Göttingen Sehenswürdigkeiten

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Das historische Gebäude wurde in den Jahren ab 1270 in verschiedenen Bauabschnitten errichtet. Es fällt bereits von außen durch seine imposante Fassade auf, an der zum Teil das alte Fachwerk…
Das historische Gebäude in der Innenstadt stammt aus dem Jahr 1549 und ist in filigraner Fachwerkbauweise hergestellt. Besonders gern wird das Haus wegen der überbordenden Malerei an seiner Fassade…
Das Gänseliesel ist eine 1,20 m hohe bronzene Skulptur und stellt ein barfüßiges Mädchen dar, das inmitten des gleichnamigen Brunnens steht. Die Originalfigur wurde nach der Neugestaltung des Gö…
Der Vierkirchenblick liegt nur wenige Schritte vom historischen Rathaus entfernt. Es lohnt sich, den Stadtspaziergang an diesem markierten Aussichtspunkt kurz zu unterbrechen und so die vier…

Sehenswürdigkeiten

Die bekannteste Sehenswürdigkeit Göttingens ist sicher das Wahrzeichen der Stadt, das Gänseliesel auf dem gleichnamigen Brunnen vor dem alten Rathaus am Marktplatz (Kornmarkt) in der Fußgängerzone. Das Gänsemädchen, das - unverändert jugendlich - 2011 bereits 110 Jahre alt wurde, gilt als Schutzpatronin der Armen.

Ein alter Brauch ist es, dass frisch gekürte Doktoren der Universität das Gänseliesel küssen und es mit Blumen schmücken. Mit etwas Glück trifft man auf Züge mit buntgeschmückten Handwagen oder ähnlichen Fahrzeugen, auf denen die Neu-Doctores von Verwandten und Freunden nach ihrer erfolgreichen Disputation zum Gänseliesel kutschiert werden und nun den nicht ganz einfachen Aufstieg zum Gänseliesel hoch auf dem Brunnen bewältigen müssen. Nicht selten geht dies mit einem unfreiwilligen Bad im Brunnen zu Ende...
Kuriosität am Rande: Erst 2001 wurde das seit 1926 bestehende, aber stets missachtete Kussverbot aufgehoben.
Das Gänseliesel ist darüberhinaus allgemeiner Treffpunkt in Göttingen, und bei gutem Wetter ist die Brunnenumrandung stets "besetzt" von zahlreichen Einheimischen wie Touristen, die hier eine kleine Pause einlegen, meist mit einem Eis in der Hand. Wer allerdings das Original sehen möchte, muss das Städtische Museum besuchen: Nach verschiedenen Beschädigungen ist auf dem Brunnen nur noch eine Nachbildung zu sehen.
Kirchen, Synagogen und Moscheen
Innenstadt

Innerhalb der Innenstadt befinden sich sechs als Gotteshäuser genutzte Kirchen, eine Synagoge und ein heute als Bibliothek genutztes Kirchengebäude:

  • St. Albani (am Albaniplatz gegenüber der Stadthalle). Tel.: +49 (0)551 581 17, E-Mail: info@st-albani.de. Die evang.-lutherische Kirche liegt nahe des Cheltenhamparks und am Rande des (dort aufgegebenen) Stadtwalls. Sie stammt vermutlich aus dem Jahr 953 und ist damit die älteste Kirche Göttingens, ursprünglich als die Dorfkirche von Gutingi erbaut. Die dreischiffige Halle der Kirche stammt aus dem 15. Jahrhundert.
  • St. Jacobi (Weender Straße in der Nähe des Nabels). St. Jacobi ist eine gotische Hallenkirche, deren Turm mit 72 m Höhe die Göttinger Innenstadt deutlich überragt. Erbaut von 1361 - 1433 beeindruckt sie vor allem durch ihren Flügelaltar mit einer Festagsseite (aufgeklappt) und einer Alltagsseite (zugeklappt) und die rot-weiß-graue Ausmalung des Innenraums und der Säulen, die durch eine optische Täuschung auf den Betrachter schief stehend wirken. Diese ungewöhnlich bunt wirkende Farbgebung entspricht der Gestaltung der Kirche aus der Zeit um 1470. Eine weitere Besonderheit der Kirche ist ein fünfteiliger Fensterzyklus von 1997, auf dem der 22. Psalm von dem Künstler Johannes Schreiter in Farbe und Licht umgesetzt wurde. Von März bis Dezember bekommen Besucher jeden Freitag um 18 Uhr 30 Minuten Orgelmusik von der Paul-Ott-Orgel zu hören. ebenso in der Adventszeit.
  • St. Johannis (Johannisstraße, hinter dem Alten Rathaus). Tel.: +49(0)551 789660, E-Mail: johannisgemeindegoettingen@web.de. Die St. Johannis-Kirche, die mit ihren zwei unterschiedlichen Türmen die Altstadt sichtbar überragt, ist nicht nur sehens- sondern auch hörenswert. (Fast) jeden Samstag um 11 Uhr hört man den Turmbläser vom nördlichen Turm herab die eilenden Samstagseinkäufer mit einigen Chorälen erfreuen. Stehen bleiben und zuhören lohnt sich. Sehen kann man den Turmbläser auch, am besten von der Stadtsparkasse neben dem Alten Rathaus aus. Ganzjährig finden Konzerte in der Kirche statt, in der Adventszeit ist eine große Krippenausstellung im Kirchenschiff zu sehen.
  • St. Marien (in der Neustadt). Ab 1290 als Teil der Göttinger Neustadt errichtet, liegt die heute im Innenraum auf dem Stand von 1512 erhaltene kleine Kirche etwas versteckt im westlichen Randgebiet der Altstadt. Sie zeigt sich erst richtig, wenn man von der Groner-Tor-Straße durch den kleinen Durchgang unter dem Turm des alten Stadttors zwischen der Kommende und dem Kirchengebäude von der Groner-Tor-Straße zur Neustadt hindurchgeht. Wie auch die (erbaut 1318), das frühere Ordensgebäude, ist die Marienkirche Teil der Geschichte des Deutschen Ordens, der von hier aus seine Besitztümer rund um Göttingen verwaltete. Bedeutende Sehenswürdigkeiten sind Überreste des Marienalters von 1524, hörenswert ist die Mahrenholz-Furtwängler-Orgel von 1926. Geöffnet: Täglich 9-18 Uhr.letzte Änderung: Dez. 2020
  • St. Michael, Turmstraße 6 (Gemeindebüro) (Zugang über Kurze Straße). Tel.: +49(0)551 547 950. St. Michael ist die einzige katholische Kirche in der Innenstadt. Die Kirche, heute von Jesuiten betreut, ist tagsüber als Citykirche durchgehend geöffnet. St. Michael, 1787-1789 als erste katholische Kirche der Reformation in Göttingen als schlichte Saalkirche gebaut, mit einem nachträglich (1892/93) errichteten 27 m hohen Turm, fügt sich mit seiner Front unauffällig in die Häuserzeile der Kurzen Straße im Süden der Altstadt ein. Im Inneren strahlt die Kirche seit 2015 in kalten Weißtönen, Mobiliar und Wände sind schnörkellos - das Kirchenschiff hat in einem aufwändigen Umbau eine sehr moderne Gestaltung erfahren. Unverändert dagegen der Erzengel St. Michael (von 1986), der Namenspatron der Kirche, der mit seinem Schwert an der Außenfassade über Kirche und Straße wacht. In der Advents- und vor allem Weihnachtszeit ist im hinteren Bereich des Kirchhofes in einer Garage eine große Krippenlandschaft zu sehen, strohbestreute Wege und Schafe am Wegesrand führen die Besucher dorthin. Der Innenhof der Gemeinde bietet im Sommer einen schattigen Pausenplatz. Geöffnet: ganztägig.letzte Änderung: Dez. 2020
  • St. Nikolai (an der Nikolaistraße). Die Universitätskirche liegt im nach der Kirche benannten Nikolaiviertel. Die gotische Hallenkirche musste nach dem Einsturz der Türme 1777 turmlos bleiben, da die Gemeinde kein Geld für einen Neubau hatte - und ist es bis heute geblieben. 1802 wurde die Kirche vorübergehend profaniert. Zur Universitätskirche wurde St. Nikolai, 1822 aufgrund einer Petition der Studentenschaft, die sich über das Fehlen einer eigenen Universitätskirche beklagt hatten, da die Paulinerkirche, ursprünglich Universitätskirche, bereits seit 1803 zur Universitätsbibliothek umfunktioniert worden war. Heute predigen immer am Sonntag um 11.30 wechselnde Hochschullehrer der theologischen Fakultät oder evangelische Pastoren der Studentengemeinde. Desweiteren wird die Nikolaikirche für Konzerte, unter anderem vom Universitätschor, genutzt.letzte Änderung: Dez. 2020
  • Auch die Synagoge liegt in der Innenstadt, direkt am Wall in einem Hof in der Angerstraße. Im Winter bzw. wenn die Bäume laubfrei sind kann man sie gut vom Wall aus betrachten. Die 1825 erbaute Synagoge, ein kleines Fachwerkgebäude von nur 64 Quadratmeter, stammt ursprünglich aus Bodenfelde an der Weser. Dort überstand sie die Reichsprogromnacht 1938, weil sie bereits 1937 von der jüdischen Gemeinde verkauft und zu der Zeit als Scheune genutzt wurde. Erst im Jahr 2008 wurde das Gebäude in einer aufwändigen Aktion nach Göttingen umgesetzt, wo es heute wieder als Synagoge von der Jüdischen Gemeinde Göttingen genutzt wird.
  • Paulinerkirche (im Papendieck). Die ehemalige Kirche ist heute Teil des Historischen Gebäudes der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, in der Regel im Rahmen von Ausstellungen Di - So 11.00 - 18.00 zu besichtigen.letzte Änderung: Dez. 2020
    • (siehe Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen).
Weitere Gotteshäuser im Stadtgebiet
  • St. Paulus (im Ostviertel), Wilhelm-Weber-Str. 13-15. Tel.: +49(0)55158879, E-Mail: st-paulus@t-online.de. St. Paulus liegt im Ostviertel der Stadt und überragt dieses mit seinem Glockenturm weithin sichtbar. Mit der Weihe der neobarocken Kirche 1929 auf den Namen des Apostels Paulus wurde auch die Verbindung zur inzwischen säkularisierten Paulinerkirche hergestellt. Sehenswert ist das Deckengemälde der Kirche, das 1936 entstand. Seit 2008 bilden die Gemeinden von St. Paulus, St. Vinzenz in Weende und St. Franziskus in Bovenden eine Kirchengemeinde. Von St. Paulus aus wird noch heute mit der großen Fronleichnamsprozession ein Rest katholisches Brauchtum gewahrt. Geöffnet täglich 8 - 17 Uhr. Wer St. Paulus auf einem Stadtrundgang mit erkunden will, kann dies z. B. gut vom Botanischen Garten aus tun: Man nehme den "Hinterausgang" des Alten Gartens zu den Institutsgebäuden hinauf und verlässt dann den Garten direkt in einer Kurve der Wilhelm-Weber-Straße. Dieser aufwärts folgen, die nächste Querstraße hinüber und dann liegt St. Paulus bereits linker Hand.
  • St. Vinzenz, An-der-St.-Vinzenz-Kirche 5. Tel.: +49(0)551 31969.
  • DITIB Moschee (Türkisch-islamische Gemeinde), Königsstieg 4.letzte Änderung: Feb. 2017 (Angaben möglicherweise veraltet)
  • Al Taqwa Moschee (Islamisches Kulturzentrum), Güterbahnhofstraße 14. Tel.: +49(0)551 70 200 144.letzte Änderung: Feb. 2017 (Angaben möglicherweise veraltet)
Burgen

Pfalz Grona (Gedenkstein, auf dem Kleinen Hagen in der Nähe der Friedenskirche). Die Pfalz Grona war eine Kaiser- und Königspfalz, die 915 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie hatte ihre Glanzzeit im 10. und 11. Jahrhundert insbesondere unter Kaiser Heinrich II., der hier im Jahre 1024 starb. Die bereits Anfang des 13. Jahrhunderts zerstörte Burg wurde von den Herren von Grone wieder aufgebaut, aber 1294 in einer Fehde mit den Göttinger Bürgern zerstört und im Laufe des 14. Jahrhunderts als Steinbruch genutzt und vollständig abgetragen. Heute erinnert nur noch ein Gedenkstein auf dem Hagenberg oberhalb des Steilhangs zur Leine an die Lage der Pfalz, einige Dokumentationstafeln findet man im Turm der nur knapp 100 m weiter westlich liegenden Friedenskirche.letzte Änderung: Feb. 2017 (Angaben möglicherweise veraltet)

Bauwerke

Accouchierhaus, Kurze Geismarstr. 1. Das Accouchierhaus (accouchement (fr.) = Niederkunft) war die 1791 in Betrieb genommene Entbindungsanstalt der Universität, die vor allem armen Frauen die Möglichkeit bot, ihre meist unehelichen Kinder unter hygienischen, medizinisch begleiteten Umständen zur Welt zu bringen. Dabei stand jedoch weniger der soziale Gedanke im Vordergrund (auch wenn dieser im Sinne der zunehmenden Armenfürsorge sicher mit ausschlaggebend war), sondern vor allem die Ausbildung von Ärzten und Hebammen. Die Frauen mussten hingegen bis kurz vor der Geburt und auch danach leichte Arbeiten für die Kosten erbringen. Heute wird das Gebäude als Musikwissenschaftliches Seminar genutzt. Architektonisch sehenswert das Treppenhaus mit seinem Ringgeländer in der Mitte im Inneren des Gebäude. Das ehemalige Accouchierhaus ist zu Semesterzeiten i.d.R. frei zugänglich. Desweiteren bietet sich die Möglichkeit, die Musikinstrumentensammlung der Universität zu besichtigen (siehe Universitäre Museen und Ausstellungen).

  • Altes Rathaus (am Kornmarkt/historischen Marktplatz). Das dominante Gebäude von 1270 am Kornmarkt in der Weender Straße hat im Laufe der Jahrhundert schon eine Menge Funktionen erfüllt: Es war neben seiner Zeit als Rathaus zeitweise auch Gefängnis und Archiv. Heute erfüllt es nur noch repräsentative Funktionen und ist zudem Sitz der Tourist-Information. Frei zugänglich (allerdings nicht barrierefrei) auch ohne Führungen ist die historische Ratshalle mit der Wandbemalung Hermann Schapers. Weiterhin sehenswert die Dorntze, der mittelalterliche Sitzugssaal, die heute von Standesamt als Trauungszimmer genutzt wird. Das historische Heizungssystem des Rathauses und zahlreiche andere Details können im Rahmen einer Führung besichtigt werden.
  • Bismarckturm (in der Nähe des Hainholzhofes/ auf dem Kehr). Tel.: +49(0)551 400 3522 (nur während der Öffnungszeiten). Der 31,5 m hohe Aussichtsturm im Göttinger Stadtwald auf dem Kleperberg wurde im Jahre 1896 eingeweiht. Von seinen zwei Aussichtsebenen, die man über 180 Stufen erreicht, hat man einen weiten Blick über Göttingen und das Leinetal, zu erkennen sind im Süden die Gleichen, im Westen der Gaußturm auf dem Hohen Hagen und bei guter Sicht im Osten der Brocken im Harz. Erreichbar ist er zu Fuß von den Schillerwiesen auf verschiedenen Wegen bergauf gen Südosten durch den Stadtwald an Hainberg und Kleperberg. Mit dem Auto folgt man der Bismarckstraße bis zum Hainholzhof. Geöffnet: April - September samstags, sonntags und an Feiertagen von 11.30-18.00 Uhr. Preis: Erw. 2 €, Ki. 1 €.letzte Änderung: Feb. 2017 (Angaben möglicherweise veraltet)

Die Gewächshäuser des Alten Botanischen Gartens, die innerhalb des Stadtwalls liegen, stellen die historische Keimzelle der weitläufigen Botanischen Anlagen der Georg-August-Universität da. Sehenswert insbesondere das Viktoriahaus sowie das historische Farnhaus. Mehr dazu im Reiseführer Universität und Wissenschaft.

  • Grätzelhaus, Goetheallee 8. Das große Barockgebäude, erbaut 1741, war das Wohnhaus eines Tuchfabrikanten und gilt als eines der vornehmsten Gebäude der damaligen Zeit. Heute beherbergt es mit dem Kartoffelhaus eine Institution der Göttinger Gastronomie- und Kneipenszene.
  • Junkernschänke. Wenn auch gastronomisch in den letzten Jahren arg gebeutelt, bleibt das Fachwerkhaus aus der Mitte des 15. Jahrhunderts eines der schönsten Gebäude der Göttinger Innenstadt, das sowohl von außen wegen der vielfachen Schnitzereien, als auch von innen äußerst sehenswert ist. Die Junkernschänke gilt als eine der ältesten Weinstuben Deutschlands, wurde im 2. Weltkrieg teilweise zerstört, aber bereits kurz danach wieder aufgebaut. 1983 wurde die Fassade mit den Schnitzereien nach biblischen Motiven aufwändig rekonstruiert. Nach längerer Sanierung wegen Einsturzgefahr und mehrfach unterbrochenem Gastronomiebetrieb ist die Junkernschänke wieder geöffnet.letzte Änderung: Feb. 2017 (Angaben möglicherweise veraltet)
  • Lokhalle. Die als Lokrichthalle 1917 auf der Westseite des Bahnhofs erbaute Lokhalle, die unter anderem für die Wartung der Dampflokomotiven auf der Hannöverschen Südbahn diente, wurde nach langen Jahren des Verfalls schließlich vor dem endgültigen Abriss gerettet und beherbergt heute das Cinemaxx und ein Veranstaltungszentrum. Preis: £.letzte Änderung: Feb. 2017 (Angaben möglicherweise veraltet)

Das Rohnsches Badehaus im Cheltenhampark wurde 1820 als Warmbadeanstalt von C.F. Rohns erbaut. Der nach antikem Vorbild gestaltete 12eckige Pavillion beherbergt derzeit ein Antiquitätengeschäft.

  • Historische Sternwarte: Wohnsitz Carl Friedrich Gauß, der der erste Direktor der 1816 fertiggestellten Sternwarte der Universität wurde.
  • Saline Luisenhall, Greitweg 48, 37081 Göttingen. Tel.: +49(0)551 384 870, E-Mail: info@siedesalz.de. Luisenhall ist die letzte Pfannensaline Europas, die noch in Betrieb ist. Gegründet 1850 wechselte sie zuerst mehrfach den Besitzer und konnte erst ab 1881, als der Sohn des Göttinger Fabrikanten Levin die Saline übernahm, wirtschaftlich betrieben werden. Seidem ist die Saline in Familienbesitz. Produziert wird noch immer mit den aus dem 19. Jahrhundert stammenden Einrichtungen, die unter Denkmalschutz stehen. Auch wenn die Produktionsmenge lächerlich gering erscheinen mag im Vergleich zu den Produktionsmengen großer Salinen, so ist der Betrieb mit dem Verkauf der Salz-Produkte (u.a. verschiedene Körnungen) und dem Badehaus (s.u. Sport und Freizeit) erfolgreich. Verkauf des Luisenhaller Salzes im Badehaus der Saline und in vielen Supermärkten der Stadt (tegut, Karstadt-Feinkost). Geöffnet: Besichtigung auf Anfrage möglich. Mo bis Do 07:30 - 16:00, Fr 07:00 - 15:00 Uhr.letzte Änderung: Jun. 2020
Mühlen

Zahlreiche Mühlen gab es im Göttinger Stadtgebiet entlang des Leinekanals, von denen heute noch einige erhalten sind:

Die Odilienmühle (auch Kleine Mühle) liegt direkt innerhalb des Walls auf Höhe des Bismarckhäuschens in der Hospitalstraße 35. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1766, die Mühle wurde bis 1945 betrieben. Zugang von der Stadt über Düstere Straße oder Hospitalstraße. Heute befindet sich das Restaurant Sausalitos in dem Gebäude.

Die Große Mühle, auch Alte Mühle oder Stockleff-Mühle genannt, liegt am Waageplatz. Die Mühle wurde 1305 erbaut und war bis 1882 in Betrieb. Das noch erhaltene Gebäude - der größte Teil wurde 1967 für den Bau des früher in direkter Nachbarschaft befindlichen Stadtbades abgerissen - steht unter Denkmalschutz. Im Zuge der Einrichtung sogenannter Wissenshäuser durch Stadt und Universität soll die Große Mühle restauriert und als eine Art Museum wieder hergerichtet werden.

Die Walkemühle ist in Fließrichtung die erste Mühle am Ende des 13. Jahrhunderts angelegten Leinekanals. Sie liegt außerhalb der Innenstadt am Rande der Südstadt, nur ein paar Schritte vom Wohnmobilstellplatz entfernt, und ist heute integriert in das Badeparadies Eiswiese.

Denkmäler

Das Mahnmal für die alte Synagoge, die 1938 abbrannte findet man an der Kreuzung Obere Masch und Untere Masch am westlichen Rand der Innenstadt (innerhalb der Wallanlagen)

Bismarckstein. Der sogenannte Feueraltar wurde 1903 eingeweiht. Er entstand in Folge einer Forderung der deutschen Studentenschaft, die zu Ehren Bismarks die Einrichtung von Feuersäulen propagierten. Im Göttinger Volksmund auch "Elefantenklo" genannt, war das Gemäuer am Klausberg lange umstritten, wurde dann aber saniert und seit 2005 wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Im Rahmen einer Wanderung durch den Göttinger Stadtwald oder eines Spaziergangs durch die oberen Straßen des Ostviertels (zugänglich über den oberen Nonnenstieg) kann der Bismarckstein erreicht werden.

Gauß-Weber-Denkmal am Stadtwall am Geismartor, enthüllt 1899. Das Doppelstandbild der beiden großen Göttinger Wissenschaftler Carl Friedrich Gauß und Wilhelm Weber befindet sich in der Wallanlage an der Ecke Bürgerstraße/ Kurze Straße und damit direkt unter dem damaligen Verlauf des ersten Telegrafen, den die beiden 1833 installierten (siehe auch Lichtinstallationen).

Die Heinz-Erhardt-Denkmal an der Kreuzung am Auditorium Maximum ist ein ungewöhnliches, leider aber auch unauffällig platziertes Denkmal. Sie erinnert an den in Göttingen gedrehten Heinz-Erhardt-Film Natürlich die Autofahrer. Die Figur ist gleichzeitig die einzige Erinnerung an die Filmstadt Göttingen, in der in den 50er und 60er Jahren durch die Filmaufbau GmbH Göttingen neben einigen Erhardt-Filmen auch zahlreiche andere damals bekannte Filme gedreht wurden wie Königliche Hoheit, Rosen für den Staatsanwalt und Hunde, wollt Ihr ewig leben.

Lichtenberg-Skulptur am Alten Rathaus

Reitstalltor am Platz der Göttinger Sieben. Das Tor ist das letzte Überbleibsel des früher an der Weender Straße (heutiges Einkaufszentrum Carree) gelegenen Universitäts-Reitstalls, der im Zuge von "Modernisierungen" 1968 abgerissen wurde. Das Portal des denkmalgeschützen Gebäudes wurde zuerst eingelagert und 1974 auf dem Parkplatz des Geisteswissenschaftlichen Zentrums der Universität (Zentrales Hörsaalgebäude/ Zentralmensa) wieder aufgebaut. Heute ist es nur noch etwas versteckt hinter dem neuen Lern- und Studiengebäude der Universität zu finden.

Zwangsarbeiter-Denkmal auf dem Vorplatz der Lokhalle, Informationen zur Geschichte der etwa 6000 Zwangsarbeiter, die während des 2. Weltkrieges in Göttingen Dienst leisten mussten.

Museen

Göttingen kann zwar mit einer Vielzahl an kleinen Museen und Ausstellungen aufwarten, viele sind jedoch als universitäre Einrichtungen derzeit nur zu sehr eingeschränkten Zeiträumen zugänglich. Universität und Stadtverwaltung planen die Einrichtung eines Wissenshauses im Alten Auditorium Maximum, in denen Exponate aus vielen kleinen, aber sehenswerten Sammlungen der Universität präsentiert werden sollen. Derzeit müssen Göttingen-Reisende jedoch noch sehr genau auf die sehr beschränkten Öffnungszeiten achten, wenn sie die Ausstellungen bzw. Museen besuchen möchten. Außerhalb des universitären Bereiches gibt es nur wenige museale Sehenswürdigkeiten in Göttingen.

  • Städtisches Museum, Ritterplan 7/8, 37083 Göttingen. Tel.: +49(0)551 400 2843, E-Mail: museum@goettingen.de. Geöffnet: Di-Fr 10.00-17.00, Sa+So 11.00-17.00 Uhr. Mo geschlossen. Wegen Sanierungsarbeiten sind mehrere Bereiche des Städtischen Museums vorläufig geschlossen. Die Ausstellung zur Kirchenkunst ist jedoch zugänglich.
  • Bismarckhäuschen. Es ist am Wall der letzte Turm der mittelalterlichen Stadtbefestigung, ist aber heute vor allem bekannt als die Studentenwohnung des späteren Reichskanzlers Otto von Bismarcks für ca. ein halbes Jahr von 1832 bis 1833. Der Legende nach soll Bismarck wegen unangemessenen Verhaltens hierher außerhalb der Stadtgrenze "verbannt" worden sein. Der Besuch des Bismarckhäuschens kann mit einem Rundgang über die Wallanlagen verbunden werden. Geöffnet: Di 10 - 13 Uhr, Do und Sa 15 - 17 Uhr.
Universitäre Museen und Ausstellungen

Unter dem Titel Sonntagsspaziergänge: Kunst – Kultur – Natur sind sechs universitäre Sammlungen jeden Sonntag von 10 - 16 Uhr geöffnet: Geowissenschaftliches Museum, Kunstsammlung, Zoologisches Museum, Ethnologische Sammlung, Sammlung der Gipsabgüsse antiker Skulpturen, Musikinstrumentensammlung. Alle werden detailliert im Reiseführer über Universität und Wissenschaft in Göttingen vorgestellt.

  • Geowissenschaftliches Museum der Universität Göttingen, Goldschmidtstraße 1-5, 37077 Göttingen. Dinosaurierspuren, Fossilien, Meteoriten - verschiedene Dauerausstellungen aus den Bereichen Mineralogie, Paläontologie und Geologie.
  • Gipsabguss-Sammlung- Mehr als 2000 Exponate im Archäologischen Institut der Universität, außerdem die Münzsammlung.
  • Kunstsammlung der Universität- Kupferstichkabinett, Gemäldesammlung, Sammlung internationaler Videokunst
  • Zoologisches Museum- Kleines Museum mit großem Skelett eines Pottwals
  • Ethnologische Sammlung - am Theaterplatz, mit Baron-Asch-Sammlung aus der arktischen Region, der Sammlung von Federschmuck südamerikanischer Indianer und der umfangreichen Cook/Forster-Sammlung, die aus den drei Südsee-Expeditionen James Cooks zwischen 1768 und 1780 stammen.
  • Musikinstrumentensammlung der Universität im Accouchierhaus

Weitere Sammlungen und Gebäude

Das frühere Universitätsgefängnis, der Karzer im Gebäude der Universitätsaula am Wilhelmsplatz, kann im Rahmen von Stadtführungen besichtigt werden.

  • Sammlung Astrophysik: Die kleine Sammlung mit zahlreichen Originalgeräten von Carl Friedrich Gauß ist i.d.R. nur im Rahmen der öffentlichen Führungen im Institut für Astrophysik zu besichtigen.
  • Sammlung mathematischer Modelle: 500 mathematische Modelle von 1780 bis 1930 aus Gips, Karton, Holz, Metall, außerdem mathematische Geräte und Rechenmaschinen.
  • Rechnermuseum, Am Faßberg 11 (Turm 6). Museum der GWDG, Sammlung historischer Rechenmaschinen. Geöffnet: Mo-Fr 7:00-21:00; Sa, So 10:00-18:00. Preis: kostenlos.
Straßen und Plätze

Zwei zentrale Plätze gibt es, wenn man in der Göttinger Fußgängerzone einen Treffpunkt vereinbaren möchte: Das Gänseliesel (s.o.) auf dem Kornmarkt am Alten Rathaus oder der Nabel etwas weiter nördlich auf der Weender Straße.

  • Kornmarkt am Alten Rathaus. Der Platz in Göttingen, auf dem nicht nur das Gänseliesel auf seinem Brunnen residiert, sondern (nach Ausbau einer überdimensionierten Gastronomieumrandung leider sehr versteckt) auch die Figur Georg Christoph Lichtenbergs zu finden ist. Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Vier-Kirchen-Blick (zu finden ist die Platte vor dem Eingang zu einem Optiker im Süden des Kornmarkts): Stellt man sich auf die im Boden eingelassene Metallplatte und dreht sich langsam um die eigene Achse, so kann man die Türme von vier Innenstadtkirchen erkennen: im Süden St. Michael, im Westen St. Johannis, im Norden St. Jacobi und im Osten St. Albani.

An sich nur eine simple Strassenkreuzung, ist der Nabel Treffpunkt der wichtigsten Nord-Süd-Achse Weender Straße, der Hauptfußgängerzone, mit dem Strassenzug in Ost-West-Richtung Theater-Prinzenstraße (-Goetheallee). Seit dem Anlegen der Göttinger Fußgängerzone in den 1970er Jahren kontinuierliches Übungsobjekt der Stadtverwaltung zur Gestaltung urbaner Räume. Zunächst ein Brunnen, wurde hier in den Folgejahren (mit Ausnahme einer Reiterstatue für einen verdienten Stadtbaurat) ziemlich alles mal an Stadtmöbeln verbaut, was der Markt und der Stadtetat hergab und weiterhin hergibt.

Planetenweg: Besucher, die Göttingen mit der Bahn bereisen, werden anhand des Planetenweges bereits vom Bahnhof an auf hohem Bildungsniveau in die Stadt geleitet. Dieser besteht aus 10 Bronzestelen in maßstabsgetreuen Abständen, auf denen die Planeten unseres Sonnensystems abgebildet und erläutert werden. Er beginnt mit der Sonne am Eingang der Goetheallee vom Bahnhof aus, erstreckt sich mit den Planeten Merkur, Erde, Venus und Mars über die Goetheallee, den Jupiter kurz vor der Fußgängerzone in der Prinzenstraße (am Nabel) und den Saturn vor dem Deutschen Theater. Danach geht es - wie im Sonnensystem auch - in größeren Abständen weiter nach draußen, der Uranus findet sich nach einigert Lauferei am Eichendorffplatz, der Neptun nach einem weiteren Marsch bergan an der Kreuzung der Herzberger Landstraße mit der Ewaldstraße. Nach neuesten Erkenntnissen sind dies alle Planeten unseres Sonnensystems. Jedoch stammen die Stelen aus dem Jahre 2003, also noch aus der Zeit, bevor der Pluto als Planet degradiert wurde, und so ist auch seine Stele zu finden, oben auf dem Kleperberg, zu Füßen des Bismarckturmes. Dass der kleine Planet selbst von Unbekannten aus der Stele entfernt wurde, ist vielleicht seiner Degradierung geschuldet...

  • Börner-Viertel: Das Börner-Viertel ist eine kleine Passage in der Altstadt, über zwei kleine Innenhöfe sind Rote Straße und Barfüßer Straße verbunden. Hier liegt mittendrin sehr schön ruhig das Restaurant Gaudi und ein Cafe. Bei gutem Wetter kann man hier auch draußen sitzen.
  • Christian-Gottlieb-Heyne-Ufer am Leinekanal: Der 3 km lange Leinekanal läuft vielfach verborgen durch das Stadtgebiet, angelegt im 13. Jahrhundert für die Mühlen im Stadtgebiet. Lohnenswert für einen kleinen Spaziergang ist der Abschnitt des flachen Kanals zwischen der Groner Straße und der Goetheallee, wo ein schmaler Fußweg am Ufer durch ruhige Wohnbebauung führt und immer wieder den Blick auf schöne Hinterhöfe und einige alte, restaurierte Gebäude wie auf das 1760 erbaute Heyne-Haus und die Paulinerkirche freigibt. Zu früheren Zeiten war dies eher eine unansehliche Ecke der Stadt, in der der Henker lebte, wo die Bordelle waren und wo die Abwässer direkt in den Kanal eingeleitet wurden, der wegen des geringen Gefälles oftmals zu einem stinkenden Gewässer wurde. Heute dagegen sollte man sich die Gegend bei einem Stadtrundgang nicht entgehen lassen.
Parks und Gärten
  • Alter Botanischer Garten, Untere Karspüle. Er liegt direkt an den alten Wallanlagen zwischen der Unteren Karspüle innerhalb des Walls und dem Nikolausberger Weg bzw. der Wilhelm-Weber-Straße außerhalb der Wallanlagen. Von allen drei Straßen gibt es Eingänge, am meisten beeindruckend ist sicher der Zugang über die Untere Karspüle, wo die alten botanischen Institute und die historischen Gewächshäuser der Universität liegen, die ebenfalls besichtigt werden können. Den Alten Botanischen Garten betritt man vom Institutsgelände durch einen der drei Tunnel unter dem alten Wall, was allein ein besonderes Erlebnis ist. (Mehr zu den botanischen Anlagen unter Göttingen/Universität und Wissenschaft.) Das Café Botanik bietet ganzjährig in kleinem Haus, im Sommer aber mit Biergarten auf dem Institutsgelände und origineller Terrasse direkt am Wallhang den geeigneten Rahmen für eine Pause nach einem Rundgang durch die sehenswerten botanischen Anlagen. Geöffnet: März-Nov. tägl. 8-18.30 Uhr, Dez.-Febr. tägl. 8-16 Uhr; Gewächshäuser: tägl. 8-15 Uhr.
  • Experimenteller Botanischer Garten,er liegt im Universitäts-Nordbereich angrenzend an die Gebäuder der Fakultäten für Chemie und Geowissenschaften. Der Garten ist der wissenschaftliche Versuchsgarten der Universität und der Nachfolger der Alten Botanischen Gartens, der allerdings weiterhin erhalten wird.
  • Bartholomäusfriedhof, zwischen Güterbahnhofstraße und Weender Landstraße, wurde von 1747 bis 1881 als Friedhof genutzt. Nachdem er lange Jahre dem Verfall preisgegeben war, wurde er in den letzten Jahren wieder hergerichtet und wird heute als Grünanlage genutzt. Zwei Mausoleen und einige Grabstätten bekannter Göttinger Bürger und Professoren konnten erhalten werden, wie das Grab von Georg Christoph Lichtenberg, Abraham Gotthelf Kaestner und der Verlegerin Anna Vandenhoeck.
  • Der Cheltenhampark liegt gleich außerhalb der Stadtmauer angrenzend an die Stadthalle und ist die zentrale Grünfläche für die Innenstadt. Mit Schwänchenteich, zwei Kinderspielplätzen, Kräuterbeeten und zahlreichen Gradflächen ist es eine der zentralen Adressen für die Mittagspause oder Familiennachmittage im Grünen, für Studierende zum Lernen und Feiern, für Grillabende uvm. Slackliner finden hier einige fest installierte Pfosten für ihr Hobby (westlich des Schwänchenteiches).
  • Forstbotanischer Garten, zwischen Robert-Koch-Straße und Fassberg. Auf 17 ha wachsen im Forstbotanischen Garten der Universität etwa 800 verschiedene Baum- und Straucharten. Angrenzend findet sich das pflanzengeographische Arboretum, in dem Gehölze nach ihren geographischen Vorkommen zueinander angeordnet sind. Geöffnet: Frei zugänglich.
  • Geopark, Fakultät für Geowissenschaften und Geografie, Nord-Universität, Goldschmidtstr. 3-5 (jederzeit zugänglich). Im Geopark, der seinen Besuchern die Dynamik der Erdkruste sowie die Geschichte der Erde begreifbar machen will, finden sich versteinerte Baumstümpfe (Stubben) von Mammutbäumen ebenso wie große, spektakuläre Gesteinsformationen aus verschiedenen Regionen und erdgeschichtlichen Zeitaltern. Die "Arthus-Runde" aus polierten Gesteinsplatten ist Beispiel für die vielen künstlerisch gestalteten Exponate, die den Geopark ergänzen.
  • Kiessee, in der Südstadt gelegenes Naherholungsgebiet. Der aus einem früheren Kiestagebau entstandene See, der nicht zum Baden freigegeben ist, mit einer Wasserfläche von ca. 15 ha und einer Uferlinie von ca. 2,5 km bietet einen schönen Rundkurs für Spaziergänger und Jogger, und auf der Ostseite einen Spielplatz und zahlreiche Liegewiesen. Verschiedene Sportbootvereine haben am Westufer ihre Stege, desweiteren gibt es einen Bootsverleih mit Ruder- und Tretbooten. Neben dem Restaurant mit seiner Terrasse direkt am See gibt es noch angrenzend einen Kiosk und einen Biergarten. Dort befindet sich auch ein weiterer kleiner Spielplatz. Verschiedene Zuflüsse zum See und neuangelegte Wege im Südbereich des Sees haben ein Biotop für die verschiedensten Vogelarten geschaffen, daneben gibt es verschiedene Fischarten im See und eine kleine Population von Schildkröten auf der Vogelinsel im Süden des Sees, die man auf einer Bootstour zu Gesicht bekommen kann, wenn sie sich am Ufer sonnen. Im Winter bietet der Kiessee nach ausreichenden Frostphasen eine große Eislauffläche, mit Schlittschuhverleih und Glühweinstand. Zufahrt zum Kiessee über den Sandweg (bei Hochwasser gesperrt), allerdings gibt es nur wenige Parkplätze. Die Buslinien 61 und 130 halten am Kiessee.
  • Mittelalterlicher Stadtgarten, in der Altstadt, auf dem Grundstück Rote Straße 34, tagsüber frei zugänglich von der Mauerstraße. Auf dem Grundstück des vermutlich um 1260 errichteten ursprünglichen Gebäudes, das in jahrelangen Sanierungsarbeiten in der auf das Jahr 1734 zurückzuführenden Form wieder hergerichtet wurde, wurde ein Garten angelegt, wie er vermutlich in dieser Zeit in den begüteteren Häusern üblich war. Die Auswahl der Pflanzen und die Beflanzung der Randeinfassung wurde von einer Paläobotanikerin getroffen, es handelt sich um Gewürz- und Heilpflanzen, wie sie im Mittelalter bevorzugt angebaut wurde. Es findet sich ebenfalls ein kleiner Sitzplatz für eine schattige Pause im Garten.
  • Rosarium,1930 entstanden. Es liegt außerhalb des westlichen Stadtwalls direkt angrenzend an den Albanifriedhof und wurde in den Kriegs- und Nachkriegsjahren immer weniger gepflegt und verfiel durch Vandalismus und Diebstahl zunehmend, bis im Jahre 1999 eine Initiative für eine Restaurierung und Neubeflanzung sorgte. Heute finden sich auf 1300 m² Gesamtfläche gut 450 m² Rosenbeete mit 400 Rosenplanzen von 100 verschiedenen Sorten, wobei auch einige sehr alte Sorten erhalten werden konnten. Das frei zugängliche Gelände im Teichweg bietet schöne Rast- und Ruheplätze.
  • Schillerwiese, beliebte Parkanlage im Ostviertel unterhalb des Stadtwaldes, Schönwetter-Treffpunkt der Göttinger, vor allem für Familien und Studierende, aber ansonsten buntgemischtes Publikum auf den Wiesen, Bänken, am Kletterwald-Spielplatz und Plätscherbach, Tennisplatz und Minigolfanlage. Kiosk, WC.
  • Wallanlagen, der mittelalterliche Stadtwall ist fast vollständig als Parkanlage und Fußweg rund um die Altstadt erhalten. Aufgänge z. B. vom Wallaufgang Goetheallee direkt am Bahnhof, vom Wallaufgang Deutsches Theater oder vom Wallaufgang Albanikirchhof aus.
  • Wildgehege am Kehr am Hainholzhof auf dem Kleperberg, Nähe Bismarckturm und Hainberg-Observatorium. Kleines Wildgatter mit Rehen und Wildschweinen, jederzeit zugänglich. Biergarten mit Kiosk, April - Oktober Di-Sa ab 12, So und feiertags ab 10 Uhr geöffnet. Im Winter nur am Wochenende geöffnet. An jedem ersten Wochenende der Monate Juni, Juli, August und September Frühschoppen mit Live-Musik. Vom Wildgehege Wanderung durch den Stadtwald zurück ins Zentrum oder auf zahlreichen Wanderwegen durch den Göttinger Stadtwald.
Universität und Wissenschaft

Göttingen als die Stadt, die Wissen schafft ist nicht nur Sitz der großen Georg-August-Universität und einiger Fachhochschulen, sondern war bis 1961 auch Sitz der Max-Planck-Gesellschaft und beherbergt heute fünf Max-Planck-Institute.

Daneben haben zahlreiche andere Forschungseinrichtungen ihren Hauptsitz oder einzelne Institute in Göttingen, so das Deutsche Primatenzentrum, eine Abteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Institut für Zuckerrübenforschung und die Akademie für Ethik in der Medizin. Zahlreiche wissenschaftliche Veranstaltungen, Forschungseinrichtungen, Sammlungen und Bibliotheken stehen auch Besuchern offen.

Ausführliche Informationen über Geschichte und Sehenswürdigkeiten des Wissenschaftsstandorts Göttingen findet man im Reiseführer Göttingen/Universität und Wissenschaft.

Verschiedenes

Günter Grass, der 2015 verstorbene Schriftsteller und Grafiker, war Göttingen durch seinen Verlag, den Göttinger Steidl-Verlag, in den letzten 20 Jahren seines Leben stark verbunden und besuchte die Stadt oft. Er stiftete in dieser Zeit zwei von ihm geschaffene Skulpturen, die jeweils in seiner Gegenwart enthüllt wurden:

  • Die Skulptur "Butt im Griff" an der Paulinerkirche im Papendiek wurde 2004 aufgestellt und ist nach einem Entwurf von Grass gestaltet. Die 2,30 große Bronzeskulptur ist jedoch kein Einzelstück, sondern steht in gleicher Form ebenso im dänischen Sønderborg.
  • Die Skulptur "Göttinger Sieben" würde 2011 aufgestellte. Sie bestehtbaus Stahl und steht am Campus der Universität. Sie wurde von Grass zusammen mit seinem Verleger Steidl gestiftet und soll an die Göttinger Sieben erinnern.
  • Lichtinstallation am Kreishaus Am Geismartor, dem heutigen Hiroshima-Platz findet man bei Dunkelheit gleich zwei sehenswerte Lichtinstallationen: Auf dem Gebäude des Landkreises an der Kreuzung Bürgerstraße/ Reinhäuser Landstraße ist eine dauerhafte Lichtinstallation mit wechselnden Farbspielen zu sehen.
  • Ausgangspunkt des Laser-Telegrafen Auf dem quer über die Kreuzung gegenüberliegenden Gebäude der Volksbank wird jeden Abend mit einem Laser-Telegraf die Strecke des elektromagnetischen Telegrafen, dem Gauß-Weber-Telegraf, nachgezeichnet, mit dem Carl Friedrich Gauß und Wilhelm Weber 1833 die erste telegrafische Nachrichtenübermittlung zwischen ihren beiden Arbeitsplätzen in der Sternwarte bzw. dem damaligen Physik-Institut bei der Paulinerkirche gelang, mittels eines 1,2 km langen Drahtes über die Dächer der Innenstadt. Der Laser sendet jeden Abend zur übernächsten vollen Stunde nach Sonnenuntergang nach einem von Gauß und Weber entwickelten Code verschlüsselte Nachrichten. Mit Stift und Papier abendlich losziehen und die Nachricht entschlüsseln!
Archäologische Fenster

An einigen Orten ermöglichen Glasplatten Einblicke in Fundstücke aus abgeschlossenen archäologischen Grabungen oder in andere historische Zeitabschnitte:

  • In der Sparda-Bank (Groner Straße 24) ist eine alte Sandsteinrinne zu sehen.
  • Bei Jack Wolfskin in der Langen Geismarstraße 41 finden sich Feuerstellen aus dem 15. Jahrundert unter Glas im Boden.
  • Im Cinemaxx in der Lokhalle sind unter Gitter Einblicke in die alten Arbeitsgruben des Richtwerks möglich.
  • Einblicke in alte Brunnen bekommt man am Kreishaus (Bürgerstraße), am Campus der Universität auf dem Weg zu neuen Universitätsbibliothek (SUB) und im Lichtenberghof im Papendiek 14.
Gedenktafeln

Kanzler, gekrönte Häupter, Nobelpreisträger, auch ein rotchinesischer Feldmarschall: Göttingen beherbergte vor Allem dank seiner Uni viele berühmte Persönlichkeiten. Manche, wie Bismarck, waren zum Zeitpunkt ihres Göttingen-Aufenthalts noch nicht prominent, Andere schon. Mehrere Hundert Gedenktafeln befinden sich an den ehemaligen Wohnhäusern, verstreut im Stadtgebiet. Eine Übersicht gibt es hier (allerdings nach Namen, nicht nach Strassen sortiert). Die grösste Dichte findet sich im Zentrum innerhalb des Walls und in den östlich angrenzenden Gründerzeitvierteln.