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Typisch Italien: Pizza, Pasta und Amore

Gute Pizza gibt es an jeder Ecke; das Original kommt aber aus Neapel und schmeckt dort tatsächlich am besten. Die Auswahl an Pastasorten füllt ganze Bücher – jede Region hat ihre eigenen Nudeln, und jedes anständige Restaurant macht den Teig selbst. Soweit zu Pizza und Pasta, den internationalen Exportschlagern der italienischen Küche.

Italienische Spezialitäten

Frisch auf den Tisch: Fisch & Meeresfrüchte

Da Italien rundum vom Meer umgeben ist und dazu noch über einige große Seen verfügt, ist Fisch auf der Speisekarte keine Überraschung. Stockfisch oder Schwerfisch kommen ebenso auf den Teller wie Süßwasserfische, etwa Hecht oder Forelle, außerdem etliche Arten von Garnelen und Muscheln. Im Landesinneren sucht man aber oft vergeblich nach Fischgerichten, die werden meist nur in Meernähe angeboten.

Vielfalt für Fleischesser

Italiener essen alle Sorten von Fleisch: Rind, Schwein, Hühnchen, Reh, Wildschwein, Pferd, Kaninchen... Es gibt sogar Eselsalami. Ein beliebtes Gericht (nicht nur in seiner Heimat Florenz) ist das "bistecca alla fiorentina", ein dickes Steak vom Chianina-Rind, der weltweit größten Rinderrasse.

Mit Sorgfalt abgefüllt: Wein und Olivenöl

Fast überall in Italien wird Wein angebaut – und absolut überall getrunken, gerne auch schon ein Glas zum Mittagessen. Über den Durst trinkt ein Italiener jedoch höchstens beim Dorffest, niemals beim Abendessen. Schlechten Wein wird man in Italien fast nie serviert bekommen; auch der günstige Lokal-eigene Hauswein ist meistens vorzüglich. Wer beim Weineinkauf sicher gehen will, achtet auf die geschützten Herkunftsbezeichnungen IGT, DOC und DOCG, wobei DOCG die höchsten Ansprüche erfüllen muss, und ein IGT-Wein dennoch sehr gut sein kann. Ähnlich wichtig wie Wein ist das Olivenöl, denn es ist die Basis vieler Gerichte. Es weist in Farbe, Geruch und Geschmack je nach Region Unterschiede auf, ist aber in aller Regel kaltgepresst und ohne Chemie verarbeitet ("spremuto a freddo" und "extra vergine")

Essenszeiten und -gewohnheiten in Italien

Das Frühstück fällt mit "Cornetto" (Croissant) und Cappuccino traditionell mager aus; in den meisten Hotels gibt es aber auch ein reichhaltigeres Frühstück. Das Mittagessen wird ca. zwischen 13 und 15 Uhr eingenommen, das Abendessen ab 19 Uhr. Dazwischen sind die meisten Restaurants, Osterien und Trattorien (die Unterschiede zwischen diesen Arten von Speiselokalen sind übrigens marginal) geschlossen. Mittag- und Abendessen bestehen aus bis zu vier Gängen: zuerst Antipasti in Form von Wurst- und Käseplatten sowie in Öl eingemachtem Gemüse. Darauf folgt der erste Hauptgang ("primo"), der meist ein Pastagericht ist, manchmal auch ein Risotto. Der zweite Hauptgang ("secondo") ist Fisch oder Fleisch mit Beilagen (etwa Gemüse oder Kartoffeln). Als Abschluss genießt man ein "dolce", zum Beispiel ein Tiramisu. Das Mahl beschließt der "caffè", der im Deutschen einem Espresso entspricht, und/oder der Traubenschnaps Grappa. Im Restaurant gibt man normalerweise kein Trinkgeld und zahlt die Rechnung immer zusammen. Zusätzlich zu Speis und Trank ist der Servicezuschlag "coperto" zu zahlen, der ca. zwei Euro pro Person beträgt.

Essens-Sünden in Italien

Diese Verhaltensweisen outen den Urlauber als "Barbar" und sind daher zu vermeiden:

  • Cappuccino nach dem Essen – er wird nur vormittags getrunken
  • Parmesan über die Pasta mit Meeresfrüchten – der Käse passt nicht zum Fisch
  • Wein zur Pizza – Bier ist die richtige Wahl

Schlemmen & Reisen: Italien-Rundreise in 7 Tagen

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