Costa Brava Alle

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Urlaub auf Vorrat

Na gut, das Meer und die Sonne passen vielleicht nicht in den Koffer, aber dafür alles andere, was die Costa Brava hervorgebracht hat: Die köstlichen, in Salz oder Olivenöl eingelegten Anchovis aus L’Escala etwa, die vor den Klippen der Küste herumschwammen – oder die Weiß- und Rotweine aus dem Empordà, in denen noch der Duft langer Sommernächte steckt. Dazu noch eine Flasche Olivenöl und eine der typischen katalanischen Hartwürste: llonganissa – eine mit Pfeffer, Anis, Nelke und Zimt gewürzte dünne Wurst aus magerem Schweinefleisch – oder fuet, eine luftgetrocknete Dauerwurst. Solche schmackhaften Souvenirs gibt es in jeder Markthalle – und die findest du in fast jedem Dorf. Wer nett fragt, bekommt das Gewünschte auch noch vakuumverschweißt – für einen komfortableren Transport nach zu Hause.

Gut beschuht

Nichts zaubert so zuverlässig den Sommer an den Fuß wie espardenyes, die berühmten katalanischen Leinenschuhe mit der Strohsohle. Modemutige wählen das Modell mit buntem Keilabsatz, Traditionalisten schnüren die Bänder über Kreuz über Fessel und Wade. Ihren Aufstieg vom Arme-Leute- Schlappen zum Must-have verdanken die Leisetreter Menschen wie den Castanyers aus Banyoles, die schon seit den 1960er-Jahren exklusive Kunden von Gucci über Louis Vuitton bis zu Marc Jacobs mit dem Bastschuh beliefern.

Mediterrane Leichtigkeit

Luftige Leinenkleider und lässiger Schick: Das mediterrane Klima und der Charme der Metropole Barcelona inspirieren eine ganze Generation junger Designer. Sie haben ihre Boutiquen meist in größeren Orten wie Cadaqués, Sant Feliu de Guíxols und natürlich in Barcelona. In der katalanischen Hauptstadt stöberst du am besten in den Boutiquen im Trendviertel Born und rings um die Carrer Elisabets im Raval. Nachhaltigkeit wird groß geschrieben: Die Materialien sind oft naturbelassen oder recycelt, produziert wird lokal.

Wo Schlamm zu Gold wird

Die Keramikkunst aus dem Bischofsstädtchen La Bisbal d’Empordà ist im ganzen Land bekannt für ihre Qualität: Seit dem 15. Jh. werden aus der Tonerde aus den Gavarres-Bergen und dem Wasser des Flusses Daró Schüsseln, Töpfe, Tassen und Kacheln gebrannt. Letztere zieren noch heute die Fassaden vieler Häuser, vor allem in den klassischen Bisbal-Farben Honiggelb, Rotbraun, Blau und Grün. In diesen Tagen greifen die Keramikkünstler natürlich in alle Farbtöpfe – und teilen ihr Wissen gern mit neugierigen Besuchern (visitlabisbal.cat). Du willst selbst die Töpferscheibe drehen? Entdeck dein kreatives Talent, und gestalte dein eigenes Geschirr, z. B. bei Ceràmica Yuma (ceramicayuma.com).

Kleine Kacker

Die caganers, Keramikfigürchen, die mit heruntergelassener Hose ihre Notdurft verrichten, sind seit dem 17. Jh. traditioneller katalanischer Krippenschmuck. Da sie bei ausländischen Besuchern garantiert für amüsierte Ahs und Ihs und Ähs sorgen, bekommst du sie in Souvenirläden und beim Hersteller (caganer.com) inzwischen das ganze Jahr über – dazu noch in unzähligen Varianten: vom klassischen rotbemützten Bauern über Batman bis hin zur deutschen Ex-Bundeskanzlerin.

Sport

Naturschutzgebiete wie die Illes Medes sind wegen ihrer intakten Flora und Fauna ein besonders erlebnisreiches Ziel für Taucher. Aber auch Golfern, Wanderern und Radfahrern bietet die Costa Brava sehr gute Möglichkeiten.

Windsurfen

Dank des Mistralwindes Tramontana und der thermischen Sommerwinde ist die Costa Brava ein ideales Ziel für Windsurfer. Sant Pere de Pescador in der 12 km langen Bucht von Roses hat einen so guten Ruf in der Szene, dass dort die Windsurf-Weltmeisterschaft PWA ausgetragen wird. Wer noch etwas Übung braucht: Die Windsurfschule Windiscovery (zentrales Büro: Av. Mestral 34 | Llançà | Tel. 6 95 86 27 81 oder 6 85 19 81 93 | windiscovery.com) bietet in fünf Orten (Llançà, Roses, El Port de la Selva, Sant Pere de Pescador und Portbou) Kurse im Windsurfen, Kitesurfen und Stand-Up-Paddling an.

Segeln

Nahezu jeder Küstenort hat eine Marina und einen Segelclub. Einheimische Segler sind in den Clubs Nàutics organisiert, die – meist zusammen mit Restaurants – direkt am Hafen liegen und auch Gäste aufnehmen. Vor Ort erfährt man alles über Leihboote, Veranstalter sowie Wetter- und Seebedingungen. Der Club Nàutic L’Escala (L’Escala | Tel. 9 72 77 00 16 | nauticescala.com) bietet zum Beispiel einen zwölfstündigen Grundkurs im Jollenkreuzer ab 179,50 Euro an. Wer nicht selbst schwitzen will, lässt sich in einer geführten dreistündigen Tour frische Meeresluft um die Nase wehen (ab 56 Euro).

Tauchen, schwimmen & schnorcheln

Die felsige Küste mit vielen nur vom Meer her zugänglichen Buchten ist ein beliebtes Tauchrevier. Das Wasser ist relativ klar und besonders im Sommer ruhig. Falls du in der Nebensaison tauchen willst, wird es schwieriger. Denn die meisten Tauchbasen schließen im Winter. Die ca. 1 km vor L’Estartit liegenden und unter Naturschutz stehenden Illes Medes und die Bucht von Roses stehen bei Tauchern und Schnorchlern mit ihren Zackenbarschen und Edelkorallen hoch im Kurs. Im Küstengebiet des Parc Natural del Cap de Creus ist das Tauchen mit Flasche nur in bestimmten Abschnitten erlaubt. Infos geben das Büro für das Insel-Naturschutzgebiet Reserva Marina und die Touristenbüros.

Allgemeines zum Thema Tauchen erfährst du bei der Associació de Centres Turístics Subaquàtics Costa Brava Sub (Tel. 9 72 60 00 17 | submarinismocostabrava.com). Dieser Vereinigung sind 36 Tauchzentren angeschlossen. Eine Seetaufe (mehrstündiger Tauchgang inkl. Grundlagentheorie und Material) gibt es ab 55 Euro. Geführte Tauchgänge (inkl. Material) kosten ab 40 Euro, mit Boot ab 50 Euro.

Schwimmer und Schnorchler erleben entlang der zehn reizvollen, markierten Wasserrouten Vies Braves (max. 2 km lang | viesbraves.com) das Meer. Die Wasserwege sind mit Bojen markiert und führen entlang von Küstenwanderwegen, sodass du zwischen Schwimmen und Wandern wechseln kannst (auch geführtes Nachtschwimmen).

Kajak

Vor allem Meereskajak wird an der Costa Brava angeboten. Die schönsten Buchten befinden sich in der Gegend um L’Escala, L’Estartit und rings ums Cap de Creus. SK-Kayak Llancà (Passeig Marítim 4 | Tel. 9 72 12 11 12 oder 6 27 43 33 32 | kayakcostabrava.com) und Kayaking Costa Brava (C/ d‘Enric Serra 42 | Tel. 9 72 77 38 06 | kayakingcostabrava.com) bieten an mehreren Stützpunkten entlang der Küste Kurse und auch familientaugliche Exkursionen an – mit Abstechern zu Höhlen und Spots zum Schnorcheln. Die Halbtagesmiete fürs Kajak beträgt 25 Euro, Exkursionen gibt es ab 25 Euro, Kinder zahlen ab 15 Euro.

Wandern

Die Costa Brava, ihr Hinterland und der südöstliche Pyrenäenabschnitt bieten Wandermöglichkeiten jeden Schwierigkeitsgrads: von der einfachen Küstenwanderung bis zur mehrtägigen Bergtour. Zwei internationale Wanderwege durchkreuzen das Land: Der GR 11 beginnt im Naturpark Cap de Creus und endet auf der anderen Seite der Halbinsel am Atlantik. Der GR 92 führt die Küste in Nord-Süd- Richtung entlang. Auf dem Camí de Ronda (camideronda.com) muss man öfters innehalten – nicht weil die von Fischern und Schmugglern angelegten Küstenwege so steil oder kompliziert wären, sondern weil die Ausblicke auf Steilküste und Pinienhaine atemberaubend sind. Die Wege sind gut ausgebaut und die einzelnen Etappen meist nie länger als fünf bis zehn Kilometer.

Wer den wilden und steinigen Naturpark am Cap de Creus erkunden will, erhält bei der Zentrale des Parc Natural del Cap de Creus (Monestir de Sant Pere de Rodes | Tel. 9 72 19 31 91 | parcsnaturals.gencat.cat/es/cap-creus/index.html) hervorragendes Kartenmaterial.

Radfahren & Mountainbiking

Das Gavarres-Massiv östlich von Girona und die Pyrenäenausläufer bei Llançà begeistern Mountainbiker. Die lokalen Mountainbike-Center BTT Centre gewähren nicht nur Reparaturhilfe und verleihen Räder, sondern entwickeln auch Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. So bietet das Centre BTT von Baix Empordà (Av. del Carrilet 72 | Castell d’Aro | Tel. 9 72 82 51 51) 19 Routen auf insgesamt 326 km Länge. Wer es bequemer mag und gern auf geraden Strecken fährt, radelt rings um Girona auf den zu Radwegen umgebauten früheren Bahntrassen der Vies Verdes (viesverdes.cat). Die zehn Routen richten sich an Radfahrer aller Levels und Altersstufen.

Beachvolleyball

An der gesamten Costa Brava wird im Sommer der Ball über das Netz geschlagen. Meist tun sich einige Strandbesucher spontan zusammen, dann kann’s losgehen. Oft sind die Netze den ganzen Sommer über installiert. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos.

Golf

Das sanft hügelige Hinterland der Costa Brava ist perfekt zum Golfspielen geeignet: So erfreuen sieben 18-Lochund ein 36-Loch-Platz mit zehn Courses das Golferherz. Der Verband Golf in Costa Brava (golfincostabrava.org) stellt Sammelpässe für die gesamte Region (gültig für 2 Wochen | ab 225 Euro) aus.

Tennis

Alle großen und besseren Hotels haben in der Regel einen hauseigenen Tennisplatz. Wer dort als Gast den Schläger schwingt, muss für den Spaß nicht extra in die Tasche greifen. Einen Tennisclub mit 14 Plätzen, Pool und Restaurant gibt es in Platja d’Aro: Club de Tenis d’Aro (tgl. 9–22 Uhr | Paratge La Gramoia | Tel. 9 72 19 05 33 | clubtennisdaro.cat).

Flüge & Ballonfahrten

Das Baix Empordà ist Ausgangspunkt für Luftabenteuer. An der Mündung des Ter bieten der Aeroclub Estartit (Camí Puig de les Llagaste | Tel. 9 72 75 20 58 | ultraligeros.net) und der Aeroclub Empordà (Ctra. de Pals a Torroella de Montgrí km 4 | Tel. 6 25 74 67 42 | aeroclubemporda.com) Rundflüge im Leichtflugzeug an. Kurze Panoramaflüge kosten zwischen 60 und 130 Euro, Fallschirmsprünge gibt es ab 75 Euro. Wer mehr will, kann sich auch für Flugstunden anmelden. Lieber ganz langsam übers Land schweben? Ballonfahrten (ca. 90 Min.) von La Bisbal aus kann man ab 150 Euro pro Person bei Globus Empordà (C/ Joan Pla Capell 4 | Tel. 6 20 84 67 42 | globusemporda.com) buchen.

Essen & Trinken

Ein unschlagbares Duo

Mar i muntanya, Meer- und Berggerichte, nennt man die Kombination aus diesen Zutaten traditionell in Katalonien. Ihren für die Costa Brava typischen Niederschlag finden sie in Gerichten wie einer mit Calamar-Tinte schwarz gefärbten Reispfanne, Kabeljausalat mit roter und grüner Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Oliven oder – als Referenz an die Vorpyrenäen im Hinterland der Costa Brava – Kaninchen mit Schnecken. Eine weitere Spezialität ist das suquet, ein deftiger, dicker Fischtopf mit Bohnen oder Erbsen und Kartoffeln, einst das Hauptessen der Fischer. An Bord wurde es meist nur auf einer dicken Scheibe Brot serviert.

Einfach gut

Viele Spezialitäten der katalanischen Küche haben ihren Ursprung in sogenanntem Arme-Leute-Essen. Dazu gehört das zu jedem Essen gereichte pa amb tomàquet, geröstetes, mit Knoblauch, Tomate und Olivenöl bestrichenes Brot, ebenso wie allioli, eine Mayonnaise aus viel Knoblauch und Öl. Auch klassische Eintöpfe und Schmorgerichte verdanken ihr Entstehen den „einfachen Leuten”: Um auf ihren tagelangen Ausfahrten etwas Warmes in den Bauch zu bekommen, brutzelten die Fischer auf ihren Booten nahrhafte Mahlzeiten – aus Mitgebrachtem und den Fischen, die ihnen gerade ins Netz gegangen waren. Und natürlich hat jedes Fischerdorf seine eigene Spezialität. In Tossa de Mar ist cim i tomba Trumpf: Seeteufel oder Steinbutt wird auf einem Bett aus Kartoffeln und Gemüse gesotten und mit etwas allioli abgeschmeckt – unwiderstehlich!

Leckerbissen

Andere Spezialitäten haben sich vom Grundbestandteil einfacher Fischermahlzeiten zur Delikatesse gemausert. Die garotes oder garoines genannten Seeigel machen in manchen Restaurants inzwischen Austern oder Kaviar den Platz streitig. Und die Anchovis aus L’Escala, die in Olivenöl oder Salz eingelegten Sardellen, munden auch der englischen Königin. Dass die Küche der Costa Brava inzwischen in einem Atemzug mit der baskischen genannt wird, verdankt sich der gastronomischen Revolution, die Molekularküchenerfinder Ferran Adrià losgetreten hat. Die führte nicht nur dazu, dass inzwischen fast jede Ortschaft – zumindest außerhalb der großen Touristenzentren – mit einem Feinschmeckerrestaurant punktet, sondern schärfte auch bei den Landwirten das Bewusstsein für Qualität.

So nah, so gut

So achten die Erzeuger jetzt verstärkt auf den Anbau und den Schutz regionaler Sorten. Zwiebeln aus Figueres und Reis aus Pals sind mittlerweile geschützte Herkunftsbezeichnungen und gelten als Gütesiegel. Einige Landkreise bauen inzwischen wieder fast verschwundene Gemüsesorten wie die rotäugige Bohne an. Vom Boom der Costa-Brava-Küche profitieren auch die Winzer. Hauptanbaugebiet ist die Comarca Girona, wo Weiß-, Rosé- und Rotweine sowie der Süßwein Garnatxa (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Traube) produziert werden, 3,5 Mio. Flaschen jährlich. Der katalanische Sekt cava wird zwar überwiegend im Penedès südwestlich von Barcelona angebaut – getrunken wird die prickelnde Spezialität aber natürlich auch an der Costa Brava, und zwar nicht nur zu Feierlichkeiten.

Souvenir aus Übersee

Neben den in Spanien üblichen Kaffees wie con leche (mit Milch), solo (Espresso) oder carajillo (mit Rum oder Brandy) gibt es an der Costa Brava eine Spezialität, den cremat. Die Basis ist Rum, dem man etwas Zucker, ein paar Kaffeebohnen, ein Stück Zitrone sowie etwas Zimt am Stück zugibt. Das Ganze wird heiß getrunken, vorzugsweise in geselliger Runde. Der cremat ist ein Mitbringsel aus Übersee: Im 18. und 19. Jh. suchten viele Katalanen im fernen Kuba ihr Glück und importierten bei der Rückkehr das Beste aus ihrer neuen Heimat.

Gut Ding will Weile haben

Zum Essen solltest du dir an der Costa Brava immer Zeit lassen. Das gilt sowohl für die Uhrzeit wie auch für die Dauer. Das Mittagessen kommt – zumindest außerhalb der großen Tourismuszentren – grundsätzlich nicht vor 13.30 Uhr auf den Tisch, das Abendessen erst ab 21 Uhr. Zu einem kompletten Menü gehören zwei Gerichte und ein Dessert, wobei im ersten Gang eher Reis und Gemüselastiges, im zweiten dann Fisch und Fleisch gereicht werden. Die Portionen sind oft ähnlich groß, sodass die übliche Einteilung in Vor- und Hauptspeise nicht ganz passt. Rechnet man noch den Nachtisch und die obligatorische Plauderei mit gut gefülltem Magen und einem Kaffee oder Digestiv, vergehen schnell mal zwei, drei Stunden. Die sobremesa, also die Zeit, die man nach der Nahrungsaufnahme entspannt miteinander verbringt, ist in ganz Spanien genauso wichtig wie die gemeinsame Mahlzeit selbst.

Zwischendurch kannst du in den meisten Bars und Restaurants den knurrenden Magen mit ein paar Tapas besänftigen. Im Hinterland gibt es für Frühstücksfreunde am Bartresen – als Ergänzung zum klassischen Café amb llet plus Croissant – oft Gabelfrühstücke: mit Herzhaftem wie Wurst, Käse und truita, frisch zubereitetem Omelett.

Mit Kindern unterwegs

Eltern sollten bedenken, dass ihre Kinder im Trubel der Touristenzentren oder im Großstadtbetrieb Barcelonas schnell einmal verloren gehen könnten. Deshalb ist es wichtig, dass auch die ganz Kleinen genau wissen, wo sie derzeit wohnen. An der Costa Brava, besonders in den Strandorten, gibt es den Sommer über ein abwechslungsreiches und meist kostenloses Programm für Kinder. Neben Sportveranstaltungen werden Konzerte, Zaubershows, Theater, Feuerwerke, Bastelaktionen oder Animationen von den Gemeinden veranstaltet. Die örtlichen Touristenbüros geben Programme und Zeitpläne darüber heraus, was wann und wo jeweils stattfindet.

Sehenswertes

Historische Bauwerke, imposante Sakralbauten und traumhafte Naturschauspiele - die Sehenswürdigkeiten der Costa Brava begeistern jedes Jahr zahllose Urlauber. Empfehlenswert ist allem voran eine Besichtigung der Festungsanlage Castell de Sant Ferran an der Costa Brava, das im 18. Jahrhundert errichtet wurde. Interessante Sehenswürdigkeiten sind auch die Klosterruine Sant Pere de Rodes aus dem 11. Jahrhundert und die ansehnliche Altstadt von Peralada mit dem Castell de Peralada.

Freizeit

Die Costa Brava gehört zu den beliebtesten Reisezielen für einen klassischen Sommerurlaub in Spanien. Der Urlaubsort Lloret de Mar an der Costa Brava punktet mit Sandstränden, einem malerischen Meerespanorama und einem abwechslungsreichen Unterhaltungsangebot. Hier planen Urlauber die Freizeit während ihrer Reise zur Costa Brava ganz nach ihren Vorstellungen, verbringen endlose Stunden in der Sonne oder unternehmen einen Tagesausflug nach Barcelona oder in die Naturparks Kataloniens.

Übernachten

Wer ein Hotel an der Costa Brava sucht, findet moderne Ferienhotels und viele kleinere Pensionen. Darüber hinaus stehen den Urlaubern an der Costa Brava luxuriöse Wellness- und Strandhotels zur Verfügung. Wer günstig an der Costa Brava übernachten möchte, stößt unweit der Küste auf zahlreiche Campingplätze. Reisende genießen gerade im Norden der Costa Brava den Ausblick auf die mächtigen Felsmassive und verbringen einen unvergesslichen Urlaub.

Am Abend

Eine große Auswahl haben Reisende beim Ausgehen an der Costa Brava. Ein romantisches Dinner in den Restaurants am Hafen oder eine aufregende Partynacht in Lloret de Mar - an der Costa Brava findet sich für jeden Geschmack etwas Passendes. Beim Essen an der Costa Brava erwarten Urlauber viele spanische Spezialitäten und regionale Köstlichkeiten der katalonischen Küche, beispielsweise die Crema Catalana.