Griechenland Festland

Eléfsis

Eléfsis ist eine unter Umweltverschmutzung leidende Industriestadt am inneren Ende des Saronischen Golfs. Hier ankern stillgelegte und ausgemusterte Tanker und Frachter. Inmitten dieser eher abschreckenden Szenerie haben Archäologen eine wichtige Mysterienstätten der Antike freigelegt. Was genau die Mysterien waren, weiß man nicht, denn allen, die an ihnen teilgenommen hatten, war es unter Androhung der Todesstrafe verboten, darüber zu berichten. Die Mysterien waren der Sage nach von der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter selbst gestiftet worden. Hades, der Gott der Unterwelt, hatte ihre Tochter Persephone entführt. Demeter begab sich auf die Suche nach ihr, kam dabei auch nach Eleusis und wurde freundlich aufgenommen. Als Dank dafür schenkte sie dem eleusinischen Prinzen Triptolemos als erstem Menschen die Getreideähre, deren Anbau dieser fortan lehrte. Ein Vertrag mit Göttervater Zeus gestattete Persephone schließlich für zwei Drittel des Jahres die Rückkehr auf die Erde - vom Frühherbst bis zum späten Frühjahr - die Zeit, in der in Griechenland das Getreide wächst. So fanden in Eleusis jeweils am Herbstanfang und am Frühjahrsende mystische Zeremonien statt, die das mythologische Thema nachvollzogen. Man nimmt an, dass die Eingeweihten, die daran teilnehmen durften, glaubten, dadurch selbst in den Kreislauf von Tod und Wiederkehr eingebunden zu werden. Von den zahlreichen Gebäuden sind nur noch Grundmauern erhalten. Deutlich erkennbar ist noch das große Viereck des Telestérion mit seinen 42 Säulen, in dem sich die Mysterienspiele vollzogen. Angeschlossen ist ein kleines Museum, das schon 1889-96 erbaut wurde, mit einigen interessanten Exponaten.
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