Halbinsel Peloponnes

Ruinenstadt Mystras

Landschafts- und Kunstgenuss, Besichtigungen und Wanderungen lassen sich im 5 km westlich von Sparta gelegenen Mistrás harmonisch verbinden. Die byzantinische Metropole des Peloponnes liegt am Hang eines steilen Bergs am Rand der Ebene von Sparta. Auf seinem Gipfel hatten fränkische Kreuzritter 1249 eine Burg angelegt, die die Byzantiner 1262 eroberten. Sie gründeten die Stadt zu ihren Füßen, die um 1700 noch 42 000 Ew. hatte und um 1800 immerhin noch 16 000. Heute sind die meisten Wohnhäuser verschwunden, die Burg und die Paläste der byzantinischen Fürsten sind Ruinen. Gut erhalten blieben die vielen Kirchen und Klöster. Zwischen dem oberen und dem unteren Eingang zu Mistrás liegen 300 steile Höhenmeter. Wer den schweißtreibenden Aufstieg scheut, fährt mit einem Taxi zum oberen Eingang und kann dann zum unteren zurücklaufen. Eine Besichtigung dauert mindestens drei Stunden; Trinkwasser mitzunehmen ist empfehlenswert. Pfade und Sehenswürdigkeiten sind gut ausgeschildert. Im Folgenden wird ein Rundgang beschrieben, der am unteren Eingang beginnt und endet. Die Metrópolis war die Bischofskirche der Stadt und schließt an den ehemaligen Bischofspalast an. Sie betreten sie von einem arkadengesäumten Innenhof aus. Die Fresken in der Kirche sind besonders gut erhalten. Agíi Theodóroi Hodeghétria beeindruckt sowohl durch ihr schönes Mauerwerk als auch durch ihre große Kuppel. Im Inneren deutlich zu erkennen sind die Fürstenloge und die Emporen an den Längsseiten, die ausschließlich den Frauen vorbehalten waren. Als Palaces wird das Ensemble der mächtigen Palast­ ruine bezeichnet, in der die Fürsten von Mistrás residierten. Agía Sophía aus dem 14. Jh. war Kloster­ und Palastkirche zu­ gleich. Zudem diente sie in türkischer Zeit als Moschee. Das Pantanássa-Kloster wird immer noch von Nonnen bewohnt. Im blumenreichen Innenhof steht ein Trinkwasserbrunnen. Die Fresken stammen im unteren Teil aus dem 17./18. Jh., im oberen Teil aus dem 15. Jh. Als Phrangópoulos Mansion ist die Ruine eines stattlichen Hauses gekenn­ zeichnet, das eine Vorstellung vom Woh­ nen der Wohlhabenden im 15. Jh. vermit­ telt. Das Peribléptos-Kloster stand auf mehreren Geländeebenen. Die Kirche ist ein verwinkelter Bau mit gut erhaltenen Fresken aus dem 14. Jh. Die Kapelle Ágios Geórgios ist eine der vielen Privatkapel­ len der Stadt. Schön ist der zierliche, Nar­thex genannte Vorbau an der Südseite. Im heutigen Dorf Mistrás finden Sie im Sommerhalbjahr Übernachtungsmög­ lichkeiten im Hotel Byzántion mit Pool und in der Pension Éllinas, beide zentral am Dorfplatz gelegen. Bestes Haus von Mistrás ist das kleine Hotel Despotáto am Parkplatz am unteren Dorfrand. Der Natursteinbau birgt zwei Suiten und elf Zimmer, einige mit offenem Kamin. Linienbusse verbin­den Mistrás tagsüber mit Sparta.
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Mystras Griechenland

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