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Die große Wüstentour

Diese Tour vermittelt beispielhaft einen Eindruck von den wilden Weiten der Atacamawüste und des Andenhochlands. Sie erschließt in acht Tagen einige der beeindruckendsten Naturwunder des Hohen Nordens.

Die große Wüstentour in Chile

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Calama

R-23

Piedra del Coyote

San Pedro de Atacama

Incahuasi

Kirche

Museum

Friedhof

Festung Quitor

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Tag 1

Der Flieger aus Santiago landet mitten in der ockerfarbenen Einöde, auf 2600 m Höhe, auf dem Flughafen von Calama. Dass Sie hier im Herzen der Atacamawüste sind, spüren Sie sofort an der staubtrockenen Luft. Sie übernehmen den geländegängigen Wagen und steuern auf der R-23 durch eine unwirkliche Mondlandschaft. Der wolkenlose, blaue Himmel wird durch die heißen Gesteinsflächen reflektiert, und Sie glauben, auf riesige Seen zuzusteuern: eine Fata Morgana. Bis Sie tatsächlich den ersten grau-weißen Salzsee ausmachen. Die schneebedeckte Andenkette im Osten bildet dazu eine traumhaft unwirkliche Kulisse. Nach 90 km durchquert die Straße in engen Kurven die verwitterte Salzkordillere; halten Sie am Aussichtspunkt Piedra del Coyote und genießen Sie das faszinierende Panorama! Unten sehen Sie schon die grüne Oase, in die San Pedro de Atacama eingebettet ist. Die einstige Siedlung der Atacameño-Indianer hat sich wegen ihrer einzigartigen Lage zum Touristenzentrum des Nordens gemausert. In einem der Bungalow-Hotels im Terrakottastil, z.B. im Incahuasi, beziehen Sie Quartier für drei Nächte.

Tag 2

Den Tag sollten Sie nutzen, um den Ort und die nähere Umgebung zu erkunden und sich für die Ausflüge in höhere Gefilde zu akklimatisieren. Die Kirche aus Kakteenholz, das archäologische Museum, der Friedhof mit den ausgeblichenen Papierblumen und die Festung Quitor sind zu Fuß erreichbar. Am Nachmittag steht dann das Valle de la Luna, das Mondtal, mit seinen skurrilen Salzformationen und Sanddünen auf dem Programm - Sonnenuntergang inklusive. Abends sind Sie wieder in San Pedro de Atacama.

Tag 3

Nehmen Sie Proviant mit für einen langen Tag! Auf der R-23 geht es Richtung Südosten. Zur Rechten erstreckt sich die gleißende Fläche des Salar de Atacama, zur Linken reihen sich die Fünf- und Sechstausender. Einen Halt lohnt der ursprüngliche Flecken Toconao; mit etwas Glück können Sie einer Atacameña vor ihrer Adobe-Hütte beim Weben zuschauen. Dann schraubt sich die Straße hinauf auf über 4000 m, zu einem im Wortsinn atemberaubenden Panorama: die Lagunen Miscanti und Meñiques fungieren hier als von Salzkrusten gesäumte Spiegel für die gleichnamigen Vulkane. Ca. 40 km weiter folgt ein ebenso beeindruckendes Fotomotiv: die Piedras Rojas, tiefrote Gesteinsformationen am Ufer des Salar de Talar. Auf dem Rückweg ist dann ein Abstecher zur Laguna Chaxa im Zentrum des Salar de Atacama obligatorisch - hier lassen sich gut Flamingos beobachten. Zurück in San Pedro de Atacama, haben Sie sich ein entspannendes Bad verdient: 28 km auf der B-245 entfernt sprudeln in einem grünen Tal mitten in der Wüste heiße Quellen, die Termas de Puritama. Bei einem Dinner im Baltinache kommen Sie wieder zu Kräften.

Tag 4

Heute fahren Sie drei Stunden vor Sonnenaufgang los (mit Ihrem Gepäck!), um rechtzeitig bei den Tatio-Geysiren einzutreffen. Nur in der Morgensonne schicken die Geysire auf 4300 m Höhe ihre Dampffontänen in die eiskalte Morgenluft - ein Spektakel! Über das einsame Altiplano (Hochebene) geht es weiter in die pittoreske Flussoase Caspana, wo die indigenen Bewohner vom Terrassenfeldbau und der Lamazucht leben. Dann führt die Straße wieder hinunter, vorbei an tollen Canyons und dem verblüffenden Wüstensee Inka-Coya ins Dorf Chiu Chiu mit einer der berühmtesten Kirchen Nordchiles, und schließlich nach Calama, wo Sie im Hilton Doubletree am besten aufgehoben sind (zwei Nächte).

Tag 5-6

Krasser Themenwechsel: Um 13 Uhr beginnt in Calama die Bustour, um den größten Tagebau der Welt zu besichtigen: die Kupfermine Chuquicamata. Das riesige Loch ist bereits an seine Grenzen gestoßen; derzeit wird die Mine unterirdisch weitergebaut. Von Calama kommen Sie am nächsten Tag auf der R-25 schnell voran, vorbei an verlassenen Salpeterminen. Sie erreichen die Panamericana und fahren noch 1 km nach Norden zur Salpetermine Chacabuco, einer Geisterstadt in der Wüste. Bei Antofagasta erreichen Sie den Pazifik; hier lohnt ein Bummel durch die Altstadt am Hafen. Die letzte Tagesstation ist Mejillones, eine Mischung aus Strandbad und Erzhafen. Ein Foto von La Portada, dem Felsentor im Meer, ist obligatorisch. Bei einer Bootsfahrt beobachten Sie Delfine und Meeresschildkröten. Im Hotel Alto del Sol Plaza genießen Sie den Blick aufs Meer.

Tag 7

Das Meer begleitet Sie weiterhin auf der Küstenstraße R-1, vorbei an einsamen Felsenstränden und Fischerdörfern. In der Hafenstadt Tocopilla biegen Sie landeinwärts ab auf die R-24, welche die Küstenkordillere überwindet. Ein Schlenker führt nach María Elena, einer "Company-Town" mit der letzten noch in Betrieb befindlichen Salpeterraffinerie. Im Ort gibt's eine Kirche, simple Kantinen sowie ein winziges, aber eindrucksvolles Museum rund ums Thema Salpeter. Zurück auf der R-24, geht's auf einer wie mit dem Lineal durch die Wüste gezogenen, sanft ansteigenden Straße nach Chuquicamata und wieder zurück nach Calama.

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