Bad Homburg vor der Höhe

Bad Homburg vor der Höhe Sehenswürdigkeiten

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Vulkansee mit Welterbe Schatz - 25 Jahre UNESCO Welterbe Grube Messel Die Grube Messel ist 1995 als Fossillagerstätte im ehemaligen Ölschiefertagebau von der UNESCO als Welterbestätte aufgenommen…

Sehenswürdigkeiten

Burgen, Schlösser und Paläste
  • Schloss mit Schlosspark - Es wurde um 1770 erbaut. Am Schloss befindet sich auch der weiße Turm, das Wahrzeichen von Bad Homburg. Der Turm ist 48 m hoch. Er ist Teil der alten Burg, die nicht mehr steht. Sehenswert ist ferner der Schlossgarten. Der kostenlos zugängliche Park beherbergt einen schönen Teich, etwas Gartenkunst sowie viele seltene Bäume.
  • Die Englische Kirche wird heute als Museum und Konzertsaal genutzt. Die Engländer liebten das Kurbad Homburg. Nachdem der Prince of Wales, der spätere englische König Edward VII., häufig nach Homburg fuhr, wuchs der Anteil der Kurgäste aus England ständig. Ab 1876 kamen die Parlamentsabgeordnete nach Schluss der Parlamentssitzungen zur Kur in den Taunus. Bad Homburg erfüllte den Wunsch der Briten nach einem eigenen Gotteshaus und baute die Englische Kirche. Sie wurde 1868 durch den Lord Bischof von London geweiht und bis 1914 als Christ Church genutzt. In den 80er Jahren ließ die Stadt die Englische Kirche sorgfältig restaurieren und zu einem Kulturzentrum ausbauen.
Kirchen
  • Russische Kapelle. Am Ende des 19. Jhd. kamen viele russische Kurgäste nach Bad Homburg. Der russische Staatsrat Proworoff war in der Stadt als "Rosenkavalier" bekannt, denn er ging oft mit einer Hand voll Rosen aus, die er einzeln an ihm begegnende Damen verteilte. Proworoff regte den Bau der Kapelle an und kümmerte sich um deren Finanzierung. Die Planung übernahm der Petersburger Architekt Prof. Louis Benois, der auch die Russische Kirche in Darmstadt entworfen hatte. Zur Grundsteinlegung im Oktober 1896 kam neben Prof. Benois auch das gerade in Darmstadt weilende Zarenpaar sowie aus Kronberg Viktoria Kaiserin Friedrich. Unter einem Baldachin stehend, legte Zar Nikolaus II. persönlich den Grundstein. Die Russische Kirche wurde drei Jahre später geweiht und dient noch heute der russisch-orthodoxen Kirchengemeinde Bad Homburg als Gotteshaus.
  • Die Erlöserkirche erinnert an die Istanbuler Hagia Sophia. Aber es gibt noch andere Ähnlichkeiten. Das Innere ist im neubyzantinischen Stil gestaltet: Die Wände sind mit Marmor verkleidet, die Decke ist mit Goldmosaiken bedeckt. Das sechsarmige Lichtkreuz in der Kuppel ähnelt dem von San Marco in Venedig. Christus als über dem weißen Marmoraltar erscheint wie in Ravenna. Das mit Edelsteinen besetzte Altarkreuz hatte Kaiserin Auguste Viktoria ursprünglich für die Erlöserkirche in Jerusalem bestimmt. Sie war zusammen mit ihrem Gemahl Kaiser Wilhelm II. für die Gestaltung und Finanzierung der Erlöserkirche verantwortlich. Die evangelische Kirche wurde 1908 geweiht. Der Kaiser nahm, wenn er in Homburg weilte, in seiner Kaiserloge mit eigenem Zugang an Gottesdiensten teil. Die mächtigen, quadratischen Türme der Erlöserkirche bestimmen zusammen mit denen der nahen katholischen St. Marien-Kirche und dem Weißen Turm die Silhouette Bad Homburgs.
  • St. Marienkirche Die Erlöserkirche und St. Marien sind nur wenige Schritte voneinander entfernt. Die St. Marienkirche ist die katholische Hauptkirche der Stadt. Sie wurde 1895 geweiht. Der Mainzer Dombaumeister Ludwig Becker hatte sie im neugotischen Stil entworfen. Hohe Spitzbogenfenster zieren den Chor. Neben den geschnitzten Altären sind weitere Kunstwerke sehenswert. Eine um 1380 geschaffene mittelrheinische Pietà aus Lindenholz, eine niederrheinische Kreuzigungsgruppe aus Eichenholz aus der Zeit um 1450 und ein großes spätgotisches Triumphkreuz, das wahrscheinlich ein fränkischer Meister um 1500 gestaltet hat.
  • Die Schlosskirche war die evangelisch-lutherische Kirche in der Stadt. Nach der Fertigstellung der größeren Erlöserkirche 1908 wurde sie bedeutungslos. Erst eine Bürgerinitiative erinnerte wieder an sie. Das "Kuratorium Schlosskirche" sammelte Gelder für die Restaurierung und brachte kulturelles Leben in die historischen Mauern. Im Zuge der Sanierung rekonstruierte man auch die Bürgy-Orgel aus den 1780er Jahren. Diese Orgel ist eine der acht wertvollen Orgeln aus unterschiedlichen Zeitepochen, die den Ruf Bad Homburgs als Orgelstadt und des renommierten Internationalen Orgel-Festivals "Fugato" begründen. In der Schlosskirche finden heute oft Konzerte statt.
  • St. Martin Kirche. Ober Erlenbach ist älter als Homburg. Die Ortschaft wurde schon im Jahr 730 urkundlich erwähnt. Die letzten Herren waren bis 1803 die Grafen von Ingelheim. Ober Erlenbach verdankt ihnen die reich ausgestattete Barockkirche. Graf Johann Philipp von Ingelheim hat sie 1763 - 1765 errichten lassen. Der barocke Hochaltar sowie die beiden Seitenaltäre wurden 1808 aus dem Kloster Ilbenstadt erworben. Die Orgel hatte 1839 der bekannte Mainzer Orgelbaumeister Bernhard Dreymann geschaffen. Sie ist ein Glanzstück der Orgelbaukunst des 19. Jahrhunderts von denen nur noch wenige im Originalzustand erhalten sind. Der Patron der Kirche ist der Hl. Martin. Das Patroziniumfest findet am 11. November statt.
Bauwerke
  • Die Thai Salas in Kurpark (manchmal auch als Siamesische Tempel bezeichnet). Nachdem der siamesische König Chulalongkorn 1907 Genesung in Bad Homburg erlangte und eine neue Quelle nach ihm benannt wurde, schenkte er aus Dankbarkeit der Stadt eine Thai Sala. Dieser wurde in Bangkok angefertigt, in Einzelteile zerlegt und auf die Seereise nach Deutschland geschickt. Ende 1910 trafen die Teile leider unvollständig und beschädigt in Homburg ein. Zwei Drittel der glasierten Dachziegel waren zerbrochen. Erst am 22. Mai 1914 konnte die Sala in Anwesenheit des Prinzen Mahidol von Siam eingeweiht werden. Der Wunsch des Stifters, das vollendete Bauwerk zu sehen, hatte sich nicht erfüllt. König Chulalongkorn war schon 1910 gestorben. Mit der Stiftung der Sala war die Grundlage für eine enge Beziehung zwischen Thailand und Bad Homburg geschaffen. Später haben mehrfach Mitglieder des thailändischen Königshauses die Stadt besucht und 2007 schenkte die thailändische Regierung der Stadt Bad Homburg eine weitere Thai Sala. Jährlich finden an diesen Gedenkfeiern statt.
  • Das Sinclairhaus. Isaak von Sinclair (1775-1815) vertrat als Diplomat die kleine Landgrafschaft Hessen-Homburg auf dem Wiener Kongress und bewahrte ihre Souveränität. Er war ein Dichter und Philosoph und ein Freund Hölderlins. Nach ihm ist das Anfang des 18. Jhd. errichtete Barockgebäude gegenüber dem Schloss benannt. Die Bad Homburger Altana AG erwarb das verfallene und vom Abriss bedrohte Gebäude 1978 und ließ es restaurieren. Heute finden im Sinclair-Haus Kunstausstellungen statt, die weit über Bad Homburg hinaus Aufmerksamkeit finden.
  • Das Gotische Haus. Der Homburger Erbprinz Friedrich VI. Josef wünschte sich einen Salon für vierzig Personen im Großen Tannenwald, als er 1818 die englische Prinzessin Elizabeth heiratete. Fünf Jahre später, 1823, wurde mit dem Bau des herrschaftlichen Gotischen Hauses für Jagden, Ausflüge und Festlichkeiten des Landgrafenhofes begonnen. Dem Geschmack, dem Kunstsinn und auch der Mitgift Elizabeths ist es zu verdanken, dass ein außergewöhnliches Haus entstanden ist. Heute ist das Gotische Haus das Städtische Museum mit einem einzigartigen Hutmuseum. Es stellt die Kulturgeschichte der Kopfbedeckungen der Welt dar. Im Mittelpunkt steht natürlich der "Homburg-Hut". Andere Abteilungen geben einen Überblick über die Geschichte der Stadt. Das Münzkabinett präsentiert Münzen und Medaillen aus dem Homburger Land. Wechselnde Sonderausstellungen nehmen sich bedeutsamen Teilaspekte der deutschen Kulturgeschichte an. Im Gotischen Haus ist auch das Archiv Bad Homburgs, dessen Dokumente von jedermann kostenlos eingesehen werden können.
  • Das Kurhaus mit Kurtheater und Ladengalerie ist ein Neubau an der Louisenstraße.
  • Rathaus-, Hexen- und Stumpfer Turm in der Altstadt. Seit 2003 weist eine Gedenktafel am Turm auf die Opfer der Hexenverfolgung hin.
  • Herzbergturm: Aussichtsturm, der ca. 5 km westlich der Stadtmitte auf dem Taunuskamm liegt.
  • Kastell Saalburg liegt im Taunus am Weltkulturerbe Limes
Brunnen
  • Der Elisabethenbrunnen ist die bedeutendste Heilquelle der Stadt. Sie wurde am 27. Juni 1834 von dem Bad Homburger Arzt Dr. Christian Trapp wiederentdeckt. Er erkannte ihre Heilkraft zur Linderung von Magen- und Darmerkrankungen. Der Brunnen wurde nach der englischen Landgräfin Elisabeth benannt. Er war immer der Mittelpunkt des geselligen Kurlebens. Er wurde mehrfach umgestaltet, aber 1918 erhielt er unter reger Anteilnahme von Kaiser Wilhelm II seine endgültige Form.
  • Der Stahlbrunnen fördert Wasser, das reich an kohlensaurem Eisen ist. Schon Justus Liebig stellte 1841 einen Eisengehalt von 0,758 Gramm fest, genau soviel wie der Schwalbacher Stahlbrunnen. Die Heilquelle war früher von einem Gusseisengitter in ovaler Form umgeben. Sie wurde Mitte der 1960er Jahre neu gefasst. Das Wasser wirkt tonisierend und wird gegen Blutarmut angewandt.
  • Der Ludwigsbrunnen liegt in einem verschwiegenen Winkel des Kurparks. Sein Heilwasser hat eine besondere Bedeutung für die Bad Homburger Kur. Die Quelle wurde 1809 durch zwei im Bach badende Jungs wiederentdeckt. Bei genauem Hinsehen entdeckte man Funde aus der Römerzeit. Die Quelle wurde offenbar schon früher genutzt. Das Wasser ist ein wohlschmeckender Säuerling mit geringem Mineralgehalt und reich an Kohlensäure. Teile der heutigen Einfassung stammen noch von 1871.
  • Der Durstbrunnen ist ein Kunstwerk. 1910 hatte sich der Berliner Bildhauer Hans Dammann mit diesem Kunstwerk an der großen Kunstausstellung seiner Heimatstadt beteiligt. Der Brunnen stellt eine weibliche Gestalt dar, die mit verschränkten Beinen dasitzt und eine Schale in den erhobenen Händen hält. Über den Rand der Schale fließt Wasser in ein Becken zu ihren Füßen. An ihren Seiten sitzen zwei schwarze Bronzepanther, die zu der Schale empor lechzen. 1914 kaufte der in Bad Homburg lebende ehemalige Landrat Helmut von Brüning den Brunnen und machte ihn der Stadt für den neuen Jubiläumspark zum Geschenk. Der Park wurde dem 25. Regierungsjubiläum Wilhelms II. gewidmet. Demzufolge hatte der Kaiser natürlich ein Mitspracherecht. Bei einem Besuch sprach er dem Künstler und dem Stifter des Brunnens seine große Anerkennung aus.
Denkmäler
  • Kaiser Friedrich III. und seine Ehefrau Victoria Kaiserin Friedrich an der Kaiser-Friedrich-Promenade am Südrand des Kurparks
  • Landgrafendenkmal in der Nähe der Wandelhalle im Kurpark
Museen
  • Museum im Gotischen Haus (Hutmuseum), Tannenwaldweg 102. Tel.: +49 6172 37618, Fax: +49 6172-937216, E-Mail: museum@bad-homburg.de. Museum zur Geschichte der Stadt Bad Homburg von der landgräflichen Zeit bis zum ersten Weltkrieg. Das Museum beherbergt auch das Bad Homburger Hutmuseum sowie eine Ausstellung zur Landgräfin Elizabeth. Geöffnet: Di.-Sa. 14:00-17:00 Uhr sowie Sonn- und Feritags 10:00-18:00 Uhr. Preis: Eintritt 2€, ermäßigt 1€, Kinder bis 14 Jahre frei.
  • Horex Museum Bad Homburg, Horexstraße 6. Tel.: +49 6172-1013167, E-Mail: museum@bad-homburg.de. Museum rund um den Bad Homburger Motorradhersteller Horex. Geöffnet: Mi.: 10:00 - 14:00 Uhr, Sa.&So.: 10:00-18:00 Uhr. Preis: Erwachsene: 2,50€; ermäßigt: 1,00€.
  • Central Garage Automuseum, Niederstedter Weg 5. Tel.: +49 6172-5976057, Fax: +49 6172-5976058, E-Mail: info@central-garage.de. Privates Automobilmuseum mit wechselnden Ausstellung historischer Fahrzeuge. Geöffnet: Mi.-So.: 10:00 - 16:30 Uhr. Preis: Eintritt frei.
  • Römisches Kastel Saalburg
Straßen und Plätze
  • Louisenstraße ist die zentrale Einkaufsstraße
  • Waisenhausplatz, Platz in der Innenstadt an der Louisenstraße
  • Marktplatz, Platz in der Innenstadt an der Louisenstraße
  • Kaiser-Friedrich-Promenade mit vielen prachtvollen (Jugendstil-)Villen führt entlang der Südseite des Kurparks.
  • Tannenwaldallee, Verbindungsstraße zwischen dem Landgrafenschloss vorbei am Kleinen Tannenwald zum Gotischem Haus, nicht durchgängig befahrbar. Sie wird durch die Elisabethenschneise vorbei am Hirschgarten in den Taunus hinein verlängert
Parks
  • Der Kurpark ist ein 44 Hektar großer englischer Landschaftsgarten mit einem alten Baumbestand. Man findet sowohl einheimische als auch viele exotische Gehölze aus Asien und Nordamerika. Der Kurpark ist einer der größten und schönsten in Deutschland. Den ältesten Teil, zwischen Schwedenpfad und Kisseleffstraße, schuf ab 1854 der bekannte Königlich-Preußische Gartendirektor Peter Joseph Lenné. Der östliche Teil entwarf ab 1867 sein Nachfolger in Potsdam, Ferdinand Jühlke. Der Jubiläumspark im Westen wurde 1913 zum 25. Regierungsjubiläum von Kaiser Wilhelm II. durch die Frankfurter Firma Siesmayer angelegt. Das Zentrum des Kurparks bildet die mit Kastanien bepflanzte breite Brunnenallee. An ihr liegen die meisten Heilquellen, sowie das historische Kaiser-Wilhelms-Bad und das Brunnensälchen mit der Spielbank. Eine große Anzahl von Denkmälern zeugen von der Geschichte des einstigen Weltbades.
  • Schlosspark − ab 1679 erfolgte wurde ein repräsentativer barocker Obergartens vor dem Königsflügel des Schlosses angelegt. Die mächtigen Zedern wurden 1822 gepflanzt. Ab 1770 gestaltete man den tiefer gelegenen landschaftlichen Gartenbereich mit einem großen Teich.
  • Kleiner Tannenwald, wieder neu angelegter Park der landgräflichen Gartenlandschaft mit recht großem Weiher
  • Hirschgarten und Forstgarten, im Stadtwald westlich von Dornholzhausen, großes Wildgehege.