Flandern Essen & Trinken

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An der großen Theke gibt es frische Scha­ lentiere und gute Fischgerichte. Ungezwungene Atmosphäre, modisches Pub­likum.
Ausschließlich vegetarische Gerichte aus Bioprodukten, besonders beliebt sind die Käsekroketten und Obstkuchen.
Nette Brasserie, wo Kinder Könige sind. Am Wochenende speisen und spielen sie im Dachgeschoss, ohne Eltern, aber mit einer engagierten Kindergärtnerin.
Modernes, warmes Design, hübsche Veranda und eine lebhafte Bar. Leckere Biergerichte, gute Auswahl an Salaten, Kinderteller.
Ein Labyrinth von Räumen auf mehreren Stockwerken, Terrasse. Bombenstimmung, das Bier kommt per Leitung aus der Hausbrauerei. Zur Stärkung gibt es einfache Gerichte.
Nettes indisches Restaurant, hier gibt’s ein abwechslungsreiches vegetarisches Buffet, an dem man sich nach Herzens­lust bedienen kann – für 10 Euro!
Gemütliche Gartenwirtschaft einer Kleinbrauerei, große Bierauswahl. Gut für den Start ins Abendprogramm.
In Gemäuern aus dem 19. Jh. werden die feinen, aber alkoholreichen Biere Brugse Zot und Straffe Hendrik gebraut. Dazu kommt sowohl in der Taverne als auch im netten Biergarten schmackhafte…
Mehr als 100 Jahre hat das Café Beve­ren im alten Hafen auf dem Buckel. Das Besondere an diesem Veteranen: die alte Decap­ Tanzorgel, wie sie früher in vie­len Kneipen zu finden war und die auch…
Führender Jazzclub, angenehm intim. Fast jeden Tag Livekonzerte nach 22 Uhr.
Die Gaststätte aus dem Jahr 1937 steht unter Denkmalschutz. Attraktion sind der Billardtisch und die Wettbewerbe für Bogenschützen in einem Turm hinter der Theke.
Die kleine Brauerei würzt ihre Spezialitä­ten nicht mit Hopfen, sondern mit einer geheimen Kräutermischung. Serviert wird auch der Aperitif Roomer auf Holun­derbasis. Tolle Atmosphäre in…
Nettes Lokal, mehrere Stockwerke, angenehme Terrasse neben der Basilika. Gute Küche, Kindergerichte, schöne Auswahl limburgischer Biere und Weine.
Vom japanisch gestylten Speisesaal schweift der Blick zum großen Gemüsegarten. In der restaurierten Scheune des Bauernhofs kreiert Gert De Mangeleer Fusiongerichte aus taufrischen Saisonprodukten…
In der offenen Küche des Restaurants wird über Holzfeuer Fleisch gegrillt, dazu gibt’s gesunde Beilagen nach Wahl, Portionen je nach Hunger. Unbedingt probieren: die sechs Stunden lang gegrillte,…
In seinem eleganten Haus interpretiert Matthieu Beudaert die regionalen Gerichte modern und leicht, immer mit saisonalen Produkten der Gegend.
Hier wechseln die leckeren Gerichte aus saisonalen Bioprodukten täglich. Witzig ist der lange Gemeinschaftstisch, der die Kommunikation fördert.
Kreative Köstlichkeiten aus einheimischen Biogemüsen, Wildkräutern und auch weniger edlen Fisch- und Fleischsorten.

Essen & Trinken

Gälte es, die flämische Küche auf ein einziges Bild zu reduzieren, es wäre die dampfende Portion Pommes auf der Hand. Nicht, dass es keine gehobene Küche gäbe – ganz im Gegenteil. Aber die Flamen haben es einfach geschafft, etwas so vermeintlich Einfaches wie frittierte Kartoffelstäbchen zu einer einzigartigen Leckerei zu machen. So wichtig sind die köstlichen Fritten, dass sogar der niederländische Sternekoch Sergio Herman die drei Sterne an den Nagel hängte und mit der Kette Frites Atelier die perfekte Fritte anvisierte: Zu erleben beispielsweise in Antwerpen – am besten mit Trüffelmayonnaise.

Bodenständig mit Bestnoten

Das, was neben den Pommes auf dem Teller landet, kann sich natürlich auch sehen lassen: Bodenständige Gerichte mit einem raffinierten Touch, quasi in deutscher Quantität und französischer Qualität. Nationalgerichte wie die in Bier geschmorte Vlaamse Stoofkarbonade (ein Gulaschgericht, auch stoofvlees genannt) oder Vleesballekes met Krieken (Fleischklößchen mit Kirschsauce) sind dabei typisch: ausgefallen gewürzt, mit teils ungewöhnlichen Zutaten und doch geschmacklich immer massenfähig. Bei allen grünen Tendenzen, Veggiedays und Ökobestreben bleiben Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte ganz besonders wichtig, Letztere gibt es an der Küste natürlich oft fangfrisch. Gemüse ist eher Beiwerk, Ausnahmen wie Spargel, Chicorée oder Rosenkohl bestätigen die Regel: Da ’s voor de gâât, Gemüse und Obst sind für Ziegen.

Schlemmen am Wochenende

Natürlich wird auch in Flandern nicht rund um die Uhr gekocht. Wochentags isst man oft einfach und schnell – nicht zuletzt, weil Schüler und Berufstätige mittags in der Kantine oder einer Snackbar essen –, aber am Wochenende geht es kulinarisch zur Sache. Die Restaurants sind ausgebucht, der Samstagabend im Freundeskreis und das Sonntagsmahl mit der Familie haben Tradition. Dann frühstücken manche Flamen auch zünftig mit gebratener Blut- und Weißwurst, mit Speck, Rührei und Käse. Oder elegant mit Croissants und pateekes (Törtchen). Zum Wochenendritual gehört unbedingt ein Besuch in der Gaststätte – Café genannt –, wo man beim Schwatz ein kräftiges Bier trinkt.

Land der Sterne

Besonders bei Familienfesten und an Feiertagen geht es hoch her. Dann erweisen sich die Flamen als echte lekkerbekken, Schleckermäuler. Wer auswärts essen geht, hat die Qual der Wahl vom einfachen eetcafé bis zum piekfeinen Sternerestaurant eines kreativen Küchenchefs. Kein Wunder, dass es gerade auch in Kleinstädten und auf dem Land viele Gourmettempel gibt, die mit einheimischen Produkten die Kunst der Haute Cuisine zelebrieren. Besonders hier gilt: Was gut ist, darf auch etwas kosten. Ein Tipp: Die meisten Sternerestaurants servieren einen Lunch, der viel günstiger ausfällt als das abendliche Menü. Und das Menü ist immer viel preiswerter als drei Gänge à la carte. Besonders kreativ sind die „Flemish Foodies“, junge Küchenchefs, die die traditionelle Küche modern interpretieren und dabei oft viel Humor beweisen. Und das begeistert nicht nur Flamen selbst, sondern auch die Tester des Guide Michelin: Sie haben insgesamt 97 Restaurants in Flandern mit Sternen ausgezeichnet.

Ewig fliesst das Bier

Auch wenn die Flamen gern mal ein Glas Wein trinken, das Nationalgetränk ist und bleibt das Bier. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so viele Brauereien auf engstem Raum, darunter auch viele innovative Mikrobrauereien. Für manche Biersorte braucht man Freude am Experimentieren: Das Kirschbier Kriek ist so ein Beispiel, im Winter wird es auf dem Brüsseler Weihnachtsmarkt sogar als Glühbier serviert. Oder das Geuze, das naturgemäß nur in Belgien entstehen kann, weil dort ein ganz spezieller Keim in der Luft umherschwirrt. Ebenfalls lecker sind die starken, hellen Biere wie Duvel oder Delirium tremens (der Name ist Programm), während die dunklen, aromatischen, hochprozentigen Abteibiere Genießer ansprechen. Die besten Sorten brauen die strengen Trappistenpater selbst im Kloster, zum Beispiel in Achel, Westmalle und Westvleteren.

In manchen Teilen Flanderns haben sich auch noch zwei andere, hochprozentige Spezialitäten erhalten: Genever, ein mit Wacholderbeeren aromatisierter Kornschnaps, ist vor allem in Limburg und Ostflandern populär. Sowohl vor als auch nach dem Essen ist ein gut gekühltes borreltje (Schnäpschen) beliebt. Ältere bürgerliche Damen nippen von Zeit zu Zeit an einem Gläschen Elixir d’Anvers. Diesem Kräuterlikör werden geradezu wunderheilende Eigenschaften nachgesagt (sogar Pferde bekommen ihn angeblich bei Magenverstimmung). Mittlerweile ist er auch wieder in der jüngeren Szene beliebt – wenn’s schön macht …

Die Küche eint

Interessant ist: So wenig sich Flamen und Wallonen in politischer Hinsicht einigen können, so problemlos und selbstverständlich gehen sie mit den Spezialitäten des jeweils anderen Landesteils um. Wallonische Gerichte gibt es auch überall in Flandern und umgekehrt, ohne jegliche Berührungsängste. Letztlich ist die Küche sogar ein besonders verbindendes Element, denn selten ist von flämischer oder wallonischer Küche die Rede, sondern meist von „belgischen“ Spezialitäten.

Spezialitäten

Vorspeisen

Garnaalkroketten

Rahmkroketten mit Nordseegarnelen

Tomates-crevettes

Mit Garnelen gefüllte rohe Tomaten

Mosselsoup

Muschelsuppe

Fleischgerichte

Konijn op z’n vlaams

In Bier geschmortes Kaninchen

Mechelse Koekoek

Hühnchen, in Bier mit Räucherspeck geschmort

Vleesballetjes met krieken

Hackfleischklößchen in Sauerkirschsauce

Waterzooi

Huhn, mit Gemüse und Sahne zu einer Suppe gegart

Pens met stoemp

Blutwurst und Weißwurst mit Gemüse-Kartoffel-Püree

Vlaamse stoofkarbonade

Rindergulasch, mit Gemüse in Bier geschmort

Fisch & Seafood

Mosselen met frietjes

Im Gemüsesud gegarte Miesmuscheln, dazu Pommes frites

Paling in ’t groen

Aal in sämiger Petersiliensauce

Sole Ostendaise

Gedämpfte Seezunge in Sahnesauce mit Meeresfrüchten

Gemüsegerichte

Asperges à la flamande

Spargel in geschmolzener Butter mit hart gekochten, gehackten Eiern und Petersilie

Witloof

Chicorée mit Schinken und Käse überbacken