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Die beliebtesten Inseln der Bretagne

Die Inseln vor den Küsten der Bretagne erfreuen sich großer Beliebtheit. Ruhiges Inselleben, romantische Buchten mit weißen Sandstränden, exotische Blütenpracht in den kleinen Inseldörfern und felsige Küsten erwarten die Besucher und versprühen einen ganz besonderen Reiz. Zum Abschalten genau das Richtige!

Île de Sein - Enez-Sun

Westlich von der Pointe du Raz liegt die Île de Sein. Aufgrund ihrer übersichtlichen Größe eignet sie sich bestens für einen Halbtagesausflug. Die Insel ist flach, höchstens 6 m hoch und wird manchmal überspült. Die Häuschen des kleinen Inselorts stehen nah beieinander, ein paar Fischer züchten Austern. Auch hier finden sich steinerne Zeugen der Megalithkultur. Es lohnt sich, seinen eigenen Picknickkorb mitzubringen, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen oder ein paar entspannte Stunden am Strand zu verbringen. Die Wasserströmungen rund um die Insel sind zum Teil sehr heftig und gefährlich und haben womöglich auch den Spruch geprägt „Wer Sein sieht, sieht sein Ende“. Also aufpassen!

Île de Bréhat - Enez Vriad

An der Nordküste der Bretagne, nördlich von Paimpol gelegen, befindet sich die Île de Bréhat. Die Insel lässt sich sehr gut auf der ca. 1 h dauernden Rundfahrt erkunden. Besucher bekommen einen Überblick, erfahren Wissenswertes und entdecken die unterschiedlichen Teil der Insel. Der südliche Teil ist reich an Vegetation, der Norden ist geprägt von felsiger Küste und wilder Landschaft.

Auf der Insel besteht Fahrverbot für Autos. Es gibt verschiedene Wander-Rundwege, die um die 3,5 km lange Insel herumführen. Auch mit dem Fahrrad ist eine geruhsame Entdeckungsfahrt über die blumenreiche Insel sehr zu empfehlen. Eine Pause auf dem Marktplatz, ein Halt am Leuchtturm Phare du Paon oder der kleinen Chapelle de Saint-Michel sind interessante Zwischenstopps auf der Île de Bréhat.

Belle Île en Mer

Eine Tour über die größte der Bretagne-Inseln sollten Besucher gleich morgens beginnen. Man setzt von Quiberon mit einer Fähre der Gesellschaft Compagnie de l'Océan über und sollte sich gleich im Hafen ein Auto oder Fahrrad mieten. Im Sommer empfiehlt sich aufgrund der zahlreichen Besucher, die Anmietung schon vor der Anreise vorzunehmen.

Ein Spaziergang am Hafen von Palais, vorbei an den Kais und hübschen Häusern, ist ein schöner Start. Im Nordwesten ist der malerische Hafen von Sauzon sehenswert. Hier gibt es reichlich gemütliche Café-Terrassen und Restaurants. Bis zur Pointe des Poulains sind es von hier drei Kilometer. Das wilde Kap wurde durch die Schauspielerin Sarah Bernhardt berühmt, die sich Ende des 19. Jahrhunderts hier niederließ. Ihr Besitz kann besichtigt werden.

Zerklüftete Klippen und ein wildes Meer erwarten die Besucher an den schönsten Aussichtspunkten der Insel. Der große Leuchtturm, die Felsen der Apothekergrotte, der Grotte de l'Apothicairerie, das Panorama von Port-Coton oder Port-Goulphar sind jeden Umweg wert: Landschaften, die einen starken Kontrast zur Ruhe des herrlichen Strands von Bordadoué oder dem optimalen Familienstrand Les Grands-Sables bilden. In der Nachsaison ist die Insel besonders schön.

Blogger-Tipp von:
Sandy Neumann
Das sehr seltene Schalentier Entenmuschel, pouce-pied, ist eine rare Spezialität der Atlantikküste und es gibt sie auf der Belle Île. In jedem Fall probieren!

Presqu'île de Crozon

Zwischen der Rade de Brest und der Bucht von Douarnenez liegt die Halbinsel mitten im Parc Naturel Marin d'Iroise. Größere und kleinere Inseln und die Felsgruppe Tas de Pois ragen auf beiden Seiten der Halbinsel empor. Die Landschaft ist beeindruckend und so verwundert es nicht, dass diese mit dem Label "Espace Remarquable de Bretagne" ausgezeichnet wurde. Zu jeder Jahreszeit ist ein Ausflug auf die Halbinsel eine gute Idee.

Vom 330 m hohen Gipfel der Montagnes Noires blickt man bei klarem Wetter über die ganze Halbinsel bis an die Pointe de Pen-Hir. Die vom Meer geprägte unberührte Halbinsel hat ein vielfältiges Gesicht – Felsklippen, sanfte Dünen, kleine Buchten und einsame Strände. Im Landesinnern bilden Moore und Sumpflandschaften ein einzigartiges Biotop.

Einst war das Gebiet ein Land der Vulkane. An zwei Orten sind noch Spuren davon zu sehen. An der „Pointe de Lostmarc'h“ an der westlichen Küste der Halbinsel mit fantastischem Panoramblick sind ehemalige unterseeische Lavaströme zu finden, am „Aber“ ist der Bimsstein ein Überbleibsel einstiger Vulkanausbrüche.

Die Insel besteht aus der Gemeinde Crozon und einigen Weilern. Abgesehen davon, dass man sich von der landschaftlichen Schönheit überwältigen lassen kann, gibt es weitere Sehenswürdigkeiten, die eine Besichtigung lohnen. Im Norden, im Hafen Port du Fret hat man einen wunderbaren Blick auf die Rade de Brest, im Süden, gegenüber von Douarnenez, lädt der Badeort Morgat mit Wassersport-Möglichkeiten ein. Von hier bietet sich auch ein Ausflug zu den Grotten Chambre du Diable, dem Zimmer des Teufels, oder zur Grotte de l'Autel, zur Altar-Grotte, an.

Blogger-Tipp von:
Sandy Neumann
Der große Küstenwanderweg GR34 führt rund um die Halbinsel. Auf der Tour kommt man an den beeindruckenden Landspitzen Pointe de Pen-hir, Pointe de Dinan und Cap de la Chèvre vorbei. Wichtig – die Tour ist anspruchsvoll und auch geübte Wanderer sollten ihre Kräfte gut einschätzen!

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