Romaikí Agorá

Zusätzlich zur altgriechischen Agorá legten die Römer um 10 n.Chr. nahe dem Marktplatz eine neue Agorá an, die von Säulenhallen mit Geschäftsräumen umschlossen war. Der Haupteingang, ein bis heute erhaltenes Tor, lag der alten Agorá zugewandt. Am anderen Ende des Platzes erhebt sich der sehr gut erhaltene, 12 m hohe Turm der Winde(Náos Aiólou). Er stammt aus dem 1. Jh. v.Chr., als Griechenland bereits unter römischer Herrschaft stand, und beherbergte eine Uhr. Die Zeit maß man in der Antike v.a. mit Sonnenuhren, die freilich bei Nacht und wolkenverhangenem Himmel versagten. So stellte man an einigen Orten Wasseruhren auf, die über ein kompliziertes Röhrensystem immer recht genau die Zeit anzeigten. Zusätzlich waren an den Außenseiten des achteckigen Turms Sonnenuhren angebracht. Darüber sind in einem Relieffries die acht antiken Windgötter dargestellt, jeder in seiner Himmelsrichtung. Unmittelbar nordwestlich des Turms sind noch die Reste einer antiken Gemeinschaftslatrine zu erkennen, die 70 Männern gleichzeitig Platz bot. Die Agorá wird heute gelegentlich für Konzerte genutzt.
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