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Essen & Trinken

Auch kulinarisch haben die drei Ostseerepubliken längst eine Wende hinter sich. Die Öffnung nach Westen kam da durchaus dem sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand gleich. Seither boomt vor allem in den Hauptstädten eine junge, frische, sich immer wieder wandelnde Restaurantszene. Und kreativ, wie die Balten nun einmal sind, kombinieren junge Starköche wie Imre Kose in seinem Tallinner Restaurant Vertigo oder Martins Ritins in Rīga lustvoll Exotisches mit landestypisch bodenständigen Gerichten und Zutaten. Fusionküche liegt voll im Trend, Imre Kose etwa verfeinert Sauerkraut, einen estnischen Klassiker, mit Orange und Ingwer: Traditionelles modern interpretiert.

Daneben hat die internationale Küche Einzug gehalten. Ob mexikanische Schärfe oder feine Nouvelle Cuisine, asiatisch oder mediterran: Wer es mag, kann in den baltischen Metropolen an jedem Urlaubstag eine andere Richtung probieren.

Die Esten, Letten und Litauer, vor allem die der jüngeren Generation, haben ihre Essgewohnheiten verändert. Gutes Essen ist wichtig geworden und Teil einer neuen Erlebniskultur.

Im Alltag vieler Familien freilich sind die Mahlzeiten weniger spektakulär und ähneln dem, was man auch hierzulande kennt und isst. Immer auf den Tisch gehört dabei traditionell Brot. Es steht überall im Baltikum im Rang eines geradezu heiligen Nahrungsmittels, um das sich viele Sprichwörter und Märchen ranken, "Jätku leiba", sagen etwa die Esten, wenn sie sich guten Appetit wünschen: "Möge euch das Brot reichen." Es gibt viele Sorten, die zu probieren lohnen. Die Letten bevorzugen ihr Saldskāba maize, ein dunkles Roggenbrot, oft verfeinert mit dem Nationalgewürz Kümmel, in Estland wird vor allem auf dem Land noch das altbäuerliche, sehr gesunde Gerstenbrot gebacken. Die Litauer haben eine Schwäche für süßere Brotsorten, gern mit Koriander gewürzt.

Bei aller Internationalität, die inzwischen in die baltische Kochkunst einzog, hat sich doch die Liebe zu den traditionellen Gerichten behauptet. Estlands Nationalgericht ist nach wie vor Sult: Fleisch in Aspik, Sülze eben, vorzugsweise vom Kalb. Dazu gibt's nach alter Sitte Hapukapsas, zu gut Deutsch Sauerkraut. Typisch für die lettische Küche ist die Vorliebe für Suppen - und fürs Säuerliche. Ihr Nationalgericht Putra, gekochte Gerstengrütze, ist für die Letten erst komplett, wenn sie es kräftig mit Sauerrahm abgeschmeckt haben. Die Litauer verehren in ihrer traditionellen Küche die Kartoffel. Es gibt angeblich an die hundert Rezepte, doch ganz obenan stehen ohne Zweifel die Cepelinai, gekochte Kartoffelklöße, mit Hackfleisch, Käse oder Pilzen gefüllt und einer sahnigen Specksoße übergossen.

Die Geschichte des Baltikums ist die Geschichte fremder Herren, und die prägten natürlich auch die Küche der drei Ostseevölker. Aus Deutschland etwa stammt die Tradition der baltischen Kohlgerichte, auch den Kartulisalaad, wie die Esten ihren geliebten Kartoffelsalat nennen, brachten einst deutsche Hansekaufleute mit. Am kräftigsten schmeckt Russland durch, und ob nun Blini, die hauchfeinen, herzhaft bis süß gefüllten Pfannkuchen aus Buchweizenteig oder die berühmten Piroggen: Russische Nationalgerichte sind auch auf vielen baltischen Speisekarten zu finden und hier längst zu eigenen Kreationen adaptiert. Russlands Rote-Bete-Eintopf Borschtsch etwa firmiert in Litauen als Šaltibarščiai und wird hier kalt serviert, mit viel Sahne versetzt: an heißen Sommertagen eine Köstlichkeit.

Die Getränke des Alltags sind die, die man auch aus Deutschland kennt: Tee und Kaffee. Berühmt ist das Baltikum seit jeher für sein Bier. Die Brautradition ist viele Jahrhunderte alt, jedes Land und dort noch einmal jede Region schwört auf ihre eigene Sorte. Beliebt sind das lettische Cesu, das in Klaipėda gebraute Švyturis oder das estnische Saku. Viele Restaurants servieren ihre eigenen Braukreationen, und alle drei baltischen Länder feiern im Sommer ihr Bierfestival.

Wodka indes, einst von den Tischen jeder Feier nicht wegzudenken, ist auf dem Rückzug. Am ehesten sind die alten Trinksitten noch auf dem Land verbreitet, in den Dörfern, wo von Internationalität und hauptstädtischer Westlichkeit kaum etwas zu spüren ist. Hier wird baltische Hausmannskost serviert, zubereitet aus frischen Zutaten, wie sie der Garten und die Natur liefern: Gemüsesalate, Selbstgeräuchertes, Kräuterquark. Und alles hat seine Saison. Der Frühling an der Küste: Heringszeit. Der Herbst liefert frische Pilze aus den tiefen Wäldern. Der Sommer lässt hier Erdbeeren reifen, die noch nach Erdbeeren duften und schmecken. Ein Bummel über einen baltischen Bauernmarkt wird dann zum Erlebnis für alle Sinne. Bio steht hier nirgends dran. Hier ist alles bio.

Einkaufen

(Super)marktwirtschaftlich ist das Baltikum längst in Europa angekommen. Von Narva bis Marijampole beherrschen Discounter die Einkaufswelt und bieten eine Warenauswahl, die dem Westen in nichts nachsteht. Im Gegenteil: Einkaufszentren wie das gigantische Akropolis in Vilnius oder das Viru keskus vor den Toren Tallinns kennt man sonst nur aus Amerika. In diesen Shoppingtempeln, groß wie Flugzeughangars mit bis zu 80 Kassen, in Stahl-Glas-Architektur gehüllt und umschwärmt von Ladenstraßen aus Boutiquen, verbringen baltische Familien ganze Tage. Die meisten Supermärkte haben bis spät abends geöffnet, viele gar bis Mitternacht und sieben Tage die Woche.

Konfekt

Berühmt waren die baltischen Länder schon zu alten Zeiten für ihr Konfekt. Ob Kalev (Estland), Rūta (Litauen) oder die legendäre Laima-Schokolade (Lettland): süße Tipps, um nach dem Urlaub noch lange an das Baltikum zurückzudenken.

Kräuterliköre

Wollen Sie etwas echt Baltisches mit nach Hause bringen, geht es auch hochprozentig. Die Ostseevölker verstehen sich traditionell sehr gut auf die Herstellung kräftiger, aromatischer Kräuterliköre. Legendär und als Souvenir hochbeliebt ist Rīgas Schwarzer Balsam. Auch in Litauen gibt es diesen abgründig dunklen Kräuterschnaps, hier unter der Bezeichnung Balzamas. Eine Institution estnischer Spirituosen ist der Vana Tallinn. Niemand kann einem so recht sagen, woraus der süße Likör eigentlich besteht, fest steht nur: Er hat's in sich und schmeckt so nachhaltig gut, dass schon die Zaren dafür ihren Wodka stehen ließen.

Märkte

Landestypischer und günstiger als in den westlich gestylten Einkaufszentren geht es auf den traditionellen Märkten (Mo-Sa 9-17 Uhr) zu, die nach wie vor fast allerorten im Baltikum zum Stadtbild gehören. Auf ihnen verkaufen die Bauern und Kleingärtner ihre Produkte. Alles ist frisch, alles ist bio - ohne dass es extra dranstehen muss. Hier gibt es Äpfel, die noch schrumpelig aussehen dürfen, Obst und Gemüse eimerweise, im Herbst Berge von Pilzen. Auf den Märkten schlägt der Puls des baltischen Alltagslebens. Eine Klasse für sich in dieser ursprünglichen Welt des Gebens und Nehmens ist der Zentralmarkt in Rīga. Den größten und ältesten Markt Nordeuropas zu erleben ist eigentlich ein Muss jeder Baltikumreise.

Souvenirs

Wer ein typisches baltisches Souvenir sucht, wird in jedem der drei Länder etwas anderes entdecken. In Litauen führt selbstverständlich kaum ein Weg am "Gold der Ostsee" vorbei. Die Bernsteinmeister sind hierzulande wirkliche Könner ihres Fachs. Angeboten wird Bernstein in Litauen in so gut wie jedem Souvenirladen, die größte und schönste Auswahl findet sich an der Küste, bei den Juwelieren der Bernsteingilde von Palanga, vor allem in Nida auf der Kurischen Nehrung. Berühmt sind die Litauer auch seit jeher für die Holzschnitzereien, es ist die älteste Tradition ihrer naturreligiös beseelten Volkskunst.

In Lettland und Estland sind die traditionellen Handarbeiten weit verbreitet, von gewebten, fein bestickten Leinentischdecken bis zu den etwas kratzigen, aber originellen Strickpullovern, unter denen die Kihnu trois von der estnischen Insel Kihnu als die schönsten gelten.

Immer wieder werden Sie auf Ihrer Baltikumtour erleben, wie sehr traditionelles Weben und Stricken, Schnitzen, Töpfern und Schmieden dort noch zur Alltagskultur gehört. Kein Wunder: Ihre Kunst und Kultur zu bewahren, war in allen drei Ostseerepubliken Teil gelebter nationaler Identität und Zeichen stillen Widerstands gegen die Sowjetisierung.

In Zeiten des aufblühenden Tourismus haben sich viele Kunsthandwerker auf Souvenirs spezialisiert. Das schönste Angebot finden Sie in den großen ethnografischen Freilichtmuseen, die es in allen drei Ländern gibt. Oder besuchen Sie einen der Kunsthandwerksmärkte, die im Sommer im Rahmen vieler baltischer Volksfeste stattfinden.

Freizeit & Sport

Die Möglichkeiten für einen aktiven Urlaub haben sich im Baltikum in den letzten Jahren stark verbessert. Besucherzentren in den Nationalparks organisieren Exkursionen, Aktivtourismus-Anbieter wie Ezi (www.ezi.lv) im lettischen Gauja-Tal oder www.soomaa.com im estnischen Soomaa-Reservat stellen tolle Outdoor-Programme zusammen und verleihen Ausrüstungen. Otepää in Südestland mit schönen Skipisten und das lettische Sigulda mit seiner Bobbahn sind darüber hinaus echte Wintersport-Geheimtipps an der Ostsee.

Angeln

Angeln ist Volkssport im Baltikum - bei dem Reichtum an Flüssen, Seen und 1870 km Ostseeküste (die Küstenlänge aller estnischen Inseln dazugerechnet, sind es sogar 4420 km) Ostseeküste auch kaum anders zu erwarten. In der Regel brauchen Sie einen Angelschein, der meist in den Tourismusinformationen, Angelläden, Besucherzentren der Naturreservate oder manchmal auch auf Postämtern (Lettland) zu bekommen ist.

Angel-Hotspots in Estland sind die Nationalparks Soomaa (www.soomaa.ee) und Lahemaa (www.lahemaa.ee). Lizenzen und Reviertipps gibt's in den Besucherzentren. Der Verband Urlaub auf dem Land (www.maaturism.ee) vermittelt Ferienhäuser speziell für Petrijünger.

In Lettland liegen fischreiche Seen westlich von Rīga, etwa rings um Dobele, ein einziges Paradies für Angler ist die stille, touristisch kaum erschlossene Latgale-Seenplatte ganz im Osten des Landes. An privaten Gewässern ist zusätzlich zur Angellizenz eine Erlaubnis des Besitzers nötig, eingeschränkt ist das Angeln auch in Naturschutzgebieten. Detaillierte Infos dazu gibt's beim Lettischen Forst- und Fischereiamt (Kristapa 30 | Rīga | Tel. 67602075 | www.lvm.lv).

Litauens Angelhochburgen sind das Kurische Haff und der Aukštaitija-Nationalpark, auch der Nemunas gilt als fischreich. Bei der Beschaffung von Angellizenzen helfen in der Regel die Touristenbüros. Infos zu Revieren und Angeltouren gibt's auf www.countryside.lt.

Golf

Als "Sport der Reichen" war Golf zu sozialistischen Zeiten tabu, aber das ist lange vorbei. Inzwischen gibt's einige moderne Plätze, die meisten in Estland, z. B. der 27-Loch-Parcours des Estonian Golf & Country Club (www.egcc.ee) in Jõelähtme bei Tallinn oder der Suuresta Golf Club (www.golfest.ee), ebenfalls bei Tallinn. Aktuelle Infos auch unter www.golf.ee. Modernster Golfplatz Lettlands ist der von Eishockey-Star Sandis Ozoliņš gegründete Ozo-Parcours (www.ozogolf.lv) am Kiš-See nördlich von Rīga.

Kajak, Kanu & Rudern

Das Baltikum hat Wassersportreviere für jeden Geschmack und Anspruch - vom stillen Tretbootsee bis zum Wildwasserfluss für rasante Kajaktrails. Allein die litauischen Regionalparks bieten auf ihren Seen und Flüssen 3000 km ausgezeichnete Kanutouren, in Lettland sind es nicht viel weniger. Mit Abstand schönstes Revier hier: der Gauja-Nationalpark. Die Gauja ist auch für weniger geübte Paddler geeignet, sportlicher geht's auf ihrem Nebenfluss, der stromschnellenreichen Amata zu. Die Outdoor-Agentur Makars hat sich auf Kanutouren im Gauja-Tal spezialisiert (www.makars.lv). Der größte Strom des Baltikums, die majestätische Daugava, können Sie mit dem Kanu abfahren, und sind dafür in Lettland 360 km unterwegs. Gute Tipps für dieses Revier hat der Kanuverleih Campo (www.laivas.lv).

Estlands Paddel-Dorado ist das Flüsschen Ahja bei Tartu südwestlich des PeipusSees - ein sehr wechselhaftes Revier: erst gemächlich, dann reißend. Doch wo es gefährlich wird, wachen Betreuer der jeweiligen Veranstalter (z. B. www.veetee.ee oder www.kagureis.ee) über die Sicherheit.

In Litauen kann man einen ganzen Wasserwander-Urlaub mit dem Kanu verbringen. Allein der Nemunas-Strom, die Deutschen kennen ihn als Memel, fließt von der weißrussischen Grenze bis zur Mündung in das Kurischen Haff 460 km quer durchs Land. Ein Traumrevier finden Paddler in der Seenplatte des Aukštaitija-Nationalparks mit vielen tollen Trails bis 150 km Länge (Details unter www.valtine.lt) Die Top 3 der 20 litauischen Kanuflüsse: Neris (235 km), Merkys (182 km) und die sanfte Minija (180 km)

Radfahren

Mit seinen sanftwelligen Naturlandschaften ist das Baltikum wie geschaffen für Radtouren. Und die sind mittlerweile auch richtig angesagt, sowohl bei Einheimischen wie bei Touristen. Wenn auch ein dichtes Radwegenetz noch fehlt, macht doch die Infrastruktur große Fortschritte, es gibt immer mehr ausgewiesene Routen.

Durch Litauen führen zwei Euro-Velo-Strecken. Die Route 11 verläuft durch den waldreichen Süden über Vilnius in den Aukštaitija-Nationalpark, die Nr. 10 beginnt in Nida auf der Kurischen Nehrung und führt an der Küste entlang in Richtung Palanga und weiter nach Lettland. Gute Radtourangebote gibt es auch im Gauja-Nationalpark und rund um Tartu, in Tallinn bietet Citybike geführte Stadttouren per Fahrrad an. Detaillierte Radfahrerinfos hat Baltic Cycle (www.bicycle.lt), ein Verbund der wichtigsten Fahrradclubs Estlands, Lettlands und Litauens. Auf der Homepage gibt es viele Routentipps, Radwanderkarten und Adressen für geführte Touren.

Balticcycle veranstaltet jedes Jahr eine mehrwöchige Tour durch das gesamte Baltikum mit Tagesetappen von 40-60 Kilometern, Übernachtung auf Campingplätzen: eine aktive und ganz sicher erlebnisreiche Art, Land und Leute kennen zu lernen.

Fahrradverleihstationen gibt es inzwischen in allen Touristenzentren und den meisten größeren Städten, auch viele Hotels bieten diesen Service an. Allerdings sind die Bikes von sehr unterschiedlicher Qualität.

Reiten

Bauernhöfe bieten inzwischen Reitferien an, es gibt zahlreiche Reitschulen. Reiterfreizeiten, bei denen alte deutschbaltische Herrenhäuser entlang der Strecke liegen, verbinden Naturgenuss mit Geschichte.

Viele Möglichkeiten gibt es in Litauen: Man kann Palanga per Pferd erkunden oder auf der Kurischen Nehrung ausreiten. Reitzentrum Jojimo centras bei Vilnius: www.horse.lt. In Lettland gibt es eine Pferdefarm (Vintēnu 2 | Tel. 29124573 | info@burtnieki.com) in Burtnieki bei Valmiera mit 200 Tieren. In Estland bei Pärnu: Sassi Reiterfarm | Dorf Kabriste bei Audru | Tel. 56467301 | www.sassitalu.com

Sauna

Insbesondere in Estland gehört regelmäßiges Schwitzen zum ganz normalen Alltag der Einheimischen. Die Landhäuser sind üblicherweise mit Holzofensaunen ausgestattet. Holz muss meist selbst gehackt werden. Die Esten saunieren mit Aufguss, und auch die Selbstauspeitschung mit Eichen- oder Birkenzweigen (Viht) gehört dazu. Die Mietsaunen in den großen Städten sind meist mit Elektroöfen ausgerüstet, Viht gibt es in den Hotelsaunen auch nicht. In Soomaa können Sie in schwimmenden Saunen auf Booten schwitzen (Standort in der Touristeninformation erfragen). Rīga: große Sauna für externe Gäste im Hotel de Rome | Kaļķu 28 | Tel. 67087600 | ca. 20 Euro/Person

Mit Kindern unterwegs

Die Infrastruktur aber entspricht der positiven Grundeinstellung nicht. Kaum ein Restaurant hat Kindersitze oder etwas für die kleinen Gäste auf der Speisekarte. Erwarten Sie keinen Kindersitz im Taxi, und Radfahren kann gefährlich sein. Baltischer Pragmatismus wird aber das Beste daraus machen: In den Restaurants serviert man eben eine halbe Portion. In manchen Städten sind inzwischen Kindertheater eröffnet worden. Und auf der Kurischen Nehrung, wohin es immer mehr Familien aus westlichen Ländern zieht, nimmt die Zahl der Freiluftbars mit angeschlossenem Sandkasten zu. An den Ostseestränden ist es ohnehin kein Problem, Kinder zu beschäftigen. Das weithin flache Wasser, wie in der Bucht von Pärnu in Estland, ist ideal für Schwimmflügelträger.

Estland

FK Keskus

Abenteuercenter in Tallinn für mutigere Kinder. Am beliebtesten ist die 750 m lange Gokartbahn. Tgl. 11-22 Uhr | ab 6,50 Euro | Paldiski 229 a | www.fkkeskus.ee

Reitercamp

Der Pferdehof Timmo Tallid in Põlva, südöstlich von Tartu, organisiert im Sommer mehrtägige Reitcamps, aber es gibt auch Tagesangebote für Kinder ab 8 Jahren mit Reitunterricht, Ponyreiten und romantischen Lagerfeuerabenden. Põlva Mammaste | Uus 5 | Tel. 7998530 | www.kagureis.ee

Rocca al Mare Tivoli

Im größten Vergnügungspark Estlands können sich Kinder und Erwachsene in fast 30 Karussells und teils abenteuerlichen Fahrangeboten austoben. Mai-Sept. Mo-Fr 12-20, Sa/So 11-20 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Aldiski 100 | Tallinn

Spielzeugmuseum

Das Haus in Tartu zeigt Kuscheliges und Wuscheliges, teils aus dem vorletzten Jahrhundert. Und am Ende der Ausstellungen können die Kinder wirklich spielen. Mi-So 11-18 Uhr | Eintritt ca. 1,50, Kinder ca. 1 Euro | Lutsu 8 | www.mm.ee

Wasserpark Terviseparadiis

Riesenanlage in Pärnu. Bis zu 85 m lange Rutschen, Kleinkinderpool, Kletterwand im Wasser, Wasserfälle und vieles mehr. Juni-Dez. tgl. 10-22, Jan.-Mai 11-22 Uhr | Preis bis 9 Euro für drei Std. | Side 14 | www.terviseparadiis.ee

Lettland

Go Planet

Der größte Elektronikvergnügungstempel Rīgas bietet mit 3D-Kino, Gokart-Bahn, Formel-1-Rennsimulator, Laser-Labyrinth und anderem ein aufregendes Programm. Nicht alles ist unbedingt für Kinder geeignet, aber das Personal passt da schon auf. Mo-Fr 14-22, Sa/So 11-22 Uhr | Astras 2 | www.goplanet.lv

Lido

Das Selbstbedienungslokal ist schon von Weitem an seiner stilisierten Windmühle zu erkennen. Am Ufer der Daugava, mit "Freizeitparadies" (Animateure bieten Programm) für die Kleinen. Krasta 76 | Rīga | Tel. 67504420 | €-€€

Līvu Akvaparks Jūrmala

Im größten, modernsten Spaßbad Lettlands verbringen Sie locker einen ganzen Tag, ohne dass es langweilig wird. Der Līvu Akvaparks in der Strandstadt Jūrmala bei Rīga ist ein Wasserparadies der Superlative, das 40 Attraktionen von sanft bis extrem parat hält. Mo-Fr 12-22, Sa/So 10-22 Uhr | Eintritt für 2 Std. 5, Kinder 3 Euro | Viestura 24 | www.akvaparks.lv

Märchenwald Tērvete

Der Wald Kalnamiuža bei Tērvete, 30 km südwestlich von Jelgava, ist in ganz Lettland berühmt - der Märchenfiguren und Sagenwesen wegen, die dort als skurrile Holzskulpturen die verschlungenen Wege des Märchenwalds bevölkern: der Waldkönig, der alte Zwerg und natürlich Maija und Paija, die Lieblingsmärchenfiguren aller lettischen Kinder. Ganzjährig tgl. geöffnet | Eintritt frei

Mežapark

Rīgas größte und schönste Parkanlage am nördlichen Stadtrand ist bei Familien mit Kindern sehr beliebt. Mit einem Mix aus Entspannung und Erholung bietet die über 4 km2 große Grünanlage eine Menge: Karussell und Minieisenbahn im Vergnügungspark fahren, am malerischen Kiš-See spazieren gehen oder den nahe gelegenen Zoo besuchen. Meža pr. 1

Streichelzoo in Liepāja

Picknickmöglichkeit, Reiten. Latgales 3 | Tel. 66463336 | Eintritt 1,80, Kinder 1,20 Euro

Litauen

Aquapark Druskininkai

Im größten Aquapark des Baltikums, im südlitauischen Heilkurort Druskininkai, geht's um reinen Badespaß. Der kommt in 18 verschiedenen Pools, einem atemberaubenden Rutschen-Tower und künstlichen Stromschnellen nicht zu kurz. Je nach Saison stark variierende Öffnungszeiten | Eintritt Mo-Fr 6,50, Kinder 3,50, Sa/So 10,50, Kinder 4,80 Euro (für je 2 Std.) | Vilnaus al. 13 | www.akvapark.lt

Asiliuko Sapnas

In diesem Restaurant in Kaunas sind die Tischmöbel endlich in der richtigen Größe - aus Sicht der Kleinen. Tgl. 10-18 Uhr | Laisvės 87 a

Eislaufbahn (Ledo Arena)

Mit Schlittschuhverleih. Sept.-Mai Mo-Fr 8-17 Uhr | Aušros 42 C | Kaunas | Tel. 37 330620

Hexenberg (Raganos kalnas)

Der Hexenberg liegt bei Juodkrantė auf halber Strecke von Nida nach Klaipėda. Entlang eines Rundwanderwegs (3/4 Std.) um einen bewaldeten Hügel haben litauische Künstler liebevoll geschnitzte Holzgeister, Hexen und Kobolde aufgestellt. Start an der Durchgangsstraße, die hier L. Rėzos gatvė heißt, bei Nr. 48, am Straßenrand weist die Holzhexe mit Axt den Weg.

Kletterpark Lokės Pėda

Insgesamt sechs Trails führen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden und in unterschiedlichen Höhen durch die Baumkronen des Abenteuerparks Lokės Pėda (dt. Bärenpranke) bei Jonava (40 km nordwestlich von Kaunas). Die Tarzantour über Seile, Netze, Hängebrücken und Strickleitern ist nichts für Angsthasen! Doch jeder ist während der Kletterei mit Seilen gesichert, passieren kann also nichts. Mai-Aug. tgl. 10-22, Sept/Okt. 10-20 Uhr | www.lokespeda.lt

Meeresmuseum (Jūrų muziejus)

Korallen, bunte Schnecken und 30 Aquarien voller Ostseefische und ihrer tropischen Verwandtschaft: Das ist mal eine sinnvolle Nutzung für eine Festung. Das wuchtige Backsteinfort Kopgalis (1871) in Smiltynė auf der Nordspitze der Kurischen Nehrung beherbergt ein landesweit einzigartiges Meeresmuseum. In der Außenanlage tummeln sich Kegelrobben, im Delfinarium zeigen Schwarzmeerdelphine und Seelöwen ihre Kunststücke. Mai-Sept. Mi-So 10-18, Okt-April Sa/So 10-17 Uhr | Eintritt Museum: 2,80, Kinder 1,50 Euro; Delfinshow: 3,50, Kinder 1,80 Euro | Smiltynės 3 | mit der Fähre vom Kastellhafen zur Nehrung übersetzen, von der Fährstelle 400 m rechts | www.juru.muziejus.lt

Sehenswertes

Über das ganze Baltikum verteilt gibt es interessante Sehenswürdigkeiten. In Tallinn zum Beispiel gibt es noch eine mittelalterliche Stadtmauer, die Kathedrale Alexander Newski und Schloss Kadriorg zu besichtigen. Auch der "geografische Mittelpunkt Europas" ist eine Sehenswürdigkeit im Baltikum, genauer gesagt in Litauen. Allerdings beanspruchen mehrere Länder diese Auszeichnung für sich. Die Wasserburg Trakai ist ebenfalls litauisch.

Freizeit

Wer seine Freizeit im Baltikum verbringen möchte, dem stehen hier das ganze Jahr über gute Sportmöglichkeiten zur Verfügung: Von Wanderungen über den Badeurlaub bis hin zum Winterurlaub mit Schlittenhund-Fahren bietet das Baltikum auf einer Reise zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Im Juni wird überall Mitsommer gefeiert - eines der größten Feste im Jahr, das man auf keinen Fall verpassen sollte.

Übernachten

Das Baltikum ist nicht sehr dicht besiedelt. Wer hier im Hotel übernachten möchte, der wird daher am ehesten in den Städten fündig, auf dem Land gibt es vor allem Ferienhäuser oder kleinere Pensionen. Die Hotels im Baltikum können mit mitteleuropäischen Ansprüchen leicht mithalten, je besser die Unterkunft ist, desto größer sind die Ähnlichkeiten zu Hotelzimmern in Deutschland.

Am Abend

In Städten wie Tallinn und Riga gibt es hervorragende Möglichkeiten zum Ausgehen. Die nordeuropäische Küche ist sehr herzhaft, Fisch und Fleisch spielen eine ebenso wichtige Rolle wie Gemüseeintöpfe, wenn man im Baltikum essen geht. Auch süße Gebäcke wie Pfefferkuchen und Lebkuchen haben hier eine Heimat. Eine Spezialität ist der Kabeljau, der frisch gefangen aus dem Meer genossen werden sollte.