Geographical Frankfurt am Main

Höchst

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Adresse
Frankfurt am Main, Deutschland
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Nach: Höchst, Frankfurt am Main

Informationen zu Höchst
"Villa hostat" nannten die Römer den 1928 eingemeindeten westlichen Vorort, als sie im 1. Jh. n.Chr. hier ein kleines Kastell erbauten, in dem Ziegel gebrannt wurden für die Stadt Nida (die heutige Römerstadt). Ihr ältester, zum Fluss gelegener Teil weist noch eine geschlossene, behutsam restaurierte historische Bebauung auf mit verwinkelten Gassen und Fachwerkbauten. Besonders sehenswert ist das Dalberger Haus, in dem die 1786 gegründete Höchster Porzellanmanufaktur Verkaufsräume unterhält. Der Firmensitz und die Erlebnismanufaktur sind inzwischen in der Palleskestr. 32 angesiedelt. Beachten sollten Besucher außerdem das Kronberger Haus (Dependance des Historischen Museums Frankfurt), das Alte Rathaus und das Greifenclausche Haus (beides Renaissancesteinbauten mit Treppengiebeln) sowie die rekonstruierten Bauten Zum Anker und Zum Karpfen (ein ehemaliges Gasthaus, in dem schon Goethe speiste). Heute kehren Radfahrer, Rollerblader und Spaziergänger gerne bei den Wirten auf dem Höchster Schlossplatz ein. Das Höchster Schloss wurde im Mittelalter als Zollburg errichtet. Die Mainschiffer mussten hier Tribut entrichten - denn Höchst zählte nicht zu Frankfurt, sondern zum Kurfürstentum Mainz. Alljährlich von Mitte Juni bis Mitte Juli bilden Schloss und Schlossplatz das Zentrum des Höchster Schlossfestes. Der schönste Blick auf das 790 erstmals urkundlich erwähnte (Alt-)Höchst bietet sich vom Fähranleger auf der Frankfurter Mainseite. Fast intakt präsentiert sich die historische Uferfront: Vom Ochsenturm im Westen, dem Schlossturm über das Maintor mit dem hinter der kleinen Bastion sichtbaren Zollturm bis hin zur ehemaligen Mainmühle beherrscht die vollständig erhaltene Stadtmauer aus dem 14./15. Jh. mit der darüber aufragenden Justinuskirche das Bild. Das Gotteshaus ist das älteste auf Frankfurter Stadtgebiet, es wurde ab 825 gebaut und 850 durch Rabanus Maurus geweiht. Nach Osten hin beschließt der über der Niddamündung gelegene Barockbau des Bolongaropalasts das malerische Ensemble. Der dreiflügelige barocke Bau wurde 1772-1775 für zwei Schnupftabakfabrikanten gebaut. Die historische Gartenanlage dient jeden Sommer als Kulisse für das Theaterfestival Barock am Main mit Mundartumdichtungen berühmter Bühnenklassiker und mitunter auch Opernaufführungen. Westlich der Altstadt und des Bolongaropalasts entstand 1920-1924 nach Plänen von Peter Behrens die Hauptverwaltung der Farbwerke Höchst. Im zentralen Teil des Backsteinbaus schuf der auch in der Jugendstilsiedlung auf der Mathildenhöhe in Darmstadt wirkende Architekt mit dem Kuppelsaal eine Art Kathedrale der Arbeit. Auch ein Paternoster ist in dem Behrensbau noch in Betrieb.

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