb der Megastädte wird dich überraschen, wie ländlich und „leer“ Japan sein kann. Viele Radrouten führen an der Küste entlang, z.B. rund um die Noto-Halbinsel (Ishikawa) oder entlang der Nordküste von Hokkaido. Auch die Südhälfte von Shikoku eignet sich prima zum Radeln. Beliebt und praktisch ist der Shimanami Kaido, eine 70 km lange, gut ausgeschilderte Route zwischen Onomichi auf Honshu und – über sechs Inseln – Imabari auf Shikoku. Für die Route (go-shimanami.jp/global/english) kannst du dir auch vor Ort Räder ausleihen, z. B. von Giant (bicyclerental.jp/en), und dein Gepäck vorausschicken lassen, etwa mit Sagawa (sagawa-exp.co.jp/stc/english). 

Schnorcheln & Tauchen

Japans beste Schnorchel- und Tauchgebiete findest du im Süden von Kyushu (Yakushima, Amami-Oshima, Tanegashima) sowie in Okinawa. Die Luft ist dort meist über 25 Grad warm, und auch die Wassertemperaturen sind dank der Kuroshio-Strömung angenehm. Die Hauptsaison für Taucher geht von Juli bis Mitte September, die Nebensaison von Dezember bis März. Nicht nur für Anfänger lohnt sich ein Ausflug auf die Kerama-Inseln (Okinawa) mit ihrem tiefblauen Wasser, den Korallenriffen und einer der vielfältigsten Unterwasserwelten Japans von Krustentieren bis Kofferfischen. Das Kontrastprogramm dazu findest du auch auf Okinawa: Um Miyakojima kannst du in Kalksteinhöhlen und Tunneln sowie zwischen Gesteinsformationen tauchen und schnorcheln. Ishigaki (Okinawa) ist berühmt für den sogenannten Manta Scramble, wo sich riesige Rochen zum Plankton-Lunch treffen.

Willst du dein Makroobjektiv in Meerestiefen nutzen, brauchst du nicht mal Tokio zu verlassen: Kozushima, eine der Izu-Inseln, ist ideal fürs Makrotauchen zu Schnecken, Krebsen und Seesternen. Eistaucher schweben gerne durch die Seetangwälder um die Halbinsel Shiretoko auf Hokkaido. 

Shower Climbing

Im schwülen japanischen Sommer gibt es kaum eine coolere Sportart als sawanobori oder Shower Climbing: Dabei wanderst du kühle Gebirgsbäche nach oben. Bei höheren Schwierigkeitsgraden trägst du am besten Helm und Kletterausrüstung. Die Hauptsaison ist von Juli bis September. Viele Angebote (buchbar übers lokale Touristenbüro) gibt‘s nordwestlich von Tokio, z. B. in Gunma, Nagano und Gifu, aber auch in Westjapan, etwa in Tottori. Englischsprachige Anbieter findest du in der Nähe von Tokio, z.B. Canyons (canyons.jp/en). 

Paragliding

Um Japan aus der Vogelperspektive zu sehen, fährst du von Tokio aus gerade mal eine Stunde im Zug nach Joso (Ibaraki) . Gleitschirmflüge bietet dort die Gain Paraglider School (gain-para.com) an. Auch in Uenohara (Yamanashi) in der Nähe des Fuji hast du Gelegenheit, in die Luft zu gehen (nishi tokyo-para.jp). Wenn du in Kyoto genug Tempel gesehen hast, kannst du über das Umland fliegen. Fahr dazu in die Stadt Nantan (birds-para.com). Türkisblaues Meer erstreckt sich unter dir, wenn du einen Paragliding-Flug in Amami-Oshima buchst. An den meisten Orten sind Kurse für Anfänger sowie Tandemflüge möglich. 

Rafting

Willst du im Schlauchboot den Fluss hinunterrauschen und durch wilde Stromschnellen sausen? Dann bist du in Minakami auf dem Tonegawa-Fluss richtig, wo schon Qualifizierungsrennen für den Weltcup im Rafting stattfanden. Oder auf dem 200 km langen Yoshinogawa-Fluss (Kochi) auf der Insel Shikoku. Er schlängelt sich durch uralte Flusstäler und nimmt dabei ordentlich Fahrt auf. Gemäßigter geht es auf dem Himekawa-Fluss mit Blick auf die Berge von Hakuba zu – er ist auch für Familien mit Kindern geeignet. 

Skifahren & Snowboarden

Japan ist schneereich: 20 m und mehr Schnee pro Saison machen das Land zum verlässlichen Ziel für Pistenfans. In nur 75 Minuten bist du von Tokio auf der Piste von Yuzawa (Niigata), wo mehrere nah zusammenliegende Skigebiete für Einsteiger bis Fortgeschrittene gut erreichbar sind. Seit der Winterolympiade 1998 sind die Skigebiete von Nagano weltbekannt, z. B. der beliebte Wintersportort Hakuba sowie die Shiga-kogen-Hochebene, eines der größten Skigebiete in Japan. Dort findest du Pisten für alle Level. Lust auf Après-Ski à la Japan? In Nozawa Onsen (Nagano) gibt’s neben guten Pisten auch schöne heiße Quellen. Für den besten Pulverschnee Japans steigst du am besten in den Flieger nach Hokkaido. Im populärsten Resort Niseko ist die sprachliche Hürde am niedrigsten, außerdem gibt es dort viel Auswahl beim Après-Ski. Furano ist beliebt für lange Abfahrten und wie Tomamu fürs Skifahren abseits der Piste. In den meisten Skigebieten wird Schneeschuhlaufen angeboten, Skilanglauf aber nur selten. 

Wandern

Lange hatte Wandern in Japan etwas Religiöses – und noch heute wird die Tradition, Berge als Götter zu verehren, in Form von traditionellen Festen fortgeführt. Selbst von der Megalopole Tokio aus kannst du locker unzählige Tagestouren unternehmen, von einfach bis anspruchsvoll. Beliebt und einfach zu erklimmen sind die Berge Takao und Mitake bei Tokio. Für Touren in den Nördlichen Alpen solltest du aber fit und fortgeschritten sein. Auch für mehrtägige Trekkingtouren gibt es Routen, z.B. durch Nationalparks. Kultur und Wandern verbinden kannst du am faszinierenden Nokogiriyama in der Nähe von Tokio (Chiba). Auf dem bizarr geformten Berg erwartet dich eine Tempelanlage mit einer riesigen Buddhastatue aus Stein. Du willst nicht alleine aufbrechen? Dann schließ dich Outdoor-Organisationen an, wie Friends of Earth (Wanderung ab Tokio jeden So | Gebühr 1000 Yen | foejapan.org/en/event/hike.html).

Mit Kindern unterwegs

In Restaurants, Hotels und öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es keine Probleme mit Kindern, aber die beengten Städte, die vollen Straßen und die wenigen Freizeitmöglichkeiten sind für die Kleinen nicht ideal. Tipp: www.tokyowithkids.com gibt Informationen über Festivals und Parkaktivitäten für Kinder.

Ost- und Zentraljapan

Edo-Tokyo Open-air Architectural Museum

In der großzügigen Freiluftanlage im Tokioter Koganei-Park können die Kleineren herumtollen und Ältere in teils authentischen Häusern, Badehäusern und Läden nachvollziehen, wie Tokioter früher gelebt haben. Nudelrestaurants, Spezialausstellungen und -vorführungen machen den Familienausflug zum Erlebnis. Di-So April-Sept. 9.30-17.30, Okt.-März 9.30-16.30 Uhr | Eintritt 400, Kinder 200 ¥ | Tel. 042 3883300 | www.tatemonoen.jp/english

Kidzania

Ein Thrill für Kinder zwischen zwei und 15 Jahren mit 90 verschiedenen Aktivitäten. In Tokios größter Kinderstube können die Kleinen ausprobieren, ob sie lieber Programmierer, Ingenieur, Zugführer oder doch Feuerwehrmann werden wollen. In 50 verschiedenen Berufen kann der Nachwuchs unter Anleitung von Profis auf Probe arbeiten, gekleidet in original japanische Firmenuniformen. Das Konzept ist sehr beliebt, weil neu, aufregend und informativ - bestes "Edu-tainment" also. Tgl. 9-15 und 16-21 Uhr | Eintritt je nach Alter und Tag 2900-4900 ¥ | Reservierung notwendig unter www.kidzania.jp/tokyo/en | Tel. 03 35368405

Tokyo Disneyland

Das in Japan beliebteste Familienausflugsziel ist eine sehr erfolgreiche Kopie des kalifornischen Originals. Dazu gehört der weltweit erste See-Themenpark namens Tokyo Disney Sea Park. Vor allem an Wochenenden und Feiertagen kann es allerdings passieren, dass Sie bis zu zwei Stunden bei einer der 23 Attraktionen anstehen müssen. Tgl. 8.30-22, Winter 10-18 Uhr | Tageskarte für beide Attraktionen 6200, Kinder bis 11 Jahre 4100 ¥ | am schnellsten zu erreichen mit der JR-Keiyo-Linie bis Maihama, vom Tokioter Hauptbahnhof (Tokyo Station, Yaesu-Ausgang) verkehren Shuttle-Busse | Tel. 045 6833777 | www.tokyodisneyresort.co.jp/en

Westjapan

Aquarium Kaiyukan

Auge in Auge mit den Tieren der Meere in Osaka-Tempozan: Das Kaiyukan-Aquarium ist eines der größten seiner Art auf der Welt. Hier schwimmen nahezu alle Lebewesen, die im Pazifik zu Hause sind. Mehr als 35000 verschiedene Kreaturen, darunter riesige Walfischhaie, können auf 14 Ebenen besichtigt werden. Tgl. 10-20 Uhr | Eintritt 2000, Kinder 400-900 ¥ | Tel. 06 65765501 | www.kaiyukan.com/language/eng/index.htm

Nordjapan

Rusutsu Resort

Der größte Vergnügungspark Japans am Toya-See ist ein gigantischer Komplex aus Beton und japanischem Kitsch. Eines der Restaurants heißt Oktoberfest, inmitten des Hotels finden sich ein Kinderkarussell, ein Weihnachtsshop und eine Pokemon-Welt. Kindliche Gemüter freuen sich über Achterbahn-Nervenkitzel auf 60 Fahrgeschäften und Phantasiewelten aus Plüschtieren und fliegenden Teppichen. Oder über Sportangebote wie Skipisten, Fahrten mit dem Hundeschlitten, Superpool und Ausflüge hoch zu Pferd. Tgl. 9-17 Uhr | Tagesticket 4800, Kinder (bis 12 Jahre) 3800, darunter 1000 ¥ | Rusutsu-mura | Tel. 0136 463111 | en.rusutsu.co.jp

Südjapan

Bayside Place Hakata Futoh

In diesem Unterhaltungs- und Shoppingkomplex auf dem ausgebauten Kai von Hakata (in Fukuoka auf der Insel Kyushu) mögen Kinder besonders die Indoor-Snowboard-Halle, die ganzjährig zum Skifahren und Rodeln einlädt. Tgl. 10-22 Uhr | Eintritt 1800 ¥/Tag | Tel. 092 2723939

Sehenswertes

Eine Jahrtausende alte Kultur und modernes Hightech-Ambiente machen Japan zu einem Land mit vielen Sehenswürdigkeiten. Keinesfalls verpassen sollte man die Hauptstadt Tokio mit dem ehrwürdigen Kaiserpalast und den modernen Vergnügungsvierteln. Zu den Sehenswürdigkeiten in Japan gehört auch der Towada-Hachimantai-Nationalpark mit Vulkanen, Geysiren und der letzten Wildnis des Landes. Hier liegt mit dem Tamagawa-Onsen auch eine der besten Heilquellen des Landes.

Freizeit

Wer bei einer Reise nach Japan etwas mehr Freizeit einplant, für den ist ein Besuch am höchsten Berg Japans, dem Fuji, ein absolutes Muss. Wer den heiligen Riesen Japans nicht nur sehen, sondern auch besteigen möchte, der sollte für eine Tour rund zwei Tage einplanen. Sinnvoll sind Touren vor allem im Sommer, da nur in dieser Jahreszeit die Hütten geöffnet sind.

Übernachten

Hotels in Japan sollte man immer über eine Agentur buchen, um sprachliche und kulturelle Missverständnisse zu vermeiden. Wer statt im Hotel in Japan lieber landestypisch übernachten will, der kann zum Beispiel in einem Ryokan, einem traditionellen Gasthof, absteigen. Etwas Besonderes sind die sogenannten Kapselhotels, in denen man kein Zimmer, sondern eine rund 2x1x1 Meter große Schlafkapsel mietet.

Am Abend

Ausgehen in Japan ist vor allem für westliche Touristen abwechslungsreich, denn viele Bars und Clubs widmen sich einem bestimmten Thema. Besonders beliebt ist in Japan aber das Karaoke. Beim Essen in Japan sollte man auf jeden Fall die Nudeln aus Buchweizen oder Weizen probieren oder das beliebteste japanische Gericht, den Curryreis. Ebenfalls sehr lecker: Shabu-Shabu, eine Art Fondue, wahlweise mit oder ohne Fleischeinlage.