© canadastock, shutterstock

Seite teilen

Rundreise Apulien: In fünf Tagen durch die Terra di Bari

Abwechslungsreiche Küstenabschnitte, pittoreske Städtchen, geheimnisvolle Schlösser sowie endlose Olivenhaine und Weingärten: Fünf Tage Apulien bieten Abwechslung pur.

Stationen

  • Das geheimnisvolle Castel del Monte
  • Die Höhlenstädte Matera und Castellaneta
  • Valle d'Itria und die „weiße Stadt“ Ostuni
  • Die Trulli-Zone von Alberobello
  • Bari

Anreise

Der Flughafen in Bari, auch bekannt als Flughafen „Karol Wojtyla“, eignet sich besonders als Zielflughafen für den Raum Apulien, da er von zahlreichen nationalen und internationalen Airlines angeflogen wird. Hier findet man auch zahlreiche Mietwagen-Anbieter.

Das geheimnisvolle Castel del Monte

Am Flughafen Bari (1) beginnt die Rundreise in nördlicher Richtung. Es geht entweder die schmale Küstenstraße entlang durch niedliche Hafenstädte oder den direkten Weg über die SS16 in knapp einer Stunde nach Trani (2). Zwischen den sorgsam gehegten Sandsteinbauten des Kastells, der hoch aufstrebenden Kathedrale und den im Hafen schaukelnden Fischerbooten lässt sich eine Pause für eine stärkende Mahlzeit einlegen.

Von Trani aus geht es weiter in Richtung Andria und zur „Krone Apuliens“, dem UNESCO-Weltkulturerbe Castel del Monte (3), welches noch heute mit seiner besonderen geometrischen Struktur beeindruckt und so manches Geheimnis bewahrt hat. Jagdschloss, Schatztruhe oder Machtsymbol Friedrichs II. – um sich eine Meinung zu bilden, sollte man mindestens zwei Stunden einplanen. Dann bietet sich das quirlige Andria (4), die Stadt des (Oliven-) Öls, mit seinem imposanten Dom als Übernachtungspunkt an.

Weitere Highlights

  • Giovinazzo
  • Shoppen im Outlet Village Molfetta
  • Bronzezeitlicher „Dolmen della Chianca“ bei Bisceglie

Übernachtung: Andria

Reiseinformationen: Distanz Bari–Trani ca. 55 km, 40–50 min; Distanz Trani–Castel del Monte 35 km, 40 min; Distanz Castel del Monte–Andria 10 km, 15 min

Die Höhlenstädte Matera und Castellaneta

Am zweiten Tag der Rundreise geht es über den Westen in den Süden Apuliens. Von Andria aus fährt man in Richtung Altamura (5). Die Stadt ist besonders für ihr lang haltbares Brot mit knuspriger Kruste und das Mittelalterfest im Mai bekannt.

Auf jeden Fall sollte man einen Abstecher nach Matera (6) machen. Zwar liegt die Kulturhauptstadt 2019 mit ihrer häufig für Sandalenfilme genutzten Altstadt aus Höhlenwohnungen bereits in Basilikata, aber trotzdem zu nah an der Grenze, als dass sie außen vorgelassen werden sollte.

Von Matera aus sind es nur 30 km nach Castellaneta (7), einer weiteren Stadt, die für ihre Höhlenwohnungen und Höhlenkirchen im weichen Karstgestein der Murge bekannt ist. Zu Castellaneta gehört auch eine Marina am Ionischen Bogen, wo man nun endlich einen Badestopp einlegen kann.

Weitere Highlights

  • Pulo von Altamura
  • Höhle Lamalunga und Skelett des Mannes von Altamura

Übernachtung: Castellaneta, Massafra oder Taranto

Reiseinformationen: Distanz Andri–Matera 80 km, 1 h 30 min; Matera–Marina di Castellaneta 50 km, 50 min

Durch das Valle d'Itria nach Ostuni

Durch endlose Olivenhaine gelangt man über malerische weiße Städte, die sich auf den Hügeln des Itria-Tals erheben, aus dem Raum Taranto nach Ostuni (8). Hier kann man sich zwischen den hohen, weißen Häuserfassaden der Altstadt treiben lassen und beinahe schon orientalisches Flair genießen. Immer wieder findet man Aussichtspunkte, die einen spektakulären Blick über die Olivenhaine bis zum Meer bieten. Und am Abend dann den Sonnenuntergang am Meer bewundern, zum Beispiel von einem der vorzüglichen Restaurants in Torre Santa Sabina oder Villanova aus, gern nach einer kurzen Abkühlung in der kleinen Badebucht des Ortes.

Weitere Highlights

  • Martina Franca
  • Locorotondo
  • Cisternino
  • Grottaglie

Übernachtung: Ostuni, Torre Santa Sabina oder Villanova

Reiseinformationen: Distanz Castellaneta–Ostuni 70 km, 1 h

Die Trulli-Zone von Alberobello

Von Ostuni aus geht es zurück in Richtung Bari, jedoch nicht ohne der Trulli-Zone von Alberobello (9) einen Besuch abgestattet zu haben. Dicht an dicht reihen sich die berühmten Kegelbauten auf zwei Hügeln aneinander und haben mit ihrer Einzigartigkeit die UNESCO so stark beeindruckt, dass sie zum Weltkulturerbe erhoben wurden. Hier bietet sich auch ein exzessives Souvenirshopping an, da die kleinen Trullihäuschen heute Geschäfte beherbergen, in denen man von apulischer Handwerkskunst über Gebäck bis hin zu Wein alles bekommt, was für Apulien typisch ist.

Dann geht es weiter nach Polignano a Mare (10). Die Altstadt des direkt am Meer gelegenen Ortes scheint sich mit ihren blendend weißen Häuschen fast von den Klippen zu stürzen. Hier kann man sich stärken, bevor man in einer kleinen Badebucht direkt darunter noch einmal glasklares Adriawasser genießt und den Nachmittag ausklingen lässt.

Dann fährt man am besten über die Küstenstraße weiter in Richtung Bari. Wer das klebrige Gefühl, welches das stark salzige Meerwasser auf der Haut hinterlässt, noch etwas tolerieren kann, hält seinen Fotoapparat bereit. Entlang dieser Straße stehen nämlich vereinzelte Trulli auf bestellten Feldern direkt am Meer und bieten besonders schöne Fotomotive. Nach so viel Fotografieren Hunger bekommen? Warum nicht in einer Focacceria in Cozze(11) ein paar Stücke des pizzaähnlichen Gebäcks kaufen und dann auf den Felsen direkt am Meer genießen?

Weitere Highlights

  • Ausgrabungsstätte Egnazia
  • Grotten von Castellana
  • Fischerhafen von San Vito mit normannischem Turm und Klosterruine

Übernachtung: Bari

Reiseinformationen: Distanz Ostuni–Alberobello 50 km, 50 min; Alberobello–Polignano a Mare 30 km, 40 min; Polignano a Mare–Bari 40 km, 40 min

Bari

Man sollte einen Tag für einen Bari-Besuch (12) einplanen. Hier treffen Jahrhunderte von Geschichte auf das mondäne Leben einer regionalen Metropole. Am Vormittag kann man vom Fischmarkt aus einen Spaziergang an der Seepromenade entlang zum Stadtstrand „Pane e Pomodoro“ machen und einige Stunden hier verbringen. Abseits der Hauptstraßen ist Bari reich an kleineren Lokalen, die oftmals ein komplettes Mittagsmenü zum Festpreis anbieten.

Wendet man sich am Fischmarkt nach links statt rechts, findet man sich schnell in Baris Altstadt wieder. Der Besuch der Basilika San Nicola ist ein Muss, aber auch die Kathedrale San Sabino mit ihrer Mumie lohnt einen näheren Blick. Zwischen Basilika und dem Stauferkastell von Bari trifft man auf kleine Cafés, Pizzerien, Trattorien und natürlich Souvenirläden. Lässt man die viel begangenen Gassen hinter sich, sieht man das ursprüngliche Altstadtleben mit Fischern, die im Hauseingang ihre Netze flicken, Großmüttern, die ihre selbst gemachten Nudeln in der Sonne zum Trocknen ausbreiten, und Kindern, die auf der Straße ihren Fußball hin- und her kicken.

Direkt an die Altstadt schließt sich das Kastell von Bari an. Hier sind neben der Gipsothek auch Filme über das Kastell und wechselnde Ausstellungen zu sehen, sodass man gut zwei Stunden für einen Rundgang einplanen sollte.

Die Neustadt wird geprägt von weitläufigen Einkaufsstraßen mit kleinen Boutiquen, aber auch von den Geschäften großer internationaler Modemarken. Dazwischen verlocken immer wieder Cafés dazu, eine Pause zu machen.

Wer möchte kann für den Abend den Spielplan des Petruzzelli-Theaters im Auge behalten. Das einst prächtige Theater fiel 1991 einer Brandstiftung zum Opfer, doch nach alten Vorlagen rekonstruiert und 2009 wiedereröffnet, ist es erneut zum wichtigsten Theater Apuliens geworden.

Weitere Highlights

  • Piazza Mercantile
  • Pinacoteca Provinciale
-- °C--:--Mehr +
Quick Facts Reiseführer Apulien
Ortszeit:--:-- Uhr
Zeitverschiebung:-
Wetter:-- °C
Weniger -
Nach oben