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Die beliebtesten Regionen im Harz

Der Harz lässt sich grob in vier Regionen untergliedern: Nordharz, Oberharz, Harzhochlandfläche (mit Unterharz) sowie der Südharz weisen jeweils ganz unterschiedliche Charakterzüge auf. Und obwohl der Oberharz die mit Abstand bekannteste und am meisten besuchte Region darstellt, sind die anderen Harzgebiete nicht minder schön: der Nordharz zum Beispiel mit seinen Fachwerkhäusern, Schlössern und Burgen, der Ostharz mit seinen saftigen Bergwiesen und Mischwäldern sowie der Südharz mit seinen Karstlandschaften mit zahlreichen Höhlen und weißen Gipsfelsen.

Nordharz

Der Nordharz zwischen Goslar und Ballenstedt ist vor allem kulturell interessant. Schöne Fachwerkhäuser wechseln sich hier in zahlreichen sehenswerten Städtchen mit imposanten Burgen, Schlössern und Klöstern ab. Goslar, Bad Harzburg, Isenburg, Wernigerode, Blankenburg und Quedlinburg reihen sich ein bisschen wie Perlen an einer Schnur am nördlichen Harzrand aneinander. Flussläufe, Ackerflächen und kleinere Höhenzüge prägen das sanfte Höhenprofil im nördlichen Harzvorland. Der fruchtbare Boden wird landschaftlich genutzt, zum Beispiel im Obstanbau oder der Getreideproduktion. Das flache Profil wird durch die Höhenzüge des Fallsteins, Hakels und Huys durchzogen. Besonderes Highlight des nördlichen Harzvorlands ist die langgestreckte Sandsteinformation der Teufelsmauer mit ihren bizarren Felsen und dem gleichnamigem Stieg. Die ersten sanften Harzhöhenzüge hinter Goslar, Bad Harzburg und Wernigerode bieten ideale Voraussetzungen zum Laufen, Nordic Walking, Wandern oder Mountainbiken – und das auch ohne starke Steigungen.

Oberharz

Der nordwestliche Teil des Harzes einschließlich des Brockenmassivs wird als Oberharz bezeichnet. Hier liegen die höchsten Berge des Harzes und die Vegetation ist von Fichtenwäldern dominiert. Die größtenteils bewaldeten Berge haben eine Höhe von 600 bis 1000 Meter. Eine Ausnahme bildet der Brocken mit seiner alpinen bis subalpinen Vegetation. Zum Oberharz im engeren Sinne gehören die sieben Oberharzer Bergstädte Zellerfeld, Wildemann, Lautenthal, Bad Grund, Clausthal, St. Andreasberg und Altenau. Sie alle liegen im Bundesland Niedersachsen und ihre Wirtschaft war in der Vergangenheit stark durch den Bergbau und Silberabbau geprägt. Der Brocken selbst gehört allerdings bereits zu Sachsen-Anhalt und ist auch erst seit der Wende begehbar. Neben einer Fahrt mit der Brockenbahn zählt auch das Oberharzer Wasserregal, seine Seen und Teichregion als Relikt des Bergbaus zu den Höhepunkten und seit dem Jahr 2010 auch zum Welterbe der UNESCO.

Harzhochfläche und Unterharz

Unberührte Landschaften und ein gemütliches Höhenprofil finden Urlauber in der Harzhochfläche und im östlichen Unterharz vor. Hier wechseln sich Bergwiesen mit Laub- und Mischwäldern ab. Die Region östlich des Brockenmassivs ist größtenteils noch ein Geheimtipp. Das Klima ist oft milder als im rauen Nord- und Oberharz und die Landschaft lieblicher und abwechslungsreicher. Besuchermagnet ist seit 2017 die Hängeseilbrücke Titan R, die parallel zur Staumauer oberhalb der Rappbodetalsperre thront. Sie gehört zu den längsten Hängeseilbrücken der Welt und ist ein Muss für Adrenalinjunkies und Aussichtsfans. Weiter östlich ist besonders das idyllische Selketal bei Harzgerode der ideale Ort für entspannte Radtouren und Wanderungen ohne Schweißperlen auf der Stirn.

Südharz

Der Südharz erstreckt sich von Osterode nach Sangerhausen und ist von Karstlandschaften mit zahlreichen Höhlen und weißen Gipsfelsen geprägt. Einen spannenden Einblick in die einzigartige Landschaft bietet der Karstwanderweg, der auf einer Strecke von 250 Kilometern von Osterode bis nach Pölsfeld weit in das Harzvorland hinein führt. Kulturell gesehen ist der Südharz von einigen Burgruinen und Schlössern durchzogen, die auf verschiedene Grafengeschlechter zurückzuführen sind, die einst in der Region regierten. Auch der Südharz ist vor allem von Mischwäldern dominiert, die immer wieder von Gipsfelsen, Höhlen und Flussläufen unterbrochen werden. Südöstlich des Harzes lohnt auch der Kyffhäuser, das kleinste Mittelgebirge Deutschlands, mit seinem markanten Denkmal einen Besuch, auch wenn dieser geografisch gesehen nicht mehr offiziell zum Harz zählt.

Rundreise: Den Harz in einem Tag erkunden

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