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Typisch Harz

Spezialitäten aus Küche und Kessel

Harzer Schmorwurst

Die Schmorwurst ist eine Harzer Spezialität, die aus fein gehacktem Schweinefleisch, Speck und Kümmel besteht. Sie wird gebrüht und dann geräuchert und ist neben der fetteren Bregenwurst (eine in Norddeutschland verbreitete Wurst mit Schweinehirn) im Harz die klassische Begleitung zum Braunkohl. So bezeichnet der Harzer den sonst als Grünkohl bekannten Kohl, der mit Bauchfleisch vom Schwein gegart und mit Salz- oder Bratkartoffeln als Beilage serviert wird.

Eichsfelder Stracke

Eine Spezialität aus dem südlichen Harzrand, genauer gesagt aus dem Eichsfeld, ist die Eichsfelder Stracke. Es handelt sich dabei um eine feine harte Schweinemettwurst, die luftgetrocknet und zum Verzehr aufgeschnitten wird.

Bier

Der Harz ist eine traditionelle Biergegend in Deutschland. Die Hasseröder Brauerei ist die größte ihrer Art im Harz. Über 2 Millionen Hektoliter Bier werden hier jährlich produziert. Daneben gibt es kleinere, regionale Brauereien, zum Beispiel in Altenau und Sangerhausen, die nur für den regionalen Markt produzieren. Darüber hinaus haben sich ein paar Brauereien auf Spezialbiere spezialisiert und produzieren Exoten wie die obergärige Gose oder naturtrübes Bockbier.

Schierker Feuerstein

Ein beliebtes Mitbringsel und seit über 100 Jahren beliebtes Getränk im Harz ist der Schierker Feuerstein. Im 19. Jahrhundert experimentierte der Schierker Apotheker Willy Drube mit Kräutern und erfand seinen Kräuter-Halb-Bitter, der auch heute noch nach Originalrezept hergestellt wird. Auch die Apotheke, in der die berühmte Spirituose entstanden ist, kann man heute noch besuchen.

Imbisskultur

Besonders in Thüringen wird die Imbisskultur im Harz groß geschrieben. Vielerorts stehen an den Straßenrändern oder Altstädten Buden, an denen vorwiegend Bratwürste noch auf richtiger Glut gebrutzelt werden. Im Ostharz dagegen sind sogenannte „Erbsensuppenkanonen“ typisch, kleine Imbisse, die Klassiker wie Erbsensuppe und Soljanka herstellen und verkaufen.

Harzer Roller

Hinter dem Namen, der eigentlich für die Kanarienvögel im Harzer Bergbau verwendet wurde, verbirgt sich auch eine Harzer Spezialität: der Harzkäse oder auch Harzer Roller. Der eiweißreiche Käse enthält maximal ein halbes Prozent Fett und wird aus Magerquark zu kleinen Stangen gerollt. Klassisch wird er mit Zwiebeln und Schmalz auf Graubrot gegessen. Der Harzer Roller ist übrigens vergleichbar mit dem „Handkäs“ aus Hessen.

Harzer Bauden

Als Bauden werden im Harz die Hütten oder Berggaststätten bezeichnet. Die Bergbauden waren einst Schutzhütten für Viehhirten vor allem in Polen und Tschechien. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie auch für Wanderer immer interessanter, sodass sich einige von ihnen zu richtigen Herbergen entwickelten. Auch im Harz gibt es eine verbreitete Baudenkultur. Der Harzer Baudensteig verbindet 10 dieser traditionellen Hütten zu einer fast 100 Kilometer langen Fernwanderung. Auf sechs Etappen geht es von Bad Grund über Lerbach, Sieber, Bad Lauterberg, Bad Sachsa und Wieda nach Walkenried. An Einkehrmöglichkeiten fehlt es auf dieser Wanderung also nicht. Für Tagestouren bieten sich die sechs Baudensteig-Rundwege an.

Slowfood im Harz

Die internationale Slow Food-Bewegung, eine weltweite Vereinigung von bewussten Genießern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kultur des Essens und Trinkens zu pflegen und lebendig zu halten, ist auch im Harz angekommen. Die Bewegung fördert die Rückbesinnung auf regionale Produkte, Gerichte und Erzeuger sowie fast in Vergessenheit geratene Kräuter und Gewürze. Und das schmeckt man – zur Zeit in sieben teilnehmenden Gastronomien im Harz (Tendenz steigend): Der Brockenbauer in Tanne, das Café Stephanus in Halberstadt, die Harzer Speisekammer in Buntenbock, das Hotel Rathaus in Wildemann, das Polsterberger Hubhaus bei Clausthal-Zellerfeld, das Rodelhaus Braunlage sowie die Ziegenalm Sophienhof.

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