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Typisch Bretagne: Frischer Fisch, Galette und Cidre

Frischer Fisch & Meeresfrüchte

In der kleinen Stadt Cancale gilt es, die bretonische Austernzucht zu entdecken. Entweder man lässt sich die Austern gleich am Hafen frisch aufknacken. Selbstversorger nehmen sich eine Kiste mit in ihre Unterkunft. Aber Vorsicht – die Schalen sind scharfkantig und es empfiehlt sich, ein Austernmesser zu nehmen, da man sonst leicht Gefahr läuft, die köstlichen Austern kaputt zu machen. Ein solches Messer bekommt man in jedem Supermarkt oder direkt beim Fischhändler.

Austernliebhabern sei eine kulinarische Austern-Tour empfohlen. Entlang der bretonischen Küste, in den wichtigsten Häfen für Austernzucht – Paimpol, Tréguier, Morlaix, Brest, Riec-sur-Belon, Etel, Quiberon, le Golfe du Morbihan, Le Croisic – probiert man die Schalentiere frisch und kann sich sein eigenes Urteil bilden.

Crêpes und Galette

Den Unterscheid muss man kennen! Die Bretagne ist das Land dieser beiden Spezialitäten. Galette sind aus Buchweizenmehl und werden in der Regel salzig gegessen, wohingegen die süße Crêpe aus Weizenmehl ist.

Bei einem Besuch in einer der zahlreichen Crêperien, viel davon mit dem Gütesiegel Crêperie Gourmande ausgezeichnet, erfährt man alles über die traditionelle 'Complète', eine gefüllte Buchweizengalette, und die Beurre-Sucre, dem Weizenmehlklassiker mit Butter- und Zuckerfüllung. Beim Crêpe-Fest in Gourin treten Experten an und wetteifern darum, wer die größte Crêpe backt.

Cidre

Die Bretagne ist mit 25 Prozent des Apfelanbaus nach der Basse-Normandie der zweitgrößte Cidrehersteller Frankreichs. Der schäumende Apfelwein ist eines der beliebtesten Getränke in der Bretagne. Traditionell wird der bretonische Cidre gut gekühlt aus kleinen Schalen, den bolées, bretonisch bolennoù, getrunken. Den Cidre gibt es süß (doux), halbtrocken (fruité) und trocken (brut).

Der geringe Alkoholgehalt macht den Cidre zu einer frisch-spritzigen Alternative zu Bier oder Wein. Gerade im Sommer ist er ein ideales Getränk. Am besten kauft man den Cidre direkt beim Erzeuger in einer Cidrerie. Vor Ort kann man in einer kleinen Degustation alle probieren und entscheidet sich dann, was einem am besten mundet.

Kouign-Amann

Aus Douarnenez stammt die Gebäckspezialität Kouign-Amann. Sie enthält Brotteig, Butter und Zucker, alles sehr einfache Zutaten, die Herstellung erfordert jedoch Fingerfertigkeit. Deshalb gibt es wohl auch das bretonische Sprichwort, dass ihn "jeder machen kann, aber gelingen wird er nur dem Könner". Die besten Kouign-Amann findet man in den Bäckereinen und Patisserien, die die Auszeichnung "Véritable Kouign-amann" tragen.

Salzbutter-Karamell

Eines der beliebtesten Mitbringsel ist das Salzkaramell. Kaum einer oder eine, die der süß-salzigen Köstlichkeit widerstehen mag. Das Rezept stammt von dem Chocolatier Henri Leroux aus Quiberon. Salzbutterkaramell (caramel au beurre salé) mit Nüssen, Haselnüssen und zerstoßenen Mandeln sind Teil des Rezeptgeheimnisses des berühmten CBS, das 1980 zum "Besten Bonbon Frankreichs" ernannt wurde.

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