Museo Nazionale del Bargello

Den ältesten Florentiner Kommunalpalast errichteten die freien Bürger der Republik Florenz 1255 für den podestà, den Stadtvogt. Heute beherbergt der festungsähnliche Bau eine große Sammlung von Renaissanceskulpturen. Die hohen Gewölbe dieses zinnengekrönten Palasts beherbergen die größte Sammlung italienischer Skulpturen des 14.-16. Jhs., außerdem die Medaillensammlung der Medici, bedeutende Elfenbeinwerke und Majoliken des 15.-18. Jhs. sowie Waffen und Kleinbronzen. Glanzstücke des Museums sind Michelangelos Trunkener Bacchus (1497 begonnen), die Marmorbüste des Brutus (um 1540) und das kreisrunde Tondo Pitti (1504), die zusammen mit Werken Cellinis, Giambolognas und anderen im Erdgeschoss ausgestellt sind. Im großen Saal des Obergeschosses befinden sich Skulpturen der Frührenaissance, unter ihnen die Davidstatuen in Marmor (1408) und in Bronze (1423) von Donatello. Der burgähnliche Palast selbst, 1254-61 erbaut, diente mit seinem 54 m hohen Turm früher als Sitz des Stadtkommandanten (Capitano del Popolo) und des Bürgermeisters (Podestà). 1502-1859 waren hier das Stadtgefängnis und die Wohnung des Polizeihauptmanns (Bargello) untergebracht, der dem Gebäude seinen heutigen Namen gab. Neben dem Brunnen im wappengeschmückten Innenhof stand der Galgen, an dem bis 1782 hingerichtet wurde.

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