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Rundreise: Bretagne in fünf Tagen

Eine Rundreise durch die Bretagne ist die ideale Möglichkeit, um das Land im eigenen Tempo zu erkunden. Gefällt der Ort oder die Wegstrecke, hält man an und bleibt einfach etwas länger. Gerade in der Sommersaison ist es sehr empfehlenswert, Übernachtungen im Voraus zu buchen. Auf gut Glück unterwegs zu sein und dann nicht sicher zu wissen, wo man sich nach einem herrlichen Tag mit schönen Eindrücken ausruht, schmälert das Reiseglück.

Mont Saint-Michel - Cancale – St.-Malo – Paimpol – Perros-Guirec – Quimper – Pointe du Raz – Bénodet – Concarneau – Carnac – Quiberon - Brocéliande – Rennes

1. Tag

Der Tag startet zeitig am Mont Saint-Michel (1), dem Tor zwischen Normandie und Bretagne. Wer früh unterwegs ist, wird mit einem fabelhaften Sonnenaufgang belohnt. Der heilige Klosterberg ist dann noch nicht so stark besucht und ein überwältigender Anblick ist der Lohn für das frühe Aufstehen.

Anschließend geht es nach Cancale (2). Dort geht man zum Austern-Frühstück direkt am Hafen und mit Ausblick auf den eben besuchten Mont Saint-Michel. Von hier aus können ökologische Delphinbeobachtungstouren unternommen werden.

Die Strecke nach St.-Malo (3) ist mit 18 km nicht lang. An der Porte Saint-Vincent am Stadteingang liegen das Hafenbecken und der Stadtteil Saint-Servan. Bei Ebbe sind das Fort du Petit Bé und das Fort National zu Fuß erreichbar. Von diesen Inseln aus hat man einen unvergleichlich schönen Rundblick. Sehenswert sind das Fort de la cité Alet und der Tour Solidor. Auch Saint-Servan eignet sich als Ausgangspunkt für einen schönen Spaziergang an der Rance mit Blick auf die „Ville close“.

Die Rochers Sculptés in Rothéneuf(4), einem Vorort von St-Malo, sind fast noch ein Geheimtipp. Der Geistliche Adolphe Julien Fouéré, durch einen Schlaganfall stumm und halbseitig gelähmt, hat hier über 300 Fabelwesen in Stein gemeißelt.

Mittagessen im „Gilles“, 2 Rue de la Pie-qui-Boit, 35400 Saint-Malo

Nach einer ausgedehnten Mittagspause geht es auf die 130 km Fahrt nach Paimpol (5). Entlang der Côte d'Émeraude, der Smaragdküste, vergehen die 90 Minuten Fahrtzeit wie im Flug.

Paimpol erwartet Besucher mit seinen schönen Reederhäusern und der hübschen Marina. Ein Bummel über die Place du Martay und ein kurzer Aufstieg zum Quartier Latin sind eine Möglichkeit, sich mit dem Ort vertraut zu machen. Dienstag ist am Vormittag Markttag in Paimpol.

In einem der vielen Restaurants gibt es dann abends zur Vorspeise nochmal Austern – die Pampolaise.

Übernachtung: Le Clos de la Baie, gites & chambres d'hôtes au bord de la mer, 27 Chemin de Croas Guiguin, 22500 Paimpol

2. Tag

Von Paimpol aus geht es weiter an der Côte de Granit Rose entlang nach Perros-Guirec (6) (35 km, 40 Minuten). Spektakulär sind die rosa Granitfelsen, deren Formen von Wind und Wellen über Jahrtausende entstanden sind. Perros-Guirec hat drei große Sandstrände, beliebt ist die Plage de Trestratou, von der man einen Panoramablick hat.

Von der Plage de Trestraou starten Ausflugsboote zu den nahe gelegenen Sept Îles, die Seevögelschutzgebiete sind.

Einen kurzen Abstecher sollte man in jedem Fall auch zum Leuchtturm Phare de Ploumanac’h - Phare de Mean Ruz machen.

An der Promenade gibt es zahlreiche Restaurants für jeden Geschmack. Mittags isst man sehr gut im La Crémaillère, 13 Place de l'Église, 22700 Perros-Guirec

Am Nachmittag geht die Reise weiter nach Quimper (7). Quimper ist die Hauptstadt des Finistère und eine der sieben alten Bischofsstädte der Bretagne. Es ist eine reizende Stadt, die einen authentischen Einblick in das bretonisches Leben gibt. Die Place-St-Corentin ist ein zentraler Punkt mit Cafés und dem Rathaus. Eine Besichtigung der gotischen Kathedrale St-Corentin sollte man keinesfalls verpassen. Schöne, alte Fachwerkhäuser mit kleinen Geschäfte laden zum Bummeln ein .

Ohne ein Mariniere, das typische Streifenshirt, sollte man die Bretagne nicht verlassen. Armor Lux , die alte bretonische Traditionsmarke, verkauft direkt neben der Fabrikhalle in einem Geschäft Shirts in allen Farben.

Abends genießt man ein Glas Cidre und eine Crêpe, z.B in der Crêperie Au Vieux Quimper, 20 Rue Verdelet 29000 Quimper

Direkt im Zentrum übernachtet man im Hôtel Oceania Quimper, 17 rue du Poher – Kerdrézec 29000 Quimper

3. Tag

Morgens geht es zur 50 km entfernten Pointe du Raz (8), dem westlichsten Punkt der Bretagne. Direkt neben der Pointe du Raz lohnt sich ein Spaziergang in der Bucht der Verstorbenen, der Baie de Trépassés, die einen wunderbaren Sandstrand und Blick auf die Steilküste und die Pointe du Raz hat.

Wer mag, macht einen kurzen Abstecher zum reizenden Strandort Bénodet an der Mündung des Flusses Odet. Mittags speist man traditionell und gut im kleinen Örtchen Sainte-Marine mit Blick auf Bénodet.

Mittagessen im Bistrot du Bac, 19 Rue Du Bac, 29120 Sainte-Marine

Am Nachmitag geht es über Concarneau weiter bis nach Carnac (9). Die mystischen Steinfelder sind bei Sonnenuntergang besonders schön anzuschauen. Übernachtung und Abendessen ist sehr gut im Hôtel-Restaurant Les Rochers möglich.

Übernachtung im Hôtel-Restaurant Les Rochers, Boulevard de la Base Nautique 56340 Carnac

4. Tag

Nach dem Frühstück geht auf die kurze Strecke zur Halbinsel Quiberon. Keine 10 Minuten dauert die Fahrt nach Plouharnel (10).

Am Anfang der Halbinsel Quiberon gelegen, befindet sich Plouharnel genau am Scheidepunkt zwischen der Ruhe auf der Buchtseite und der wilden Küste auf der Atlantikseite – und rollt dabei einige Meilen von Belle-Ile-en-Mer entfernt seine 10 km Feinsandstrände aus.

Das Restaurant La Pêche à la Turlutte ist ein absolutes Muss! "Zwischen Land und Meer" heißt das Restaurant, in dem man die warme Gastfreundlichkeit der Bretonen spürt und allerbeste lokale Produkte isst.

Mittagessen im La Pêche à la Turlutte, 1 rue Auguste le Bon 56340 Plouharnel

Ungefähr 1 Stunde dauert die Fahrt in den Zauberwald von Brocéliande (11). Nach einem ausgedehnten Spaziergang auf König Artus' sagenhaften Spuren geht es weiter nach Rennes (12), das 80 km entfernt liegt.

Die Crêperie La Saint-Georges ist bekannt für ihre köstlichen Crêpes.

Kaffee und Kuchen in der Crêperie La Saint-Georges, 11 Rue du Chapitre, 35000 Rennes

Abends lohnt ein Besuch in einer der vielen Bars in der historischen Innenstad, z.B. Le Penny Lane, 1 Rue de Coetquen, 35000 Rennes.

Übernachtung: Hotel Novotel Spa Rennes Centre Gare, 22 Avenue Jean Janvier, 35000 Rennes

5. Tag

Am nächsten Morgen, möglichst nicht zu spät, geht es zu einem Bummel auf den Marché des Lices, einen der schönsten Märkte Frankreichs. Hier gehen einem Augen und Nase über und man lässt sich verführen, noch ein paar kulinarische Mitbringsel einzukaufen. Der Thabor-Park, der französische und botanische Gartenbaukunst verbindet, hat auch einen betörend duftenden Rosengarten. Im Ausstellungscafé der Orangerie trinkt man noch gemütlich einen Kaffee, bevor die Rundreise endet.

Gesamtstrecke der Rundreise: ca. 750 km

Rundreise in 3 Tagen

Wer nur drei Tage für eine Rundreise Zeit hat, kann den Reiseplan folgendermaßen anpassen:

1. Tag: Mont Saint-Michel – Cancale – Paimpol – Quimper

2. Tag: Quimper – Pointe du Raz – Concarneau – Carnac

3. Tag: Broceliande – Rennes – Saint-Malo

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