Italien Süd Essen & Trinken

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Slow food könnte von Riccardo D’Ambra erfunden worden sein, und zum Genuss seiner sinnlichen Gerichte trägt auch das Grün bei, auf das man überall blickt. Dieses in den Hügeln versteckte Lokal…
Mit einer Einkehr in diesem Lokal erlebt man die Sila auch kulinarisch - z.B. mit Forelle auf Steinpilzmousse und vielen anderen Pilzköstlichkeiten. Auch die "dolci" aus wilden Waldfrüchten sind ein…
Beim eleganten Fisch-Dinner kann man die Politikergarde beim Speisen sehen. Da Regierungssitz und Parlament um die Ecke liegen, wird hier häufig die Politik mit kulinarischen Mitteln fortgesetzt.
Sie sitzen einen Steinwurf vom Tiber entfernt auf der hübschen Piazzetta bei der Via Coronari und genießen hausgemachte Pasta wie tagliatelle ai carciofi, Bandnudeln mit Artischockenherzen und feine…
Seit 30 Jahren bleiben die Stammgäste Franco im Uni- und Arbeiterviertel San Lorenzo treu. Erst kamen sie als Studenten, heute bringen sie meist als Familienväter und -mütter ihren Nachwuchs mit.
Fischgerichte, Spaghetti in Langustensauce, Carpaccio und der Schokoladenkuchen sind im Viertel berühmt. Probieren Sie mal den perlenden trockenen Prosecco "Bernabei" des Hauses.
Kein Wunder, dass so gegensätzliche Diven wie Sophia Loren und Madonna den gleichen Geschmack hatten und hier unter Bäumen tafelten. Lassen Sie sich mit Fisch aller Art oder sciallatielli (…
Früher gab es viele ausgezeichnete koschere Lokale im alten Getto. Heute sind sie eine Seltenheit. Man bekommt frittierte Artischocken und abbachhio (Lamm).
Seit Joschka Fischer 2005 mit Braut Minou hier sein Hochzeitsmenü einnahm, ist die gediegene Trattoria am Monte Testaccio auch international in. Hier wird noch immer die deftige römische Küche…
Der 9 km von Sorrent entfernte Ort Sant’Agata sui Due Golfi beherbergt die mehrmals als bestes Restaurant Italiens ausgezeichnete Locanda Don Alfonso 1890.
Hier können Sie auf der Terrasse über dem eleganten Renaissance-Innenhof von Meister Bramante Kaffee trinken, brunchen, einen Aperitif einnehmen, im Buchladen stöbern und Ausstellungen betrachten.
Eine gute alte Trattoria in Trastevere mit Tischen auf der Straße. Probieren Sie hausgemachte Pasta, schmackhafte Antipasti wie carciofi alla giudea, Lamm und Fisch.
Genießen Sie Barbe oder Seewolf auf der Terrasse - und alle werden Sie um den schönen Platz beneiden.
Die Trattoria, in der schon Goethe gespeist haben soll, liegt an einer stillen Piazza im alten Getto. Gute römische Hausmannskost wie zuppa di luppoli, Hopfensuppe, oder spaghetti ai fior di zucca,…
Im "Römischen Garten" mitten im Getto bekommen Sie frischen Fisch, aber auch Gegrilltes und Pizza zu einem ordentlichen Preis.
Freundliches Ambiente. Die Nudeln werden hier nur mit Kräutern und Gemüse zubereitet. Sonntägliches Salat- und Gemüsebuffet. Manchmal sind kleinere Ausstellung zu sehen.
Der Regisseur Pier Paolo Pasolini war hier oft zu Gast. Pasolinis letzten Scheck am Vorabend seines Tods hat der Wirt nie eingelöst. Auch heute treffen sich hier San Lorenzos Künstler und "…
Das kleine, aber feine Restaurant im 1. Stock eines alten Palastes hinterm Parlament erfreut sich großer Beliebtheit. Riesige Auswahl an Muschelhäppchen, gebackenen Gemüsen.

Essen & Trinken

Gewürzpflanzen und Kräuter wie Lorbeer, Rosmarin, Salbei, Origano, Thymian, Basilikum und Kapern entwickeln zwischen heißem Gestein ihren Duft. An Hausmauern und in Toreingängen hängen Zwiebel- und Knoblauchzöpfe, trocknen Tomaten und die feuerroten Chilischoten, die peperoncini.

Süditalien ist das Land der Gemüsevielfalt: Fenchel, Auberginen, Artischocken, Broccoli, Mangold, Lattich, Rucola und andere Salate oder die wunderbar süßen roten Zwiebeln von Tropea. Und natürlich Tomaten, Tomaten, Tomaten - die gibt es zu allem, auf der Pizza, zur Pasta, zu Fisch und Fleisch, als Salat, getrocknet, eingelegt, gegrillt, gebacken, gefüllt. Doch aufgepasst: Tomate ist nicht gleich Tomate! Die Sorte cuore di bue eignet sich für Salat oder für den caprese-Teller, weil sie außen fleischig ist und innen eher hohl. Die teure San-Marzano-Tomate dagegen mit ihrem saftigen Fruchtfleisch ist die ideale Saucentomate. Knackig und geschmacksstark sind die kleinen Cocktailtomaten und eine weitere Spezialität kommt aus der Vesuvgegend bei Neapel: Die Sorte pomodorino del piennolo kommt wie eine Cocktailtomate daher, hat jedoch ein kleines Schwänzchen. Diese kleinen Tomaten sieht man in ländlichen Gegenden nach der Saison in den Hauseingängen hängen; beim Trocknen entwickelt sie ein besonders konzentriertes Aroma.

Roh (wenn noch jung und weich) oder auf vielerlei Arten gekocht und gebraten isst man die Artischocken. Roh schmecken auch die jungen, süßlichen Saubohnen fave, mit Schafskäse, Pfeffer, Öl und einem Spritzer Zitrone angemacht. Eine Delikatesse sind die eingelegten Gemüse (sott'oli): in Kräutern und Olivenöl marinierte Auberginen- und Zucchinischeiben, Pilze, Artischockenherzen und vieles mehr - ideale Mitbringsel.

Aus Süditalien kommt auch der Grundpfeiler der italienischen Küche, die Pasta. Der beste Hartweizen fürs Pastamehl wächst in Apulien, der Kornkammer Italiens. Die Fleischtradition Süditaliens kennt vor allem Schaf- und Ziegenfleisch, doch auch Schweinefleisch ist beliebt, in der Basilikata und in Kalabrien macht man besonders gute Würste daraus. Nach wie vor gibt es Innereien vom Lamm (coratella) und Kalbskutteln (trippa), die oft in einer Vitrine vor der Metzgerei ausgestellt werden. Verzehrt werden sie in diesem Fall "auf die Hand", mit einem frischen Spritzer Zitronensaft. Fast rundherum von Meer umgeben, dürfen natürlich auch Fisch und Meeresfrüchte nicht fehlen: Vor allem der große Schwertfisch, der pesce spada, der an der Küste Kalabriens und Siziliens gefischt wird, aber auch orata (Goldbrasse), branzino (Seebarsch), tonno (Thunfisch) und Sardinen und Makrelen sowie Muscheln und alle Arten von Tintenfischen bestimmen das Angebot in den Fischgeschäften und auf den Speisekarten.

Aus Schaf- und Ziegenmilch sind die klassischen Käsesorten des Südens: pecorino (Schafskäse) und caprino (Ziegenkäse). Caciocavallo aus Kuhmilch ist ein frischer, fetter Knetkäse. Ebenfalls meist aus Kuhmilch ist der Frischkäse mozzarella, auch fior di latte genannt, doch hier im Süden sollten Sie ihn unbedingt aus Büffelmilch probieren. In Latium und Kampanien, vor allem in der Ebene von Paestum, begegnet man längs der Straße Käsereien (latterie), in denen man frische Kuh- und Büffelmozzarella bekommt.

Natürlich dürfen auch die dolci nicht fehlen und die sind im Süden Italiens besonders süß: Gern verwendet man zu Torten und für Füllungen ricotta, einen flockigen, quarkähnlichen Frischkäse aus Kuh- oder Schafmilch und Molke, außerdem viel Honig, Mandeln und kandierte Früchte. Zu den süßen Dessertweinen wird schmackhaft gewürztes Gebäck gereicht. Und jeder freut sich auf das fruchtige Speiseeis und die erfrischenden granite, Sorbets aus Zitronen, Espresso u. a. Nicht nur zum Nachtisch beliebt sind die Früchte, die unter der Mittelmeersonne besonders süß reifen: Orangen, Aprikosen, Feigen, Kaki, Melonen, Mispeln, Trauben und andere mehr.

Man isst spät im Süden: Die Restaurants öffnen zwischen 13 und 15.30 Uhr, abends erst ab 20 Uhr. Zur Endrechnung gehört immer das coperto, der Preis für Brot und Gedeck (zwischen 1 und 5 Euro), der stets auf der Speisekarte ausgezeichnet ist. Der Service ist meist im Preis inbegriffen.

In Italien gibt es keine einzige Region, die nicht ihren eigenen Wein produziert. Zu Latium fallen einem die Weißen der Colli Albani und der Frascati ein, in den Abruzzen gibt es den roten Montepulciano d'Abruzzo und den weißen Trebbiano, im Molise den Biferno und den Pentro. Zu Recht stolz sind die Apulier auf ihre Roséweine, auf den roten Primitivo und den Weißen von Manduria. Der rote Aglianico der Basilikata stammt noch von Reben ab, die die Griechen in Süditalien anpflanzten. Von griechischer Weintradition künden auch die Weine Kalabriens: der kräftige Rotwein Cirò oder der weiße Greco di Bianco. Zu den vielen weißen Weinen Kampaniens gehört der schwere Lacryma Christi von den Hängen des Vesuvs. An den Schluss einer Mahlzeit gehört ein eiskalter Zitronenlikör, der limoncello, oder der Kräuterlikör aus Benevento, La Strega. Etwas ganz Besonderes sind der hausgemachte liquore al basilico, ein Likör aus Basilikum, und der nocino, ein Walnusslikör, der im Salento und in Apulien hergestellt wird.

Spezialitäten

abbacchio

So heißt der Lammbraten in Rom und Latium, dazu gibt es oft mit Minze gewürzte Artischocken

arrosticini

kleine, krosse Spieße mit Schaffleisch, besonders beliebt auf den Volksfesten

bucatini all'amatriciana

dicke Röhrennudeln mit einer Sauce aus Speck, Tomate und peperoncino

caprese

das wohl berühmteste süditalienische Sommergericht: Mozzarella- und Tomatenscheiben, gewürzt mit Olivenöl und Basilikum

capretto farcito

eine leider nur noch selten zu findende Köstlichkeit Kalabriens: ein mit Innereien und Nudeln gefüllter Zickleinbraten

cutturiedd'

das klassische Lammgericht in der Basilikata (und ähnlich in Apulien), in Stücken mit viel Gemüse und Gewürzen lange im Topf geschmort

gnocchi alla sorrentina

Kartoffelteigklößchen in Tomatensauce, mit Scamorzakäse im Ofen überbacken

impepata di cozze

gekochte Miesmuscheln, mit Pfeffer, Petersilie und Olivenöl gewürzt

involtini di pesce spada

Schwertfischrouladen mit Mozzarella, Schinken und Gewürzen, typisch für Kalabrien

orecchiette con cime di rapa e acciughe

"Öhrchen"-Nudeln mit Stängelkohl (eine Art Broccoli) und Sardellenfilets, ein typisches Gericht in Apulien

parmigiana di melanzane

Auberginenauflauf, mit Mozzarella und Parmesan im Ofen überbacken

scripelle "mbusse

hauchdünne Pfannkuchen in Hühnerbrühe, mit Pecorino bestreut, aus den Abruzzen

spaghetti alla chitarra

Vierkantige Spaghetti, handgemacht auf einem mit Saiten bespannten Gerät, werden mit Fleischsauce und Pecorinokäse angemacht, typisch für die Abruzzen

zuppa di pesce

Fischsuppe aus verschiedenen Fischsorten, Meeresfrüchten und Tomaten