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Typisch Hamburg: Zwischen Nordsee-Küche & internationalen Foodtrends

Franzbrötchen

Klebrig, süß und lecker. Das Franzbrötchen ist eines der Lieblingsgebäckstücke der Hamburger und gehört zu den Hamburger Spezialitäten, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Ganz klassisch mit Zimt und Zucker oder doch mit extra Schoko, als Strudel oder mit Apfel - der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Das Franzbrötchen erfand wohl um 1810 ein Altonaer Bäcker, der die französischen Truppen im besetzten Hamburg belieferte.

Labskaus

Labskaus ist das Seemannsgericht schlechthin. Der Brei aus Pökelfleisch, Zwiebeln, Roter Beete und Kartoffeln wird mit einem Spiegelei serviert und scheidet in Hamburg auch die Geister. Die einen lieben es, die anderen mögen es gar nicht. Da muss man es bei einem Hamburg-Besuch wohl am besten selbst probieren. Selbsternannter "Labskaus-Botschafter" ist der Old Commercial Room am Michel. Gerade für Labskaus-Anfänger hat die Karte mit "Mini Labskäusen" oder dem "Kleinen Labskaus zum Kennenlernen" die perfekten Starter-Angebote.

Fischbrötchen

Was wäre ein Hamburg-Besuch ohne das obligatorische Fischbrötchen? Diesen leckeren Snack für Zwischendurch gibt es in der Hansestadt quasi an jeder Ecke. Den besten der Stadt gibt es in der Fischbrötchenbude "Brücke 10" an den Landungsbrücken. Diese muss man bis ganz zum Ende runterlaufen und dabei die eine oder andere Fischbude hinter sich lassen. Wenn der Magen auf Halbmast hängt, kann das schon mal schwer werden, aber der Weg lohnt sich. Ganz hinten am Ende des Pontons wird man dann nämlich mit köstlichen und vor allem reichlich belegten Brötchen belohnt – ob mit Matjes, Krabben, Brathering, Lachs oder was auch immer.

Craft Beer

Die Zeiten von Pils und Lager sind vielleicht nicht ganz vorbei, aber sie haben in den letzten Jahren definitiv Konkurrenz bekommen. Craft Beer ist auch in Hamburg ein ganz großes Thema, besonders bekannt ist die Ratsherrn Brauerei in den Schanzenhöfen. Dahinter steckt – nach eigenen Aussagen - leidenschaftliches Handwerk sowie die Liebe zum Brauen und Entdecken. Seit 2012 kümmert sich unser kleines Team um frische Bierspezialitäten und echtes Handwerk.

Gin Sul

Gin hat in den letzten Jahren ein wahres Comeback gefeiert und auch Hamburg kann hier mit seiner eigenen kleinen Destillerie im Stadtteil Ottensen mitmischen: Die Altonaer Spirituosen Manufaktur wurde 2013 von Stephan Garbe gegründet und bringt seitdem den leckeren Gin Sul auf den Markt. Von Hamburg in die Welt, denn mittlerweile ist Hamburgs Gin schon weit über die Stadtgrenzen bekannt.

Kaffee

Kaffee spielte in Hamburg schon immer eine große Rolle, entstand doch Ende des 19. Jahrhunderts in der Speicherstadt der größte Kaffeemarkt der Welt. In den letzten Jahren erlebte Hamburg einen regelrechten Kaffee-Boom und überall in der Stadt schossen junge Kaffeeröstereien aus dem Boden. Public Coffee Roasters, die in Rothenburgsort rösten, Torrefaktum, die ganz Ottensen mit Kaffeearoma versorgen oder Elbgold, die Kaffeerösterei mitten im Schanzenviertel – um nur ein paar zu nennen.

Auf die Hand – Kreative Küchen

In London und New York gehören sie schon längst zum Straßenbild und dürfen bei keinem Event oder Festival fehlen. Auch in der Hansestadt wächst die Foodtruck-Szene unheimlich schnell. Sie steht für eine neue Esskultur. "Do good, be cool, eat vegan" lautet der Slogan von "Vincent Vegan". Dahinter steht Christian Kuper. Verschmitztes Lachen, Strubbelhaare und Vollbart. Seit Sommer 2014 tourt er mit seinem Foodtruck durch Hamburg und versorgt die Stadt mit tierfreiem Genuss."Ich möchte veganes Essen populärer machen ohne dabei zu missionieren." Dafür steht er auf Festivals, in Bürovierteln oder auf Märkten. Vegane Burger, Currywurst und Süßkartoffelpommes, Schoko-Brownies - alles super lecker und rein pflanzlich. Keep rolling, rolling, rolling! Sie rollen zwar nicht, sind in Hamburg aber trotzdem gerade voll angesagt. Die Rede ist von Salt & Silver alias Jo und Cozy alias Johannes und Thomas Kosikowski. Sie ließen Job und Freundin zurück, packten ihre Surfbretter ein und reisten quer durch Südamerika um ein Kochbuch zu schreiben. Seit ein paar Monaten sind sie mit den tollsten Streetfood-Rezepten in der Tasche zurück und heizen nun im Restaurant "Kleines Phi" in der Feldstraße 42 ein: Jeden Donnerstag gibt es das peruanische Trendfood Ceviche. Klein geschnittener roher Fisch, in Limettensaft mariniert, mit roten Zwiebeln und Kräutern vermengt. Gegen den Durst hilft eine hausgemachte Grapefruit-Limo mit Meersalz oder ein Pisco Sour.

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