Argentinien Essen & Trinken

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Der unscheinbare Eingang verbirgt eines der besten Restaurants in Buenos Aires. Im Saal der Architektengesellschaft nimmt Guido Tassi die besten Zutaten als Bausteine für feine Gerichte einfacher Sch…
Vor dem gleichnamigen Park in San Telmo ein typisches Restaurant mit vielen Stammgästen: freundliche, kompetente Kellner, auf deren Tipps Verlass ist, einfache, schmackhafte Gerichte in…
Beliebter Treffpunkt der lokalen Jugend nahe der Playa Grande zum hausgebrauten Bier. In der Brauerei selbst gibt es Führungen und auch eine Bierbar.
Das beliebteste Fischrestaurant der Einheimischen, etwas versteckt am Südende der Stadt. Gutes Weinsortiment.
Wer etwas Abwechslung zu empanadas und regionaler Küche sucht, findet hier schmackhafte Alternativen. Inhaber und Koch Roberto spricht auch Deutsch.
Mauro Colagreco ist mit seinen beiden Michelinsternen einer der Topstars der Weltküche. Neben seinem feinen Restaurant an der Côte d’Azur führt er in Buenos Aires ein Imbisslokal. Aber auch dort…
In dem kleinen Lokal mit regionaler Küche des Nordwestens haben Sie die Wahl zwischen locro, empanadas, tamales und humita. Und als Nachtisch gibts Ziegenfrischkäse mit Zuckerrohrsirup.
Erstklassige Fusionküche in feinem Ambiente. Die Fahrt an den Nordwestrand der Stadt lohnt sich für Feinschmecker und auch für Vegetarier.
Am Hafen frisch gefangene Flussfische aus dem Paraná.
Fruchtsäfte in erfrischenden Mischungen, Salate und sonntags ein attraktives Brunchangebot in San Telmo.
Frischer Fisch am Hafen, Meeräsche vom Grill in großzügigen Portionen.
Regionale Küche, Fisch, Paella.
Restaurant im gleichnamigen Hotel auf dem Hang vom Berg San Bernardo mit Blick auf die Stadt. Internationale und regionale Küche.
Das oft voll besetzte Lokal hat sich zu einem Treffpunkt für Folklore und regionale Küche entwickelt. Die Speisekarte bietet die klassischen Gerichte der salteños wie empanadas und locro.
Die beste Pizza kommt aus Italien? Argentinier sind da anderer Meinung. Die fugazzeta rellena, die gefüllte Zwiebelpizza mit extra dickem Boden und doppelt Käse, ist ein Klassiker wie überhaupt der…
Biospeisekarte im grünen Lokal in Palermo.
Eine der besten Küchen in Buenos Aires, in der wenige, einfache Zutaten in exquisite Speisen verwandelt werden.
Pizza und Bier direkt aus der eigenen Brauerei.

Essen & Trinken

Der arabischen Tradition, die sich teils über Spanien, teils direkt über Einwanderer aus Syrien und Libanon vor allem im Nordwesten Argentiniens ausbreitete, entstammen vor allem Süßigkeiten wie der alfajor (ein gefüllter Keks) in seinen verschiedenen regionalen Varianten.

Guisos (Eintöpfe) erinnern an die spanischen Großmütter. Und schließlich lassen die Namen zahlreicher Vor- und Nachspeisen, wie etwa ensalada rusa (Kartoffelsalat mit Gemüse und Mayonnaise) oder leberwurst und strudel, die sogar ihren Namen behalten durften, die Geschichte der Einwanderer aus Weißrussland und Deutschland anklingen. Maisgerichte sind hauptsächlich im Nordwesten des Landes zu bekommen, wo heute noch Teile der Bevölkerung indianischen Ursprungs sind.

Das klassische Abendessen in Argentinien besteht aber aus einem saftigen Filet- oder Rumpsteak mit Salat. Die knapp 50 Mio. argentinischen Rinder liefern besonders schmackhaftes und BSE-freies Fleisch, weil sie das ganze Jahr im Freien leben, wo sie viel Auslauf haben und ausschließlich das zarte Pampagras fressen. Zu einem asado ist in Argentinien immer und überall Gelegenheit. Der Braten wird mancherorts noch am eisernen Spieß nicht über, sondern vor dem offenen Feuer geröstet - wie bei den Gauchos in alten Zeiten. Während man in Nord- und Zentralargentinien Rind bevorzugt, wird im Süden hauptsächlich Lammfleisch gegrillt.

Argentinier essen für mitteleuropäische Verhältnisse ausgesprochen spät zu Abend. Vor 21 Uhr bekommt man kaum etwas. Ein komplettes Abendessen beginnt mit einer entrada (Vorspeise). Der Hauptgang, der plato principal, enthält dann entweder ein Fleisch-, Fisch- oder Geflügelgericht oder Pasta. Der Salat dazu, die ensalada, muss oft extra geordert werden, genau wie die guarniciones (Beilagen). Das können papas fritas (Pommes frites), papas naturales (Salzkartoffeln) oder die erst vor Kurzem wiederentdeckten papas andinas sein (kleine Andenkartoffeln, wie sie von den Inkas geerntet wurden). Brot bringt der Kellner unaufgefordert gleich zu Anfang.

Eine Spezialität, für die Sie etwas Zeit mitbringen sollten, ist die parrillada criolla, eine am offenen Holzkohlefeuer zubereitete Platte mit Fleisch, Würsten, Kalbsbries, Nieren und anderen Innereien. Die Grillplatte wird oft auf einem kleinen Ofen serviert, der die Stücke warm hält. Zum Nachtisch gibt es häufig queso y dulce oder hausgemachten flan (Karamellpudding) mit dulce de leche oder einfach nur ein helado (Eis) oder ensalada de frutas (Obstsalat).

Mittags bevorzugen Argentinier leichtere Mahlzeiten, etwa ein bife con ensalada mixta (Steak und Salat mit Tomate) oder eine tortilla, die spanische Variante des Kartoffelomeletts, oder milanesas (dünne Schnitzel) oder Hamburger auf Steakbasis, lomitos, oder einfach tostadas de jamón y queso (Toast mit Schinken und Käse).

Das Frühstück (desayuno) ist nicht der Rede wert. Argentinier trinken morgens zu Hause ihren Matetee und knabbern vielleicht noch einen Kräcker dazu. Im Hotel gibt es vor allem Kaffee, aber auch Tee, dazu werden medialunas (Hörnchen) oder tostadas gereicht. Außerdem kann man in Cafés und Bars jederzeit ein Frühstück ordern und befindet sich dabei in bester Gesellschaft, wenn die Argentinier ab etwa 10 Uhr dort ihren Brunch einnehmen.

Das traditionelle Getränk zum Essen ist Wein. Argentinien ist der sechstgrößte Weinproduzent weltweit. 73 Prozent der Anbauflächen liegen in der Provinz Mendoza, 17 Prozent in San Juan, fünf Prozent in Salta. Aber auch Bier wird zum Essen gereicht. Neben den einheimischen blonden Quilmes und Santa Fe kommen allerlei Importbiere auf den Tisch. Nach natürlichen Fruchtsäften werden Sie fast immer vergeblich fragen. Es gibt sie zwar im Supermarkt, aber in den meisten Restaurants bekommen Sie allenfalls Orangen- oder Pampelmusensaft. Angeboten werden hingegen die gängigen Limonaden und Mineralwasser.

Vegetarier hatten es bisher schwer in Argentinien. Bis heute gibt es oft keine anderen Alternativen als Pasta und Pizza, Pizza und Pasta. Erst in den letzten Jahren eröffnen - vor allem in Buenos Aires - immer mehr Restaurants, die einen neuen Trend setzen: nicht unbedingt rein vegetarischer Ausrichtung, aber mit der Verwendung viel frischer Früchte und Gemüse - nicht zuletzt auch dank der steigenden Anzahl europäischer und US-amerikanischer Besucher.

Auch in den Cafés gibt es eine Ausweitung des Sortiments vom einfachen Croissant zum Muffin und zum frappuccino auf der Couch. Allein die US-Kette Starbucks hat in fünf Jahren in Buenos Aires mehr als 30 Lokale eröffnet. Die Globalisierung, das charakteristische Merkmal der argentinischen Küche schon seit den ersten Einwandererwellen vor Jahrhunderten, hält an!

Spezialitäten

alfajor

zwei mit Schokolade oder Puderzucker belegte Kekshälften, die eine Schicht dulce de leche einbetten

arroz con leche

Milchreis

bife de chorizo

Rumpsteak, Rippensteak ohne Knochen

budín de pan

Brotpudding, mit Milch, Eiern und Rosinen zubereitet

carbonada

Eintopf aus Kürbis, jungen Maiskolben, getrockneten oder frischen Pfirsichen und Fleisch

dulce de leche

hellbraune, ziemlich süße Karamellcreme, die u. a. als Brotaufstrich sehr beliebt ist

empanadas

Teigtaschen, mit Hackfleisch (de carne), Mais (de choclo) oder Schinken und Käse (de jamón y queso) gefüllt

facturas

süße Gebäckstückchen zum Frühstück oder zum Nachmittagsmate oder -kaffee, von Berlinern (bolas de fraile) bis zu Croissants (medialunas)

humita

gemahlener Mais, oft in Maisblätter eingebunden serviert

locro

Mais, Kürbis, Fleisch und Schweinepfoten in dicker Eintopfsuppe

matambre arrollado

Rollbraten aus Rinderzwerchfell mit eingerolltem Gemüse und Ei. Der Name des flachen Fleischstücks (mata hambre: "Hungerkiller") entstand, als die Gauchos beim Schlachten diesen Teil des Rinds schnell als Imbiss zubereiteten, während die dickeren Fleischteile langsam auf dem Grill garten

mazamorra

mit Zitronensaft angemachter Maisbrei

puchero

Eintopf in klarer Brühe mit Gemüse und Rindfleisch

queso y dulce

eine Scheibe Gouda, die mit einem gleich großen Stück festen Quitten- oder Süßkartoffelgelees belegt wird

tamales

Maismehlgericht aus dem indianischen Nordwesten, wie humita in Maisblätter gewickelt, aber mit Hack, gekochtem Ei und Rosinen