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Viel zu entdecken: die beliebtesten Regionen Andalusiens

Málaga

Die Region Málaga ist den meisten Andalusienbesuchern ein Begriff, denn hier befindet sich der größte Flughafen der Provinz sowie die bekanntesten Badeorte entlang der Costa del Sol, darunter Marbella, Torremolinos und Nerja. Die Region Málaga hat aufgrund ihrer abwechslungsreichen Landschaften und langen Besiedelungsgeschichte eine Menge zu bieten. Aktivurlauber nutzen die Golfplätze der Costa del Sol, die zu den besten Europas zählen.

Die kleinste Region Andalusiens ist gleichzeitig die bergigste und abwechslungsreichste. Die 160 km Küstenlinie sind dabei so gut vor Winden geschützt, dass sie sich perfekt zum Baden, Wassersport Treiben oder Golfen eignen. Über 300 Sonnentage im Jahr sorgen für ein ganzjährig angenehmes Klima.

Zu den bekanntesten Naturreservaten der Region zählen die Hänge der Sierra de las Nieves, die Karstlandschaft von El Torcal und die Berge von Montes de Málaga nördlich der Regionalhauptstadt. Auf dem zweitgrößten See Spaniens, der Laguna de Fuente de Piedra, kann man rosafarbene Flamingos beobachten.

Die Costa del Sol westlich von Málaga ist eine der ersten für den Tourismus erschlossenen Küsten in Spanien. Östlich von Málaga finden sich ebenfalls viele Badeorte, jedoch unterbrochen von ruhigeren Abschnitten mit einsamen Buchten und FKK-Stränden. Elf Yachthäfen finden sich entlang der Küste, der bekannteste davon Puerto Banús in Marbella.

Die Besiedelung der Region Málaga begann bereits in der Steinzeit, wovon auch heute noch die Höhlenzeichnungen in Nerja und die Dolmengräber in Antequera künden. Später hinterließen die Römer und Phönizier ihre Spuren, zum Beispiel das Amphitheater in Málaga oder die Römervilla in Río Verde bei Marbella. Später kamen die Araber hinzu und erschufen Hinterlassenschaften wie die Burg auf dem Gibralfaro in Málaga oder die Arabischen Gräber in Ronda. Zu den wichtigsten christlichen Bauwerken zählt auf jeden Fall die Kathedrale von Málaga, auch bekannt als La Manquita, und die beeindruckende Puente Nuevo in Ronda.

Probieren solltest du in Málaga auf jeden Fall die kalte Mandelsuppe ajoblanco sowie die berühmten espetos, auf Spießen über Holzkohle gegrillte Sardinen, wie man sie häufig entlang der Strände als kleinen Snack zwischendurch erhält.

Besonders die Osterprozessionen sind während der Semana Santa in der Woche vor Ostern sehenswert, wenn die Bruderschaften die tronos (Throne) durch die Straßen der Stadt tragen.

Cádiz

Die südlichste Region Andalusiens, Cádiz, ist ein beliebtes Urlaubsparadies für Aktivurlauber und Ökotouristen. Die endlos langen Sandstrände entlang der Costa de la Luz bieten unzählige Möglichkeiten für Sonnenhungrige und Kite-Surfer. Nicht selten kann man von hier aus einen Blick bis nach Afrika erhaschen. Zwei wichtige Naturschutzgebiete befinden sich in dieser Region: das Feuchtgebiet Coto de Doñana und das Gebirge der Sierra de Grazalema.

Ganz im Süden an der Spitze Andalusiens liegt die Region Cádiz. Sie wird umrahmt von den Provinzen Huelva im Norden, Sevilla und Málaga im Osten und grenzt im Süden an die Straße von Gibraltar. Die Westküste dieser Region liegt am Atlantik, wohingegen im Osten das ruhigere Mittelmeer liegt. Das Klima in dieser Region ist gemäßigt, mit einer ganzjährig durchschnittlichen Temperatur von 30 °C. Eine Ausnahme bietet die Sierra de Grazalema, deren spezielles Mikroklima erhöhte Regenfälle verzeichnet, was das Gebirge zum regenreichsten Teil Spaniens macht.

Zwei Küstenbereiche zählen zur Region Cádiz: Im Osten von Tarifa bis Punta Chullera hat die Region Anteil an der Costa del Sol, und im Westen entlang der Atlantikküste befindet sich die Costa de la Luz. Letztere lockt Besucher besonders dank ihrer wilden Unberührtheit, denn hier wechseln einsame Buchten mit wunderschönen Naturlandschaften ab. Dies macht die Costa de la Luz besonders bei FKKlern sehr beliebt. Zu den touristisch entwickelten Orten zählen unter anderem Tajo de Guía in Sanlúcar und La Caleta in Cadíz.

Die Region Cádiz war aufgrund ihrer Lage direkt an der Straße von Gibraltar und ihrer Nähe zu Afrika von jeher als Siedlungsraum begehrt. So ist die Stadt Cádiz über 3.100 Jahre alt und somit eine der ältesten durchgehend besiedelten Städte der Welt. Phönizier haben in der Region genauso ihre Spuren hinterlassen wie die Römer und die Mauren. Die Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus bescherte der Region ungeheuren Reichtum, was sich besonders in den prächtigen Stadtbildern von Cádiz und Jerez zeigt.

Große Bereiche der Region stehen unter Naturschutz. Neben der Sierra de Grazalema ist es besonders die Cota de Doñana, die es als Vogelschutzgebiet zu weltweiter Berühmtheit gebracht hat. Ökotourismus findet auch innerhalb der Weißen Dörfer der Region statt.

Fisch gehört in Cádiz genauso auf den Tisch wie Wildgerichte und Spargel. Der Tunfischfang hat in der Region eine große Tradition und Tunfisch wird immer noch gern verzehrt.

Zahlreiche Festivals locken Jahr für Jahr Tausende Besucher an, darunter die Pferdemesse in Jerez, wo Besucher die berühmten andalusischen Pferde bewundern können, und der Karneval in Cádiz. Flamenco ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur; viele berühmte Sänger und Musiker stammen aus den Ortschaften rund um Cádiz. Feste wie die Fiesta de la Bulería in Jerez widmen sich ganz diesem typisch andalusischen Thema.

Sevilla

Die Region rund um die Stadt Sevilla befindet sich im Landesinneren von Andalusien, was sie aber nicht minder attraktiv macht. Vor allem die Stadt Sevilla selbst hat dem Besucher dank ihrer vielen Baudenkmäler und der lebhaften Altstadt viel zu bieten. Feste zu den christlichen Feiertagen werden hier pompös und ausgelassen gefeiert. Entlang des mächtigen Flusses Guadalquivir bieten sich perfekte Bedingungen für Aktivtouristen, zum Beispiel beim Reiten, Wandern und Angeln.

Die Region Sevilla befindet sich im Landesinneren im Westen von Andalusien. Die Regionalhauptstadt liegt am Fluss Guadalquivir, der früher maßgeblichen Anteil am Wachstum der Stadt hatte, besonders zu Zeiten des Überseehandels mit den neuen Kolonien in Amerika. Das Klima ist ganzjährig mild bis heiß, und in den Sommermonaten sind Höchsttemperaturen von 40 °C in Sevilla keine Seltenheit.

Die erste von den Römern gegründet Kolonie in Hispanien befand sich in der Region Sevilla, wobei die Hauptstadt Itálica auch heute noch nur wenige Minuten außerhalb von Sevilla zu besuchen ist. Die Mauren hinterließen während ihrer jahrhundertelangen Besiedelung der Region zahlreiche Baudenkmäler, die später von den Christen mit dem typischen Mudéjar-Stil kombiniert und modernisiert wurden, darunter die Real Alcázar von Sevilla.

Die Landschaftsarten der Region sind überaus vielfältig und wechseln zwischen Marschland und Feuchtgebieten wie in der Doñana mit Bergen und Wäldern im Sierra Norte Naturpark ab. Perfekte Bedingungen sind hier gegeben für zahlreiche Aktivsportarten wie Wandern, Jagen, Fischen und Reiten.

Sevilla ist bekannt für eine ganze Reihe von Olivenölen, Weinen und Traubensäften. Wild kommt sehr gern auf den Tisch, genauso wie Reisgerichte oder Brot. In den Lokalen werden gerne Tapas angeboten, die die breite Palette von regionalen Gerichten widerspiegelt.

Feste werden in Sevilla ganz dem lokalen Charakter entsprechend ausgefallen und bunt gefeiert. Lohnenswert ist die Teilnahme an den Osterfeierlichkeiten, wenn große Prozessionen durch die Straßen der Städte ziehen. Ein weiteres Fest mit christlichen Wurzeln, das über Sevilla hinaus bekannt ist, ist die alljährliche Pilgerfahrt nach El Rocío.

Granada

Gern wird behauptet, dass man nirgendwo sonst in Europa, nur in der Region Granada, am selben Tag Ski fahren und im Meer schwimmen kann. Den Besucher erwartet hier also ganz eindeutig ein Land der Gegensätze, von der Sierra Nevada bis zu den Badeorten entlang der Küsten. Die Regionalhauptstadt Granada ist Heimat eines der wichtigsten Kulturdenkmäler des Landes, der Alhambra, und ist überregional dank ihrer Maifeierlichkeiten und Musikfestivals bekannt.

Die Region rund um Granada ist besonders interessant dank der zwei sehr unterschiedlichen Klimazonen, die man hier vorfindet. Während im Flachland milde Temperaturen von durchschnittlich 18 °C und ca. 3.000 Sonnenstunden pro Jahr vorherrschen, kann es in den Höhenlagen der Sierra Nevada im Winter auch schon mal bis zu –35 °C kalt werden. Von den sonnigen Küsten der Region Granadas bis zu den schneebedeckten Wipfeln der Sierra Nevada sind es dabei keine 40 km.

Im Schutze der Berge finden sich zahlreiche schöne Strände und beliebte Badeorte wie zum Beispiel Motril und Almuñécar. Aktivtourismus wird ebenfalls großgeschrieben, von Ski über Klettern zu Wandern und Wassersport. Die weißen Dörfer der Las Alpujarras sind eine beliebte Destination für den Ökotourismus.

Zwei der schönsten Hinterlassenschaften der maurischen Herrschaft befinden sich in der Regionalhauptstadt Granada: die Alhambra und El Generalife. In Almuñécar können Überreste einer römischen Fischpökelei besichtigt werden. In der Zeit nach der Reconquista entstanden zahlreiche Paläste, Kirchen und öffentliche Gebäude im Stil der Renaissance und des Barock, darunter zum Beispiel der Palast Karls V in der Alhambra und die Kathedrale von Granada.

Das Internationale Musik- und Tanzfestival in Granada zählt zu den Highlights des Kulturjahres in der Region, aber auch das Jazzfestival in Almuñécar zieht jedes Jahr Tausende von Besuchern an. Sehenswert ist das Fest der Maikreuze, wenn rund um Granada große Kreuze aufgestellt werden, die mit leuchtenden Blüten geschmückt werden.

Tapas sind ein wichtiger Bestandteil der lokalen Küche, und sie werden oftmals kostenlos zu einem Getränk hinzugestellt. In den Alpujarras wird ein ausgezeichneter Schinken hergestellt. Fünf Köstlichkeiten aus der Region tragen eine geschützte Ursprungsbezeichnung: zwei Öle, Honig, die süße Frucht Cherimoya und eine Spargelart.

Córdoba

Die gesamte Region Córdoba im Landesinneren von Andalusien weist eine lange Siedlungsgeschichte auf, aber die Regionalhauptstadt Córdoba im Besonderen ist Heimat einiger der faszinierendsten Kulturgüter der Region. Abseits der Städte bieten zahlreiche Naturparks perfekte Bedingungen für den Aktivsport. Im Mai findet in der Stadt Córdoba eines der schönsten Kulturfestivals Andalusiens statt, die Fiesta de los Patios.

Die Region Córdoba befindet sich im Landesinneren von Andalusien und wird vom mächtigen Fluss Guadalquivir durchquert, der später auch noch Sevilla passieren wird. Zentrum der Region ist die Stadt Córdoba selbst, deren Altstadt als UNESCO-Weltkulturerbe gelistet ist. Die Region ist schon seit der Steinzeit besiedelt, erlangte dann aber ihren Aufschwung unter der Herrschaft der Römer, die Córdoba zu einem wichtigen Zentrum ausbauten. Viele römische Überbleibsel finden sich auch heute noch in Córdoba, wie zum Beispiel die später von den Mauren noch weiter ausgebaute und komplett überarbeitete Römische Brücke über den Guadalquivir.

Es waren im Besonderen die Mauren, die der Stadt und somit der ganzen Region ihren Stempel aufdrückten. Zur Zeit des Kalifats ab der Jahrtausendwende blühte Córdoba auf und genoss weltweiten Ruhm als Zentrum der Philosophie, der Wissenschaften, der Medizin und der Küste. Davon zeugt auch heute noch die faszinierende Mezquita.

Nach dem Ende der islamischen Herrschaft entstanden in der Region zahlreiche neue Kirchen, Konvente und Burgen im Stil des Barock wie zum Beispiel Almodóvar del Río. Eines der wichtigsten Kulturevents der Region ist das Internationale Musikfestival in Lucena.

Zahlreiche Naturparks locken Jahr für Jahr Anhänger des Aktivtourismus an. Im Süden bieten weitläufige Feuchtgebiete wichtige Ruheplätze für Zugvögel. Auf dem Guadalquivir werden Wassersportmöglichkeiten angeboten. Weitere beliebte Freizeitmöglichkeiten umfassen Wandern, Mountainbiketouren und Reiten.

Die regionale Küche wartet mit köstlichem Schinken, Weinen und Olivenölen auf. Probieren sollte man unbedingt salmorejo (ein Püree aus Tomate und Weißbrot), Ochsenschwanzeintopf und flamenquín (eine Art Cordon-bleu-Krokette).

Das beliebteste Festival in Córdoba ist das der Patios, wenn im Mai die Anwohner ihre Innenhöfe ausschmücken und für Besucher öffnen.

Almería

Im Zentrum dieser Küstenregion befindet sich die Landeshauptstadt Almería mit ihrer beeindruckenden von den Mauren erbauten Burganlage. Von hier ausgehend haben sich ansprechende Badeorte entlang der Strände entwickelt, zum Beispiel der Küstenort Roquetas de Mar. Der Tourismus der Region macht sich dabei die trockenen, heißen Sommer im Südosten Andalusiens zunutze. Das Naturschutzgebiet Coto de Gata ist so gut wie menschenleer und bietet viele Möglichkeiten für den Aktiv- und Wassersporttourismus in unberührten Vulkanlandschaften.

 Die Region Almería befindet sich im Osten von Andalusien und lockt Jahr für Jahr Besucher aus ganz Europa mit seinem sonnenverwöhnten Klima. Die Landschaft der Region ist ausgesprochen kontrastreich: von den schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada bis zur trockenen Wüstenlandschaft der Tabernas ist alles dabei. Hinzu kommen herrliche geschützte Strände, steile Klippen und bewaldetes Hochland im Landesinneren.

Die Region von Almería ist bereits seit prähistorischen Zeiten besiedelt, und so finden die Besucher hier ein reiches kulturelles Erbe vor, beginnend bei den Höhlen von Los Vélez über die phönizischen und römischen Siedlungen bei Villaricos und El Villar bis zu den vielen maurischen Burgen, allen voran das Fort in Almería selbst. Zu den touristisch stark entwickelten Küstenabschnitten zählen Roquetas de Mar, Adra und El Ejido. Im Gegensatz dazu sind die Strände im Cabo de Gata Nationalpark wie Cala de la Polacre, Playa de los Genoveses und El Mónsul völlig unberührt. Der Playazo de Vera im Norden der Region ist ein beliebter FKK-Strand.

Die Gastronomie in Almería unterscheidet sich entlang der Küste und im Landesinneren. So findet man auf den Speisekarten entlang der Küste viel frischen Fisch und Meeresfrüchte und im Hinterland ausgezeichnete Würste, gurullos (eine Art kleine Nudel) und Eintöpfe wie das olla de trigo. Weine und Öle sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der lokalen Küche.

Ein wichtiges Fest, das in der Region Almería zelebriert wird, ist das Festival der Mauren und Christen, wo die beiden Fraktionen bunt gekleidet Showkämpfe in den Innenstädten vieler Orte abhalten. Außerdem zählen zum Festtagskalender die Fería de Almería, das Virgen del Carmen in Torregarcía und die Mittsommernacht.

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