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Italien-Rundreise in 14 Tagen

Vorweg gesagt: Bei jeder Rundreise durch Italien ist es unmöglich, alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu besuchen, dafür gibt es einfach zu viele davon. Zudem soll die Erholung nicht zu kurz kommen. Denn wer nicht ab und zu einen ganzen Tag am Strand ausspannt oder auf der Piazza in der Sonne sitzt, hat ohnehin nichts von der "Dolce Vita". Trotz dieser Einschränkung ist es möglich, auf einer Italien-Rundreise Eindrücke von der Vielfalt des Landes zu bekommen und die unterschiedlichen Reize von Nord- und Süditalien sowie von Stadt und Land zu würdigen.

Überblick

Stationen der Rundreise Italien in 14 Tagen

• Venedig
• Caorle
Florenz
• Chianti-Gebiet
• Naturpark Maremma
Rom
• Palast von Caserta
• Amalfi-Küste
• Capri
• Gargano
• Ascoli Piceno

Anreise per Auto

Das eigene Auto oder ein Mietwagen ist für diese Rundreise die beste Wahl. Denn ländliche Gegenden sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich zu erreichen und zu erkunden.

Erster Tag: Venedig

Die Stadt Venedig ist ein einziges Freiluftmuseum. Komplett auf dem Wasser erbaut, ruht sie auf Millionen von Holzpfählen und statt Autos verkehren Boote. Es gibt ein paar Must-Sees; das Wichtigste beim Venedig-Besuch ist aber, das spektakuläre Stadtbild zu erkunden, wenn man durch enge Gassen schlendert, Kanäle über hunderte von Brücken überquert und den allgegenwärtigen venezianischen Baustil genießt.

Highlights in Venedig

  • Markusplatz und Markusdom: der von Tauben dicht bevölkerte, wichtigste Platz der Stadt mit dem prächtigen, byzantinischen Dom
  • Rialtobrücke: die schönste Brücke Venedigs
  • Dogenpalast: ehemaliger Regierungspalast, Säle und Gefängnisräume sind sehenswert

Übernachtung in Caorle

Zum Übernachten geht es in den 80 km entfernten Badeort Caorle, ca. 1 Stunde Fahrt.

Zweiter Tag: Caorle

Caorle lädt zu allem ein, was man sich nach einem Tag Sightseeing in Venedig verdient hat: Eisessen, Shoppen und vor allem Baden im Meer. Links und rechts des Stadtkerns erstrecken sich zwei großzügige Strände.

Weiterreise und Übernachten in Florenz

Am Abend macht man sich rechtzeitig auf, um die gut 300 km nach Florenz (3,5 Stunden über Autobahnen) zu fahren. So kann man nach der Übernachtung in der toskanischen Hauptstadt am nächsten Morgen sofort mit dem Sightseeing starten.

Dritter Tag: Florenz

Florenz ist die weltweit reichste Stadt an bedeutenden Kunstwerken. Glücklicherweise liegen sie alle im Zentrum nahe beisammen, sodass eine Sightseeing-Tour zu Fuß ideal ist.

Highlights in Florenz

  • Ponte Vecchio: die mit Juwelierläden bebaute Brücke
  • Piazza della Signoria: wichtigster Platz mit dem Palast "Palazzo Vecchio", dem Neptunbrunnen und weiteren Kunstwerken
  • Uffizien und Galleria dell'Accademia: die beiden wichtigsten Kunstmuseen
  • Palazzo Pitti: bedeutender Adelspalast mit prächtigem Garten

Übernachten in Florenz und Weiterreise ins Chianti-Gebiet

Nach diesem Fußmarsch spart man sich die Weiterreise für den nächsten Morgen auf. Von Florenz ist es über Landstraßen nur eine kanppe Stunde (30 km) bis ins Herz des Chianti-Gebiets.

Vierter Tag: Chianti-Gebiet

Eine typische Ortschaft ist Greve in Chianti. Dort kann man in Weinkellereien den Chianti-Wein verkosten und natürlich kaufen. Doch auch der Weg dorthin und die Weiterfahrt durch das Gebiet sind ein Highlight: Hier erblickt man die charakteristische Hügellandschaft, wie man sie von Postkarten- und Kalendermotiven kennt. Spontane Stopps in anderen Dörfern und weiteren Kellereien bieten sich an.

Übernachten in Greve in Chianti und Weiterfahrt zum Naturpark Maremma

Am nächsten Morgen geht es wieder auf die Landstraße nach Alberese bei Grosseto (2 Stunden, 130 km).

Fünfter Tag: Naturpark Maremma

Bei Alberese erstreckt sich der Naturpark Maremma, in dem die Toskana ihre wilde Seite zeigt. Begegnungen mit wahlweise Füchsen, Wildschweinen, Pferden oder Rindern sind garantiert. Ein Bad am Naturstrand des Parks bietet sich an.

Übernachten beim Naturpark Maremma

Für die Übernachtung wählt man ein Agriturismo, einen zum Gästehaus umfunktionierten Bauernhof. Davon gibt es einige direkt beim Naturpark.

Weiterfahrt nach Rom

Von der Südtoskana sind es noch rund 3 Stunden (180 km) bis Rom, das am nächsten Morgen angesteuert wird.

Sechster und siebter Tag: Rom

In der italienischen Hauptstadt ist wieder Sightseeing angesagt.

Highlights in Rom

  • Petersdom: eine der größten Kirchen der Welt; die Ausmaße im Inneren sind wirklich atemberaubend
  • Vatikanische Museen: die päpstlichen Kunstsammlungen; auch die Sixtinische Kapelle gehört dazu
  • Engelsburg: erst Mausoleum, dann Burg, dann Gefängnis und heute ein Museum
  • Forum Romanum: antike Überreste des ehemaligen Mittelpunkts der Stadt
  • Kolosseum: das größte Amphitheater der Welt

Übernachten in Rom und Weiterfahrt nach Caserta

Zwei Nächte bleibt man in der geschichtsträchtigen Hauptstadt. Die Autobahn führt dann in 2 Stunden und 200 km nach Caserta bei Neapel.

Achter Tag: Caserta

Caserta ist berühmt für den Palazzo Reale, also den Königspalast. Die pompöse Anlage mit den riesigen Gärten kann es mit ihrem französischen Vorbild Versailles aufnehmen. Nach der Besichtigung geht es zum Abendessen in eine der Pizzerien von Caserta – schließlich befindet man sich in Kampanien, der Heimat der Pizza.

Übernachten in Caserta und Weiterfahrt zur Amalfi-Küste

Für die Übernachtung bleibt man in Caserta und macht sich am nächsten Vormittag auf zur Amalfi-Küste, was knapp 2 Stunden Fahrt (85 km) entspricht.

Neunter bis elfter Tag: Positano an der Amalfi-Küste und Capri

Nach dem geballten Kulturprogramm hat man sich drei Tag Aufenthalt am Meer verdient. Die Orte Positano, Amalfi, Ravello und andere konkurrieren um den Ruf des malerischsten Dorfs der Gegend.

Highlights an der Amalfi-Küste

  • Positano, Amalfi, Ravello, Maiori, Minori: ein "Abklappern" einiger dieser Ortschaften lohnt sich; gemeinsam ist ihnen das lässige, süditalienische Flair.
  • Capri: Einen Tag sollte man der Insel Capri widmen. Sie erreicht man per Boot zum Beispiel von Amalfi oder Positano. Zum Übernachten kehrt man wieder auf das Festland zurück.
  • Sentiero dei Limoni: Der "Zitronenweg" ist ein Wanderweg mit schönen Ausblicken, unter anderem auf Zitronenanbauflächen.

Übernachten in Positano und Weiterfahrt zum Gargano

Für den Aufenthalt an der Amalfi-Küste und auf Capri übernachtet man drei Nächte in Positano. Dann geht es von der West- an die Ostküste Italiens zum Vorgebirge Gargano. 4,5 Stunden Fahrt über gut 300 km führen quer durch den Stiefel zum Dorf Vieste.

Zwölfter und 13. Tag: Gargano

Der Gargano ist das Vorgebirge, das sich im Norden Apuliens aus der Adria erhebt und den markanten Sporn des italienischen Stiefels bildet. Es ist für seine Landschaft und seine Strände bekannt.

Highlights auf dem Gargano

  • Die Dörfer Peschici, Rodi und Vieste: Alle drei liegen am Meer und fallen durch die kalkweißen Häuser auf.
  • Strand "Pizzomunno" bei Vieste: Dort ragt ein großer Kalksteinmonolith in die Höhe.
  • Foresta Umbra: ein unter Naturschutz stehender Wald, wo man Wildtiere beobachten kann
  • San Michele: Die in einen Fels geschlagene Kirche in der Gemeinde Monte Sant'Angelo ist komplett unterirdisch.

Übernachten in Vieste und Weiterfahrt nach Ascoli Piceno

Es bieten sich zwei Übernachtungen in Vieste an, um den Gargano zu erkunden. Dann geht es an der Adria entlang zurück Richtung Norden nach Ascoli Piceno (320 km, gut 3,5 Stunden).

14. Tag: Ascoli Piceno

Das Städtchen Ascoli Piceno dient als Zwischenhalt auf dem Weg zurück Richtung Norden. Mit 49.000 Einwohnern ist Ascoli Piceno nicht gerade groß, verfügt aber über eine schöne Altstadt, die zum Bummeln einlädt, und hat für einen Tag Aufenthalt allemal genügend zu bieten.

Highlights in Ascoli Piceno

  • Piazza Arringo und Piazza del Popolo: zwei malerische, zentral gelegene Plätze
  • Pinacoteca Civica: Kunstmuseum mit Werken unter anderem von Tizian und Tintoretto

Übernachtung in Ascoli Piceno und Rückfahrt nach Venedig

Zurück bis Venedig sind es 470 km beziehungsweise 4,5 Stunden mit dem Auto.

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