Hawaii

Überblick

Entdecke Hawai’i!

Wohl kaum eine Inselgruppe der Welt hat unsere Phantasie so beflügelt wie Hawai’i. Seit den Erzählungen der ersten Seeleute, die mit Captain James Cook den paradiesischen Archipel 1778 für die westliche Welt entdeckten, verkörpern die Inseln die idyllische Südseewelt mit Bildern, die unsere Träume bis heute beeinflussen. Die Männer surfen auf den Wellen während die Frauen mit Blumenkränzen im Haar am Palmenstrand Hula tanzen, untermalt vom sanften Klang der Ukulele – Begriffe wie Arbeit und Sünde sind unbekannt.

Entspricht diese Vorstellung vom Inselparadies aber der Realität? Ja und nein. Natürlich gibt es heute viel Kitsch und Kommerz, denn die Inseln leben vom Tourismus und sind seit 1959 der 50. Bundesstaat der USA. Auf der Hauptinsel O’ahu, wo knapp 70 Prozent der 1,4 Mio. Einwohner von Hawai’i leben, wuchern in der Hauptstadt Honolulu die Wolkenkratzer und Hoteltürme. Und auch auf den anderen Inseln entstanden in den letzten 30 Jahren Zentren mit Tennis- und Golfplätzen und allem, was das Herz von Urlaubern begehrt. Doch nicht weit davon gibt es noch makellose Strände, üppige Regenwälder und grandiose, unberührte Vulkanlandschaften. Die tropischen Früchte der Inseln schmecken fabelhaft, und die sprichwörtliche Freundlichkeit der Bewohner – heute eine bunte Mischung aus Ost und West, aus Asiaten, Polynesiern und Weißen – hat wirklich nichts von ihrer Herzlichkeit eingebüßt.

Rund 130 Inseln gehören zum Staat Hawai’i, die meisten von ihnen winzig und unbewohnt. Sie kleckern in einem fast 4000 km langen Bogen vom russischen Kamtschatka nach Südosten. Bewohnt und erschlossen sind nur die sechs größeren Vulkaninseln am Ende der Kette – mitten im Stillen Ozean und fast 4000 km von jedem Kontinent entfernt.

Als Captain Cook auf seiner dritten Südseereise die Hawai’i-Inseln für die Alte Welt entdeckte, lebten schon längst Polynesier auf Hawai’i, die seit 1300 Jahren auf den Vulkaninseln siedelten. Mächtige ali’i (Adlige) und kahunas (Priester) herrschten damals mit strengen kapus (Tabugesetzen) über das einfache Volk. Mit der Ankunft von Missionaren, Walfängern und Zuckerrohrpflanzern brach die Neuzeit an, und 1898 wurde das Königreich Hawai’i schließlich von den USA annektiert. Seitdem haben sich die „Inseln des ewigen Frühlings“ zum beliebten Badeparadies entwickelt, mit perfekter Infrastruktur und einer gut geölten Urlaubsmaschinerie.

Wohin also, um die Vielfalt der Inseln und den Südseetraum zu erleben? Nun, Waikiki, den legendären Strandvorort von Honolulu auf O’ahu, muss man einfach gesehen haben: den berühmten Strand, die Hotelpaläste und die Silhouette des Diamond Head – und nirgendwo sonst auf den Inseln sind Muschelketten und T-Shirts so billig wie hier. Außerdem kannst du auf O’ahu die besten Surfer der Welt beobachten, die im Winter an der Nordküste auf 10 m hohen Wellen durch die Gischt reiten. Und in Honolulu an der Südküste lässt sich das bunte Mosaik der Kulturen von Hawai’i erleben: Religionen und Ethnien aus allen Ecken der Welt leben hier verblüffend friedlich vereint. Aus diesem Kulturmix stammt auch der in Honolulu geborene Barack Obama, der erste afroamerikanische Präsident der USA.

Eine halbe Flugstunde nordwestlich liegt Kaua’i, die landschaftlich vielfältigste Insel der Gruppe, mit dem über 1000 m tiefen Waimea Canyon und der spektakulären Na Pali Coast. Die großen Naturschutzgebiete sind ideales Wanderterrain und die Heimat seltener Blumen und Vögel. Mit fünf Millionen Jahren ist Kaua’i die älteste der großen Inseln. So konnten sich höchst unterschiedliche Landschaften entwickeln: große Dünen wie auf Sylt im Westen der Insel, urweltlich anmutende Sümpfe im regenreichen Hochland, idyllische Strandbuchten an der zerklüfteten Küste im Norden. Kein Wunder, dass die Filmemacher Hollywoods auf Kaua’i ideale Kulissen vorfinden: 2011 wurde „The Descendants“ mit George Clooney hier gedreht, davor der jüngste King-Kong-Film und Jurassic Park. Bereits 1966 entstanden hier Elvis Presleys Südseeschnulzen.

Nächster Stopp, nun Richtung Südost: Maui. An der sonnigen Südküste warten lange Strände mit fabelhaften Ferienhotels und der alte Walfängerhafen Lahaina, jetzt ein charmantes Touristenstädtchen. Entlang der Nordküste verläuft die Hana Road, eine phantastische Dschungelroute zu verträumten Missionskirchen und abgelegenen Stränden. Und über allem thront der 3055 m hohe Schildvulkan Haleakala, dessen einzigartige Lavalandschaft in einem Nationalpark geschützt wird. Maui ist nach O’ahu touristisch die am besten erschlossene Insel, doch es konzentriert sich nicht wie in Waikiki auf einen Strand. So hat man hier eher die Chance, in einem Hotel direkt am Wasser zu wohnen, und für den Strandspaziergang bleibt reichlich Platz.

Big Island, die Insel Hawai’i, ist die größte Insel – mit gut 4000 m hohen Bergen, weitläufigen Ranches im Hochland, Orchideenfarmen, Kaffeeplantagen, dichten Dschungelwäldern und schäumenden Wasserfällen. An der Ostküste wird der vulkanische Ursprung des Archipels unmittelbar deutlich: Tief aus dem Erdmantel unter dem Pazifik dringt heißes Magma an die Oberfläche und baut Vulkane, Inseln im bis zu 5000 m tiefen Meer. Aber sogar die Vulkanausbrüche sind auf diesen sanften Inseln nicht bedrohlich: keine Explosionen, sondern ein gemächliches Fließen der Lava. Hier lässt sich die Erde bei der Geburt von Land zusehen.

Es bleiben die beiden kleinsten Inseln: Lana’i war bis Ende der 1980er-Jahre eine einzige Ananasplantage und ist heute ein Luxusrefugium für Golfer. Moloka’i ist bis heute die ursprünglichste Insel – mit dichtem Dschungel im Hochland, holprigen Straßen und starkem Bezug zur alten hawaiischen Kultur. Auf Moloka’i ist auch die hawaiische Unabhängigkeitsbewegung stark. Für viele Hawaiianer bedeutet die Annektierung durch die USA vor über hundert Jahren nach wie vor eine Schmach. Die Renaissance der hawaiischen Kultur in den letzten Jahren hat vor allem auf Moloka’i auch zu einem neuen Selbstbewusstsein der Ureinwohner geführt. Noch zwei weitere, für Besucher nicht zugängliche Inseln verdienen Erwähnung: Das kleine, felsige Kaho’olawe vor der Küste Mauis, das die US-Navy jahrzehntelang als Übungsziel für Bomber missbrauchte, wurde an die Hawaiianer zurückgegeben und soll renaturiert werden. Und schließlich Ni’ihau, die „verbotene Insel“. Auf dieser kleinen Privatinsel westlich von Kaua’i wohnt bis heute eine Gruppe Hawaiianer in traditioneller Lebensweise.

Um alle Inseln zu sehen, braucht man mindestens drei Wochen. Mangel an Abwechslung wird man dabei nicht zu beklagen haben. Wanderwege und Sightseeing-Attraktionen, Tennis, Golfplätze, Segeltörns, Walbeobachtung, Reiten und Wassersport in allen Variationen stehen zur Auswahl. Oder du stöberst einen einsamen Palmenstrand auf – es gibt viel zu entdecken auf den schönsten Inseln der Welt.

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Reisezeit Hawaii

Von Dezember bis Januar herrschen für Surfer beste Bedingungen. Die ideale Zeit für Whalewatching dauert von Ende Dezember bis März.
Januar
gut
25°C
Die ideale Zeit für Whalewatching dauert von Ende Dezember bis März.
Februar
gut
25°C
Die ideale Zeit für Whalewatching dauert von Ende Dezember bis März.
März
gut
25°C
April
mittel
25°C
Mai
sehr gut
26°C
Viele Amerikaner verbringen im Juni und Juli ihren Sommerurlaub auf Hawaii.
Juni
gut
27°C
Viele Amerikaner verbringen im Juni und Juli ihren Sommerurlaub auf Hawaii.
Juli
gut
28°C
August
sehr gut
28°C
September
sehr gut
28°C
Oktober
sehr gut
28°C
November
gut
27°C
Von Dezember bis Januar herrschen für Surfer beste Bedingungen. Die ideale Zeit für Whalewatching dauert von Ende Dezember bis März.
Dezember
gut
25°C
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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Samstag / 06.06.2020
Vormittags
-
Nachmittags
-
Abends
25 °C
Sonntag / 07.06.2020
Vormittags
25 °C
Nachmittags
25 °C
Abends
25 °C
Montag / 08.06.2020
Vormittags
25 °C
Nachmittags
26 °C
Abends
25 °C
Mehr Wetterinfos

Anreise

18h 12min
Frankfurt am Main
Hawaii
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In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

Praktische Hinweise

Anreise

Wegen der großen Entfernung und langen Flugzeit (Minimum 18 Stunden) gibt es nach Hawai’i keine Nonstopflüge. Fast alle amerikanischen Airlines bieten aber günstige Durchgangstarife nach Hawai’i an: teilweise schon ab 1100 Euro in der Nebensaison. United Airlines fliegt beispielsweise täglich von Deutschland über San Francisco und Los Angeles nach Hawai’i.

Wegen des großen Zeitunterschieds ist vor allem beim Rückflug ein Kurzaufenthalt an der Westküste Amerikas zu empfehlen. Man verkraftet den Jetlag dann besser und kann auch noch einen Besichtigungsbummel in San Francisco oder Los Angeles einlegen. Die kürzeste Verbindung bietet Air Canada von Frankfurt über Vancouver nach Honolulu.

Außer einigen wenigen Flügen, die nach Maui, Kaua’i oder Big Island gehen, landen alle Flüge vom amerikanischen Festland am Honolulu International Airport (HNL). Der moderne Terminal, dem auch der Interisland Terminal für Flüge zwischen den Inseln angeschlossen ist, liegt etwa 10 km westlich der Innenstadt – und 15 km westlich von Waikiki – an der Ke’ehi-Lagune. Wenn in Ihrer Buchung kein Transferservice inbegriffen ist, können Sie entweder per Taxi (ca. 35 $) oder mit den Kleinbussen mehrerer Shuttle-Firmen (10–15 $) zu den Hotels in Waikiki fahren.

Zwischen Moloka’i, Maui und Lana’i verkehren kleine Fähren. Eine Autofähre zwischen den großen Inseln ist in Planung. Die einzige andere Möglichkeit, per Schiff die Inseln des Archipels zu bereisen, ist eine Kreuzfahrt, etwa mit Norwegian Cruise Line oder Holland America. Nähere Infos dazu erhalten Sie im Reisebüro.

Auskunft
Hawai’i Fremdenverkehrsamt

c/o Aviareps TourismJosephspitalstraße1580331München089 552533819www.hawaii-tourism.de, Ausführliche Website und Versand von Broschüren. Weitere Infos auch unter www.gohawaii.com/de, www.visit-hawaii.com, www.aloha-hawaii.com.

Hawai’i Visitors Bureau

Kalakaua Avenue2270Room 8011 800 4642924

Das Fremdenverkehrsamt unterhält Filialen in den Hauptorten der einzelnen Inseln.

Auf allen Flughäfen finden Sie Stände mit den für jede größere Insel wöchentlich neu herausgegebenen beiden Infoheften Spotlight und This Week (mit Landkarten).

Autofahren

Das Straßennetz auf den einzelnen Inseln ist gut ausgebaut. Um ein Auto zu mieten, benötigen Sie meist lediglich Ihren nationalen Führerschein. Autovermieter finden Sie an den Flughäfen. Generelle Richtlinien: Anschnallen ist Pflicht, die Höchstgeschwindigkeit beträgt auf Landstraßen meist 45 Meilen/h (72 km/h), max. 55 Meilen/h (88 km/h), in Orten 35 Meilen/h (56 km/h).

Die Verkehrsregeln gleichen grundsätzlich denen in Europa. Es gibt jedoch einige Besonderheiten: An Ampeln dürfen Sie, soweit die Querstraße frei ist, auch bei Rot nach rechts abbiegen, Schulbusse mit blinkender Warnanlage dürfen nicht passiert werden – auch nicht aus der Gegenrichtung.

Der amerikanische Automobilclub AAA hilft auch den Mitgliedern ausländischer Clubs (nicht vergessen, den Mitgliedsausweis mitzunehmen!). Notruf: 800 2224357

Banken, Geld & Kreditkarten

Währung ist der amerikanische Dollar (= 100 Cents). Es gibt Banknoten (bills) zu 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar sowie Münzen (coins) zu 1 c (penny), 5 c (nickel), 10 c (dime), 25 c (quarter) und auch 50 c (half dollar).

Banken sind meist montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Hier können Sie Reiseschecks (ausgestellt auf US-$) einlösen, doch nur die größeren Banken wechseln auch ausländische Währungen. Daher ist es besser, Sie reisen möglichst nur mit US-$.

Die Reisekasse sollten Sie auf mehrere Zahlungsmittel verteilen: etwas Bargeld in US-$ für die Ankunft, eine Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express) und Ihre EC-Karte, mit der Sie an den meisten Bankautomaten Bargeld ziehen können (Limit vorab bei Ihrer heimischen Bank erfragen und, falls nötig, die EC-Karte für den internationalen Gebrauch freischalten lassen).

Mit der EC-Karte sind die Gebühren deutlich günstiger als bei Barabhebungen mit der Kreditkarte. Zur Sicherheit können Sie auch einige Reiseschecks in US-$ mitnehmen, sie werden überall akzeptiert, und man bekommt als Wechselgeld Bares zurück.

Diplomatische Vertretungen
Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland

Jackson Street1960San Francisco1 415 7751061www.germany.info

Österreichisches Konsulat

S King Street1314Suite 12601 808 9238585

Schweizer Generalkonsulat

Montgomery Street4561 415 7882272

Einreise

Für Deutsche, Schweizer und Österreicher genügt für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen ein maschinenlesbarer Reisepass. Für Aufenthalte über 90 Tage ist ein Visum nötig. Außerdem muss man sich vor Einreise (einmalig alle zwei Jahre) im Internet registrieren (esta.cbp.dhs.gov/esta) und 14 $ Gebühr per Kreditkarte bezahlen. Für Kinder sollte man ebenfalls einen regulären Pass beantragen, denn auch bei Kinderausweisen, die nach Oktober 2006 ausgestellt wurden, ist ein Visum nötig.

Bei der Einreise werden manchmal Rückflugticket und Nachweis ausreichender Reisefinanzen verlangt. Außerdem werden alle Zoll- und Passformalitäten bereits am ersten Flughafen in den USA erledigt. Der Weiterflug nach Hawai’i ist danach ein Inlandsflug. Detaillierte Informationen zu Visa- und Einreisebestimmungen finden Sie unter german.germany.usembassy.gov.

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung auf Hawai’i ist sehr gut – aber teuer. Daher sollten Sie unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Medikamente erhalten Sie in der pharmacy und im drugstore.

Inlandsflüge

Wichtigstes Transportmittel zwischen den Inseln des hawaiischen Archipels ist das Flugzeug. GO! Mokulele und Hawaiian Airlines bieten vom Drehkreuz Honolulu aus tagsüber fast stündlich Flüge zu allen Inseln an. Der Preis schwankt je nach Tageszeit, Vorausbuchung und Wochentag zwischen 70 $ und 150 $ pro Strecke.

Beide Airlines bieten außerdem interessante Exkursionstarife mit Mietwagen und Hotelübernachtungen. In den Reisebüros von Honolulu können Sie oft auch günstige Ausflugspakete auf die anderen Inseln buchen – sogar noch kurzfristig, nur nicht zu Feiertagen.

Internet & Wlan

Hawai’i ist sehr gut vernetzt. Alle größeren Hotels bieten WLAN-Netze und Internetzugang, teils sogar über den Fernseher im Zimmer. Kostenpunkt: ab 15 $/Tag, manchmal ist der Internetzugang aber auch im Zimmerpreis oder in der resort fee inbegriffen. Günstig sind mit 1–2 $/10 Min. die zahlreichen Coffeeshops mit Webzugang, die Sie überall auf Hawai’i finden.

Jugendherbergen

Zwei Häuser in Honolulu und eines auf Big Island – mehr kann die amerikanische Vereinigung Hostelling Internationalwww.hiusa.org auf Hawai’i nicht bieten. Es gibt aber auf allen Inseln weitere einfache Backpacker-Hostelswww.hostels.com.

Maße & Gewichte

1 inch = 2,54 cm

1 foot = 30,48 cm

1 mile = 1,6 km

1 gallon = 3,79 Liter

1 pound = 453,6 Gramm

0 °C = 32 °F (Fahrenheit minus 32 mal 5 durch 9 = Celsius)

Konfektionsgrößen Damen: 4 = 34, 6 = 36, 8 = 38, 10 = 40 etc., Herren: 36 = 46, 38 = 48, 40 = 50 etc.

Mietwagen

Leihwagen sind auf Hawai’i recht preisgünstig (ab 40–45 $/Tag, 160–200 $/Woche), meist inklusive gefahrener Kilometer (unlimited mileage). Das Mindestalter beträgt 25 Jahre.

Die Miete eines Allradwagens lohnt sich vor allem auf Big Island, sonst ist ein Cabrio wohl die schönste Wahl des Mietfahrzeugs. Auf O’ahu und Maui gibt es auch Motorradvermieter (mit Harley-Davidsons). Bei den Mietstationen bekommen Sie Kartenbroschüren (drive guides). Es empfiehlt sich, das Auto vorab zu reservieren, dann sind die vor Ort sehr teuren Versicherungen (20–22 $ Vollkasko/Tag) und Steuern bereits im Pauschalpreis inbegriffen.

Wer ein Mietfahrzeug nur kurzzeitig braucht und umweltfreundlich sein will, kann in Honolulu und Kaua’i von Green Car Hawai’i1 877 6642748www.greencarhawaii.com Hybrid- und Elektroautos mieten.

Notruf

Wählen Sie die gebührenfreie Notrufnummer911 oder den Operator: 0. Je nach Notlage werden Sie dann mit Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst verbunden.

Öffentliche Verkehrsmittel

Leider besteht nur auf O’ahu ein gut ausgebautes Busnetz. Der Schwerpunkt des Systems von TheBus1 808 8485555www.thebus.orgTheBus liegt im Raum Honolulu, doch gibt es auch eine Linie (Nummer 52), die in vier Stunden rund um die Insel fährt. Preis je Fahrt: nur 2,50 $, der Vier-Tage-Pass kostet 25 $. Auf allen anderen Inseln fahren Sie besser mit dem Mietwagen. Für kürzere Strecken kann man – vor allem in Honolulu – auch Taxis benutzen (2,40 $ je Meile, 2,25 $ Grundgebühr). Auf den anderen Inseln ist es teils etwas mühsam, Taxis zu finden – besser man bestellt sie über ein Hotel.

Öffnungszeiten

Läden sind überwiegend Mo–Sa 9.30–18 Uhr geöffnet; die großen Shoppingmalls in Honolulu 10–21 und So 12–17 Uhr. Supermärkte stehen meist auch abends und an Wochenenden offen.

Post

Postämter haben Mo–Fr 9–17, Sa 8.30–12 Uhr geöffnet. Porto für Luftpostbriefe und Postkarten nach Europa: 98 Cent.

Reisezeit & Klima

Hawai’i, das in der Passatwindzone liegt, kennt keine Jahreszeiten – zwar fallen von November bis März die meisten Niederschläge, doch die Temperaturen bleiben ganzjährig zwischen 23 und 28 Grad Celsius. Wichtiger als die Jahreszeit ist, wo Sie sich auf einer Insel befinden: Die windabgewandten Südküsten sind meist sonnig und trocken, die Nordküsten und die Berge fangen die Regenwolken ab – und sind dementsprechend feuchter und grüner.

Hochsaison sind Juli und August sowie Weihnachten bis Ostern. Die schönsten Reisezeiten aber sind die Frühjahrsmonate nach Ostern sowie Oktober bis Dezember. Dann ist es ruhig an den Stränden, und das Wetter ist gut. Wale kann man am besten von Dezember bis März beobachten. Und wer die Profisurfer sehen will: Die großen Wellen an der Nordküste von O’ahu rollen im Dezember und Januar an, im Sommer sind die Windsurfer dagegen an der Nordküste von Maui zu bewundern.

Steuern

Eine Verkaufssteuer (excise tax) von 4 bzw. 4,5 Prozent auf O’ahu wird, für Europäer ungewohnt, auf alle Einkäufe erst beim Bezahlen hinzugerechnet – denken Sie daran! Und im Hotel wird eine Übernachtungssteuer von 8,25 Prozent aufgeschlagen.

Strom

Netzspannung 110 Volt, 60 Hertz. Einen Steckdosenadapter für den (umschaltbaren!) Fön oder Rasierapparat bringen Sie am besten gleich von zu Hause mit.

Telefon & Handy

Vorwahl Hawai’i: 001, dann 808. Alle US-Telefonnummern sind siebenstellig und haben eine dreistellige Vorwahl – 808 für Hawai’i. Dieser area code muss auch innerhalb des Archipels von einer Insel zur anderen gewählt werden, daher sind alle Telefonnummern dieses Bands bereits mit area code angegeben. Bei Ferngesprächen müssen Sie am Anfang oft noch eine 1 wählen.

Ortsgespräche aus der Telefonzelle kosten 25–50 Cent, bei Ferngesprächen gibt nach dem Wählen eine Computerstimme die Gebühr an. Achtung: Im Hotel werden oft horrende Aufschläge berechnet! Bei allen Telefonproblemen hilft der Operator (Tel. 0) weiter, er vermittelt auch R-Gespräche (collect calls). Über die gebührenfreien Nummern mit der Vorwahl 800, 866, 888 oder 877 können Sie Hotels oder auch Mietwagen reservieren.

Tri- und Quad-Band-Handys aus Europa funktionieren auch auf Hawai’i – aber nur in den Städten und gegen einen Aufpreis (bis zu 2 Euro/Min). Weit günstiger sind für Anrufe von Telefonzellen oder im Hotel die an Kiosken und in kleinen Märkten erhältlichen prepaid phone cards.

Vorwahl nach Deutschland: 011-49, nach Österreich: 011-43, in die Schweiz: 011-41, danach die Ortsvorwahl ohne die erste Null und dann die Rufnummer.

Trinkgeld

Im Restaurant ist das Bedienungsgeld nicht inklusive. Man lässt daher etwa 15 Prozent der Rechnung als tip auf dem Tisch liegen. Der Kofferträger im Hotel bekommt 1–2 $ je Gepäckstück, das Zimmermädchen pro Aufenthaltstag ca. 2 $.

Zeit

Es gilt Hawai’i-Zeit. Der Zeitunterschied zu Mitteleuropa beträgt –11 Stunden, während der europäischen Sommerzeit –12 Stunden, da auf Hawai’i nicht auf Sommerzeit umgestellt wird.

Zoll

Zollfrei sind bei der Einreise nach Hawai’i 200 Zigaretten und 1 l Spirituosen. Pflanzen, Wurst, Obst und andere frische Lebensmittel dürfen Sie nicht einführen! Vorsicht bei der Ausreise: Landen Sie auf dem US-Festland zwischen, dürfen Sie frische Lebensmittel oder Pflanzen (Ananas, Orchideen, Blumenkränze etc.) nicht mitnehmen! Ausnahme: speziell verpackte Pflanzen und Obst aus den Flughafenläden.

In die EU und die Schweiz zollfrei einführen können Sie: 1 l Spirituosen, 200 Zigaretten, 50 g Parfüm und 250 ml Eau de Toilette sowie andere Artikel (außer Gold) im Gesamtwert von 430 Euro bzw. 300 Franken. www.zoll.de, www.ezv.admin.ch

Was kostet wie viel?

Shave Ice

2–3 Euro für ein geraspeltes Eis

Bier

2–5 Euro für ein Glas Bier

Drink

5–8 Euro für einen Mai Tai

Dinner

12–25 Euro für ein Fischdinner

Cruise

20–40 Euro für eine 1- bis 2-stündige Segelkatamaran-Tour

Benzin

60 Cent für einen Liter bleifreies Normalbenzin

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage
1. Januar

New Years Day

1. Montag im Januar

Martin Luther King Day

3. Montag im Februar

Presidents’ Day

26. März

Prince Kuhio Day

letzter Montag im Mai

Memorial Day

März/April

Good Friday (Karfreitag)

11. Juni

Kamehameha Day

4. Juli

Independence Day

3. Freitag im August

Statehood Day

1. Montag im September

Labor Day

2. Montag im Oktober

Discoverers’ Day

11. November

Veterans Day

4. Donnerstag im November

Thanksgiving Day

25. Dez.

Christmas

Feste und Festivals
Januar & Februar

Maui: 1 Mio. Dollar ist das Preisgeld für das Kapalua-Golfturnier Anfang Jan.

Honolulu: Chinesisches Neujahrsfest mit Drachentanz und Feuerwerk Ende Jan./Anfang Feb.

März

Beim Honolulu Festival Anfang des Monats zeigen ethnische Gruppen Tänze und Aufführungen. Große Parade auf der Kalakaua Avenue in Waikiki.

O’ahu: Beim Buffalo Big Board Classic bei Makaha wird wie früher auf Massivholzboards gesurft (Feb. oder März).

April

Hilo: In der Woche nach Ostern wird in Gedenken an König Kalakaua das Merrie Monarch Festivalwww.merriemonarch.org mit großartigen Hula-Wettbewerben gefeiert; samstags Parade.

Mai

Buddha Day zum ersten Vollmond im Mai. Zu Buddhas Geburtstag werden auf allen Inseln die Tempel geschmückt und Zeremonien abgehalten.

Am 1. Mai ist Lei Day mit Blumenkränzen um alle Häupter und beliebtem Konzert der Brothers Cazimero in Waikiki oder im Castle Theatre in Kahului, Maui.

Moloka’i: Traditionelles hawaiisches Essen und Hula-Tänze erleben Sie beim Moloka’i Ka Hula Piko, bei dem Mitte des Monats der Entstehung des Hula gedacht wird.

Juni

Honolulu: Zum Kamehameha Day gibt’s eine große Parade, und die Königsstatue versinkt im Blumenmeer.

King Kamehameha Hula Competition in Honolulu: Die besten Tänzer der Inseln liegen Mitte Juni im Wettstreit.

Maui: Im Zwei-Wochen-Turnus treten bei der Maui Race Series bis Ende Juli die besten Windsurfer der Welt an. www.mauiraceseries.com

Juli

Fast alle Orte von Hawai’i veranstalten zum 4. Juli Partys und Paraden: herausragend an diesem Wochenende das Makawao Rodeo auf Maui und das große Parker Ranch Rodeo auf Big Island.

Im Juli finden auch die farbenprächtigen Bon Odori Festivals statt, bei denen die Buddhisten mit Bon-Tänzen und schwimmenden Laternen ihre Toten ehren, z. B. in Hale’iwa auf O’ahu, in Lahaina auf Maui oder in Waikiki.

August

Kailua-Kona: Das Hawaiian International Billfish Tournament ist das berühmteste Angelturnier der Inseln.

September–Mitte Oktober

Die Aloha Festivals werden jeweils eine Woche (Aloha Week) nacheinander auf jeder Insel veranstaltet: Kanuregatten, Paraden und Tanzaufführungen.

Oktober

Kailua-Kona: Ironman Triathlon World Championships; beim ältesten Triathlon der Welt messen sich die Athleten: 4-km-Schwimmen im Meer, 180-km-Radrennen und Marathonlauf (42 km).

Am 31. Oktober ziehen zu Halloween alle verkleidet durch die Straßen. Beste Schauplätze: Lahaina und Waikiki

November

O’ahu: An den Stränden der Nordküste treffen sich die Profisurfer ab Mitte des Monats zum Triple Crown of Surfing.

Im Trend

Insellook
Von Hawai’i in die Welt

Die Hollywoodstars tragen Maggie CoulombesKa'anapali Parkway2435Lāhainā sexy Seidenkleider schon auf dem roten Teppich. Und sie ist nicht der einzige angesagte Fashionexport aus dem Inselreich. Die Hinu-Ketten von Jennifer BinneyMokulua Drive1336Kailuasind ebenfalls beliebte Accessoires bei den VIPs. Wenn es etwas knapper sein darf, heißt es zuschlagen bei Pualani Hawai'iKalakaua Avenue2863Honolulu. Cameron Diaz ist ein Fan der farbenfrohen Teile.

Neu fürs Brett
Surf

Auch bei dem Wassersportklassiker gibt es Trends: Statt auf modernen Kurzbrettern wagen sich die Anhänger des „Buffalo Style“ mit langen Surfbrettern ins Wasser Buffalo’s Big Board Surfing Classic ContestO’ahu. Wer die höchsten Wellen reiten will, bekommt dabei jetzt Hilfe: An Mauis Surfsport kann man sich beim Tow-in-Surfing in die Riesenwellen ziehen lassen. Das nötige Equipment gibt es bei Raging IsleKamehameha Highway66–250Haleiwa.

Auf die Hand
Mobil & lecker

Essen auf Rädern kommt auf Hawai’i ganz lässig daher. Coole Foodtrucks bringen dort Leckerbissen in die entlegensten Ecken. Wo der Xtreme Tacos-Truck gerade steht, erfahren Sie unter xtremetacos.com. Ono to goHonoluluerwischen Sie an der Ecke Sheridan und King Street. Soul Patrol, der Truck von Pacific Soul Hawai'iBishop Street1111bringt hawaiisches Fusionfood nach Honolulu. Am letzten Freitag im Monat findet das Eat the Street Festivalwww.streetgrindz.com in Honolulu statt. Die ideale Gelegenheit um all die Trucks durchzuprobieren.

In Bewegung
Kreativ

Die Kunstszene ist immer in Bewegung. Das Honolulu Design CenterKapi'olani Boulevard1250Honolulu überrascht seine Besucher mit spannenden Events – mal mit einer Open-Mic-Night, dann wieder mit einer avantgardistischen Fotoausstellung. Kein Wunder, dass das Zentrum ein beliebter Treff ist. Immer was Neues ist auch bei „Art After Dark“ geboten. Am letzten Freitag im Monat lädt die Honolulu Academy of ArtsKapi'olani Boulevard1250zu Kunst, Drinks und Knabbereien. Und jedes Mal steht das Treffen unter einem anderen Motto. Wer auf Maui ist, geht stattdessen zur „Friday Night is Art Night“ in Lahaina www.visitlahaina.comNicht nur zum Schlafen lohnt ein Besuch des ThirtyninehotelN Hotel Street39. Neben einem Bett werden Livemusik, Fashion-Shows, Ausstellungen und Filmvorführungen geboten.

Bett in der Baumkrone
In der Natur

Durch das Blätterdickicht fällt der Blick aufs Meer. In den Hana Lani-Baumhäusernbei HanaMauihanalani.maui.net fühlen sich Gäste als Teil der Natur. Ein einmaliges Erlebnis – übermäßigen Luxus darf man jedoch nicht erwarten! Eine längere Wanderung müssen auch die Übernachtungsgäste der Haleakala Wilderness Cabinswww.nps.gov/hale/planyourvisit/wilderness-cabins.htmauf sich nehmen. Doch die wird mit einer Übernachtung mitten in Mauis Haleakala National Parkbelohnt. Auf Big Island steigen Naturliebhaber im Hobbit HouseWaiohinowww.hi-hobbit.comab. Was nach Fantasy-Abenteuer klingt, ist eine nachhaltige und charmante Unterkunft mit Ecken und Kanten.

Bloss nicht

Allzu sorglos sein

Hawai’i ist ein vergleichsweise sicheres Reiseziel. Die Taxifahrer sind ehrlich, die Kellner verrechnen sich nicht häufiger als bei uns auch. Wohin könnte ein Autodieb auf den Inseln schon fliehen? Trotzdem sollte man eine gesunde Vorsicht walten lassen. Also am Parkplatz Kamera oder Gepäck nicht offen im Wagen liegen lassen (Einbrüche in geparkte Fahrzeuge kommen in Honolulu und auf Maui häufiger vor) und in den Städten nachts nicht alleine durch dunkle Straßen gehen.

An falscher Stelle rauchen

Seit 2006 gelten die striktesten Rauchregeln Amerikas: Nicht geraucht werden darf in Bars, Restaurants und allen öffentlichen Gebäuden. Und auch draußen nicht weniger als 5 m von Türen oder Fenstern entfernt!

Ungeschützt sonnenbaden

Im puritanisch prüden Amerika ist das nahtlose Bräunen verpönt. Zwar wird mittlerweile an den einsameren Stränden zumindest oben ohne geduldet, aber nur an ganz wenigen abgelegenen Beaches wie etwa Little Makena Beach auf Maui können Sie sich hüllenlos bräunen. Vergessen Sie auf keinen Fall die Sonnencreme. Hawai’i liegt auf der Höhe der Zentralsahara, die Intensität der Sonne ist dieselbe. Ein hoher Lichtschutzfaktor ist besonders für die ersten Tage wichtig.

In Touristenshows stolpern

Vor allem in Waikiki werden luaus und polynesische Shows angeboten – meist kitschige Spektakel, bei denen dunkelhäutige Darsteller(innen) Kriegsschreie ausstoßen und mit den Hüften wackeln. Die Amerikaner scheinen diese Art der Unterhaltung zu lieben, ebenso wie die dazu angebotenen Buffetdinner mit zerkochter Massenware. Es gibt nur sehr wenige authentische Shows, da viele der Vorführungen aus anderen Teilen der Südsee stammen. Der Feuertanz etwa kommt aus Samoa. Und selbst die klischeehaften BHs aus Kokosschalen wurden auf Tahiti erfunden – für die Touristen.

Lavawandern

Im Vulkangebiet auf Big Island sollten Sie nicht von den markierten Wegen weichen. Die junge Lava ist scharfkantig und instabil, eine dünne Kruste kann unvermittelt einbrechen. Draußen an der neu entstandenen Küste kommt es manchmal vor, dass ein 100 m langes Uferstück abbricht und ins Meer rutscht.

Zimmer ohne Meerblick

Wenn Sie schon ein Strandhotel buchen, sollten Sie sich auch ocean view leisten. In einem Zimmer nach hinten (garden view) werden Sie sich bei der Vorstellung ärgern, dass der erste Blick am Morgen auf Palmen und Meer fallen könnte. In der Nebensaison ist es möglich, gegen geringen Aufpreis umzuziehen.

Stichworte

Aloha

Dieses melodisch klingende hawaiische Wort werden Sie als Erstes auf den Inseln hören. Es dient zur Begrüßung und Verabschiedung oder wird ganz allgemein als Wort für Liebe gebraucht. Der viel gerühmte Geist des Aloha weht über die Inseln – mal etwas touristisch, oft aber ehrlich und aus natürlicher Freundlichkeit. Auch andere, im Urlaubsalltag wichtige Wörter sind schnell gelernt: mahalo (danke), die Richtungsangaben mauka (landeinwärts) und makai (zum Meer hin) und als Hinweis zur Toilette: wahine (Frauen) und kane (Männer).

Bevölkerung

Von den rund 300 000 Hawaiianern, die bei der Ankunft der Weißen um 1790 auf den Inseln lebten, blieb nach hundert Jahren eingeschleppter Krankheiten und kolonialer Erschließung gerade noch ein Zehntel übrig. Heute gibt es wohl kaum mehr als 10 000 reinblütige Hawaiianer. Im Mosaik der Ethnien finden sich ohnehin nur Minderheiten: Rund 30 Prozent der 1,4 Mio. Einwohner sind weiß, etwa 23 Prozent sind japanischer, 11 Prozent philippinischer, rund 5 Prozent chinesischer und unter 2 Prozent afroamerikanischer Abstammung. Hinzu kommt ein bunter Cocktail anderer Einwanderer: Portugiesen, Koreaner, Samoaner und neuerdings auch Mexikaner.

Fauna & Flora

Fernab aller Kontinente war Hawai’i über Jahrmillionen eine geschützte Welt. Es gab keine dornigen Pflanzen, Raubtiere oder giftigen Spinnen, und auf dem jungfräulichen vulkanischen Boden entwickelten sich aus den von Vögeln und Meeresströmungen hierhergetragenen Samen über die Jahrtausende neue Arten. Hawai’i war wie ein natürliches Treibhaus der Evolution. Auch die Vögel passten sich der Umwelt an. Zahlreiche neue Spezies, wie z. B. die flugunfähige Entenart Moa-Nalos oder der Honigsuchende Baumläufer, lebten nur hier. Mit den Menschen aber kamen fremde Pflanzen und Tiere: Die Polynesier brachten Schweine, Hühner und Hunde, Taro, ein stärkehaltiges Knollengewächs, Bananen, Kokospalmen und andere Nutzpflanzen. Seit auch noch die Weißen inselfremde Arten einführten, wurde die einheimische Fauna und Flora stark dezimiert. Unter den überlebenden Arten sind die hawaiische Nene-Gans, die Hawai’i-Mönchsrobbe und das prächtige, nur am Gipfel des Haleakala wachsende Silberschwert die bekanntesten. Allerdings hat sich Hawai’i erst durch die neue Vielfalt zu dem Tropenparadies entwickelt, wie wir es heute kennen.

Hula

Der traditionelle Hula, der kahiko hula, ist weit mehr als das simple, oft in polynesischen Shows gezeigte Hüftenschwingen im Baströckchen: Er ist ein ursprünglich nur von Männern getanztes, heiliges Ritual, mit dem sie hawaiische Legenden und ihren kultischen Kosmos ausdrücken. Weniger auf die kreisenden Hüften kommt es dabei an als auf die Gestik und Mimik. Hula-Tänzer stellen die Blätter der Bäume dar sowie die Wellen des Meers, die Vulkane, die Gewitter und die mächtigen Götter. Da Fruchtbarkeit und Sexualität in ihrer Naturreligion eine zentrale Rolle spielen, ist die erotische Ausdruckskraft der Tänzer höchst wichtig. Für die puritanischen Missionare, die nach ihrer Ankunft schnellstens den Hula verboten, war er ein Gräuel. Erst seit in den 1970er-Jahren eine Renaissance der alten hawaiischen Kultur einsetzte, wird auch der klassische Hula vermehrt wieder getanzt.

Leis

Die kunstvoll gewundenen Kränze aus Blüten, Blättern und Farnen sind duftende, vergängliche Kunstwerke, die den Hawaiianern als Geschenke an die Götter galten und je nach Anlass in unterschiedlichen Formen und Farben hergestellt wurden. Die uralte Tradition ist bis heute erhalten geblieben: Man schenkt Leis zu Geburtstagen und Hochzeiten, begrüßt Gäste und schmückt sich oft nur aus guter Laune mit ihnen. Es gibt auch haltbare Leis, die aus Kukuinüssen, Samenkörnern oder Muscheln angefertigt wurden. Nur aus Plastikblüten sollte ein Lei niemals sein.

Lomilomi

Die hawaiische Massage war ursprünglich Teil der ganzheitlichen Heilkunst der Polynesier. Heiler vertrieben mit beruhigenden Massagen schlechte, bedrückende Gedanken – Stress würde man heute sagen. Fließende und rhythmische Massagebewegungen sollen dabei die Blockaden im Körper lösen und die Energiebahnen befreien. Lomilomi-Massagen werden heute überall in den Spas der großen Hotels angeboten, oft auch im Freien, unter einem Baldachin am Meer – ein wunderbar entspannendes Erlebnis. Die Lockerung der Muskeln wird dabei manchmal auch mit erhitzten Vulkansteinen unterstützt, die bei der hot stone massage auf den Rücken gelegt werden. Es gibt aber auch traditionelle Heiler auf den Inseln, die im privaten Umfeld oder etwa in den heißen Quellen auf Big Island Lomilomi-Massagen im Rahmen einer Behandlung durchführen.

Pakalolo

Pakalolo (verrückter Rauch) ist das hawaiische Wort für Marihuana, das in den abgelegenen Bergen von Kaua’i, Maui und Big Island bestens gedeiht. Trotz regelmäßiger Razzien, bei denen die Pflanzen aufgespürt und verbrannt werden, hat sich der Anbau zu einer lukrativen Industrie entwickelt. Beim Wandern im Hinterland sollten Sie vorsichtig sein, da die Bauern allzu neugierige Besucher nicht mögen.

Sprache

Die Umgangssprache auf den Inseln ist Englisch – allerdings vermischt mit vielen Wörtern aus den Einwanderersprachen und aus dem Hawaiischen. Die melodische Sprache des alten Hawai’i hört man heute nur noch selten, doch die erstarkende Unabhängigkeitsbewegung gibt neuerdings auch der Sprache wieder Auftrieb. Vor allem Ortsnamen, die für Besucher zu Anfang höchst verwirrend sind, weil sie sehr ähnlich klingen, erinnern an die ursprüngliche Sprache von Hawai’i. Das Hawaiische – eine polynesische Sprache und nahe verwandt mit der der Tahitianer – kommt mit verblüffend wenigen Lauten aus. Es gibt die fünf Vokale a, e, i, o und u, doch nur sieben Konsonanten: h, k, l, m, n, p und w. Nachdem die Missionare zu Beginn des 19. Jhs. die Sprache verschriftet und als Erstes die Bibel übersetzt hatten, diente Hawaiisch noch bis ins 20. Jh. als offizielle Sprache. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es durch Englisch verdrängt.

Surfen

Das Wellenreiten wurde von den Hawaiianern erfunden. Es war früher der Sport der Könige. Zwar durften auch Frauen und Kinder surfen, doch nur auf den kleinen Wellen. Die besten Surfstrände waren mit kapus (Tabus) belegt und allein den Adligen vorbehalten. Mit gewaltigen, zentnerschweren Brettern meisterten sie dort ihren tollkühnen Ritt auf den Wellen. Hawai’i ist wie geschaffen für diesen Sport, denn im Dezember und Januar treten an der Nordküste der Inseln (vor allem auf O’ahu) die besten Wellen auf: 10, ja 15 m hoch bäumen sich die Brecher auf und rollen dann lang aus. Dabei lief das Wellenreiten im 19. Jh. fast Gefahr auszusterben. Für die Missionare war der gefährliche Sport Zeitverschwendung, und sie verboten ihn. Erst zu Beginn des 20. Jhs. konnte Duke Kahanamoku neues Interesse am Surfen wecken. Der Hawaiianer und olympische Goldmedaillengewinner im Schwimmen von 1912 wurde zum kulturellen Botschafter Hawai’is. Wo immer er hinreiste, nahm er sein Surfbrett mit und begeisterte die Zuschauer für den tollkühnen Tanz auf den Wellen.

Erst in den letzten Jahren wurde stand-up paddling als alte hawaiische Sportart wiederentdeckt: Man steht auf einem Surfbrett, balanciert und bewegt sich mithilfe eines langen Paddels vorwärts. Könner reiten damit sogar große Wellen.

Tsunami

Seit der Katastrophe in Südostasien 2004 ist die von Seebeben ausgelöste „große Welle im Hafen“ der ganzen Welt leidvoll bekannt. Hawai’i kannte Tsunamis schon zuvor, denn die Inseln mitten im Pazifik können solche Riesenwellen aus Asien, Alaska oder Amerika abbekommen. Der letzte große Tsunami wurde 1960 durch ein Beben in Chile ausgelöst: Rund 16 Stunden später erreichte die 11 m hohe Welle die Ostküste von Hawai’i, zerstörte die Hafenstadt Hilo und forderte 61  Menschenleben. Auch beim Beben von Fukushima 2011 erreichte ein Tsunami die Inseln, richtete allerdings nur geringe Schäden an. Heute hilft ein weltweites Warnsystem: Bei Tsunamiwarnung heulen Sirenen, und alle Küstenregionen werden evakuiert (Infos in jedem Telefonbuch von Hawai’i).

Umwelt- und Naturschutz

Mehr als hundert Jahre lang wurden die Inseln durch Zuckerrohr- und Ananasplantagen ausgebeutet – mit teilweise drastischen Eingriffen in die Natur durch Bewässerungsanlagen und Rodung der ursprünglichen Vegetation. Seit dem Ende der Plantagenwirtschaft wird die Landnutzung vielfältiger und gibt mehr Raum für Wildpflanzen und Vögel. Naturschützer kämpfen heute verstärkt gegen Eindringlinge wie Wildschweine oder invasive Pflanzenarten, die die ursprüngliche Natur der Inseln nachhaltig stören. Die Organisation Nature Conservancy of Hawai’i (www.nature.org) hat mittlerweile 800 km2 Land auf den Inseln aufgekauft und unter dauerhaften Schutz gestellt.

Auch das allgemeine Umweltbewusstsein in Hawai’i steigt: Die zahlreichen Bauernmärkte preisen Biogemüse an, organic heißt das Zauberwort. In Honolulu fahren die ersten Elektroautos, und mehrere Mietfirmen wie etwa Enterprise Car Rental vermieten Hybridautos an Touristen. Überall im Staat entstehen derzeit Windkraft- und Solaranlagen, man experimentiert mit Wellenkraft, und auf Big Island produziert ein geothermisches Kraftwerk rund 30 Megawatt Strom. Bis 2030 sollen 70 Prozent der Energie von Hawai’i aus erneuerbaren Quellen stammen – die Natur der Inseln bietet beste Voraussetzungen dafür. Vor allem die touristischen Anbieter besinnen sich auf ökologische Richtlinien, und die Hawai’i Ecotourism Association zeichnet nachhaltig wirtschaftende Firmen mit einem Gütesiegel aus: www.hawaiiecotourism.org.

Vulkane

Alle Inseln von Hawai’i bestehen aus Lavagestein und sind eigentlich die Gipfel gewaltiger, unterseeischer Vulkane, die in Jahrmillionen aus dem 5500 m tiefen Meeresboden emporwuchsen. Schuld daran ist ein sogenannter hot spot, ein heißer Fleck im Erdmantel, der die rund 100 km dicke Gesteinsplatte des erkalteten äußeren Erdmantels durchbrennt. Diese Pazifikplatte bewegt sich durch die Kontinentalverschiebung pro Jahr einige Zentimeter nach Nordwesten. So entstand über die letzten 70 Mio. Jahre eine 6000 km lange Kette aus Inseln und ungezählten Unterwasserbergen, die sich von Kamtschatka über die Midway-Inseln bis nach Hawai’i erstreckt. Auf Hawai’i selbst lässt sich die Kontinentalverschiebung und die Arbeit des hot spot genau nachvollziehen: Kaua’i, die westlichste Insel, ist mit 5,5 Mio. Jahren auch die älteste. Big Island mit nur 700 000 Jahren und seinen noch aktiven Vulkanen die jüngste und östlichste. Die nächste Insel ist im Bau: Vor der Ostküste von Big Island wächst bereits ein neuer Unterwasservulkan.

Wirtschaft

Walfang und Sandelholz waren nach 1800 die ersten Exportindustrien von Hawai’i, später entstanden Zuckerrohr- und Ananasplantagen, die von nur fünf Gesellschaften, den Big Five, kontrolliert wurden. Ihnen gehörte das fruchtbare Land, sie bestimmten die Politik. Erst mit dem Zweiten Weltkrieg änderte sich die Wirtschaftsstruktur. Riesige Militärstützpunkte entstanden. Noch immer sind rund 40 000 Soldaten auf Hawai’i stationiert, viele von ihnen in Pearl Harbor, dessen Name für den Kriegseintritt der USA steht. Heute aber sorgt der Tourismus für Arbeitsplätze und ein Drittel der Staatseinkünfte: Knapp 7 Mio. Besucher kommen jährlich und lassen mehr als 5 Mrd. Dollar auf Hawai’i.

Vielerorts entstehen Apartments, Golfplätze und Shoppingmalls, wo früher Ananas und Zuckerrohr angebaut wurden. Billige Importe aus Entwicklungsländern haben die Plantagen unrentabel gemacht. Auf dem verbliebenen Land werden heute vor allem hochrentable Produkte wie Kaffee, Macadamianüsse oder Blumen angebaut.

Bücher & Filme

Mr. Monk besucht Hawaii

Lee Goldberg hat die Kult-TV-Serie des genialen, aber schwer neurotischen Detektivs Monk in lesenswerte Bücher transformiert. Auf Hawai’i muss Monk nun den Fall einer von einer Kokosnuss erschlagenen Touristin lösen (2007)

Neueste Paradies Nachrichten

Der britische Satiriker David Lodge nimmt sich der Touristenwelt in Waikiki an. Ein wunderbar präzises und amüsantes Buch (1992)

Hawaii

Gut gestalteter Bildband des Fotografen Ulli Seer, der Lust macht auf die Inseln. Texte von Karl Teuschl (2001)

The Descendants

George Clooney zeigt vor Hawai’is Kulisse, dass er durchaus Charakterrollen spielen kann (2011)

Blaues Hawaii

Der schönste Elvis-Film, der auf Hawai’i gedreht wurde. Kulisse des herrlich schmalzigen Musikfilms von 1961 ist vor allem Kaua’i

Blue Crush

Der Teenfilm von 2003 ist Pflichtprogramm für alle Surffans: Drei Girls reiten die Monsterwellen an der Nordküste von O’ahu

Jurassic Park

Steven Spielbergs Welterfolg (1993) bevölkerte die grünen Dschungeltäler von Kaua’i mit T. Rex und anderen lebensechten Dinos

Fakten

Einwohner
1.153.336
Strom
120 V, 60 Hz
Reisepass / Visum
notwendig
Ortszeit
23:25 Uhr
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