Kerameikós

Etwas abseits der üblichen Besichtigungsrouten träumt der von deutschen Archäologen freigelegte antike Friedhof von Athen vor sich hin. Hier erzählen Grundmauern von der Stadtgeschichte und eine Vielzahl von Grabdenkmälern von persönlichen Schicksalen. Kerameikós war ein Stadtteil Athens, der sich bis zur antiken Agorá erstreckte und weit über die Stadtmauer hinausragte. Im Bereich der Ausgrabungen - nur ein kleiner Teil von Kerameikós konnte freigelegt werden - hat man die beiden bedeutendsten Stadttore Athens entdeckt. Das eine ist das Heilige Tor, durch das die Heilige Straße führte, auf der alljährlich ein Festzug nach Eleusis zog. Das andere ist das Dípylon, das Doppeltor, durch das im Rahmen der Panathenäen der große Festzug zur Akrópolis die Stadt betrat. Zwischen beiden Toren stand das Pompeíon, in dem der Festzug hergerichtet wurde, und in dem sich die Honoratioren zum Festmahl trafen. Sonst diente das Pompeíon auch als Sportstätte für Ringkämpfe. Besonders eindrucksvoll sind die Grabmonumente zu beiden Seiten des jetzt unterirdisch geführten Flüsschens Erídanos, der am Berg Likavittós entspringt. Einige wurden zu Ehren gefallener Soldaten vom Staat errichtet, andere sind privat. Auch große Staatsmänner, wie z.B. Perikles und Kleisthenes, wurden hier bestattet.
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