Erzgebirge - Vogtland Essen & Trinken

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Hotel & Restaurant Sächsischer Hof Chemnitz Zentrum Seit 1991 wird das jetzige Hotel am Rande des Chemnitzer Zentrums nach umfangreichen Rekonstruktion und Umbauarbeiten wieder privat geführt. Aus…
Die ehemalige Strumpfwirkerei am Ufer der Chemnitz ist heute ein beliebtes Restaurant, in dem asiatisch beeinflusste Gerichte und Pasta gereicht werden.
Berggasthof in fast 900 m Höhe, mit typischen Speisen und hausgebackenem Brot.
Die historische, noch im Original erhaltene Gaststube "Altes Raupennest" bietet seinen Besuchern gutbürgerliche Küche und regionale Spezialitäten in familiäre Atmosphäre. Die ruhige Waldlage lä…
In ländlichem Flair werden neben erzgebirgischen Spezialitäten nach Omas Rezepten auch saisonale Gerichte serviert.
Deftige regionale Gerichte kommen aus der Küche des im Ortsteil Grünstädtel liegenden Gasthauses. Auch sechs nett eingerichtete Gästezimmer gibt es.
Klingenthals erste Schule, um 1630 erbaut, wurde zu einer urigen Gaststätte.
Hier kommt ein Stück Heimat auf den Teller, z. B. Vogtländischer Sauerbraten mit Apfelrotkohl und hausgemachten Klößen.
Gut geführter kleiner Gasthof. Am Nachmittag sollten Sie sich ein „Tipf’l“ Kaffee und einen „Eadäpfelkung“ bestellen (eine Tasse Kaffee mit Kartoffelkuchen).
Urig gemütlich: Die gesamte Einrichtung aus Holz, erzgebirgische Dekoration, ein grüner Kachelofen, und zu essen gibt es hausgemachte regionale Küche.
Das Restaurant im Kulturzentrum bietet traditionelle und moderne mediterrane Küche.
Schwarzenbergs ältestes Gasthaus fühlt sich der erzgebirgischen Küche verpflichtet – kombiniert mit modernen Zutaten werden alle Gerichte stets frisch zubereitet.
Im Landgasthof der Familie Riedel bekommt man traditionelle erzgebirgische Küche zu günstigen Preisen. Außerdem wird alle zwei Wochen ein gemütlicher "Hutzenabend" mit regionaler Folklore…
Das Lokal im Alten Rathaus bietet in den historischen Gewölben frisch zubereitete vogtländische Küche. Im Sommer großer Biergarten unter einer alten Linde auf dem Marktplatz.
Das Gasthaus Matsch fand zum ersten mal 1503 urkundliche Erwähnung. Damit ist es das älteste Gasthaus von Plauen. Die Speisekarte bietet vor allem gut-bürgerliche Speisen. Spezialität der Küche…
Traditionscafé (seit 1911) im Wiener Stil. Nur hier ist der Freiberger Bauerhase zu haben, und natürlich gibt’s die originale Freiberger Eierschecke.
Slow-Food wird hier gelebt. Für die abwechslungsreichen Gerichte finden frische Produkte aus der Region, Kräuter, Gemüse und Früchte der Saison Verwendung.
In der historischen Gastwirtschaft am Dom kommt Rustikales auf den Tisch, im Sommer auch im Biergarten im Innenhof.
Gepflegt und gemütlich geht es zu im Gewölbe des traditionsreichen Hauses. Angenehm sitzt man im Sommer im Biergarten mit Blick auf den schönen, von barocken Häusern umstandenen Marktplatz.

Essen & Trinken

Klöße waren in dieser Region schon beliebt, bevor die Kartoffel ihren Einzug hielt, man stellte sie aus Gerstenmehl her. Heute bestehen sie aus geriebenen rohen Kartoffeln und werden deshalb auch als grüne oder rohe Klöße bezeichnet; nur selten werden etwas gekochte Kartoffeln beigemischt. Noch heute orientieren sich gute Köche bei der Kloßqualität an dem, was am 16. Januar 1898 in der Zeitung "Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt" zu lesen war: "Ein richtiger Kloß muss so groß sein wie ein kleiner Kindskopf, hellgrau aussehen, und was die Hauptsache ist, er muss in der Schüssel zittern." Grüne Klöße sollen zwanzig Minuten in Salzwasser köcheln und "dann gleich auf den Tisch kommen und gegessen werden, denn durch das Stehen werden sie hart". Die Vorliebe für die grünen Klöße ist überall gleich, die Art der Zubereitung unterschiedlich. Jede Ortschaft, jede einzelne Familie bereitet sie auf ihre Weise zu und hat ihr eigenes Rezept. Wird der Kloßteig in der Pfanne auf beiden Seiten goldgelb gebacken, dann sind das Kartoffelpuffer, die im Erzgebirge Getzen, Klitscher oder Pfannekluß und im Vogtland Bambes heißen. Die Kartoffelpuffer isst man mit Schwarzen Johannisbeeren oder mit Preiselbeeren, aber auch zu einem Braten.

Die Küche von Erzgebirge und Vogtland gilt als deftig, sie greift auf die guten Gaben der Natur zurück, auf Gemüse und Früchte aus den Gärten und Feldern der Region. Hauptnahrungsmittel ist die Kartoffel, da die wenig anspruchsvolle Pflanze hier in allen Höhenlagen wächst. Kartoffeln kommen fantasievoll zubereitet auf den Tisch. Alltagsessen sind Pellkartoffeln, Schöleraardäppeln genannt, zu denen man marinierten Hering, Butter, Wurst oder Quark isst. Zu Kartoffelbrei reicht man gern Bratwurst, beliebt ist Sauerkraut als Beilage.

Eines muss es möglichst immer geben - viel Soße, die mit zerdrückten Kartoffeln oder Klößen aufgetunkt wird. Sehr gern mag man, besonders im Vogtland, den Meerrettich. Hier werden auch die Klöße und vor allem das Eisbein, das nur selten gepökelt ist, oft von einer Meerrettichsoße begleitet. Ebenfalls ganz vorn rangieren Suppen mit viel Gemüse, sämig macht man sie durch die Beigabe pürierter Kartoffeln. Spalken sagen die Vogtländer zum Eintopf, weil die Kartoffeln in Spalten geschnitten werden. Gewöhnungsbedürftig wegen seiner Zutaten sind Saure Flecke, die besonders gern im Vogtland gegessen werden. In diesen Eintopf kommen klein geschnittener Rindermagen (Kutteln), Kartoffeln, Wurzelgemüse und Gewürzgurken, alles wird mit Essig und Zucker süßsauer abgeschmeckt. Mit zahlreichen Zutaten wie Äpfeln, Gemüse, Eiern, Gurke oder Fisch bereitet man hier den Kartoffelsalat zu.

Zunehmend wird auch in diesen beiden Regionen Deutschlands fantasievoller gekocht. Die Köche haben alte Kochbücher gewälzt, Rezepte hervorgekramt und verfeinern sie mit den Zutaten unserer Zeit.

Zum Kaffee mögen die Einheimischen Blechkuchen, mit Abstand ganz oben rangiert der Aardäppelkuchen bzw. Erdepfelkung, dessen Rezept einfach ist: Dem Hefeteig sind gekochte, geriebene Kartoffeln beigemengt, der Kuchen wird dann mit Zucker und Zimt bestreut. Nicht wegzudenken von der Kaffeetafel ist die Eierschecke, dabei wird unterschieden zwischen Dresdner oder Sächsischer Eierschecke und Freiberger Eierschecke. Die Sächsische Eierschecke besteht aus einem Hefeteig mit Quarkbelag, auf den eine Eierschaummasse kommt. Der Freiberger Eierschecke fehlt dagegen die sonst übliche Quarkmasse, der Teig wird mit einem Belag aus Butter, Zucker, Eigelb, Mandeln und Rosinen bestrichen und am besten noch warm serviert.

Auch Quarkkeulchen - in Öl goldgelb gebratene Scheiben aus gekochten Kartoffeln, Mehl, Eiern und Quark - sind eine typische Spezialität, die entweder als süßes Dessert oder als Hauptgericht mit Apfelmus gegessen wird.

Zur Weihnachts- und Silvesterzeit hebt sich das Essen von dem in der übrigen Jahreszeit ab, es ist besser und vor allem reichlicher. Bis in unsere Tage hat sich das Neunerlei erhalten: Neun verschiedene Speisen stehen auf dem Tisch, an den man sich pünktlich um 18 Uhr setzt. Ob es wirklich neun Speisen sind, das hängt davon ab, was man alles zählt. In den Orten und Familien ist das Neunerlei ganz verschieden zusammengesetzt, Fleischgerichte gehören jedoch stets dazu, auch die Klöße. Tradition ist, von jeder Speise wenigstens einen Löffel zu essen. Die Krönung der Weihnachtsbäckerei ist der Christstollen. Nicht selten bringt die Hausfrau immer noch den zu Hause nach alten Familienrezepten zubereiteten Teig zum Bäcker, der ihn formt und in seinen Ofen schiebt. Bei der Menge ist man nicht kleinlich - oftmals wird der letzte Stollen erst zu Ostern angeschnitten.

Getrunken wird traditionell Bier, vor allem das aus den einheimischen Brauereien. Das Wernesgrüner und das Freiberger Pils stehen an der Spitze der Beliebtheitsskala. Wein gibt es nur zu besonderen Anlässen, gern greift man hier zu dem, der auf den Elbhängen Sachsens von Pirna bis Meißen reift. Und wer zu viel grüne Klöße oder Stollen gegessen hat, dem hilft vielleicht ein Altenberger Gebirgsbitter oder ein Erzgebirgs-Kräuter aus Bockau.

Spezialitäten

Ardäppelklitscher

rohe, geriebene Kartoffeln, u. a. mit Eiern und Zwiebeln verfeinert, werden gebraten, mit Zucker bestreut oder mit Apfelmus bestrichen

Aschkuchen

Rührkuchen, der in einer schüsselartigen Form (dem Asch) gebacken wird

Falscher Hase

Hackbraten, der in Scheiben geschnitten mit Kartoffelbrei oder warmem Kartoffelsalat serviert wird

Fliederbeersuppe

im Vogtland Hollunnersupp genannte süße Suppe aus Holunderbeeren, abgeschmeckt mit Zucker, Zimt, Nelken und Zitrone

Krautwickel

pikant abgeschmecktes und mit gekochten Weißkohlblättern umwickeltes Hackfleisch wird von allen Seiten angebraten, ca. 30 Minuten gegart und mit Salzkartoffeln serviert

Nackete Maadle

flache, in einer Pfanne gebackene Klöße aus geriebenen, gekochten Kartoffeln. Weil wenig Fett genommen wird (daher nackete), werden sie mit Apfelmus oder Fleisch gegessen

Sauerbraten

in Gewürzsud zwei Tage eingelegtes und danach scharf angebratenes Rindfleisch, serviert in einer mit Pfefferkuchen gebundenen Soße mit Apfelrotkohl und Klößen

Saure Eier

in einer süß-sauren Soße aufgeschlagene Eier, zu denen es Salzkartoffeln gibt

Rippelbroten mit Krehbrie

Pökelrippchen werden weich gekocht und eine Soße mit Meerrettich bereitet. Dazu gibt es natürlich Grüne Klöße

Saure Kartoffelstückchen

gekochte, in Scheiben geschnittene Pellkartoffeln in einer würzigen Mehlschwitze mit Gurkenscheiben

Schwammetopf

in der Pfanne gegarte, schichtweise eingelegte gekochte Kartoffeln und gedünstete Waldpilze

Vogtländischer Karpfen

mit viel Gemüse in Bier oder Rotwein gedünstet, dazu gibt es Rotkraut und Kartoffeln