Orta San Giulio

Der in waldreiche Hügel eingebettete, gerade mal 13 km lange Ortasee wirkt recht unaufdringlich im Vergleich zum nahen Lago Maggiore. Der Lago d’Orta strahlt ruhige Heiterkeit und viel Harmonie aus und das auf einer Landzunge erbaute Städtchen Orta San Giulio besitzt ein besonders malerisches Stadtbild. Sanft senkt sich die kopfsteingepflasterte Via Albertoletti zum alten Marktplatz hin ab. Die Piazza Motta, auf der seit 1228 jeden Mittwoch der Markt abgehalten wird, ist der Inbegriff eines italienischen Platzes: Sie ist von romantisch bröckelnden Aristokratenpalazzi aus Renaissance und Barock gesäumt, die Fassaden in verblassenden Bonbonfarben, die Fensterläden geschlossen, um die Sommerhitze draußen zu halten. Ins Auge sticht der Broletto an der Bordseite des Platzes mit seiner Freskenmalerei, der Außentreppe, dem Arkadengang und dem Glockenturm. Seinen eigentlichen Charme aber erhält der Platz durch seine Westseite, die sich zum See hin öffnet und den Blick freigibt auf die Insel San Giulio mit dem großen Bischofspalast.

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