Arkeoloji Müzeleri

Das archäologische Museum unterhalb des Topkapı-Palasts wurde v.a. gebaut, um ein herausragendes Fundstück angemessen ausstellen zu können: den Alexandersarkophag (310 v.Chr.), den türkische Archäologen in Sidon im heutigen Libanon fanden. In dem Sarkophag wurde zwar nicht Alexander der Große, sondern ein libanesischer König bestattet. Aber Alexander ist hier in einer sehr alten, einzigartig erhaltenen Form dargestellt. Heute handelt es sich um drei Bauten, die zusammen Exponate aus unterschiedlichen Epochen und Orten beherbergen. In der Sammlung befinden sich Funde aus dem ganzen Einflussgebiet des Osmanischen Reiches, vom Balkan und Nordafrika über Anatolien und Arabien bis nach Afghanistan. Die Archäologischen Museen wurden in den 2010er-Jahren neu gestaltet. Bevor Osman Hamdi Bey, Gründungsvater der türkischen Archäologie, die Sammlung ausweitete, wurde das 1869 gebaute Kaiserliche Museum (Müze-i Hümayun) u.a. von dem deutschen Archäologen Dr. Phillip Anton Dethier geleitet. Das Museum für Altorientalische Kunst (Eski Şark Eserleri Müzesi) in einem eigenen Gebäude auf demselben Gelände ist übersichtlich gestaltet und versammelt sehenswerte Exponate aus dem alten Mesopotamien, hauptsächlich aus babylonischer und assyrischer Zeit. Die besondere Attraktion ist der in hethitischer Keilschrift verfasste, 1269 v.Chr. zwischen dem hethitischen Großkönig Hattusili II. und dem ägyptischen Pharao Ramses II. geschlossene Friedensvertrag von Kadesch - das älteste überlieferte Dokument dieser Art überhaupt. Das dritte, etwas kleinere Gebäude auf dem Museumsareal ist das Fayencenmuseum (Çinili Köşk) mit über 2000 wertvollen, hauptsächlich anatolischen Exponaten. Die Kunst, farbige, durch Glasur geschützte Kacheln zu produzieren, war im Osmanischen Reich hoch entwickelt. Ein beliebtes Motiv war die Tulpe. Farblich dominiert das Azurblau, dessen Formel nur wenige Meister beherrschten. Der Çinili Köşk ist das älteste Gebäude des Topkapı-Palasts.

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