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Enladrillado-Trail: wandern zum UFO-Landeplatz

Wer unberührte, imposante Landschaften sucht, der muss nicht die weite Reise in die Atacamawüste oder nach Patagonien auf sich nehmen. In den Zentralanden, im Herzen des Landes, finden Naturfreunde, was das Herz begehrt.

Enladrillado-Trail: wandern zum UFO-Landeplatz in Chile

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Vilches

Gebäude der Parkwächter

Sendero de Chile

Camp

Aussichtspunkt

Camp

Enladrillado

Hochalm

Talweg

Vilches

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Tag 1

In der Feriensiedlung Vilches beginnt das Naturreservat Altos de Lircay. Nahe der Bushaltestelle ist an Kiosks die letzte Gelegenheit, Vorräte einzukaufen, dann wandern Sie los, zunächst weiter die Schotterstraße entlang. Wer mit dem Wagen da ist, kann noch bis zum Gebäude der Parkwächter fahren und spart ca. 1,5 km Fußmarsch. Hier müssen Sie anmelden, ob und wo Sie zelten möchten, sowie den Eintritt entrichten. Nach weiteren 1,4 km auf der Piste biegen Sie rechts auf das Teilstück des Fernwanderwegs "Sendero de Chile" ein, der durch einen schönen alten Südbuchenwald führt, mit riesigen, immergrünen Coihues und weißstämmigen Robles. Es geht sanft bergauf, im Schatten lässt es sich gut wandern. Nach 9,5 km (ca. 3 Std.) erreichen Sie die Stelle, an der Sie heute Ihr Camp errichten, ein lauschiges Plätzchen am Oberlauf des Río Lircay, der hier schöne Badebecken geformt hat. Hier, auf 1690 m Höhe, gibt es Picknicktische, Wasser und Toiletten. Lassen Sie das Gepäck im Zelt, und gehen Sie nochmal 3 km (1 Std.) durch das licht bewachsene Valle del Venado zum gleichnamigen Aussichtspunkt über der Claro-Schlucht, mit Blick auf die Hochanden. Zurück im Camp, genießen Sie den klaren Südsternhimmel.

Tag 2

Vom Camp windet sich ein teilweise steiniger Pfad in südlicher Richtung in Serpentinen nach oben (weiß-gelbe Markierungen). Der Wald wird lichter, bald ist die Baumgrenze erreicht. Ein felsiger Hasenkopf (Piedra La Coneja) weist den Weg, ein Kondorpärchen kreist über Ihren Köpfen. Ein letzter schweißtreibender Anstieg, und nach gut 1,5 Stunden ist der Enladrillado (2185 m) erreicht: eine weitläufige, von riesigen Felsplatten bedeckte (wörtlich: "geziegelte") Plattform, wie geschaffen als Landebahn für Außerirdische. Jeder arriero (Viehtreiber), den Sie fragen, wird Ihnen Geschichten von UFOs und nächtlichen Lichtspektakeln erzählen... Das eigentlich Spektakuläre dieses Orts aber ist die Abbruchkante, hinter der es 1200 m steil ins Claro-Tal hinabgeht. Dahinter grüßen die Vulkane Descabezado Grande (der Große Geköpfte) und Azul, dazwischen der Krater Quizapu, dessen gewaltiger Ausbruch 1932 in Zentralchile den Tag zur Nacht machte.

Nach einer Fotopause geht es weiter Richtung Südwesten, immer auf einem Höhenrücken mit schöner Sicht entlang. Auf einer Hochalm gibt es bis in den Sommer hinein sauberes Trinkwasser - ein schöner Ort fürs Picknick. Nach etwa einer Stunde zweigt rechts ein Talweg ab, der Sie auf einer anderen Route wieder zum Sendero de Chile zurückbringt. Dort biegen Sie links ein und gehen die bekannte Strecke zurück zum Ausgangspunkt in Vilches. Zum Abschluss sollten Sie sich zur Erholung mindestens einen Abend und eine Nacht im ländlichen Gästehaus La Maravilla gönnen. Die Zimmer sind anmutig dekoriert, das Schwimmbad verspricht Abkühlung, und die deutsche Gastgeberin Marion kocht göttlich!

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