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Heinrich-Heine-Denkmal

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Adresse
Schwanenmarkt
Düsseldorf, Deutschland
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Nach: Heinrich-Heine-Denkmal, Düsseldorf

Informationen zu Heinrich-Heine-Denkmal
Die Geschichte der Denkmäler für Heinrich Heine ist lang und wahrlich nicht rühmlich für die Stadt. Sie beginnt 1887 mit Kaiserin Elisabeth von Österreich, einer glühenden Heine-Verehrerin, die der Stadt ein Denkmal für den Dichter schenken wollte. Eine nationalistisch-antisemitische Hetzkampagne im Preußen der Hohenzollern gegen das Geschenk der Habsburger und gegen den „nestbeschmutzenden“ Dichter bewirkte, dass das Angebot sechs Jahre später wieder zurückgezogen wurde. Auch Anfang des 20. Jhs. konnte sich die Stadt nicht dazu entschließen, ein Denkmal aufzustellen. Selbst die Proteste von Schriftstellern und Künstlern aus aller Welt, von Käthe Kollwitz über Selma Lagerlöf bis Maxim Gorki, gegen die Verschleppungstaktik der Stadt bewirkten nichts. Aber mit dem Denkmalfonds, der anlässlich des Sisi-Geschenks eingerichtet worden war, konnte immerhin eine Heine-Sammlung erworben werden, die zum Grundstock für das 1970 gegründete Heine-Institut wurde.Das zum 125. Todestag des Dichters vom Düsseldorfer Bildhauer Bert Gerresheim geschaffene Denkmal am Schwanenmarkt nimmt die zwiespältige Haltung der Stadt und der Deutschen zu Heine auf. Es ist ein „Fragemal“, eine Vexierlandschaft aus der aufgesprengten Totenmaske, verschiedenen Anspielungen auf das Leben des Schriftstellers und Zitaten aus seinem Werk. Das provozierende Denkmal hat lebhafte Debatten ausgelöst und reiht sich in dieser Hinsicht in die Geschichte des Denkmalstreits ein.

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