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Im Wasser und zu Lande: Die besten Aktivitäten in Apulien

Baden und Schwimmen

Für einen Urlaub in Apulien empfiehlt es sich zu wissen, welchen Strandtyp man bevorzugt. Im Norden des Gargano, am Golf von Manfredonia, in vielen Gegenden des Salento sowie am Golf von Taranto mit seinem Ionischen Bogen erstrecken sich lange Sandstrände. Da viele von ihnen im Wasser nur flach abfallen, sind sie ideal für Familien mit Kindern oder für Nichtschwimmer.

Im Rest vom Gargano ist die Küste hoch und felsig. Hier sind die Strände schmal und steinig und häufig wird vor Steinschlag gewarnt, doch bieten die steil abfallende Klippen spektakuläre Aussichten auf das Meer und häufig auch auf bizarr geformte Felsen, die sich in Ufernähe aus dem Wasser erheben.

Die niedrigen Felsenstrände der Terra di Bari und in weiten Teilen des Salento sind ideal zum Schnorcheln, Sonnen und – wenn man es den Einheimischen gleich tun will – zum Fangen von Polypen oder dem Sammeln von Seeigeln. In kleinen Buchten zwischen den Felsen können Kinder sich nach Herzenslust austoben und mit Hilfe vieler kleiner Steine ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Im Frühling und Herbst eigenen sich Apuliens Strände für lange Spaziergänge, die dank der salzgeschwängerten Luft besonders günstig für die Atemwege sind. Im Juli und August sind die Strände in der Nähe von touristischen Zentren oftmals heillos überlaufen. Aber ab September, wenn die Temperaturen wieder unter die 30-Grad-Marke fallen, leeren sie sich merklich, bieten jedoch dank des sich nur langsam abkühlenden Wassers immer noch beste Bademöglichkeiten.

Wandern

Bei Apulien denkt man zunächst nicht an Wanderurlaub. Dennoch bieten vor allem der Gargano und das apulische Hinterland zahlreiche Möglichkeiten für Wandern und Trekking. Der Gargano ist ein isoliertes Bergmassiv, das sich weit in die Adria hineinschiebt, dessen höchste Erhebungen jedoch nur knapp 1.000 m über dem Meeresspiegel liegen und zudem von Hochebenen umlagert werden. Daher sind die Hügel nicht zu steil und auch für Wanderungen geeignet, die eher familienfreundlichen Spaziergängen gleichen.

Im Sommer ist der Gargano von Italienern gut besucht und es kann sehr heiß werden. Der apulische Winter ist aufgrund der Küstennähe überwiegend feucht und ungemütlich. Daher eignen sich zum Wanden vor allem der Frühling und der Herbst. Wandern und Trekking wird in Apulien gerade erst als touristisches Interesse entdeckt und dementsprechend erschlossen. Ein bisschen Abenteuergeist und Orientierungssinn sind daher vorerst noch Grundvoraussetzungen. Zwar erhält man in allen Touristeninformationen Wanderkarten, allerdings sind die Ausschilderungen auf den eigentlichen Routen, ausgenommen der Wege im Foresta Umbra, eher dürftig.

Von Mattinata aus kann man sich den Monte Saraceno erwandern, auf dem sich eine Nekropole mit über 500 Gräbern der Daunier befindet, welche ab dem 8. und 7. Jahrhundert v. Chr. auf dem Gargano siedelten. Doch auch Wanderungen entlang der Steilküste sind möglich. Im Foresta Umbra gibt es zahlreiche Wanderrouten, oder besser wieder Spazierrouten, die man am besten gemeinsam mit den Rangern des Märchenwaldes entdecken sollte.

Auch die Hügel des Subappenino Dauno bieten sich zum Wandern an. Von Biccari aus kann man sich das Naturschutzgebiet „Lago Pescara – Monte Cornacchia – Bosco Cerasa“ erlaufen. Es gibt mehrere Naturlehrpfade u.a. zu den höchsten Gipfeln des auslaufenden Appenin, zum Beispiel zum Monte Cornacchia oder Monte Sidon, oder einfach nur durch das dichte, feuchte „boschetto“ (Wäldchen). Die Touren können auch geführt unternommen werden und haben einen leichten Schwierigkeitsgrad.

 

Radfahren

Obwohl Städte wie Bari die ersten zaghaften Versuche machen, Radwege einzuführen, spielt für die Einheimischen der Fahrradsattel keine große Rolle, zu sehr liebt man es, motorisiert zu sein. Dabei eignen sich der milde Frühling und Herbst perfekt dafür, die Region zu erkunden, indem man richtig in die Pedale tritt. Die Küstenstraßen sind dann wenig befahren und führen recht eben immer am Wasser entlang durch zahlreiche Hafenstädte und kleinere Badeorte. Da ist es kein Problem nach einer beliebigen Kilometerzahl eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden.

Mäßig schwierig gestaltet sich auch eine Radwanderung den Stiefelabsatz hinunter bis nach Santa Maria di Leuca, dem südlichsten Punkt Apuliens. Hier geht es durch die Olivenhaine und Weingärten des Itria-Tals. Es bieten sich Halte in so pittoresken Städten wie Alberobello, Ostuni, Cisternino oder Locorotondo an. Allerdings ist man auch hier, wie überall in Apulien, immer auf die normalen Straßen angewiesen und muss Vorsicht walten lassen.

Im Subappenino Dauno bieten sich die ausgeschilderten Wanderwege auch den Radfahrern an. Die Touren entlang den Autostraßen sind danke Erhebungen bis 1.150 m über den Meeresspiegel streckenweise intensiver. Doch auch hier lässt sich stets die Bewunderung der landschaftlichen Reize mit der Besichtigung hübscher Altstädte und interessanter kultureller Stätten verbinden.

Blogger-Tipp von:
Corinna Hein
Radfahrer in Apulien sollten stets besondere Vorsicht walten lassen, da sie sich bis auf wenige Ausnahmen in Städten wie Bari generell auf den normalen Straßen bewegen müssen, auf denen das Recht des Stärkeren herrscht. Helm nicht vergessen!

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