Harz Alle

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Nur wenige Meter voneinander entfernt liegen zwei der schönsten Tropfsteinhöhlen Europas. In der 1536 entdeckten Baumannhöhle fand man Höhlenbärenknochen und menschliche Spuren aus der…
Die mittelalterliche Kaiserstadt Goslar und die Bergwerke im Rammelsberg haben über 1000 Jahre eine gemeinsame Geschichte.
UNESCO-Weltkulturerbe - das ist die Stadt wegen der 1300 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten und dem wunderschönen Renaissance-Rathaus. Doch auch die karolingische und die ottonische Zeit haben…
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In der Nähe der Baumannshöhle liegt die Hermannshöhle. Auch sie ist eine Schauhöhle im Harz, die ihre Besucher auf eine Reise in eine andere Welt und eine andere Zeit mitnimmt.
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Unmittelbar am Ortsausgang beginnt der spektakuläre Teil des Bodetals. Hier tritt die Bode in die Ebene ein. Malerische Wanderwege führen von Thale aus in das immer engere und tiefere Tal. Über…
Am Nord- und Osthang des Brockens ragen zahlreiche Klippen empor wie Türme und Bastionen. Sie sind harte Gesteinskerne aus Granit oder Hornstein, die stehen blieben, als das umgebende weichere…
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Die Stadt Stolberg im Harz überzeugt mit kleinen, verwunschenen Straßen und Fachwerkhäusern.
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Am Fuße des Burgbergs können Besucher auf dem ersten Baumwipfelpfad Niedersachsens den Harzwald von einer ganz neuen Seite kennenlernen. Der rund 1.000 Meter lange Rundweg startet am Kurpark Bad…

Essen & Trinken

Schmeckt verteufelt gut

Viele Köche verwenden Zutaten aus der Umgebung und haben eine neue Küchentradition intensiver Geschmacksnoten geschaffen. Selbst „gutbürgerlich“ kann verteufelt gut schmecken, wenn ein Koch mit Fantasie die schlichte Küche der Bergleute und der Ackerbürger durchforscht.

An den Festtagen holten die einfachen Leute Würste und Speck aus dem Rauch. Die Harzer Schmorwurst besteht aus fein gehacktem Schweinefleisch, das mit Speck und Kümmel abgeschmeckt, gebrüht und geräuchert wird. Sie ist ebenso wie die fettere Brägenwurst klassische Begleitung zum Braunkohl, wie die Harzer den Grünkohl nennen. Rot- und Leberwurst werden mit Pfeffer, Thymian und Majoran abgeschmeckt. 

Feldkieker und Stracken

Vom südlichen Harzrand und aus dem Eichsfeld, wo das Leben immer schon üppiger war, kommen feine, harte Schweinemettwürste, die luftgetrockneten „Eichsfelder Feldkieker“ und Stracken, die wie Landschinken und Speck hauchdünn aufgeschnitten sein wollen, um ihr volles Aroma zu entfalten. Für die kleine Mahlzeit in der Ferienwohnung eignen sich Halberstädter Würstchen. Aus Dose und Glas sind die echten Halberstädter seit mehr als 100 Jahren ein Erfolgsrezept. 

Rind und Ziege

Neben den Freunden der deftigen Küche hat sich aber auch im Harz eine Slowfood-Szene etabliert. So ist die einstige „Bergmannskuh“, die Ziege, wieder im Kommen. Erst vor einigen Jahren erinnerten sich Züchter an die beinahe ausgestorbene Spezies. Mittlerweile sind Ziegenmilch und der würzige Ziegenkäse (ziegenalm.de) wieder gefragt. Auf den Oberharzer Bergwiesen und rund um Hasselfelde weidet zudem wieder das Harzrind, das Rote Höhenvieh (roteshoehenvieh.com). Im Südharz und am Kyffhäuser grasen Schafherden auf kräuterreichen Wiesen, deren Aroma den Lämmern Wohlgeschmack verleiht. 

Steinpilze und Maronen

Gemüse und Kräuter gehörten schon immer zur Harzer Alltagskost. Wildkräuter wie Bärlauch (Ramsen), Brennnessel, Löwenzahn, Taubenkropf und Sauerampfer tauchen wieder in den Küchen auf. Gemüse kommt aus den fruchtbaren Niederungen am Harznordrand, Pilze wie Pfifferlinge, Hallimasch, Steinpilze, Maronen und Reizker aus den Wäldern. Der Kartoffelanbau wurde erst 1748 im Harz eingeführt. 

Auerhahn und Doppelbock

Lieblingsgetränk der Harzer ist Bier. Für Nachschub sorgt vor allem die Hasseröder Brauerei (mit dem inoffiziellen Harzer Wappentier, dem Auerhahn, auf dem Etikett). Das moderne Brauhaus im Wernigeröder Stadtteil Hasserode liefert seinen Gerstensaft bundesweit aus. In Altenau und Sangerhausen existieren noch kleine Brauereien, die speziell für den regionalen Markt produzieren. Von den Ortsbrauereien sind jedoch nur wenige übriggeblieben. Sie brauen Spezialbiere wie die obergärige Gose oder naturtrübes Bockbier. Das Clausthaler, eines der ersten alkoholfreien Biere in Deutschland, ist übrigens kein Harzer Getränk: Es wird in Frankfurt abgefüllt. In der Museumsbrauerei in Wippralernen Besucher mehr als nur das traditionelle Handwerk kennen. Der dort produzierte „Wipprator“, ein Starkbier, ist wegen seines hohen Alkoholgehalts (9,5 Prozent) nicht jedermanns Sache; gleichwohl sorgt der Doppelbock stets für Freude – dafür ist allein der Name ein Garant. 

Das Goslarer Kölsch

Eine Renaissance erfuhr das Harzer Urbier „Gose“. Das Weizenbier wird aus obergäriger Hefe hergestellt und ist nach dem Goslarer Flüsschen benannt. Seit Mitte des 19.Jhs. war es komplett vom Markt verschwunden. 1993 wurde die alte Goslarer Brautradition wiederbelebt. Seit einigen Jahren wird sogar wieder in der Altstadt produziert – im Brauhaus, zu dem auch eine Gaststätte gehört. Nur zwei weitere Städte in Deutschland haben ihre eigene Biersorte: Köln, dessen Kölsch ungleich bekannter ist, und Leipzig. In der sächsischen Metropole heißt das Bier ebenfalls Gose, was historische Verbindungen belegt.

Noch nicht genug gestaunt? Dann vielleicht jetzt: In Westerhausen bei Quedlinburg liegt eines von Deutschlands nördlichsten Weingütern: Kirmann keltert jährlich rund 15000 Flaschen Rot- und Weißwein. 

Feuerstein und Fichte

Im 19.Jh. haben Apotheker in den Bergdörfern mit allerlei Kräutern experimentiert und dabei süffige Kräuterliköre kreiert. Am bekanntesten wurde der „Schierker Feuerstein“. Im Harzvorland brennt und trinkt man Korn. In Gernrode wird der „Fichtelschnaps“ gebrannt. Frische Sprossen der Fichte geben ihm das unverwechselbare Aroma. 

Wo die Thüringer brutzelt

Der typische Baum des Harzes stand auch Pate bei der mit Fichtennadeln verfeinerten Rostbratwurst aus Quedlinburg: Die Nadeln sorgen für den würzigen Geschmack der „Harzer Fichtel“. Für den kleinen Imbiss stehen vielerorts Buden bereit, wo die Thüringer Bratwurst noch auf echter Glut brutzelt. Im Ostharz trifft man am Straßenrand mitunter auf Gulaschkanonen der einstigen Nationalen Volksarmee, in denen jetzt sämige Erbsensuppe köchelt. 

Harzer Roller

Berühmt ist der Harzkäse. Ebenso wie eine spezielle Züchtung des Kanarienvogels – in diesem Landstrich wird er Harzer Roller genannt. Der gleichnamige Käse wird aus Magerquark zu kleinen Stangen gerollt und mit Salz und Kümmel gewürzt. Der Sauermilchkäse ist fettarm, dafür aber proteinreich. Man isst den Harzer auf Graubrot mit Schmalz und rohen Zwiebeln. Wegen seines kräftigen Geruchs haftet dem geschmacklich tadellosen Harzkäse leider nicht das beste Image an. Das neue Regionalgericht „Wilder Stinker“ soll dieses nun aufpeppen. Die Basis dafür bildet eine Currywurst vom Wildschwein. Sie wird mit Harzkäse überbacken, der zuvor in Weißwein mariniert wurde.

Shoppen & Stöbern

Harzer Glitzerwelt

Zinnfiguren stellen Harzer Bergbaugeschichte dar. In besonders großer Zahl warten sie im Goslarer Zinnfigurenmuseum und im Herzberger Schloss auf Interessenten. Mineralien aus dem Harz findest du in Spezialgeschäften, aber auch in Bergwerksmuseen. Hier lassen sich zudem Repliken von historischen Silbermünzen aus der Bergbauzeit erwerben.

Uraltes Handwerk

Mit dem Bergbau wäre beinahe auch die Köhlerei im Harz verschwunden. Doch es gibt sie noch, die rußschwarzen Gesellen, die dieses uralte Handwerk beherrschen: Im Stemberghaus bei Hasselfelde. Für die Erzverhüttung wird die Buchenholzkohle zwar nicht mehr benötigt, aber Grillfreunde wissen die Qualität der Kohle zu schätzen, wenn saftige Steaks auf dem Rost liegen. 150 t jährlich produziert die Harzköhlerei (harzkoehlerei.de) jedes Jahr. Das „schwarze Gold“ wird in 3- und 10-kg-Säcken verkauft. 

Spitze und Geschnitze

In einigen Oberharzer Bergstädten arbeiten Holzschnitzer, und es werden wieder Spitzen geklöppelt, z. B. in Altenau und Buntenbock. Eine tolle Auswahl an Kunsthandwerk und Kleidung findet sich in einem einzigartigen Ambiente im mittelalterlichen Goslarer Spital Großes Heiliges Kreuz.

Bei den geschnitzten Hexen, die überall im Harz auf den Abflug warten, lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Viele von ihnen stammen aus Fernost! Auch die Weihnachtsmärkte im Harz glänzen mit einem reichhaltigen Angebot. Gedrechselter Weihnachtsschmuck, Nussknacker, Schwibbögen und Holzfiguren erinnern daran, dass die Harzer Bergleute ihre Wurzeln im Erzgebirge haben. 

Vorsicht, Glas!

Die Glasmanufaktur Harzkristall (harzkristall.de) in Derenburg ist einzigartig im Harz. Wer ein Glasprodukt mitnehmen möchte, sollte es sich aber gut einpacken lassen...

Kuckuck!

Ein Kuriosum ist die einzige Kuckucksuhren-Manufaktur nördlich des Schwarzwalds. Seit 1948 werden in Gernrode mechanische Uhren hergestellt. Seit Kurzem werden die Kuckuck rufenden Zeitmesser auch vor Ort wieder verkauft. cuckoo-clock-gruettert.de 

Aus Stollen, Dosen, Fässern

Doch, es gibt noch viel mehr außer dem berühmt-berüchtigten Harzer Käse! Z. B. Mettwürste und Sülzen, deren Rezepte seit Generationen vererbt werden: Die Harzer Fleischermeister sind findig, wenn es darum geht, besondere Geschmackserlebnisse zu kreieren. In Sankt Andreasberg ist sogar einer von ihnen in die Tiefe gegangen, um Schinken in einem alten Silberstollen reifen zu lassen.

Wer nicht gleich einen ganzen Schinken mitschleppen möchte, der kann es mit einer Dose Erbsensuppe von Kukki (kukki.de) versuchen. Die hat Kultstatus. Es gibt sie an den Feldküchen zwischen Braunlage und Elend sowie in Drei Annen Hohne. Etwas edler und gleichfalls originell als Mitbringsel ist eine Flasche Whisky aus dem Harz. Er wird in der Zorger Manufaktur Hammerschmiede gebrannt. 

Sport

Golf & Swingolf

Zwei 18-Loch-Plätze stehen Golfern im Harz zur Verfügung, in Meisdorf (Tel. 034743 98450 | golfclub-schlossmeisdorf.de) und in Bad Harzburg (Tel. 05322 6737 | golfclubharz.de). Aufgrund seiner reizvollen Lage in der hügeligen Landschaft gehört der Platz am Harzburger Stadtrand zu den schönsten in Deutschland. Idyllische Bäche und Teiche sowie ein prächtiger alter Baumbestand prägen das weitläufige Areal. Den Mittelpunkt des Meisdorfer Golfplatzes bildet das ehemalige Schloss, heute ein Hotel. Auf beiden Plätzen ist Schnuppergolfen möglich, die Greenfees sind erschwinglich.

Weder eine kostspielige Ausrüstung noch ein Handicap brauchst du zum Swingolfen, nur einen speziellen Ball und einen Universalschläger. Platzreife? Auf der Anlage des Swingolfclubs Harz (swingolfclub-harz.de) im Bad Harzburger Ortsteil Westerode ist Platz für jeden, der reif für ein bisschen Abwechslung ist. Auf 12 Bahnen kannst du den Schläger s(ch)wingen. 

Kajak & Kanu

Die Spanne reicht vom Paddelvergnügen mit Indianerbooten auf Talsperren und Flüssen bis zu Wildwasserfahrten im Okertal. Bootsverleih: Harzagentur | Altenauer Str. 55 | Clausthal-Zellerfeld | Tel. 05323 982464 | harzagentur.de

Klettern

Kletterfelsen gibt es im Steinharz zwischen Schierke, Drei Annen Hohne und der Steinernen Renne, am Römerstein bei Bad Sachsa, in den Tälern von Oker, Ilse und Bode. Für das Klettern an Harzer Felswänden wird fachliche Anleitung empfohlen. Touren und Hüttenvermietung: Deutscher Alpenverein (DAV) Basislager Brocken | Sektion Wernigerode | Weinbergstr. 32B | Mobiltel. 0151 46515690 | dav-basislager-brocken.de und Bergsport Arena St. Andreasberg | Hinterstr. 3 | Tel. 05582 8154 | bergsport-arena.de, mit Hochseilgarten im Kurpark (April–Okt. Sa, So 11–17 Uhr). Einen weiteren Hochseilpark gibt es in Bad Harzburg im Kalten Tal. Kletterparks findest du in Blankenburg, Thale, Wippra und Ilsenburg. 

Mountainbiking

Wälder und Hochflächen, Berge und Täler sind durch ein riesiges Wegenetz erschlossen. Die befestigten Waldwege und ein Teil der schmalen Pfade, sogenannte Single Trails, sind für Radler geöffnet; querfeldein ist tabu. Goetheweg und Brockenstraße sind meist sehr voll. Dort haben zudem die Wanderer Vorrang. Elf Touren ab Ilsenburg beschreibt die Website brocken biker.de. 

Die 74 Routen der Volksbank-Arena Harz mit 28–90 km Länge liegen meist im Oberharz. Auf dem 2200 km langen Netz mit insgesamt 59000 Höhenmetern finden Mountainbiker alle Schwierigkeitsgrade auf gut markierten Wegen – von leichten Touren längs der Wassergräben bis hin zur „Himmel-&-Hölle-Tour“. Volksbank Arena Harz | Clausthal-Zellerfeld | Tel. 05323 982461 | volksbank-arenaharz.de

Nordic Walking

Nordic Walking erfreut längst auch Nicht-Skiläufer. Zentren für die sanfte Ausdauersportart gibt es u.a. in Altenau, Bad Harzburg, Blankenburg, Braunlage und Thale. Stockverleih und die Ausschilderung von Strecken mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden sind dort Standard. 

Paragliding

Anfänger können bei Schnupperkursen oder bei Tandemflügen abheben. Startplätze gibt es an der A 36 bei Stapelburg, wo eine Seilwinde die Paraglider in luftige Höhen zieht, und am Rammelsberg: Wer auf dem Gipfel des Goslarer Hausbergs startet, der bekommt neben dem sportlichen Flugerlebnis noch die Sicht auf die Welterbestadt aus der Vogelperspektive gratis dazu. Die Harzer Gleitschirmschule (Tel. 05322 1415 | harzergss.de) hat in Bad Harzburg ihren Sitz. 

Radfahren

Wesentliche Teile des Harzes lassen sich auch per Fahrrad erkunden – dazu muss man kein Mountainbiker sein. Denn um den Harz herum führt ein Radweg, der sich auch mit einem soliden Trekking-Rad bewältigen lässt. Der Harzrundweg ist rund 350 km lang und hat, da er an den Rändern des Mittelgebirges entlangführt, einige Steigungen. Dafür liegen nahezu alle sehenswerten Orte im Nord-, Südund Unterharz an der Strecke. Lediglich der Oberharz mit seinen Höhen wird ausgespart. Schilder mit einer radelnden Hexe kennzeichnen den Harzrundweg, der teilweise auf dem Radfernwanderweg R 1 verläuft. Startund Zielpunkt ist Goslar, doch losradeln kann man überall. 

Wandern

Es gibt viele Tausend Kilometer gekennzeichneter Wanderwege. Die frische Harzer Luft kannst du sogar auf speziellen heilklimatischen Wanderwegen aufsaugen. Neben Altenau hat sich auf diesem Gebiet vor allem Bad Grund hervorgetan. An wichtigen Ausgangspunkten für Touren sind Übersichtskarten und Wegweiser aufgestellt. Mit festen Wanderschuhen kommst du besser über steiniges Gelände und durch feuchte, schlammige Stellen. Nimm unbedingt eine Flasche Wasser mit! Für Notfälle gehören ein Erste-Hilfe-Päckchen und das Handy in den Rucksack. 

Wintersport

Ski, Snowboard, Langlauf: Der Oberharz ist mit Pisten, Loipen, Seilbahnen und Liftanlagen gut erschlossen, besonders in den hoch gelegenen Orten St.Andreasberg, Braunlage, Altenau, Hahnenklee, Sonnenberg, Torfhaus und Schulenberg, wo es meist auch Skischulen gibt und wo Ausrüstung verkauft und verliehen wird. Weite Langlaufreviere sind die Hochflächen um Clausthal-Zellerfeld und der „Acker“, auf dem es zur Hanskühnenburg geht. Der Bocksberg bei Hahnenklee und der Wurmberg bei Braunlage sind die Zentren des alpinen Wintersports. Auf dem Brocken ist Wintersport verboten. Die „Wintersportkarte Harz“ gibt eine Übersicht über Loipen und Abfahrten.

Rodeln bringt am meisten Spaß auf den präparierten Strecken. Rodelbahnen – zum Teil mit Flutlicht – gibt es in Hahnenklee, St.Andreasberg und Torfhaus, die längsten findest du in Braunlage und Harzgerode.

Schlittschuhlaufen kann man in den Eissporthallen in Bad Sachsa und Braunlage. Auch Freiluftbahnen gibt es. In der Multifunktionsarena in Schierke, im ehemaligen Krodobad in Bad Harzburg und auf der Kunsteisbahn im Kurpark Hahnenklee kannst du deine Runden drehen.

Ein fast vergessenes Fortbewegungsmittel erlebt gerade seine Renaissance im Harz: der gute, alte Schneeschuh. Mit ihm lassen sich auch tief verschneite Gebiete erkunden. Im Oberharz werden Schneeschuhwanderungen rund um Hahnenklee, Altenau und Clausthal-Zellerfeld angeboten. Tourist-Info Hahnenklee | Tel. 05325 51040 | hahnenklee.de; Harzagentur GmbH (Outdoor Center) | Tel. 05323 982460 | harzagentur.de

Mit Kindern unterwegs

Badelandschaften, zum Teil auch mit warmen Außenbecken im Winter, gibt es u. a. in Altenau, Bad Frankenhausen, Bad Harzburg, Bad Lauterberg, Bad Sachsa, Halberstadt und Stolberg. Superrutschen und Sommerbobbahnen haben von Ostern bis in den Herbst Saison in St. Andreasberg, in Thale und in Wippra. Die Schneeballschlacht im Sommer mit echtem Schnee vom Winter gibt es an jedem Sonntag um 16 Uhr am Albertturm bei Bad Grund. In Hütten, Jugendherbergen und Naturfreundehäusern treffen Kinder und Jugendliche jede Menge Gleichaltrige. Familien finden preiswerte Unterkunft, viele Häuser haben Familienzimmer, Sportgeräte und Räume für Feten.

Nationalpark Live und virtuell

Wildnis und Natur stecken voller Überraschungen, die Entdeckungsreise mit Ranger und Nationalparkführer ist spannend und schärft die Sinne. Man trifft auf Hexen und Bergtrolle oder sieht Wildtiere an den Beobachtungsstationen. Nähere Auskünfte über die einzelnen Touren und Termine erhält man in den Tourist-Infos, den Ranger-Stationen und in den acht Nationalparkhäusern. Dort gibt es auch Animationen mit spannenden Aufgaben und Spiele.

Auch virtuell ist für Abwechslung gesorgt. So hält Luchsdame "Lena Lynx" auf der Nationalpark-Homepage mehrere Rätsel bereit, bei denen sich Kinder zum Beispiel auf die Spuren der wilden Tiere begeben können, um das frisch erworbene Wissen zu testen. www.nationalpark-harz.de

Der Nordharz

Haus der Natur Bad Harzburg

Wenn in der recycelten Flipperkiste die Kugel durch den Wald rollt, gibt es keine Punkte, sondern es keimen kleine Buchen. Im "Tatort Wald" erfährt man, dass der Borkenkäfer nicht nur ein Bösewicht ist, und man kann die Meinung von Wildkatze, Torfmoos und Auerhuhn hören. Ins "Reich des Luchses" führen Ranger die Kids zu den Wildtierbeobachtungsstationen am Molkenhaus und zum Luchsgehege an den Rabenklippen. Nordhäuser Str. 1c | Di-So 10-17 Uhr | Tel. 05322 784337 | www.nationalpark-harz.de | Eintritt 3 Euro, Kinder 1 Euro

Zinnfigurenmuseum Goslar

Nach einem Rundgang durch das Zinnfigurenmuseum in Goslar können Kinder sich selbst an die Arbeit machen. Elefant, Krokodil, Pferd oder Schwein - die jungen Zinngießer haben die Auswahl unter 35 verschiedenen Formen. Oder soll es lieber ein Drache sein oder ein Dino? In der Museumswerkstatt sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Wer möchte, kann die selbst gegossenen Figuren auch noch bunt bemalen. Voranmeldung ist erforderlich. Klapperhagen 1 | Di-So 10-17 Uhr | Tel. 05321 25889 | www.zinnfigurenmuseum-goslar.de | Eintritt 4 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei, bis 18 Jahre 2 Euro | Zinngießen 2,50-5 Euro pro Figur, Bemalen 50 Cent

Der Südharz

Zisterziensermuseum Kloster Walkenried

Stilecht hat Klosterschneider Bruder Johannes für die jungen Besucher im Zisterziensermuseum Walkenried kleine Mönchskutten genäht. Beim Rundgang sind Bruder Konrad und Klostermaus Mathilde stets präsent: Sie verstecken sich auf "Kinderklappen", dahinter finden sich Bilder, die vom Leben der Mönche in früheren Jahrhunderten erzählen und auf dieser Zeitreise die Exponate erklären. Steinweg 4 a | Di-So 10-17 Uhr (Mo nur an Feiertagen) | www.kloster-walkenried.de | Eintritt 6 Euro, Kinder bis 16 Jahre 4 Euro, unter 6 Jahren frei | "Kleine Mönche auf Zeit": 38 Euro pauschal plus 5 Euro/Kind (2 Begleitpersonen frei)

Der Oberharz

Kinderzirkus Frikadelli

Hier findet jeder seinen Zirkustraum: Einrad fahren, jonglieren, balancieren, Dompteur oder Zirkusprinzessin, Clown oder Akrobat sein. 20 Stunden Zirkusschule mit richtigen Akrobaten im richtigen Zirkuszelt, dazu Ausflüge zum Ziegenbauer, Baden im Teich und zum Abschluss eine Show aller Zirkusschüler. In den Sommerferien einwöchige Kurse, Unterbringung mit den Eltern in Ferienwohnung oder Hotel. Landhaus Kemper | Buntenbock | Tel. 05323 1774 | www.landhaus-kemper.de

Löwenzahnpfad

Mit "Löwenzahn" auf Spurensuche, Wiese, Wasser und Wald spielend erkunden, Tierspuren erkennen, in morschem Holz entdecken, wer und was dort lebt und krabbelt, Waldmemory und Barfußpfad. Am Großparkplatz Drei Annen Hohne | tgl. 10-18 Uhr (im Winter geschl.) | mp.marcopolo.de/har11

Märchenpfad zum Brocken

"Das weiße Reh" beschäftigt Jungen und Mädchen, die in Schierke aufbrechen, um mit ihren Eltern auf dem gleichnamigen Märchenpfad den Brocken zu erklimmen. An sieben Stationen erleben sie die Abenteuer des jungen Albert, der das weiße Reh sucht. Die 6 km lange Route führt durchs Eckerloch auf den mystischen Harzgipfel. Im Brockenhaus wird die Leistung der jungen Wanderer mit einem Sonderstempel im Märchenflyer belohnt. Das Faltblatt zum Pfad gibt es im Nationalparkhaus Schierke, an dem der Weg beginnt, und im Brockenhaus. mp.marcopolo.de/har13

Nationalparkhaus St. Andreasberg

Mit Batman durch die Nacht: Fledermäuse sind Nachttiere, den Tag verschlafen sie in Höhlen und Bergwerksstollen. In der Dämmerung geht es mit einem Nationalparkführer in den Kurpark, wo die Tiere im Flug Beute haschen, die sie per Ultraschall orten. Ein spezielles Gerät macht die Fledermäuse sogar hörbar. Juli/Aug. nach Voranmeldung | Tel. 05582 923074 | www.nationalpark-harz.de | Führung 6 Euro, Kinder 4 Euro

Der Unterharz

Westernstadt Pullman City II

Auf einmal wird die Harzhochfläche bei Hasselfelde zur Prärie. Reiter mit breitkrempigen Hüten, Indianerzelte, Blockhütten tauchen am Horizont auf, schließlich stehen Sie vor einer Westernstadt. In der Stadt treffen Sie den Sheriff, Buffalo Bill, Indianer, Cowboys und Trapper, es gibt Ponys und Western-Riding, Kutschfahrten, Livemusik mit Musikgruppen und Countrysängern, Indianertänze und täglich eine große Westernshow. Anders als im Original vor 150 Jahren ist Gewalt hier jedoch verpönt. Zur Westernstadt gehören ein Museum, ein Goldwäschercamp, ein Abenteuerspielplatz, ein kleiner Zoo, Westernshops und -bars, ein Saloon, das Indianerlager mit Tipis und das Fort.

Übernachten können Sie im "Grand Silver Star Hotel", in Blockhütten, Ranchhäusern und in Tipis (Indianerzelten); im Fort müssen Sie den eigenen Schlafsack mitbringen. Je nach Art des Quartiers €-€€. Hasselfelde | April-Okt. tgl. 10-1 Uhr | Tel. 039459 7310 | www.pullmancity-2.de | Eintritt 13 Euro, Kinder ab 1,31 m bis 16 Jahre 9 Euro, Kinder ab 4 Jahren bis 1,30 m 6 Euro (Mo u. Fr, außer an Feiertagen, halber Preis)

Sehenswertes

Der Harz steckt voller Sehenswürdigkeiten. Machen Sie eine Fahrt mit der berühmten Schmalspurbahn, besuchen Sie den Vogelpark in Wernigerode oder spazieren Sie durch Goslar, eine Stadt mit einer beeindruckenden Geschichte. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Harz gehört auch der Brocken mit dem Hexentanzplatz und dem Hexenstieg, der als höchster Punkt der Region gilt und eine herrliche Aussicht über die Umgebung ermöglicht.

Freizeit

Bei einer Reise in den Harz darf auch ein Besuch einer der Harzer Höhlen nicht fehlen. Die Baumannshöhle oder die Einhornhöhle bieten Spaß für die ganze Familie. In der Freizeit lohnt sich auch ein Besuch der Sommerrodelbahn in Schierke oder eine Besichtigung der Schlangenfarm in Schladen. In Bad Grund wartet dagegen das Märchental und entführt in eine geheimnisvolle Welt.

Übernachten

Vielleicht möchten Sie bei einem Urlaub die Stille der Natur genießen und eines der abgelegenen Hotels im Harz zum Übernachten nutzen. Aber auch in den Städten und Orten gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten mit dem typischen Harzer Charme. Kleine Pensionen, Ferienhäuser oder Zimmer in Privathaushalten sind überall zu finden. Zudem bietet der Harz auch jede Menge Unterkünfte speziell für Motorradfahrer an.

Am Abend

Die Wälder im Harz halten jede Menge Wild bereit und Wild ist auch eine der Spezialitäten der Region. Beim Ausgehen bietet es sich an, in ein uriges Restaurant einzukehren, und fast überall wird es eine Vorspeise mit dem berühmten Harzer Roller geben, einem Käse, der beim Essen im Harz nicht wegzudenken ist. Für Spaß und Abwechslung in den Abendstunden sorgen gemütliche Bars und kleine Diskotheken.