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Stadttour: Bummel durch das mittelalterliche Barcelona

Von der Plaça Catalunya aus geht es zu Fuß über die Porta del Angel ins Herz der Altstadt.

Durch mittelalterliche Gassen gehst du bis zur Kathedrale der Santa Eulàlia. Schon von draußen kannst du die dreizehn Gänse schnattern hören, die zur Erinnerung an die junge Märtyrerin im Kreuzgang der Kathedrale leben. Der Legende nach soll Eulàlia nicht nur Gänse gehütet haben, sondern auch besonders tierlieb gewesen sein.

An der Casa de l’Arcadia gleich hinter der Kirche, findest du einen ganz besonderen Briefkasten. Fünf Tauben und eine Schildkröte schmücken den modernistischen Briefschlitz.

An der Plaça del Rei kannst du einen Blick auf den alten Palast werfen, der nicht nur der Sitz der Grafen von Barcelona und Könige von Aragón war. Angeblich soll Kolumbus 1493 im Salò del Tinell von den katholischen Königen Isabella und Ferdinand empfangen worden sein und ihnen nach seiner Entdeckung Amerikas von der abenteuerlichen Reise berichtet haben.

Hier befindet sich auch das Museu d’Història de Barcelona, in dem du in die Tiefen der Geschichte der Stadt abtauchen kannst. Von den römischen Ruinen bis zu den Überresten der mittelalterlichen Stadtmauern kannst du sehen, wie sich die heutige Metropole über die Jahrhunderte verändert hat.

Von der Plaça del Rei geht es weiter Richtung Plaça Sant Jaume, dem einzigen richtig großen Platz in der Altstadt.

Direkt gegenüber vom Rathaus Barcelonas erhebt sich auf der anderen Seite des Platzes das imposante Gebäude der Generalitat, der regionalen Regierung Kataloniens. Dahinter geht es nun weiter in das jüdische Viertel. El Call ist der älteste Teil Barcelonas. Hier befinden sich noch alte Steinhäuser aus dem vierzehnten Jahrhundert.

Über die Rambla geht es schließlich hinunter zum Hafen, wo Kolumbus hoch oben auf einer Säule thront. Wenn du schwindelfrei bist, solltest du ihm dort einen kurzen Besuch abstatten, denn der Ausblick von dort ist fantastisch!

Mit Blick aufs Meer wendest du dich nun nach rechts, vorbei am Seefahrtsmuseum der Drassanes geht es ins Raval, das Viertel der Altstadt, das lange Zeit vor den Toren Barcelonas lag. Erst mit dem Bau der dritten Stadtmauer wurden die kleinen Höfe und Klöster in die mittelalterliche Stadt einbezogen, um im Fall einer Belagerung die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Wasser sicherzustellen. Noch bis in die achtziger Jahre galt das Raval als schmuddeliges Rotlichtviertel. Doch Anfang der neunziger Jahre wurden im Zuge der Aufräumaktionen für die Olympischen Spiele auch die alten Gassen des Raval aufgepeppt und schick gemacht.

Auf der neu angelegten Rambla del Raval hockt ein fetter Kater, el Gato de Botero, der die Besucher zu einem kurzen Fotoshooting lockt.

Stationen der mittelalterlichen Stadttour durch Barcelona

• Plaça Catalunya
• Kathedrale Santa Eulàlia
• Casa de l’Arcadia
• Plaça del Rei
• Museu d’Història de Barcelona
• Plaça Sant Jaume
• El Call
• La Rambla
• Kolumbussäule
• Museu Marítim
• Rambla del Raval

Noch nicht genug von Barcelona? Dann geht es hier zur modernistischen Stadttour

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