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Nach Budapest reisen mit dem Auto

Bereits im alten Kaiserreich war die Verkehrsverbindung zwischen Wien und Budapest von großer Bedeutung. Sie war die Lebensader, die die beiden Landesteile zusammenhielt und einen regen Austausch ermöglichte. Auf diese Weise war das Wegenetz zwischen den beiden Metropolen bereits vor 100 Jahren gut ausgebaut. Neben dem Schiffsverkehr auf der Donau hat sich schließlich ein modernes Straßennetz entwickelt, das nach dem Fall des Eisernen Vorhangs umfassend ausgebaut wurde.

In Wien musst du nichts anderes tun, als der A4 zu folgen. Nach etwa 70 km erreichst du die Staatsgrenze bei Hegyeshalom und fährst ab dort auf der ungarischen M1 weiter. Eine Pass- und Personenkontrolle findet seit dem EU-Beitritt Ungarns nicht statt, jedoch musst du eventuell mit einer stichartigen Überprüfung durch den Zoll rechnen.

Von Hegyeshalom bis nach Budapest sind es noch etwa 170 km. Bis zu deiner Ankunft brauchst du die Straße nicht mehr wechseln. Sowohl auf der A4 als auch auf der M1 solltest du Mautgebühren einplanen. Deren Bezahlung ist in Österreich und Ungarn per Vignette nachzuweisen. Für dein Zielland erwirbst du eine elektronische Vignette online und gehst somit jedweden Problemen aus dem Weg. Alternativ findest du Verkaufsstellen am Grenzübergang sowie an Tankstellen. Bezahlen kannst du in bar oder mit Kreditkarte. Für kürzere Reisen empfehlen sich die Zehn-Tages-Vignetten für ungefähr 10 €.

Die Verkehrsregeln vor Ort ähneln denen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Innerorts sind maximal 50 km/h, außerorts 90 km/h erlaubt. Auf Schnellstraßen und Autobahnen gelten 110 km/h bzw. 130 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,0. In Kurven, an Kreuzungen und Bahnübergängen gilt ein generelles Überholverbot. Außerorts und auf der Autobahn müssen Fahrer stets das Abblendlicht eingeschaltet haben. Gelbe Linien am Straßenrand zeigen Halte- und Parkverbote an.

Als alternative und vor allem landschaftlich sehenswerte Route kommt die Strecke an der Donau in Frage. Bis Győr kannst du zunächst dem Verlauf der Autobahn folgen oder bereits zuvor auf die parallele Route 1 abbiegen. Vorteil ist, dass hier keine Mautgebühren anfallen. Du kommst außerdem in den Genuss, die beeindruckenden Donaulandschaften zu bewundern und dem Fluss komplett bis nach Budapest folgen zu dürfen. Bei einem Zwischenstopp in Esztergom besichtigst du am besten die Basilika, die mit ihrer hellblauen Kuppel hoch über dem Wasser thront. Von Wien aus musst du für diese Variante anstatt der üblichen 3 h etwa 4 h 30 min einplanen.

Reisende aus der Schweiz, aus Bayern und dem westdeutschen Raum steuern stets zunächst Wien an. Von Köln aus sind das etwa 900 km, von Zürich 750 km und von München aus 430 km bis in die österreichische Hauptstadt. Ostdeutsche Urlauber können die Tour über Tschechien und die Slowakei wählen. Wer in Berlin oder Dresden losfährt, erreicht so nach 350 km bzw. 150 km Prag. Für diese Etappe nutzt du auf deutscher Seite die A17 und auf tschechischer Seite die gebührenpflichtige Autobahn D8. Die Zehn-Tages-Vignette kostet etwa 13 €.

Der nächste Streckenabschnitt führt südlich von Prag auf der D2 in die slowakische Hauptstadt Bratislava. Nach 330 km kannst du hier die Donau überqueren und auf der ungarischen Autobahn M1 Budapest ansteuern. Für die gesamte Strecke von Berlin bzw. Dresden zu deinem Ziel benötigst du 9 h bzw. 7 h.

Per Bus oder Bahn nach Budapest

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