Italien Süd Alle

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Essen & Trinken

Die warme Sonne Süditaliens, unterirdische Quellen, fruchtbare Lavaerde: Ob auf den weiten Ebenen Apuliens, den Feldern im neapolitanischen Hinterland oder in den Zitrushainen an der Küste Sorrents und Amalfis: Überall gedeiht fast das ganze Jahr hindurch eine üppige Vielfalt an buntem Gemüse und saftigen Früchten.

Gewürzpflanzen und Kräuter wie Lorbeer, Rosmarin, Salbei, Origano, Thymian, Basilikum, Kapern entwickeln zwischen heißem Gestein ihren Duft. An Hausmauern und in Toreingängen hängen Zwiebel- und Knoblauchzöpfe, trocknen Tomaten und feuerrote Chilischoten, die peperoncini.

Aromatisches Gemüse

Süditalien ist das Paradies für Gemüseliebhaber: Es gibt Fenchel, Auberginen, Artischocken, Broccoli, Mangold, Rucola und andere Salate oder die wunderbar süßen roten Zwiebeln von Tropea. Und natürlich Tomaten, Tomaten, Tomaten – die gibt es zu allem, auf der Pizza, zur Pasta, zu Fisch und Fleisch, als Salat, getrocknet, eingelegt, gegrillt, gebacken, gefüllt.

Doch aufgepasst: Tomate ist nicht gleich Tomate! Die Sorte cuore di bue eignet sich für Salat oder für den caprese- Teller, weil sie herrlich fleischig ist, fest und sehr aromatisch. Die teure San-Marzano- Tomate dagegen mit ihrem saftigen Fruchtfleisch ist die ideale Saucentomate. Eine weitere Spezialität stammt aus der Vesuvgegend bei Neapel: Die Sorte pomodorino del piennolo kommt wie eine Cocktailtomate daher, hat jedoch ein kleines Schwänzchen. Diese kleinen Tomaten sieht man nach der Saison bisweilen in den Hauseingängen hängen; beim Trocknen entwickelt sie ein besonders konzentriertes Aroma.

Roh (wenn noch jung und weich) oder auf vielerlei Arten gekocht und gebraten isst man die Artischocken. Roh schmecken auch die jungen, süßlichen Saubohnen fave, mit Schafskäse, Pfeffer, Öl und einem Spritzer Zitrone angemacht. Eine Delikatesse sind die eingelegten Gemüse (sott’oli): in Olivenöl und Kräutern marinierte Auberginen- und Zucchinischeiben, Pilze, Artischockenherzen und vieles mehr – ideale Mitbringsel.

Nudelfreaks und Pizzafans

Aus Süditalien kommt auch der Grundpfeiler der italienischen Küche: die Pasta. Der beste Hartweizen fürs Pastamehl wächst in Apulien, der Kornkammer Italiens. Die Süditaliener essen im Schnitt knapp 26 kg Nudeln pro Jahr, ein Tag ohne Pasta geht im Mezzogiorno fast nicht. Genauso lieb ist den Süditalienern die Pizza. Fast Food mit Tradition und Nationalgefühl: Die beliebteste Pizza ist nach der Königin Margherita benannt und verkörpert die Farben der italienischen Flagge: Tomatenrot, Mozzarellaweiß und Basilikumgrün.

Tierisch gut

Die Fleischtradition Süditaliens kennt vor allem Schaf- und Ziegenfleisch, doch auch Schweinefleisch ist beliebt, in der Basilikata und in Kalabrien macht man besonders gute Würste daraus. Nach wie vor gibt es Innereien vom Lamm (coratella) und Kalbskutteln (trippa), die oft in einer Vitrine vor der Metzgerei ausgestellt werden. Verzehrt werden sie in diesem Fall auf die Hand, mit einem Spritzer frischem Zitronensaft.

Natürlich spielen im fast rundherum von Meer umgebenen Süditalien auch Fisch und Meeresfrüchte eine kulinarische Hauptrolle. Vor allem der große Schwertfisch, der pesce spada, der an der Küste Kalabriens und Siziliens gefischt wird, aber auch orata (Goldbrasse), tonno (Thunfisch), branzino (Wolfsbarsch), Sardinen und Makrelen sowie Muscheln und alle Arten von Tintenfischen kommen auf den Tisch.

Von Schaf und Ziege, Kuh und Büffel

Aus Schaf- oder Ziegenmilch sind die klassischen Käsesorten des Südens: pecorino (Schafskäse) und caprino (Ziegenkäse). Caciocavallo aus Kuhmilch ist ein frischer, fetter Knetkäse, den du oft dekorativ hängen siehst. Ebenfalls meist aus Kuhmilch ist der Frischkäse Mozzarella, auch fior di latte genannt, doch hier im Süden solltest du ihn unbedingt aus Büffelmilch probieren. In Latium und Kampanien, vor allem in der Ebene von Paestum, begegnet man längs der Straße Käsereien (latterie), in denen man frischen Kuhund Büffelmozzarella bekommt.

Süss, Süsser, Süditalien

Die Herzen aller Süditaliener höher schlagen lassen die dolci – und die sind im Süden Italiens besonders süß. Torten und Füllungen sind häufig aus Ricotta, einem quarkähnlichen Frischkäse aus Kuh- oder Schafmilch und Molke. Verbacken werden außerdem viel Honig, Mandeln und kandierte Früchte. Zu süßen Dessertweinen reicht man dir gewürztes Gebäck. Und jeder freut sich auf das fruchtige Speiseeis und die erfrischenden granite, Sorbets aus Zitronen, Erdbeeren, Espresso oder anderem. Als Nachtisch beliebt sind auch die Früchte, die unter der Mittelmeersonne besonders süß reifen: Feigen, Orangen, Aprikosen, Kaki, Mispeln, Melonen, Trauben und andere mehr.

Jeder Region ihren Wein

In Italien gibt es keine einzige Region, die nicht ihren eigenen Wein produziert. Zu Latium fallen einem die Weißen der Colli Albani wie der Frascati ein, in den Abruzzen gibt es den roten Montepulciano d’Abruzzo und den weißen Trebbiano, im Molise den Biferno und den Pentro. Zu Recht stolz sind die Apulier auf ihre Roséweine, auf den roten Primitivo und den Weißen von Manduria. Der rote Aglianico der Basilikata stammt noch von Reben ab, die die Griechen in Süditalien anpflanzten. Von griechischer Weintradition künden auch die Weine Kalabriens: der kräftige Rotwein Cirò oder der weiße Greco di Bianco. Zu den vielen weißen Weinen Kampaniens zählen Falanghina, Fiano, Coda di Volpe und der schwerere Lacryma Christi von den Hängen des Vesuvs.

An den Schluss einer Mahlzeit gehört ein eiskalter Zitronenlikör, der Limoncello, oder der Kräuterlikör La Strega aus Benevento. Etwas ganz Besonderes ist es, wenn dir ein hausgemachter liquore al basilico angeboten wird, ein Likör aus Basilikum, oder ein nocino, ein Walnusslikör aus Apulien.

Späte Essenszeiten

Aufgrund des heißen Klimas isst man spät im Süden: Die Restaurants öffnen nicht vor 13 und abends erst ab 20 Uhr. Zur Endrechnung gehört immer das coperto, der Preis für Brot und Gedeck (zwischen 1 und 5 Euro), der stets auf der Speisekarte ausgezeichnet ist.

Shoppen & Stöbern

Urlaubserinnerungen für den Gaumen

Verlängere dein Urlaubsfeeling durch mitgebrachte Köstlichkeiten! Viele Teigwaren kommen aus Gragnano, manche Nudelfabrik kannst du besichtigen. Ebenfalls aus Mehl sind die typisch süditalienischen taralli, in Schweinefett gebackene Kringel mit Mandeln. Ebenso ein Hit ist eine luftgetrocknete kalabrische Salami oder ein Glas mit getrockneten Sardellen, den Alici di Menaica. Falls du über Neapel fliegst: Bella figura machst du immer mit Mozzarella als Souvenir. Im Flughafen kannst du nach der Sicherheitskontrolle frischen, luftdicht verpackten Mozzarella (auch laktosefrei) kaufen – aber unbedingt vorbestellen (short.travel/its26)! Den köstlichen Zitronenlikör Limoncello nimmst du am besten auch im Duty-free-Shop im Flughafen mit, wenn du nicht mit dem eigenen Auto angereist bist.

Auch aus der Vielfalt der Früchte und Gemüse entstehen beliebte Mitbringsel wie z. B. Feigen- und Zitronenmarmeladen. Und im Raum L’Aquila in den Abruzzen bekommst du den besten Safran (zafferano) Italiens, das Gewürz für den klassischen Risotto, das aus den Blütenstängeln von Millionen von Krokussen gewonnen wird. Begehrt sind auch in der Sonne getrocknete Tomaten: Sie halten sich lange und eignen sich bestens als Würzzutat. Ein kleines, aber umso geschmacksintensiveres Mitbringsel ist Lakritze – entweder aus Atri in den Abruzzen oder aus Rossano in Kalabrien. Hier verarbeitet die Firma Amarelli Süßholz zu Likör und zu Pastillen, die sie in hübsche Blechdöschen verpackt.

Einmalige Düfte

Die Essenz aus den Schalen der Bergamotte bildet seit dem 17. Jh. die Grundlage für die besten Parfums weltweit. In Kalabrien ist t Bergamotteöl ein Muss beim Shoppingbummel, denn nur hier wachsen diese Zitrusfrüchte, die als grünes Gold bekannt sind. Aus Bergamotte gibt es auch Tee, Cremes und Saft.

Lustvoll handeln

Süditalien, das sind auch die bunten Märkte: Ob zum Kaufen oder nur zum Schauen, sie machen einfach Spaß. International bekannt ist der riesige tägliche Secondhandmarkt am Corso Resina in Ercolano, eine einmalige Fundgrube für Modefreaks. Der bedeutendste Flohmarkt (mercatino delle pulci) des Südens lädt jeden Sonntagmorgen in Reggio di Calabria ein.

Lokale Traditionen

Feines Papier wird in Amalfi und Tramonti immer noch von Hand geschöpft. Tolle Holzintarsien fertigen Künstler in Sorrent für Kästchen, Tabletts, Bilderrahmen. Typisch für Vietri sul Mare ist handbemalte bunte Keramik. Berühmt für rustikales Geschirr sind die Keramikwerkstätten in und um Grottaglie in Apulien, in Squillace und Seminara in Kalabrien sowie im nördlichen Latium. Und im apulischen Lecce formt man aus cartapesta, aus Pappmaché, heilige und profane Figuren.

La grande bellezza zu kleinem Preis

Sonderangebote das ganze Jahr bieten Outletcenter wie das Castel Romano Designer Outlet (mcarthurglen.it) südlich von Rom, La Reggia Designer Outlet (mc arthur glen.it) nördlich von Neapel oder das Puglia Outlet Village (pugliaoutlet.it) bei Molfetta in Apulien. Eine legere Sommermode aus bunten, luftigen Naturstoffen bieten Boutiquen an der Amalfiküste an.

Sport

Wassersport

An den touristisch erschlossenen Küsten Süditaliens ist so gut wie jede Art von Wassersport möglich. An den Hauptstränden kann man Kite- und Surfbretter, Stand-up-Boards sowie Tretboote, in den Sporthäfen Motorund Segelboote mieten. Viele Ferienclubanlagen haben außerdem Surfund Segelkurse im Programm.

Der Gargano ist das Mekka für Liebhaber jeglichen Wassersports, Kitesurfer lieben auch den Salento in Apulien, Porto Cesareo ist einer der Hotspots für (Kite-)Surfer. Ein noch nicht so bekannter Tipp für Surfer, ebenfalls in Apulien, ist Santa Maria di Leuca ganz unten am Stiefelabsatz.

An immer mehr Küstenabschnitten und auf Flüssen gibt es Kajaks zum Mieten. An vielen Küsten werden Kajaktouren angeboten – je nach Landschaft bieten sie interessante Einblicke in die Geschichte und die Natur. In den Abruzzen veranstaltet die Kooperative Il Bosso (ilbosso.com) einmalige Touren über das Flüsschen Tirino durch zauberhafte Wälder. An Neapels malerischer Posillipoküste führt Kayak Napoli (kayaknapoli.com) zu römischen Ruinen und verlassenen Villen in einer spektakulären Küstenlandschaft. Und in Apulien geht es mit Puglia Kayak (pugliavventura.com) an der Küste entlang.

Tauchen

Eine ganze Reihe von Küstenabschnitten kann mit besonders schönen Unterwasserwelten begeistern, mit reicher Meeresflora und -fauna sowie aufregenden Meeresgrotten. Von Tauchern besonders geschätzt sind die Isole Tremiti zwischen Molise und Apulien, die Buchten am Gargano, die Spitze des Stiefelabsatzes um Santa Maria di Leuca mit ihren Grotten und in Kalabrien manche Felswand an der Halbinsel Isola di Capo Rizzuto.

In der Basilikata ist der Golf von Policastro bei Maratea ein Topziel, in Kampanien lohnen vor allem die Ausläufer der Sorrentinischen Halbinsel (die unterirdischen Grotten der Tropfsteinhöhle Grotta dello Zaffiro und der Parco Marino der Punta Campanella) und die von Grotten durchsetzte Küste bei Palinuro sowie die Inseln Capri, Procida und Ischia. Auf die Suche nach antiken Spuren gehen kannst du vor Neapel an der Posillipoküste (gaiola.org). Ein ganz besonderes Unterwassererlebnis bietet das Tauchen in Baia bei Neapel: Da tauchst du zwischen den Resten der einst prachtvollen Sommervillen aus der Antike, z. B. mit Centro Sub Campi Flegrei (centrosubcampiflegrei.it).

Im Latium schließlich sind die Inseln Ponza und Ventotene und die Felsspitzen der Circeoküste die attraktivsten Spots. Die Ferienorte und die großen Ferienanlagen warten fast alle mit gut ausgerüsteten Tauchzentren auf.

Wandern

Die süditalienische Bergwelt wartet mit ein paar außergewöhnlich schönen Landschaften auf. Mittelgebirge mit Wiesen, Wäldern und weiten Flusstälern wechseln sich ab mit rauen, spröden Massiven. Ein erheblicher Teil steht unter Naturschutz bzw. ist zu Nationalparks erklärt worden. Besucherzentren halten Kartenmaterial und Adressen von Tourenführern bereit.

In den Abruzzen sind die Nationalparks Gran Sasso, Parco d’Abruzzo, Lazio e Molise und die Maiellagruppe für Wanderer und Kletterer gut erschlossen. Markierte Wanderwege und Picknickareale durchziehen den schönen Mischwald Foresta Umbra auf dem Gargano in Apulien.

Die Basilikata teilt sich mit Kalabrien das eindrucksvolle Pollinomassiv. Kalabrien hat außerdem die waldreichen Berge der Sila und den spröden, wilden Aspromonte zu bieten. Gerade hier empfiehlt es sich unbedingt, sich einem örtlichen Wanderführer oder Tourenveranstalter anzuvertrauen. Eine erfahrene Organisation ist Naturaliter (Tel. 32 89 09 42 09 | naturaliterweb.it) mit Sitz im Agriturismo Il Bergamotto 9 km vom Meer in Amendolea di Condofuri 45 km südöstlich von Reggio di Calabria. Sie bietet Wandertouren im Aspromonte mit Unterkünften und allem Drum und Dran.

Bei Camigliatello Silano führt ein Wanderweg zu den einmaligen Giganti di Fallistro, bis zu 400 Jahre alten Baumriesen der Korsischen Kiefer. Förster bieten hier Führungen an (short.travel/its5), fast alle Bäume sind beschriftet mit den Maßen ihrer Höhe und ihres Umfangs. In Kampanien wanderst du in den Bergen und Hochebenen des Nationalparks Cilento (cilento-aktiv.info), der bis an die Meeresküste heranreicht, oder über die Maultierpfade der Amalfiküste.

Radfahren

Im internationalen Radsport fahren die Italiener schon lange vorne mit. Seit Kurzem tut sich auch in Süditalien einiges im Radsport. Neuerdings begegnet man sogar in Rom immer häufiger Mutigen auf dem Zweirad (short.travel/its4).

Für Radtouren bestens geeignet ist das flache Apulien (apuliabiketours.com), aber auch Kalabrien und die Basilikata (bikebasilicata.it) sind interessant, vor allem für Mountainbiker. In den Nationalparks gibt es zahlreiche ausgeschilderte Routen, frag in den Besucherzentren und Fremdenverkehrsämtern nach.

Immer mehr Reiseveranstalter bieten Radreisen an und auch manche agriturismi vermieten Fahrräder und E-Bikes. Auf Inseln wie Ischia und Procida lohnt es sich besonders, ein E-Bike zu mieten: An einem Tag kannst du damit die ganze Insel umrunden und erkunden.

Reiten

Durch die weiten Wälder oder am Strand entlang lassen sich wunderschöne Ausritte unternehmen; du solltest dich jedoch unbedingt für geführte Ausritte entscheiden. In den letzten Jahren hat das Interesse an diesem Sport gerade im Hinblick auf die Touristen sehr zugenommen. Die Fremdenverkehrsämter helfen mit Adressen von Reitställen (maneggio) weiter, ebenso die nach Regionen gegliederte Website turismoacavallo.com. Auch manche agriturismo-Höfe halten Reitpferde oder können zu Nachbarhöfen vermitteln. Achte darauf, dass die Tiere anständig behandelt werden und in gutem Zustand sind!

Angeln

Ins Meer darf jeder seine Angel hängen (verboten ist es nur in den geschützten Meeresreservaten, den riserve marine), für Flüsse und Seen besorgst du dir im örtlichen Rathaus die gebührenpflichtige Genehmigung (permesso).

Wintersport

Wer den Süden als Sommerreiseziel kennt, mag es kaum glauben, doch im mediterranen Süden wird im Winter Ski gelaufen und Langlauf betrieben – das bekannteste Skigebiet liegt im Parco Nazionale d’Abruzzo, Lazio e Molise. Am berühmtesten und teuersten ist Roccaraso, hierher kommen – auch aus Prestigegründen – vor allem die Römer und Neapolitaner in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Es gibt zahlreiche Hotels, Skiverleihe, Seilbahnen und Lifte. Aber Skifahren ist sogar noch weiter südlich möglich, etwa in der Sila Grande in Kalabrien mit dem Wintersportort Camigliatello.

Yoga

In vielen Ferienzentren wird Yoga angeboten. Aus Neapel kommt eine ganz besondere Variante: Valeria Barbaro hat Yoga Fly on Air (yogaflyonair.com) begründet: Wie eine Fledermaus sieht es aus, wenn du in den Tüchern hängst und die Asanas schwerelos in der Luft praktizierst.

Mit Kindern unterwegs

So findet man denn auch vor allem an den Stränden der Abruzzen, Apuliens und Kalabriens Hotelanlagen, Campingplätze, Feriendörfer und -clubs, die mit Animation und reichhaltigen Sportangeboten auf Ferien für Familien zugeschnitten sind.

Beliebte Ausflugsziele sind die Grotten: Tief im Gestein der Felsküsten sowie in den Kalkgebirgen des Landesinneren tun sich phantastische Hohlräume auf. Im Landesinnern sind das gigantische Tropfsteinhöhlen wie etwa im Cilento die Höhlen von Pertosa und Castelcivita oder in Apulien das atemraubende unterirdische Grottensystem von Castellana Grotte (www.grottedicastellana.it) im Land der Trulli.

Die Grotten an den Felsküsten sind dagegen nur mit Hilfe von Booten zu erreichen, die von den nahen Häfen starten: so die Grotten am Gargano und an der apulischen Absatzspitze, die Grotten am Golf von Policastro und bei Palinuro und Marina di Camerota im Cilento - Grotten, bei denen Lichteinfall und Wasserfilterung die wunderbarsten Farbeffekte schaffen. Von der Küstenstraße erreicht man die smaragdschillernde Meeresgrotte Grotta dello Smeraldo bei Conca dei Marini an der Amalfiküste, die einem den aufwendigen Besuch der Blauen Grotte auf Capri erspart.

Obwohl Stadt-, Kirchen- und Museumsbesuche für die meisten Kinder nicht zum Inbegriff von Ferienspaß zählen, gilt das nicht für einen Ausflug durch die römischen Stadtruinen Pompeji und Herculaneum: Hier können sich auch Kinder das Leben der antiken Bewohner noch plastisch vorstellen - Vergangenheit zum Anfassen.

Rom & Latium

Il Giardino di Ninfa

Etwa 15 km nördlich von Latina bei Doganella stößt man auf ein hochromantisches Paradies: Die von Kletterpflanzen umschlungenen Ruinen des mittelalterlichen Städtchens Ninfa sind in eine verwunschene, von plätschernden Gewässern durchzogene Vegetation gebettet, hinzu kommt eine Fülle an Vogelarten. Die Oase, heute unter Naturschutz, ist nur an wenigen Tagen - meist am ersten Wochenende des Monats - geöffnet: April-Juni 9-12 und 14.30-18, Juli-Sept. 9-12 und 15-18.30, Okt./Nov. 9-12 und 14.30-16 Uhr | 10 Euro, Kinder bis 11 Jahre frei | Anmeldung: Tel. 0773484993(beschränkte Besucherzahl) | www.lipulatina.it/ninfa.htm

Parco dei Mostri in Bomarzo

Etwa 20 km nordöstlich von Viterbo tut sich bei Bomarzo der sogenannte Monsterpark auf, den der römische Fürst Vicino Orsini, ein unkonventioneller Exzentriker, ab 1550 anlegen ließ - ein Ensemble grotesker bis dämonischer Steinskulpturen: ein schiefes Haus, Giganten, berittene Schildkröten und steinerne Höllenschlünde. Tgl. 8.30 Uhr-Sonnenuntergang | 10 Euro, Kinder bis 4 Jahre gratis, 4-8 Jahre 8 Euro | www.parcodeimostri.com

Die südliche Adria

Aqualand del Vasto

Größter und aufwendigster Wasservergnügungspark an der südlichen Adriaküste unweit vom Bahnhof Vasto San Salvo mit Riesenwasserrutschen, zum Teil mehrspurig, grünen Oasen zum Entspannen, Schwimmbecken mit künstlichen Wellen und abends mit Livemusik und Disko. Incoronata | Porto Vasto | Mitte Juni-Anfang Sept. tgl. 10-18 Uhr | 22 Euro, Kinder (105-140 cm) 16 Euro, bis 105 cm frei | www.aqualandvasto.com

Glockenmuseum Museo delle Campane in Agnone

Warum sich nicht mal eine ganz besondere und im wörtlichen Sinn klangvolle Handwerkskunst anschauen? In Agnone (Provinz Isernia) hält sich seit Jahrhunderten die Tradition der Glockengießerei. Das Museum neben der alten Traditionsgießerei Pontificia Fonderia di Campane Marinelli zeigt phantastische Glocken aus dem Mittelalter bis heute, dazu kann man sich Glockenkonzerte anhören. Via Felice D'Onofrio 14 | Führungen tgl. 12, Mo-Sa auch 16, Aug. tgl. 11, 12, Mo-Sa auch 16 und 18 Uhr | 5 Euro, Kinder 3,50 Euro | www.campanemarinelli.com

Zoosafari Fasanolandia in Fasano

Nahe Fasano tummeln sich exotische Tiere aus fünf Kontinenten zwischen uralten Oliven in Italiens größtem Safaripark. Man fährt mit dem eigenen Auto oder mit Minibussen durch das Freigelände. Ein Delphinarium und ein Freizeitpark vervollständigen das Angebot. Via dello Zoosafari | April-Sept. tgl. 9.30-16, Okt.-Feb. 10-15, März 9.30-15 Uhr | 22 Euro, Kinder 19,50 Euro, bis 4 Jahre und bis 1 m Höhe gratis | www.zoosafari.it

Neapel & Kampanien

Museo Nazional e di Pietrarsa in Neapel

Über 170 Jahre alte Züge dokumentieren hier die italienische Eisenbahngeschichte. Zwischen Portici und Neapel fuhr 1839 der erste Zug Italiens, die Lokomotive war nach dem benachbarten Vulkan "Vesuvio" getauft worden. An Bord befand sich ein adliger Gast: Bourbonenkönig Ferdinand II. ließ sich auf der Strecke von seiner Stadtresidenz in Neapel in sein Landschloss nach Portici fahren. Stazione di Pietrarsa | Mo-Fr 8.30-13.30 Uhr | 5 Euro, Kinder 3,50 Euro, bis 6 Jahre gratis

Museo Vivo di Città della Scienza bei Neapel

Dieses hochmoderne interaktive Wissenschaftsmuseum hat sich in der ehemaligen Schwerindustrieanlage von Bagnoli im Westen Neapels eingerichtet und ermöglicht kleinen wie großen Besuchern eine spannende Reise durch viele Funktionsbereiche des Lebens. Der Besuch ist vor allem etwas für größere Kinder, aber für kleinere gibt es immerhin eine Spielecke - und für alle ein beeindruckendes Strandpanorama. Von einem Bad am benachbarten Strand ist jedoch leider abzuraten: Auch wenn das Wasser regelmäßig untersucht wird, ist eine Belastung mit Schwermetallen in dieser Umgebung nicht auszuschließen. Via Coroglio 104 | Di-Sa 9-17, So 10-18 Uhr | 7,50 Euro, bis 18 Jahre 5,50 Euro | www.cittadellascienza.it

Scavi di San Lorenzo in Neapel

Nur wenige Stufen führen hinab in die Welt der Römer: Unter der Kirche San Lorenzo in Neapels Altstadt wurde in den letzten Jahrzehnten eine römische Straße ausgegraben. Eines der antiken Geschäfte hat einen Ofen, der genau so aussieht wie die heutigen Pizzaöfen. Piazza San Gaetano 76 | Mo-Sa 9.30-17.30 Uhr, So 9.30-13.30 Uhr | 9 Euro, Kinder 6 Euro, bis 8 Jahre gratis | www.sanlorenzomaggiorenapoli.it

Der Süden

Centro Studi Naturalistici del Pollino Il Nibbio

Das kindgerechte naturhistorische Museum steht unterhalb des Kastells von Morano Calabro. Mit Liebe zum Detail gestaltete Schaukästen führen die Lebenswelten des Pollino von der Steinzeit bis heute vor Augen und Ohren. Vico II. Annunziata 11 | Juni-Sept. tgl. 10-13 und 16-20, Okt.-Mai Di-So 10-13 und 15-18 Uhr | 4 Euro, Kinder 3 Euro | www.ilnibbio.it

Sehenswertes

Wer aufregende Sehenswürdigkeiten in Süditalien besichtigen möchte, findet in der Region nicht nur eindrucksvolle, antike Bauwerke, sondern auch einmalige Naturschauspiele. Die Liparischen Inseln und die Stadt Syrakus auf Sizilien zählen zum Weltnatur- bzw. -kulturerbe und beeindrucken in Süditalien Gäste aus aller Welt. Von der UNESCO ausgezeichnet wurde auch die herrliche Altstadt von Neapel, die zu den spannendsten Sehenswürdigkeiten gehört.

Freizeit

So abwechslungsreich wie die Region Süditalien ist auch das Freizeit- und Unterhaltungsangebot. In den Metropolen Neapel und Palermo unternehmen Urlauber in Süditalien ausgiebige Shoppingtouren und genießen die historische Atmosphäre. Wassersport, Tauchen oder Sightseeing - Süditalien ist ein Paradies für Erholungsurlauber, Sportbegeisterte und Naturliebhaber. Sie haben bei einer Reise nach Süditalien die Möglichkeit, die Freizeit individuell zu planen und einen unvergesslichen Urlaub zu erleben.

Übernachten

Ob Camping oder Strandurlaub - in Süditalien haben Urlauber eine große Auswahl, welche Unterkunft sie bevorzugen. Zu empfehlen ist es außerdem, in einem Hotel in Süditalien in der Stadtmitte von Neapel oder Palermo zu übernachten - und bequem zu Fuß die historische Altstadt zu erkunden. In den Hafenstädten stehen Reisenden moderne Hotelzimmer zur Verfügung, die mit dem Ausblick auf das tiefblaue Mittelmeer von Süditalien punkten.

Am Abend

Zum Ausgehen in Süditalien laden insbesondere Neapel und Palermo, aber auch Cagliari oder Salerno ein. In den Großstädten genießen Urlauber beim Essen in Süditalien unter anderem die bekannten, italienischen Spezialitäten der regionalen Küche. Gleichermaßen empfehlenswert sind die einladenden Restaurants in den zahlreichen Hafenstädten von Süditalien und die kleineren Gaststätten in den Dörfern, in denen Reisende auch die Gastfreundschaft der Einheimischen kennenlernen.