Galleria degli Uffizi

Das Gebäude wurde im Auftrag Cosimo I. de'Medici 1559-81 nach Plänen Giorgio Vasaris erbaut, um die Ämter des Staats aufzunehmen. Inzwischen beherbergt es eine der reichhaltigsten und berühmtesten Gemäldesammlungen der Welt sowie im ersten Stock das Gabinetto dei Disegni e delle Stampe, eine Sammlung von 150.000 Zeichnungen und Drucken. Heute kann man über 330 Meisterwerke, die seit Jahrzehnten in den Depots lagerten, auf über 3000 m2 neuer Ausstellungsfläche in vielen neuen Sälen bewundern. Das neue Ausstellungskonzept, die moderne Beleuchtung sowie die Restaurierung der Marmorböden und der Deckengestaltungen heben sich nun sehr von den bisherigen Räumen ab. Die Besichtigung beginnt in der zweiten Etage, die Werke sind in chronologischer Reihenfolge vom 13. bis zum 15. Jh. und nach Schulen geordnet ausgestellt. Schwerpunkt bildet die italienische Renaissance. Auf den breiten Korridoren sind griechische und römische Statuen sowie flämische Gobelins zu sehen. Die kostbarsten Statuen stehen auf eigens für sie angefertigten Sockeln in der Tribuna del Buontalenti, dem prachtvollen achteckigen Raum, der als einer der ersten für Kunstwerke konzipiert wurde und den Sie nach langer Restaurierung endlich wieder bewundern können. Dem vorgegebenen Wegweiser folgend, kommt man zuerst zu den großen gotischen Altartafeln von Cimabue und Giotto, gefolgt von Werken der Sieneser Schule des 14. Jhs. und den großen Malern der Frührenaissance: Masaccio, Piero della Francesca und auch Sandro Botticelli, dessen Gemälden, darunter der Geburt der Venus, ein eigener Saal gewidmet ist. Von Leonardo da Vinci stammt die große Anbetung der Könige. Auf der Westseite des Gebäudes befinden sich die Werke von Tizian (Venus von Urbino), von den aus Venedig stammenden Künstlern Veronese, Tintoretto und Caravaggio, sowie der neu konzipierte Saal 35, die Sala Rossa, in der Sie u.a. das Tondo Doni, eines der bekanntesten Gemälde Michelangelos, bewundern können. Das erste Stockwerk gehört zum neuen Teil der Uffizien. Die Sale Blu, die blauen Säle, sind spanischen, französischen, flämischen und niederländischen Künstlern aus dem 16. und 17. Jh. gewidmet (Rubens, Rembrandt und van Dyck). Die anschließenden Sale Rosse beherbergen größtenteils Werke des Florentiner Manierismus, in denen besonders Schöpfungen von Andrea del Sarto und Raphael herausragen. Besonders hervorzuheben sind weiterhin Werke von Rosso Fiorentino und Pontormo sowie die famosen Medici-Porträts von Bronzino. Der Rundgang führt weiter vorbei an Gemälden von Correggio und Parmigianino bis zur venezianischen Malerei und endet in den Sale Gialle, den gelben Sälen, die Werke aus dem 17. Jh. präsentieren.
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